Bernt Danielsson - Von hier bis Kim

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Per, 16 Jahre alt, träumt davon die Welt zu erobern, nach New York zu reisen und Jazz zu spielen. Um aus seinem kleinen Dorf in Mittelschweden zu kommen, nimmt er an der Aufnahmeprüfung an einem Musikgymnasium in Stockholm teil und bekommt den Platz. Die Freude ist groß – auch wenn Stockholm noch nicht New York ist, aber ein Anfang ist gemacht. Dann lernt er im Gymnasium nebenan Kim kennen – seine absolute Traumfrau. Per verliebt sich bis über beide Ohren in Kim. Doch wie kann er Kims Herz erobern? Eine spannende Zeit beginnt.

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Und

Wahnsinnig unverstanden.

Dieses Gefühl wuchs und wuchs und ließ sich schwer erklären. Aber ich versuchte es trotzdem, o ja, ich versuchte es wirklich. Einmal versuchte ich eine gute Viertelstunde lang, eingehend zu beschreiben, wie ich mich fühlte und wie es in mir aussah. Ich schilderte, wie höllisch es war, sich mitten auf dem lärmenden Schulhof plötzlich so einsam zu fühlen, daß man am liebsten auf der Stelle gestorben wäre.

„Mensch, hör auf, mach dir nur nicht ins Hemd!“

war Bengts äußerst verständnisvoller Kommentar.

Der Typ, von dem die ganze Stadt behauptete, er sei mein bester Kumpel, sagte also:

„Mensch, hör auf, mach dir nur nicht ins Hemd!“,

als ich mit tödlichem Ernst einen Teil meines innersten Empfindens freizulegen versuchte.

„Als ich einen Teil meines innersten Empfindens freizulegen versuchte.“ (Dieser Satz ist es wert, notiert zu werden.)

So lief das. Day after day.

Da sowieso niemand zuhörte, geschweige denn irgendwas zu kapieren schien, begann ich zu schreiben.

Abends schloß ich mich in meinem Zimmer ein und versuchte aufzuschreiben, was mit mir los war, versuchte, mein ganzes Ich zu erklären.

Ich produzierte eine unglaubliche Menge Mist: Kollegblöcke voller Gedichte, Novellenskizzen, Prosagedichte, literarischer Briefe und Gott weiß was. Ich schrieb und schrieb und schrieb – es heißt ja, man könne sich was von der Seele schreiben. Ha, von wegen sich was von der Seele schreiben! Ganz im Gegenteil: je mehr ich schrieb, desto beschissener ging es mir. Jedesmal, wenn ich etwas durchlas, was ich geschrieben hatte, fühlte ich mich doppelt mies, wenn ihr versteht, was ich meine.

Was die Weiber anbelangt, da hatte ich no problemas, not at all.

Jetzt glaubt ihr natürlich, ich hau aufs Blech, daß die Schreibmaschine stinkt, aber das tu ich nicht. Ehrlich nicht.

Ich hatte schon einige Beziehungen hinter mir, auf jeden Fall ein paar, und ich weiß nicht, ob man sie direkt „Beziehungen“ nennen kann, aber immerhin. Eine dauerte ganze drei Monate lang, dann rief ich das betreffende Mädchen an und machte Schluß, um es freundlich auszudrücken.

„Verpiß dich, du dumme Gans!“ sagte ich, warf den Hörer auf und heulte in meiner Einsamkeit.

Ich fühlte mich wie ein Schwein und wäre am liebsten gestorben.

Ich bin übergeschnappt, dachte ich, echt plemplem, der Fall ist klar.

Die girls in diesem trüben Kaff waren genauso gnadenlos behämmert wie die Jungs. Sie checkten genauso wenig. Bis auf eine Ausnahme. Doch, ein Mädchen gab es, das mir wenigstens Zuhörte. Wahrscheinlich begriff sie nicht immer, wovon ich redete, aber das war nicht so wichtig. Seriously speaking begriff ich es selbst auch nicht immer, aber das ist natürlich ein anderes Bier. Sie hieß Anna und wohnte im selben Haus wie wir.

Anna und ich gingen zusammen in den Kindergarten, daheim spielten wir im Hof miteinander, und dann gingen wir bis zur Neunten in dieselbe Klasse. Natürlich wurden wir pausenlos veräppelt, aber das führte nur dazu, daß wir noch fester zusammenhielten.

Wir waren sogar verheiratet.

Doch, ehrlich, das ist wahr.

Eines Abends, als Annas Eltern weg waren – wir waren ungefähr acht, als das passierte –, verkleideten wir uns. Anna nahm den Rock ihrer Mutter, der zu einem langen Kleid wurde. Ich bekam ein weißes Hemd, eine riesige Krawatte und eine Jacke, die eher wie ein Mantel aussah. Dann spielten wir, daß der Fernsehapparat der Altar sei und der Nachrichtensprecher der Pfarrer – wir drehten den Ton weg –, und dann sagten wir alle beide:

„Ja.“

Anschließend zogen wir uns gegenseitig aus und krochen in das Doppelbett von Annas Eltern.

