Jens Oberheide - Menschliches Maß und Königliche Kunst

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Johann Gottfried Schadow (1764–1850), Schöpfer der Quadriga auf dem Brandenburger Tor und vieler anderer Meisterwerke, gilt als der bedeutendste Bildhauer des deutschen Klassizismus. Der Direktor der Berliner Akademie der Künste war auch ein genialer Zeichner, Grafiker und Karikaturist.
Wenn er von sich sprach oder schrieb, tat er das gern in der dritten Person («er», «der Künstler»), so als nähere er sich seinem eigenen Ich, um zu sich selbst zu finden. Auch in seinen Kunstwerken hat er sich behutsam «von außen», über das Handwerk, dem eigentlichen Wesen angenähert, um dieses dann so sensibel wie möglich her- auszuarbeiten.
Unter dem «menschlichen Maß» antiker Lehren und klassischer Proportionen verstand er immer auch die Aufforderung, es zum Leben zu erwecken. Ein Kunstwerk war für ihn erst vollendet, wenn er glaubte, den menschlichen Ausdruck getroffen und die Seele entdeckt zu haben.
Das galt auch gegenüber den Menschen, die ihm nahestanden. Sein Anliegen war es, das Menschliche im Menschen aufzuspüren. Es ging ihm dabei nicht nur um die bildnerischen Künste, sondern auch um die Kunst, recht zu leben und verständnisvoll miteinander umzugehen.
Nicht von ungefähr war Schadow wohl aus solchen Motiven 60 Jahre lang auch Anhänger der sogenannten «Königlichen Kunst» der Freimaurer, die deswegen so genannt wird, weil die Kunst recht zu leben die «edelste und vornehmste aller Künste ist» (James Anderson: «Konstitution», London, 1723). Dieser Aspekt in Schadows Leben und Wirken wird hier erstmals näher betrachtet.

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Eine der Zwischenstationen auf dem Weg nach Wien und Rom war Dresden. Schadow folgte damit der Einladung des berühmten Porträtmalers Anton Graff (1736–1813), mit dem er in Verbindung stand und dessen Kunst er verehrte. Graff verstand es, in seinen Bildnissen den Charakter des Menschen zu erfassen, über die äußere Ähnlichkeit hinaus. Das war genau die Intention, die Schadow bei seinen eigenen Arbeiten verfolgte.

Anton Graff Selbstbildnis mit grünem Augenschirm 1813 Bei Graff und dessen - фото 20

Anton Graff, Selbstbildnis mit grünem Augenschirm, 1813

Bei Graff und dessen Frau gaben sich Schadow und seine Marianne als Verheiratete aus. Es wurde nicht hinterfragt. Graff interessierte sich mehr für die grafische Mappe Schadows und nahm sich Blatt für Blatt vor. Sie sprachen über Rom und die Kunst der Vorväter. Schließlich gab Graff seinem Besucher ein Empfehlungsschreiben an den Bildhauer Franz Anton von Zauner in Wien, der ihn zu römischen Verbindungen weiter vermitteln sollte.

Ende Mai 1785 trafen Schadow und seine Marianne in Wien ein, wo sie von den Schwiegereltern herzlich in Empfang genommen wurden. Sie mussten gestehen, dass es ihnen noch nicht gelungen war zu heiraten. Vater Devidels hatte aber die Nachricht von der Hochzeit unter Verwandten und Bekannten bereits verbreitet. So mussten sie das Spiel – nun freilich familiär geduldet – weiterspielen.

Als Schadow mit dem Empfehlungsschreiben von Graff den Wiener Bildhauer Franz Anton von Zauner besuchte, traf er auf eine Lebenseinstellung und auf Ideale, die ihm schon vertraut vorkamen.

Franz Anton von Zauner (1746–1822) war Freimaurer, 1784 in der Loge «Zur wahren Eintracht» in Wien aufgenommen, einer «Gemeinschaft in brüderlicher Liebe und gemeinsamen Streben nach allem Wahren, Guten, Schönen» (so steht es in der Logenordnung).

Porträt von Franz Anton von Zauner an der Fassade des Landesmuseums - фото 21

Porträt von Franz Anton von Zauner an der Fassade des Landesmuseums Ferdinandeum in Innsbruck, 2016

Meister vom Stuhl der Loge «Zur wahren Eintracht» war Ignaz Edler von Born (1742–1791), der für Mozart und Schikaneder Vorbild des weisen Sarastro in der «Zauberflöte» wurde und sich beziehungsreich zitieren lässt: «Ist Wahrheit, Weisheit und die Beförderung der Glückseligkeit des ganzen Menschengeschlechts nicht auch der eigentliche Endzweck unserer Verbindung?» (Ignaz von Born im «Journal für Freymaurer» )

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791), Mitglied der Wiener Loge «Zur Wohltätigkeit» , war häufig Gast in der «wahren Eintracht» und wurde dort auch durch Ignaz von Born zum freimaurerischen Gesellen befördert. Zu den Mitgliedern der Loge «Zur wahren Eintrach zählte neben vielen Wiener Persönlichkeiten auch Joseph Haydn (1732–1809).

