Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Dem glück­li­chen po­li­ti­schen Ge­dan­ken Fried­richs, der Ver­söh­nung mit den Wel­fen, dank­te er es, dass er sich un­ge­hemmt nach Ita­li­en wen­den konn­te; es zeig­te sich, dass ei­nem deut­schen Kö­ni­ge, der über alle Mit­tel des Rei­ches ver­fü­gen konn­te, noch eine große Macht­fül­le zu Ge­bo­te stand. Das ei­ni­ge Reich, ei­nig durch das Zu­sam­men­wir­ken zwei­er Fürs­ten, er­reg­te über­all Be­wun­de­rung und Schre­cken. Die Kö­ni­ge von Dä­ne­mark, Un­garn, Po­len, durch dy­nas­ti­schen Zwist ge­schwächt, muss­ten sich ab­hän­gig be­ken­nen. Nach Ita­li­en zog Fried­rich mit dem Ent­schluss, die­sel­be Stel­lung wie­der­zu­ge­win­nen, die Karl der Gro­ße und Otto der Gro­ße ein­ge­nom­men hat­ten. Er fand Ent­ge­gen­kom­men beim Adel und Wi­der­stand bei den Städ­ten, na­ment­lich bei Mai­land, der größ­ten und reichs­ten; aber ge­ra­de dar­auf leg­te er Wert, dass er die Mit­tel der rei­chen han­del­trei­ben­den Städ­te in die Hand be­käme. Nach al­tem Her­kom­men hielt er eine Ta­gung auf den Ron­ka­li­schen Fel­dern, wo die Le­hens­trä­ger zu er­schei­nen und ihre Le­hen in Empfang zu neh­men hat­ten. Dort wur­de mit Hil­fe von ju­ris­tisch ge­bil­de­ten Per­so­nen un­ter­sucht, was dem Kai­ser zu­ste­he, was nicht; denn es war Fried­rich ernst da­mit, sein Recht, aber nichts als das in An­spruch zu neh­men. Die Ju­ris­ten der be­rühm­ten Schu­len von Bo­lo­gna und Pa­do­va un­ter­stütz­ten ihn über Er­war­ten; für ihre for­ma­lis­ti­sche Den­kart kam ei­nem rö­mi­schen Kö­nig deut­scher Na­ti­on als Nach­fol­ger der rö­mi­schen Cäsa­ren die­sel­be un­um­schränk­te Herr­schaft zu wie den Kai­sern des Al­ter­tums. Nach ih­ren An­sprü­chen war ein rö­mi­scher Kö­nig nicht sehr ver­schie­den von ei­nem De­spo­ten, der über Hab und Gut sei­ner Un­ter­ta­nen ver­fü­gen kann. Fried­rich war sich be­wusst, dass er in Rechts­fra­gen an die Zu­stim­mung der Gro­ßen sei­nes Rei­ches ge­bun­den war; aber die aus dem rö­mi­schen Recht ge­schöpf­ten Sen­ten­zen über die Gött­lich­keit der Kai­ser­wür­de ho­ben doch sein im­pe­ra­to­ri­sches Selbst­ge­fühl. Vor al­len Din­gen den Städ­ten ge­gen­über glaub­te er un­be­ding­ter Herr zu sein; er sah in ih­nen nicht wie im ho­hen Adel Ge­nos­sen, nicht we­nigs­tens durch den krie­ge­ri­schen Be­ruf ihm An­ge­gli­che­ne wie die Dienst­leu­te, die Mi­nis­te­ria­len, son­dern dem Stan­de nach Tie­fer­ste­hen­de, em­por­ge­kom­me­ne Un­ter­ta­nen, die schlecht­weg zu ge­hor­chen hat­ten. Al­ler­dings ach­te­te er die von sei­nen Vor­gän­gern er­teil­ten Pri­vi­le­gi­en, nicht aber, was durch Ge­wohn­heit üb­lich ge­wor­den, von den Aus­üben­den als Recht be­trach­tet wur­de. Fried­richs Auf­tre­ten war un­wi­der­steh­lich, der An­blick schon sei­ner kriegs­tüch­ti­gen deut­schen Rit­ter, ih­rer gleich­mä­ßig kraft­vol­len, elas­ti­schen, blit­zen­den Ge­stal­ten ver­brei­te­te Schre­cken. Den be­fes­tig­ten Städ­ten ge­gen­über mit ih­ren ge­wal­ti­gen Tür­men und Bas­tio­nen ge­nüg­ten al­ler­dings die Kat­zen und Igel und Wid­der nicht, wie denn im gan­zen Mit­tel­al­ter sehr sel­ten eine Be­la­ge­rung den Zweck er­reich­te; aber in of­fe­ner Schlacht blie­ben die Deut­schen Sie­ger.

