Bernt Danielsson - Von hier bis Kim

Здесь есть возможность читать онлайн «Bernt Danielsson - Von hier bis Kim» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Von hier bis Kim: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Von hier bis Kim»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Per, 16 Jahre alt, träumt davon die Welt zu erobern, nach New York zu reisen und Jazz zu spielen. Um aus seinem kleinen Dorf in Mittelschweden zu kommen, nimmt er an der Aufnahmeprüfung an einem Musikgymnasium in Stockholm teil und bekommt den Platz. Die Freude ist groß – auch wenn Stockholm noch nicht New York ist, aber ein Anfang ist gemacht. Dann lernt er im Gymnasium nebenan Kim kennen – seine absolute Traumfrau. Per verliebt sich bis über beide Ohren in Kim. Doch wie kann er Kims Herz erobern? Eine spannende Zeit beginnt.

Von hier bis Kim — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Von hier bis Kim», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Aber du mußt doch um Himmels willen wenigstens wissen, was du werden willst?!“

Da wurde es mir zuviel. Ich starrte ihm finster in die Augen, erhob mich zu meiner ganzen, für ihn so imponierenden Größe und knurrte mit meiner besten Harrison Ford-Stimme:

„Wie soll ich wissen, was ich werden will, wenn ich nicht mal weiß, wer ich bin??!“

Und damit verließ ich den Raum.

Ich begab mich geradewegs in mein Zimmer und schrieb die Bemerkung in mein Tagebuch. Durch die papierdünnen Mieterbauvereinswände hörte ich deutlich, daß ihm das, was ich gesagt hatte, kein bißchen gepaßt hatte. Er schlug mit der Faust auf den Küchentisch und stieß brüllend einen Fluch aus – dann wurde es ganz still.

Jetzt ist er gestorben, dachte ich, jetzt hat er den erwarteten Herzinfarkt gekriegt und seinen Abschied eingereicht.

„Who cares?“

brummte ich müde, und dann wurde mir ganz eiskalt, weil ich diesen Gedanken überhaupt gedacht hatte.

Ich warf den Stift weg, legte den Kopf auf dem Schreibtisch in die Arme und weinte. Heulte, besser gesagt, aber so leise wie möglich, ich wollte ja nicht, daß sie was hörten und womöglich reinkämen.

Natürlich wollte ich nicht, daß er sterben sollte – ehrlich gesagt hatte ich ihn ja gern. Aber stimmte das auch? Oder war das vielleicht nur eine alte Gewohnheit? Ich hatte mir meine Eltern schließlich nicht aussuchen können. Andererseits hatten die bei ihrem Kind auch keine Wahl gehabt. Aber wie ist das eigentlich – hat man seine Eltern wirklich gern, wenn man seine Eltern gern hat, oder ist das nur eine Gewohnheit, die im Laufe der Jahre immer tiefer verwurzelt wird? Spielt es überhaupt eine Rolle, was für Eltern man abbekommt? Ganz gleich, wie sie sind, mit der Zeit lernt man eben, „sie gern zu haben“, denn das gehört sich ja so, und schließlich glaubt man tatsächlich, daß man sie gern hat. Ist es etwa so?

Als ich fertig geflennt hatte, ging ich auf den Lokus und spülte mir das Gesicht ab, und da ich schon mal da war, pißte ich auch gleich. Dann ging ich in den Flur und schaute ins Wohnzimmer, wo Mother and Father auf der Couch vor der Glotze saßen. Sie sahen beide sehr müde aus. Bestimmt ist das meine Schuld, dachte ich. Plötzlich hätte ich am liebsten losgebrüllt:

„Ich will glücklich werden, kapiert ihr das? Ich will glücklich werden, sonst nichts!“

Aber das hätte mein Vater wahrscheinlich nicht verkraftet. Nein, wenn ich das gebrüllt hätte, dann hätte das Nitroglyzerintabletten, Krankenwagen, Intensivstation und Herzmassage zur Folge gehabt.

Also ließ ich es bleiben – aus purer Rücksicht.

Nach wahnsinnig vielen Wenn und Aber und Aber und Wenn und Vielleicht und Warum? und Blablababbelbla und Weisstdudennjetztwasduwillst! und Aberaberaber und Seufzstöhn und Ahaachso und Habichsnichtgleichgesagt und Ächz und Aberwenn, stellte sich heraus, daß ich tatsächlich in Stockholm im Musikgymnasium weitermachen konnte.

War das eine Erleichterung!

Mann, als ich das erfuhr, wurde mir ganz schwindelig.

Stockholm! Raus ins Leben! Von daheim wegziehen! Here I go! Alleine wohnen! Jetzt kann’s losgehen! Watch it – here I come!

OH! OH! OH!

Dann erfuhr ich, daß ich bei Tante Agnes wohnen sollte.

Na ja, von mir aus, dachte ich, okay, okay – ist zwar nicht gerade das, was ich mir vorgestellt hatte, aber wenigstens ist es Stockholm ...