Zauner, Schöpfer des Wiener Kaiser-Joseph-Denkmals und des Grabmals für Leopold II. in der Augustinerkirche, hat übrigens später auch ein Denkmal für Ignaz von Born gestaltet und am Sockel freimaurerische Symbolik untergebracht.

Schadow hatte die freimaurerisch inspirierte Ausrichtung des Salons von Henriette Herz in bester und frischer Erinnerung. Er hatte sich möglicherweise auch in Gesprächen mit Marcus Herz über Ideale des Bundes ausgetauscht. Nun war Franz Anton von Zauner ein weiterer Stichwortgeber. Vier Wochen lang weilte Schadow in der Donaumetropole. In dieser Zeit traf er sich immer wieder mit Zauner, und zwischen den beiden entwickelte sich eine herzliche Freundschaft.

«Mit dem Bildhauer Franz Zauner verbündet er sich innig, so dass sie lange nach Schadows Abreise noch einen fruchtbaren Gedankenaustausch führen. Dieses Bündnis hat tiefreichende menschliche und künstlerische Wurzeln.» (Joachim Lindner: «Wo die Götter wohnen» , Berlin, 2008)

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Italienische Impressionen

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Es war «die heftigste Erschütterung, welche aus Bewunderung für die Schönheiten der Kunst in ihm erregt wurde …»

Johann Gottfried Schadow

Zwischenstation auf dem Weg nach Rom war Florenz. Schadow begab sich begeistert auf die Spuren der «alten Meister», wie die der Renaissance, die immer wieder die Proportionierung nach den Maßverhältnissen des menschlichen Körpers gesucht haben. «Als er nach Florenz kam» , schrieb er in seinen Erinnerungen, «und die kolossalen Arbeiten des Michelangelo und Giovan di Bologna auf offenem Platze sah, liefs ihm eiskalt über den Rücken». Er verfolgte die künstlerischen Gedanken von Johann Joachim Winckelmann, der die « edle und stille Größe» als Schönheitsideal des «archäologischen Klassizismus» aufgefasst hatte (1755). Er durchstreifte die Kirchen und Paläste, besuchte die Gemäldegalerien und fühlte sich nahezu heimisch in den Uffizien. Das war seine Welt. Kunst zu sehen, zu erleben, in sich aufzunehmen und sich anregen zu lassen. Es war «die heftigste Erschütterung, welche aus Bewunderung für die Schönheiten der Kunst in ihm erregt wurde» (Schadow). Schadow war ständig mit dem Skizzenbuch unterwegs, hielt fest, was die alten Meister geschaffen hatten und interpretierte sie. Marianne war seine geduldige Begleiterin.

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Römische Inspirationen: Michelangelos «Die Erschaffung des Adam» (Detail)

Im Juli 1785 trafen sie in Rom ein, und die «Ewige Stadt» faszinierte ihn über alle Maßen. Mit dem Empfehlungsbrief von Zauner aus Wien wurden die Reisenden herzlich durch Alexander Trippel (1744–1793) empfangen. Trippel, ein Schweizer Bildhauer, wohnte und arbeitete seit 1778 in Rom, wo er mit seiner Bildhauerwerkstatt großes Ansehen genoss. Bekannt wurde Trippel vor allem durch zwei von ihm geschaffene Marmorbüsten Goethes.

Trippel, dem sich die Unverheirateten anvertrauten, nutzte seine Verbindungen zur Kirche, um das Ersehnte – eine legitimierte Hochzeit – wahr werden zu lassen. Trippel knüpfte klerikale Fäden. Da Mischehen natürlich auch in Rom nicht erlaubt waren, musste Schadow zum Katholizismus konvertieren. Über Trippels Netzwerke war das ein kurzer formeller Akt. Damit stand der Hochzeit nichts mehr im Wege, und so konnte am 24. August 1785 die Ehe geschlossen werden. Da war Schadow gerade 21 Jahre alt (aber damit «volljährig»).

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Alexander Trippel, nach einer Zeichnung von Joh. Friedr. Clemens, 1775

Auf die Gelegenheit, den «zweckgebundenen» Übertritt zum Katholizismus zurückzunehmen und wieder zum Protestantismus zurückzukehren, hoffte er nach der Rückkehr in die Heimat.

Die Schadows wohnten in Rom in der Nähe der Spanischen Treppe, in der Via Babuino, wo am 10. Juli 1786 ihr erster Sohn geboren wurde, getauft auf den Namen Carolus Zenon Ridolfus, genannt Ridolfo (Rudolf).

Schadow zeichnete während seines Romaufenthaltes unentwegt, auch seine Familie, seine schwangere Frau beispielsweise und nach der glücklichen Geburt auch seinen kleinen Sohn.

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