Die leider ausgerechnet in diesem Augenblick nach Hause kamen.

An all das kann ich mich kaum noch erinnern, ich weiß nur noch, daß Annas Mutter vor Empörung schier ausflippte und einen Höllenspektaktel veranstaltete. Ich wurde zur Schnecke gemacht, Anna wurde zur Schnecke gemacht, meine Eltern wurden zur Schnecke gemacht. Unglaublich albern, die ganze Chose, also, ehrlich gesagt, ist es doch eine ziemlich reife Leistung, zu heiraten und miteinander ins Bett zu gehen, wenn man erst sieben oder acht Jahre alt ist, oder etwa nicht?

Nach der Neunten suchte Anna sich einen Job als Kontoristin bei der Krankenkasse. Es sollte mich nicht wundern, wenn sie immer noch dort arbeitet.

Während der letzten Jahre, bevor ich aus dem Zombiekaff verschwand, trafen wir uns ziemlich oft, meistens bei mir daheim. Sie las, was ich geschrieben hatte, ich redete und redete, und sie hörte zu. Mehr wurde nicht daraus, bis auf ein paarmal, da ist es ziemlich heiß hergegangen. Gebumst haben wir nicht, aber es hat nicht viel gefehlt – alles, was man sonst tun konnte, haben wir getan. Es ging irgendwie mehr darum, den Druck abzulassen. Das heißt, meinen Druck, das habe ich inzwischen eingesehen, aber damals war mir das nicht bewußt.

Anna war nicht direkt hübsch, aber häßlich war sie auch nicht. Auf der Straße rümpfte niemand über sie die Nase, aber es starrte auch niemand hinter ihr her, wenn ihr versteht, was ich meine.

Ich selbst?

Wie ich aussehe?

Darüber schweigt die Bescheidenheit ...

Also: auf der Weiber- und Sexseite hatte ich keine Probleme. Ich hatte keinen Durchhänger wegen irgendeiner vermasselten Lovestory, überhaupt nicht. Geil war ich ständig, aber verliebt war ich nie, um es einmal so auszudrücken ...

Nun, wie dem auch sei: schließlich fuhr ich los.

Am letzten Abend gab es noch einen dämlichen Riesenzoff. Ich wollte unbedingt abreisen, ohne daß meine Mutter mitkam und auf dem Bahnsteig stand und mit ihren Papiertaschentüchern wedelte.

Das bekam sie natürlich sofort in den falschen Hals.

Aber ich setzte meinen Willen durch – ganz doof bin ich schließlich nicht.

4

Am Abreisemorgen regnete es.

Die Götter waren auf meiner Seite.

An einem regnerischen Morgen Ende August wanderte ich also zum Bahnhof, stieg in einen Zug und verließ mein altes Leben.

Ich habe schon immer etwas für Bahnhöfe übrig gehabt. Der Bahnhof in meinem Zombiekaff ist natürlich kaum der Rede wert, aber dennoch. Ein bißchen Stil hat er immerhin, auf jeden Fall ist er eindeutig der flotteste Kasten der ganzen Stadt, irgendwann Anfang des Jahrhunderts gebaut, ganz aus Backstein – und im Regen sieht er noch eindrucksvoller aus. Grand Central Station ist er zwar nicht, aber immerhin ...

„Also, tschüs“, sagte ich, „jetzt geh ich.“

Und dann ging ich.

Ich weiß nicht mehr genau, was ich dachte. Ein bißchen nervös war ich schon, das muß ich zugeben. Mein Magen hatte morgens natürlich Schwierigkeiten gemacht (um the understatement of the decade zu machen).

Die Koffer waren schwer, aber der Regen war leicht.

Als ich den hallenden Wartesaal betrat, roch es dort nach nassen Kleidern und Tabak.

Ihr versteht doch, was ich meine, nicht wahr?

Habt ihr schon mal Cohen gehört? Leonard Cohen? Der hat eine Reihe Songs geschrieben, die ziemlich enorm sind, u. a. einen, der „Stranger Song“ heißt und so sentimental ist, daß der Plattenspieler fast zu bluten anfängt, aber gut ist er trotzdem, er hat genau das richtige feeling. Cohen weiß, um was es geht. Ihr müßt ihn euch unbedingt anhören.

Da war ich nun. Im Wartesaal. Die Lautsprecher knackten, und eine metallisch dröhnende Stimme verkündete, daß

„der Zug aus Sundsvall, der nach Stockholm weiterfährt, in ungefähr zehn Minuten auf Gleis Zwei ankommt. Beachten Sie die Gleisänderung – Gleis Zwei ...“

Als ob das eine Rolle spielte – insgesamt gab es nur fünf Gleise, also müßte man eigentlich selbst in der Lage sein festzustellen, auf welchem Gleis der Zug einfuhr ...

Aber der Besitzer der Stimme wäre vielleicht – genau wie ich – viel lieber auf einem ganz anderen Bahnhof gewesen. Gare du Nord in Paris zum Beispiel, oder Euston Station in London oder Grand Central.

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