Volker Klimpel - Chirurginnen

Здесь есть возможность читать онлайн «Volker Klimpel - Chirurginnen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Chirurginnen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Chirurginnen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Frauen war es Jahrhunderte lang verwehrt, ärztlich und erst recht chirurgisch tätig zu sein. Sie mussten in Vergangenheit und Gegenwart viele Zurücksetzungen erfahren und brachten häufig persönliche Opfer, um gleichberechtigt mit ihren Kollegen zu sein.
Der Chirurg Volker Klimpel beschreibt in seinem Buch erstmals ausführlich die wechselvolle Geschichte der weiblichen Emanzipation auf diesem Gebiet. Zugleich portraitiert er über 100 Chirurginnen von der Antike bis in die Neuzeit und erweist ihnen so die längst zustehende Reverenz.

Chirurginnen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Chirurginnen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать
Anatomischer Präparierkurs für Frauen und Männer 1907 an der Universität in - фото 14

Anatomischer Präparierkurs für Frauen und Männer 1907 an der Universität in Halle an der Saale

Ungeachtet aller Steine, die den Frauen in den Weg gelegt wurden, folgten weitere Einrichtungen von Frauen für Frauen, wobei die Ausrichtung mehr allgemeinmedizinisch, pädiatrisch und gynäkologisch war als chirurgisch. Um sich ein Bild zu machen, wie es zu jener Zeit, aus der das Zitat von Penzoldt stammt, um die gesellschaftliche Akzeptanz des Frauenstudiums stand, lohnt sich ein Blick in „Meyers Konversations-Lexikon“. In dieser „Zierde bürgerlicher Bildung“ steht u. a. geschrieben: „Die übrigens schwer zu begründende Behauptung der Gegner des Frauenstudiums, dass dem weiblichen Geschlecht die Befähigung zur selbständigen wissenschaftlichen Forschung abgehe, kann nicht als entscheidend gelten … In der That haben nicht wenige Frauen in der Pflege der Wissenschaften bereits Hervorragendes geleistet“. Das klingt zunächst verheißungsvoll, wird aber im selben Atemzug eingeschränkt: „Wie weit Frauen zum Universitätsstudium zuzulassen sind, ist … vielmehr davon abhängig zu machen, wie weit die Ausübung der höheren Berufsarten als vereinbar mit dem Naturell und der Leistungsfähigkeit der Frauen sowie mit den tiefer begründeten sittlichen Anschauungen eines Volkes gelten können“. Im medizinischen Bereich werden den Ärztinnen vorzugsweise die Frauen- und Kinderkrankheiten zugewiesen (lesenswert dazu [18]). Und „sollte man sich endgültig für die Zulassung der Frauen zum Studium entscheiden, so wird jedenfalls von ihnen das gleiche Maß von Vorkenntnissen wie von den Männern gefordert werden müssen“, um dann abschließend ganz im alten Stil zu postulieren: „Dem Mann der Staat, der Frau die Familie!“ [83].

Wenn auch die Zeit darüber hinweg ging, so wollte sich der durch und durch konservative Chirurgie-Heros Ernst von Bergmann (1836–1907), seinerzeit Direktor der I. Chirurgischen Universitätsklinik in der Berliner Ziegelstraße, mit dem allmählichen Eindringen der Frauen in die Männerdomäne nicht abfinden und versuchte, die Kassentätigkeit von in Deutschland nicht approbierten Ärztinnen durch die Ärztekammer Branden­burg untersagen zu lassen. Dr. med. Jenny Springer (1860–1917), eine Berliner Ärzte-Pionierin mit chirurgischer Vorbildung, und ihre Kolleginnen verhinderten dies (1901/02). Da war Bergmanns chirurgischer Antipode Carl Ludwig Schleich (1859–1922), der Begründer der Infiltrationsanästhesie, schon wesentlich fortschrittlicher, wenn er in der ihm eigenen poetischen Art formulierte: „Ist die Frau weniger wert als der Mann? Wer diese Frage beantwortet, kann auch sagen, ob Feuer mehr wert ist als Wasser!“