Ob­wohl Fried­rich das auf­rüh­re­ri­sche Rom un­ter­warf, Ar­nold von Bre­s­cia aus­lie­fer­te und dem Papst die Rück­kehr in sei­ne Stadt er­mög­lich­te, blieb Ha­dri­an I., der ein­zi­ge Eng­län­der auf dem rö­mi­schen Stuh­le, miss­trau­isch ab­leh­nend. Da bei der Be­geg­nung Fried­rich sich wei­ger­te, dem Papst den Stall­meis­ter­dienst zu leis­ten, näm­lich ihm beim Be­stei­gen des Pfer­des den Steig­bü­gel zu hal­ten, wei­ger­te sich der Papst, ob­wohl Fried­rich ihm den Fuß küss­te, ihm den Frie­dens­kuss zu ge­ben. Ge­treu sei­nem Ge­rech­tig­keits­sinn rief Fried­rich die Fürs­ten, die ihn be­glei­te­ten, zu­sam­men und über­ließ ih­nen zu ent­schei­den, was Rech­tens sei. Das Reich soll­te dar­über ent­schei­den, was sich mit kai­ser­li­cher Ehre ver­ei­nen las­se. Das Ur­teil der Her­ren fiel zu­guns­ten des Paps­tes aus: es war Über­lie­fe­rung, dass Pi­pin der Kur­ze dem Papst, als er ins Fran­ken­reich kam, den Mar­schalls­dienst ge­leis­tet habe, und die äl­te­ren un­ter den An­we­sen­den er­in­ner­ten sich, von Lo­thar das­sel­be ge­se­hen zu ha­ben. Fried­rich füg­te sich der Ent­schei­dung und hielt im An­ge­sicht des Hee­res dem Papst die Steig­bü­gel, wor­auf er den Frie­dens­kuss emp­fing. Zwei in der Wur­zel feind­li­che Ge­wal­ten wur­den durch künst­li­che Ver­an­stal­tung auf der schma­len Schnei­de des Ein­ver­ständ­nis­ses er­hal­ten. Nun wur­de Fried­rich nach al­tem Ri­tu­al zum Kai­ser ge­weiht. Vor der sil­ber­nen Pfor­te der Pe­ters­kir­che hielt der Bi­schof von Al­ba­no das ers­te Ge­bet, mit­ten in der Kir­che der Bi­schof von Por­to das zwei­te: »Gott, du ge­heim­nis­vol­ler Schöp­fer der Welt – schüt­te auf die Für­bit­te al­ler Hei­li­gen über die­sen Kö­nig das Füll­horn dei­nes Se­gens aus und fes­ti­ge den Thron sei­nes Rei­ches. Su­che ihn heim wie den Mo­ses im Dorn­busch … und über­gie­ße ihn mit dei­nem Ster­nen­se­gen und dem Tau dei­ner Weis­heit wie Da­vid und sei­nen Sohn Sa­lo­mon.« Es folg­te die Sal­bung durch den Erz­bi­schof von Os­tia und ein Ge­bet, dass durch das hei­li­ge Öl der Se­gen des Trös­ter­geis­tes in das Herz des Kö­nigs ein­drin­gen und ihm die Gabe ver­lei­hen möge, Un­sicht­ba­res zu emp­fan­gen, und, nach­dem er in Ge­rech­tig­keit und Er­bar­mung sei­nes zeit­li­chen Rei­ches ge­wal­tet, ewig­lich mit Chris­tus zu herr­schen. Dann war der Au­gen­blick ge­kom­men, wo der Papst dem Kni­en­den das Dia­dem auf­setz­te mit den Wor­ten: »Empfan­ge das Ruh­mes­zei­chen im Na­men des Va­ters, des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes, da­mit du un­ter Ver­ach­tung des al­ten Fein­des und al­ler Sün­den­be­rüh­rung Recht und Ge­rech­tig­keit lie­best und dich in die­sem Le­ben so er­bar­mungs­voll zei­gest, dass dir un­ser Herr Je­sus Chris­tus in der Ge­mein­schaft der Hei­li­gen die Kro­ne des ewi­gen Rei­ches ver­lei­he.« Als der er­schöpf­te Kai­ser sich zu­rück­zie­hen und spei­sen woll­te, über­fie­len die Rö­mer den Papst, und er muss­te den gan­zen Tag durch kämp­fen. Am an­de­ren Mor­gen ver­ließ er, den Papst und die Kar­dinäle mit sich neh­mend, Rom, und der Papst er­teil­te de­nen, die im Kamp­fe Blut ver­gos­sen hat­ten, Ablass. Da­bei be­rief er sich auf ge­wis­se kirch­li­che Zeug­nis­se, wo­nach der Krie­ger, der, im Ge­hor­sam ge­gen sei­nen Fürs­ten, kämp­fend Blut ver­gießt, nach ir­di­schem und himm­li­schem Ge­setz kein Mör­der, son­dern ein Straf­voll­stre­cker sei.

