Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Der Tod Gre­gors VII., der fern von Rom im Schutz der Nor­man­nen starb, be­deu­te­te für Hein­rich IV. kei­ne Er­leich­te­rung; denn Gre­gors Nach­fol­ger tra­ten in sei­nen Ide­en­kreis ein, und die Bi­schof­sein­set­zung blieb eine un­lös­ba­re Streit­fra­ge. Dass es der Ku­rie ge­lang, die bei­den Söh­ne des Kö­nigs, Kon­rad und Hein­rich, nach­ein­an­der ge­gen den al­tern­den Va­ter auf­zu­het­zen, of­fen­bart die Zer­rüt­tung des sa­li­schen Hau­ses, das sei­nem Ende zu­ging. Von sei­nem Soh­ne be­kämpft und ent­thront starb der erst 55­jäh­ri­ge Kai­ser in Lüt­tich, vom dor­ti­gen Bi­schof und dem Her­zog von Loth­rin­gen mit Lie­be auf­ge­nom­men.

Heinrich IV. und die Städte

Als Hein­rich IV. im Jah­re 1073 vor den Sach­sen flie­hen muss­te, als der Papst ihn ge­bannt, der Erz­bi­schof von Mainz ihn ab­ge­setzt hat­te, als er krank und ver­las­sen in La­den­burg sich auf­hielt, ka­men Bür­ger von Worms zu ihm, um ihn fei­er­lich in ihre Stadt ein­zu­ho­len. Sie ka­men in Wehr und Waf­fen, um ihm zu zei­gen, dass eine Mann­schaft vor­han­den sei, die es mit vie­len Fein­den auf­neh­men kön­ne. Hat­ten sie doch schon die bi­schöf­li­chen Krie­ger aus der Stadt ver­jagt und hät­ten sie doch auch den Bi­schof selbst ge­fan­gen­ge­nom­men, wenn er nicht ent­flo­hen wäre. Sie ge­lob­ten dem Kai­ser Treue, sie be­steu­er­ten sich selbst, um die Kriegs­kos­ten zu de­cken; ohne sein Zu­tun ge­wann er eine um­mau­er­te Stadt als Zuf­luchts­ort, ein zu­ver­läs­si­ges Heer, das Gut und Blut für ihn zu op­fern be­reit war.