Und Musikgymnasium, das klang echt gut. Mußte es wohl oder übel auch tun, das war nämlich der einzige Ort in dem ganzen bekackten Land, wo ich aufgenommen werden konnte. Doch, das ist tatsächlich so – wenn einer sechzehn ist und aus dem verschimmelten Kaff rauskommen will, wo er zufällig auf die Welt gekommen ist, gibt es nicht allzu viele Alternativen. Mein Glück, daß ich ganz passabel Gitarre und Synthi spielen konnte. Wenn ich es richtig verstanden hatte, war das Musikgymnasium eine normale Penne, wo eine Menge Musikunterricht in den normalen Lehrplan eingesprengt war. In meinen Ohren klang das geradezu traumhaft, obwohl es mir in jenem Augenblick mehr oder weniger scheißegal war, welche Schule ich besuchen würde. Hauptsache – weg von daheim. Das war eine Frage von Leben und Tod. Ich wäre überall eingestiegen, wenn es nur in einer anderen Stadt lag. Hätte es in Lycksele einen Gymnasialkurs für Pissoirtester gegeben, hätte ich mich ohne zu zögern in den Zug nach Norden gesetzt.

Eines muß unbedingt festgehalten werden: auch wenn sie noch so sehr nervten und nölten, waren The Parents doch verdammt anständig. Nachdem sie den Schock erst mal überwunden und eingesehen hatten, daß es mein blutiger Ernst war, strengten sie sich mächtig an, um mir zu helfen. Und das machten sie auch noch gut, so gut, wie zwei groß geratene Kindsköpfe es eben können.

Alle Eltern sind groß geratene Kindsköpfe, vergeßt das nicht.

(Auf jeden Fall all jene, die nicht zuzugeben wagen, daß sie tatsächlich immer noch Kindsköpfe sind, sondern unbedingt so tun müssen, als wären sie „erwachsen“.)

Eigentlich gaben sich die meisten ziemlich viel Mühe mit mir, obwohl sie natürlich alle erst mal versuchten, mich zum Bleiben zu überreden, wenigstens bis ich mit der Schule fertig sei. Doch das ging nicht.

Ich mußte ganz einfach weg. Mir ging es so abgrundtief beschissen, daß ich weg Musste. Ich mußte weiterkommen. Ich fühlte mich eingesperrt und bedrückt. Es war zu eng. Ich hatte es satt, jeden Dämlack zu kennen, den man auf der Straße traf. Ich hatte all die sogenannten Kumpels satt, die mich nie tun und sein ließen, was und wie ich selbst wollte – immer waren sie es, die viel besser wußten, wie ich zu sein hatte.

Ein anderer Grund, warum ich wegmußte und am liebsten nach Stockholm wollte, hatte mit einer großen Sehnsucht zu tun.

Wonach ich mich vor allem sehnte, wovon ich jeden Abend träumte, bevor ich einschlief, und jeden Morgen sofort nach dem Aufwachen, das war eine Frau.

Nein, kein Mädchen, keine Puppe – eine Frau.

Mmm, genau das – eine Frau.

Die Frau sollte so zwischen fünfundzwanzig und dreißig sein, ihr versteht schon, was ich meine. So wie in Penthouse.

Einmal im Monat schwang ich mich aus Sicherheitsgründen aufs Fahrrad und strampelte zu einem kleinen Kiosk, der weit draußen vor der Stadt lag. Dafür brauchte ich eine Stunde hin und eine zurück. Dort kaufte ich das neueste Penthouse. Ja, genau das: Penthouse. Wenn schon, denn schon. An diesen plumpen, primitiven schwedischen sogenannten „Herrenzeitschriften“ war ich kein bißchen interessiert – die waren ja nichts als peinlich.

Daheim versteckte ich die Zeitungen in einem Schrankfach in meinem Bücherregal, in das ich eine doppelte Rückwand eingebaut hatte. Im Laufe der Monate mußte ich wohl oder übel die Seiten, die ich behalten wollte, herausreißen (Ha, Ha, ganz recht – nicht die Artikel!), da der Platz so begrenzt war.

Wovon ich also wie wahnsinnig träumte, das war nichts mehr und nichts weniger als eine Frau.

Eine ganz besondere Frau.

Ich wußte genau, wie sie aussehen und wie sie sein mußte. Schön, natürlich, mit so einem vollendeten Körper (nicht zu viele Kurven, sondern alles genau Richtig proportioniert), und dann mußte sie reif sein und erwachsen, aber auf diese Gute Art, (ihr wißt schon). Und sie mußte mir einfach alles beibringen, nicht nur Sex.

Schön, sexy, weich, bestimmt, verständnisvoll und heiß verliebt in The One and Only – will sagen, mich.

Das Angebot an solchen Frauen in unserer Stadt war, gelinde gesagt, begrenzt – es gab sie nämlich überhaupt nicht.

Aber in Stockholm, dachte ich, in Stockholm, da gibt es sie bestimmt ...

Vielleicht schon im Zug, dachte ich, vielleicht schon, wenn ich in den Zug steige ...

Als ich am Morgen zum Bahnhof kam, stellte es sich heraus, daß drei Wagen des Zuges echte Antiquitäten waren, ungefähr so wie in „Mord im Orientexpreß“. Alle drei waren natürlich Erster-Klasse-Wagen, aber das war mir echt egal.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Von hier bis Kim»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Von hier bis Kim» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Von hier bis Kim»

Обсуждение, отзывы о книге «Von hier bis Kim» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x