Eine Ausnahme unter den Klinikchefs und Ordinarien mit viel Verständnis für die jungen Kolleginnen war zwar kein Chirurg, aber dennoch ein operativer Mediziner: Der Geheime Medizinalrat Professor Franz von Winckel (1837–1911). Er wirkte von 1872 bis 1883 als Direktor der Königlichen Landesentbindungsanstalt und Frauenklinik in Dresden und von 1883 bis 1907 als Ordinarius an der Ludwig-Maximilians-Universität München. F. von Winckel war zeitweise der einzige Kliniker in Deutschland, der weibliche Volontäre beschäftigte [59]. Er äußerte sich 1893 dazu wie folgt: „Ich habe während 21 Jahren in Dresden und in München gegen 40 weibliche Ärzte als Volontärassistentinnen in den von mir geleiteten Frauenkliniken beschäftigt, meist Ausländerinnen, einige auch aus Deutschland, die aber auf außerdeutschen Universitäten studiert hatten. Ich muss … bemerken, dass ich es mit einem auserlesenen Material zu tun hatte, in dem mir Frau Prof. Heim-Vögtlin, meine frühere Schülerin, diejenigen Bewerberinnen aussuchte, von denen sie gewiss war, dass sie ihrer Empfehlung Ehre machen würden. Und das haben sie auch in jeder Beziehung getan. Pflichtgetreu, fleißig, gewissenhaft und aufs Eifrigste bemüht, all ihre Zeit bestens auszunutzen, habe ich die Leistungen der meisten dieser Schülerinnen mit Freuden als mindesten gleichwertig mit denen ihrer Mitvolontärärzte anerkennen müssen“ [113]. Bei von Winckel lernten u. a. Emilie Lehmus (1841–1932), Franziska Tiburtius (s. u.), Marie Heim-Vögtlin (1845–1916), Hope Bridges Adams-Lehmann (1835–1916), Ida Democh-Mauermeier (1877–1950), Dorothea Haenel-Dietrich (1880–1965). Sie alle waren als „Ärztinnen der ersten Stunde“ in fachlicher Hinsicht zunächst Allrounderinnen und hatten auch eine chirurgische Schulung genossen, bevor sie dann als praktische Ärztinnen oder Spezialistinnen arbeiteten, was mit der reichseinheitlichen Ausbildungs- und Prüfungsordnung seit 1883 möglich war. Neben von Winckel galten die Anatomen Wilhelm Roux (1850–1924) in Halle an der Saale und Hans Virchow (1852–1940) in Berlin als tolerant, ja fortschrittlich, was sich vor allem in der Einrichtung und Frequentierung von Sektionskursen für Frauen zeigte.

Frauenstaffel im OP des Endell Street Military Hospital im Londoner Covent - фото 15

„Frauenstaffel“ im OP des Endell Street Military Hospital im Londoner Covent Garden während des Ersten Weltkriegs in Regie der Medical Women’s Federation; das einzige Krankenhaus in London, in dem ausschließlich Suffragetten arbeiteten (1916–1920). ©Wellcome Library

In Österreich nahmen Julius Tandler (1869–1936), Vorstand der I. Anatomischen Lehrkanzel der Universität Wien, und der Gynäkologe Ernst Wertheim (1864–1920), Leiter der Wiener Universitäts-Frauenklinik, junge Absolventinnen auf und förderten sie. Auch Tandler und Wertheim waren diesbezüglich Ausnahmeerscheinungen. In diesem Zusammenhang nicht zu vergessen ist die Ophthalmologin, Augenchirurgin und Feministin Dr. Léonore Gourfein-Welt (1859–1944), Privatdozentin an der Universitätsaugenklinik in Genf. Deren Schwestern Sara und Rosa Welt haben ebenfalls in der Schweiz studiert und sind Ärztinnen geworden. Nachdem im ersten Weltkrieg in Europa5 Frauen als Krankenschwestern und Ärztinnen ihre Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit mehr als einmal unter Beweis gestellt hatten, kamen sie 1918 mit der „Damenwahl“ auch politisch ihrer Gleichberechtigung ein Stück näher; zur Wahl der Deutschen Nationalversammlung 1919 in Weimar waren erstmals Frauen zugelassen. In den 1920er und 1930er Jahren hatten die Berliner Chirurgen Prof. Moritz Borchardt (1868–1948) und Prof. Paul Rosenstein (1875–1964) am Krankenhaus Moabit (seit 1920 III. Chirurgische Universitätsklinik) bzw. am Jüdischen Krankenhaus immer wieder Chirurginnen in ihrem Team [26, 102].

An zwei willkürlich herausgegriffenen Beispielen sei die Quantität von Frauen in der Medizin noch einmal veranschaulicht. Erstens: Allein im Kammerbezirk München befanden sich 1933 unter den gemaßregelten und diskriminierten 273 Ärzten 28 Frauen, darunter keine Chirurgin! [51] Zweitens: Eine Auflistung der Verfolgten und Vertriebenen unter den Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie enthält 214 Ärzte, unter ihnen nur zwei Frauen. Eine einzige ist Chirurgin – die weiter unten erwähnte Johanna Hellmann (S. 219–225 [110]). Aus den Zeitdokumenten sei weiterhin noch erwähnt, dass es im zwanzigköpfigen Mitarbeiterstab des Chirurgie-Ordinarius Martin Kirschner (1879–1942) an der Universität Königsberg im Frühjahr 1923 zwei Frauen gab, die Fräuleins Bär und Platz, über deren weiteres Schicksal die Akten schweigen (S. 17 [110]). Im Team von Karl Heinrich Bauer an der Chirurgischen Universitätsklinik in Breslau stand ein „Frl. Fischer“ vornan (Abb. 15 in [104]). In einem ähnlichen Bilddokument aus der Münchner Chirurgischen Universitätsklinik von Erich Lexer erblickt man unter dem ungewöhnlich großen Mitarbeiterstab von 35 Personen nur eine einzige, namentlich nicht genannte Frau (S. 83 [51]).

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Chirurginnen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Chirurginnen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Chirurginnen»

Обсуждение, отзывы о книге «Chirurginnen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x