Die­sel­be Stim­mung wie in Worms herrsch­te in Köln, der Stadt des Erz­bi­schofs Anno, der eine Zeit lang wäh­rend der Min­der­jäh­rig­keit Hein­richs das Reich re­giert und den kö­nig­li­chen Kna­ben all­zu rück­sichts­los be­vor­mun­det hat­te. Jen­seits der al­ten Rö­mer­mau­er im Os­ten der Stadt, in der Rich­tung auf den Rhein, war in Köln der Markt ent­stan­den; denn zur Be­för­de­rung der Gü­ter be­nutz­te man wo mög­lich die Was­ser­stra­ßen, und na­ment­lich der Fern­ver­kehr muss­te sich in der Nähe des Stro­mes ab­spie­len. Dort war seit al­ters die Ju­den­stra­ße. Zwi­schen ihr und der Kir­che und dem Klos­ter Groß-Sankt-Mar­tin be­fand sich der Alte Markt, auf dem Le­bens­mit­tel und ge­werb­li­che Er­zeug­nis­se zum Ver­kauf aus­ge­stellt wa­ren, und wo die Hand­wer­ker wohn­ten; wei­ter süd­lich ge­gen Sankt Ma­ria im Ka­pi­tol er­streck­te sich die grö­ße­re Hälf­te des Mark­tes, den die statt­li­chen Häu­ser der rei­chen Kauf­leu­te um­ga­ben. Wäh­rend der ers­te Dom bis ins neun­te Jahr­hun­dert im Wes­ten der al­ten Rö­mer­stadt ge­stan­den hat­te, be­fand sich nun, im elf­ten, ein neu­er in ih­rer nord­öst­li­chen Ecke, nicht weit vom Markt, da­ne­ben eine kö­nig­li­che Pfalz und die erz­bi­schöf­li­chen Wohn­ge­bäu­de. Am Os­ter­fes­te des Jah­res 1074 hat­te der Erz­bi­schof Be­such von sei­nem Freun­de, dem Bi­schof von Müns­ter. Als die­ser heim­zu­fah­ren wünsch­te, schick­te Anno Die­ner in die Rhein­vor­stadt mit dem Auf­tra­ge, das Schiff ei­nes Kauf­man­nes zu die­sem Zwe­cke be­reitz­u­ma­chen. Das Recht, Schif­fe der Kauf­leu­te für ihre per­sön­li­chen Zwe­cke zu be­schlag­nah­men, stand den Stadt­her­ren in der Re­gel zu, und es ist mög­lich, dass man ei­nem be­lieb­ten Herrn, der in freund­li­cher­wei­se um ein Schiff ge­be­ten hät­te, will­fäh­rig ent­ge­gen­ge­kom­men wäre; wahr­schein­lich aber ist, dass das Recht zu den be­ste­hen­den Ver­hält­nis­sen nicht mehr pass­te, dass es lan­ge nicht in An­spruch ge­nom­men war, dass An­nos Be­to­nung der Herr­schaft über­haupt un­wil­lig er­tra­gen wur­de und dass es vie­le gab, die gern einen An­lass er­grif­fen, sich dem Erz­bi­schof zu wi­der­set­zen. Der Sohn des Kauf­manns, des­sen Schiff Anno be­nut­zen woll­te, wei­ger­te sich, es den Die­nern zu über­las­sen, hef­ti­ge Wor­te wur­den ge­wech­selt, Streit ent­stand, und der ent­rüs­te­te Erz­bi­schof droh­te mit stren­ger Stra­fe, wo­durch er das Selbst­be­wusst­sein der Kauf­leu­te noch mehr reiz­te. Zwei­er­lei zeig­te sich: dass der Un­wil­le ge­gen den Stadt­herrn die gan­ze Be­völ­ke­rung be­herrsch­te und dass die rei­chen Kauf­leu­te einen be­deu­ten­den Ein­fluss auf sie aus­üb­ten, denn es ge­lang dem Kauf­manns­sohn und sei­nen Ge­fähr­ten rasch, einen Auf­stand ge­gen den Erz­bi­schof zu er­re­gen. Eine wü­ten­de Mas­se stürm­te ge­gen den erz­bi­schöf­li­chen Hof und in die Kir­che, ein Mann, den man für den Erz­bi­schof hielt, wur­de er­schla­gen. Zu­fäl­lig hat­te die­ser kürz­lich ei­nem Geist­li­chen, des­sen Haus an die Stadt­mau­er stieß, er­laubt, eine Tür dar­in an­zu­brin­gen; durch die­se ent­kam er. Auf dem Lan­de hat­te er Va­sal­len und An­hän­ger, die be­reit wa­ren, ihn zu­rück­zu­füh­ren und die auf­rüh­re­ri­sche Stadt zu züch­ti­gen. Wenn es den Kauf­leu­ten leicht ge­we­sen war, einen Auf­stand her­bei­zu­füh­ren, so trau­ten sie sich doch nicht zu, dem her­an­rücken­den Heer zu wi­der­ste­hen; sie un­ter­war­fen sich und ba­ten um Gna­de. Ein Ge­schichts­schrei­ber der Zeit be­rich­tet, 600 Kauf­leu­te hät­ten aus Furcht vor der Ra­che des Be­lei­dig­ten die Stadt ver­las­sen. Ist die Zahl auch zu hoch ge­grif­fen, so wa­ren es doch si­cher vie­le, die flüch­te­ten, und dass sie den Erz­bi­schof rich­tig be­ur­teilt hat­ten, zeig­te die Fol­ge. Anno straf­te här­ter, als man es mit der christ­li­chen Mil­de ei­nes Bi­schofs ver­träg­lich hielt: der Sohn des Kauf­manns und an­de­re Rä­dels­füh­rer wur­den ge­blen­det, Geld­stra­fen wur­den ver­hängt, die Gü­ter der Ent­flo­he­nen wur­den ein­ge­zo­gen. In­des­sen be­deu­te­te die Verödung der Stadt durch die Ab­we­sen­heit ih­rer reichs­ten Be­woh­ner, die Sto­ckung von Han­del und Ver­kehr, für den Stadt­herrn einen so emp­find­li­chen Ver­lust, dass er schon nach ei­nem Jah­re die Ent­flo­he­nen zu­rück­rief und ih­nen ihre Gü­ter wie­der­gab. Der Kai­ser, den sie nach ih­rer Flucht auf­ge­for­dert hat­ten, die Stadt zu be­set­zen, war nicht dar­auf ein­ge­gan­gen, so folg­ten sie dem Rufe des Erz­bi­schofs.