Eine merk­wür­di­ge Schi­ckung woll­te, dass die­ser selbst­be­wuss­te und den­noch, ob­wohl zu­wei­len hart und zu­wei­len durch Zorn und das Ge­fühl ge­kränk­ter Ma­je­stät zu grau­sa­men Hand­lun­gen be­wo­gen, maß­vol­le Kö­nig, sich dem Ein­fluss ei­nes Man­nes er­gab, der ihn auf eine ge­fähr­li­che Bahn und in dra­ma­ti­sche Ver­wick­lun­gen riss, wie sein ei­ge­ner Cha­rak­ter sie wo­mög­lich ver­mie­den hät­te. Die­ser Mann war der Kanz­ler des Reichs, Rainald, aus dem Ge­schlecht der an der We­ser be­gü­ter­ten Gra­fen von Das­sel. Be­herrsch­te er den Kai­ser, weil er so sehr von ihm ver­schie­den war? In ganz an­de­rer Art wie Fried­rich war auch er zum Herr­scher ge­bo­ren, so wie ein heid­nischer Wi­kin­ger­füh­rer, dem die Welt ge­hört, so­weit er sie er­obern kann. Fried­rich war ganz und gar Im­pe­ra­tor, sich im­mer der furcht­ba­ren Verant­wor­tung be­wusst, mit der die Kro­ne des großen Karl ihn be­las­te­te, und die nur ein streng zu­sam­men­ge­fas­s­ter Geist er­tra­gen konn­te. Rainald von Das­sel fühl­te sich nur sei­nem Ge­nie ver­ant­wort­lich. Sein Ge­nie schuf ihm ein Reich, in dem er auch das Aben­teu­er­li­che wa­gen konn­te, wenn es he­ro­isch war. Er er­kann­te die Mäch­te sei­ner Zeit wohl an, die Kir­che, den Kai­ser und sei­ne Ge­nos­sen, die Fürs­ten; aber sie ban­den sei­nen Geist nicht und kaum sei­ne Hän­de. In sei­nem Ge­fol­ge be­fand sich häu­fig ein Dich­ter, der der Nach­welt un­ter dem Na­men des Erz­poe­ten be­kannt ist. Die­sem Na­men­lo­sen, der nichts be­saß als sei­ne klang­vol­len Ver­se, mag der Kanz­ler sich mehr ver­wandt ge­fühlt ha­ben als dem Kai­ser oder ir­gend­ei­nem an­de­ren Men­schen. Der Dich­ter spiel­te ihm eine Mu­sik jen­seits al­ler Din­ge, jen­seits auch al­les des­sen, was die Kir­che lehr­te. In sei­nem per­sön­li­chen Le­ben war Rainald ta­del­los, ent­halt­sam, un­an­greif­bar; man weiß nichts von Frau­en­lie­be in sei­nem Le­ben. Er war ge­bil­det, las gern die al­ten Schrift­stel­ler, aber sein Ele­ment war das tä­ti­ge Le­ben als Staats­mann und Kriegs­mann. Wie von den Kö­ni­gen ha­ben die Zeit­ge­nos­sen von ihm über­lie­fert, dass wei­ches Blond­haar sein schö­nes ge­bräun­tes Ge­sicht um­gab; das Jahr sei­ner Ge­burt hin­ge­gen ha­ben sie nicht auf­ge­zeich­net. Man kann an­neh­men, dass er etwa 35 Jah­re alt war, als er zum ers­ten Male maß­ge­bend in der Öf­fent­lich­keit her­vor­trat.

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