So be­dürf­tig der Kai­ser auch der Hil­fe war, dach­te er doch kaum auch nur einen Au­gen­blick ernst­lich dar­an, die Par­tei der flüch­ti­gen Bür­ger zu er­grei­fen. Die Bür­ger wa­ren nicht eins mit der Stadt, eher war es der Bi­schof; es war nicht ge­ra­ten, auf­rüh­re­ri­sche Un­ter­ta­nen ge­gen mäch­ti­ge Kir­chen­fürs­ten zu un­ter­stüt­zen, auf de­nen seit hun­dert Jah­ren die Macht des Kö­nigs haupt­säch­lich be­ruht hat­te. Im Lau­fe ei­nes Men­schen­al­ters aber ge­wann die Stadt als Ge­samt­heit der Bür­ger mehr und mehr Ge­stalt. Die Ri­cher­zech­heit, die ver­ei­nig­ten rei­chen Kauf­leu­te, die Schöf­fen, die Ur­teil­fin­der des erz­bi­schöf­li­chen Hoch­ge­richts und die ho­hen Be­am­ten des Erz­bi­schofs nä­her­ten sich ein­an­der, und die Hand­wer­ker, die Ge­wer­be­trei­ben­den und Acker­bür­ger, die in der west­li­chen Stadt sa­ßen, fühl­ten sich zu ih­nen ge­hö­rig. Mehr ge­mein­sa­me In­ter­es­sen wirk­ten sich aus zwi­schen den Be­woh­nern der­sel­ben Stadt als zwi­schen ih­nen und dem Erz­bi­schof, der oft ab­we­send war, der Diens­te ver­lang­te, und der be­son­ders dann als ge­gen­sätz­li­che Macht er­schi­en, wenn er sich ge­gen den Kai­ser, die höchs­te Macht, wen­de­te. Zwi­schen der Ge­mein­de, näm­lich den Hand­wer­kern und den Acker­bür­gern, und den Kauf­leu­ten, den erz­bi­schöf­li­chen Be­am­ten und dem erz­bi­schöf­li­chen Dien­sta­del bil­de­te sich ein Ver­trau­ens­ver­hält­nis, in der Art, dass die Gro­ßen, die Rei­chen und An­ge­se­he­nen, die man zu­sam­men­fas­send die Ge­schlech­ter nann­te, als Ver­tre­ter der Ge­mein­de und Trä­ger des all­ge­mei­nen Wil­lens an­ge­se­hen wur­den, wo­bei Voraus­set­zung war, dass sie in wich­ti­gen Fäl­len die Wil­lens­mei­nung der Ge­mein­de ein­hol­ten. Es gab eine Bür­ger­schaft, die sich als Stadt fühl­te, die auch ohne den Erz­bi­schof als Gan­zes, als die Stadt han­del­te.

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