Cristina Stanca-Mustea - Carl Laemmle
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Im Jahr 1850 zählte Chicago nicht einmal 30000 Einwohner, doch nach dem amerikanischen Bürgerkrieg begann die Stadt rapide zu wachsen. Die Einwohnerzahl von 109206 im Jahr 1860 verzehnfachte sich bis ins Jahr 1890 auf 1099805. Dabei hielt sich der Anteil der deutsch-amerikanischen Bevölkerung in den Jahren von 1850 bis 1900 konstant zwischen 25 und 30 Prozent. Das deutsch-amerikanische Leben blühte in Chicago und in der näheren Umgebung regelrecht auf.
Die Deutschen waren um 1880 aufgrund ihrer zahlenmäßigen Bedeutung und ihrer langen Präsenz in Chicago in allen sozialen Schichten vertreten. Die größte Gruppe von 72,2 % aller Berufstätigen waren die Arbeiter. Ihnen folgten mit 18,2% Geschäftsleute und Angestellte des unteren Mittelstandes. Mit Beginn der 1840er Jahre expandierte vor allem die Nordseite Chicagos im Zuge der deutschen Zuwanderung stark. Dieses deutsche Viertel bewahrte mit seinen typischen Lebensmittelläden, Einzelhandelsgeschäften, Kneipen, Restaurants, Biergärten, Kirchen und Turnhallen seinen deutschen Charakter bis weit ins 20. Jahrhundert hinein. Der deutsche Anteil – bestehend aus der ersten und der zweiten Generation deutscher Einwanderer – an der gesamten Chicagoer Einwohnerschaft betrug zu Spitzenzeiten sogar über 30 Prozent. Hinsichtlich dieses Größenverhältnisses ließ sich die deutschsprachige Chicagoer Arbeiter-Zeitung im Jahr 1884 dazu verleiten, Chicago noch vor Frankfurt/Main, Hannover, Bremen, Leipzig, Köln und Stuttgart zu den fünf größten deutschen Städten zu zählen. Solche Schlagzeilen wurden von den Deutsch-Amerikanern jubelnd gefeiert. Der Aufschwung der Stadt resultierte daraus, dass Chicago das Hauptziel der letzten großen deutschen Auswanderungswelle war, die in den 1880er Jahren begonnen hatte. Die deutschen Einwanderer dieser Welle waren ohne Familien auf der Suche nach Arbeit in die USA gekommen und siedelten sich bewusst in den großen Städten an.
Carl Laemmle war da keine Ausnahme. In Chicago fiel ihm daher der Einstieg wesentlich leichter als in New York. Auch hier konnte er nicht sofort als Buchhalter arbeiten, dennoch hatte er seine Sprachkenntnisse verbessert und konnte so mit seiner Umwelt kommunizieren – und er hatte die Unterstützung seines Bruders Joseph, den er seit langer Zeit nun wiedersah. Aber trotz alledem war Chicago weit davon entfernt, Laemmles Vorstellungen vom »Land der unbegrenzten Möglichkeiten« zu erfüllen. Die erste Lektion, die Laemmle in Chicago lernte, war die Tatsache, dass das Leben in der Neuen Welt keine Abkürzung auf dem Weg zum Erfolg war. Auch hier musste er hart arbeiten.
Laemmle nahm eine Anstellung als Laufbursche für eine Tageszeitung an und bewarb sich sofort für die amerikanische Staatsbürgerschaft. Dies war die gängige Praxis. Einwanderer erhielten sie, nachdem sie in ihrem Heimatland aus der Staatsbürgerschaft entlassen worden waren und fünf Jahre in den Vereinigten Staaten gelebt hatten.
Bei der Arbeit für die Chicagoer Zeitung lernte Laemmle Theodore Regensteiner kennen und freundete sich mit ihm an. Regensteiner und Laemmle waren aus dem gleichen Holz geschnitzt, beide hatten Ehrgeiz, waren sparsam, wollten den sozialen Aufstieg – und sie lebten im gleichen »Boarding House«. Sie hatten also genügend Anlass und Gelegenheit, ihre nächsten gemeinsamen Schritte zu planen. Bald gründeten die beiden einen kleinen Tauschhandel, doch der Erfolg blieb aus. Nur mit Mühe konnte Laemmle die 25 Cent aufbringen, um am Sonntagabend das deutsche Theater Chicagos zu besuchen – seine einzige Ablenkung. Aus der Not heraus begannen beide, gemeinsam nach einer neuen Anstellung zu suchen. Ihr Enthusiasmus war für einen Moment gewichen, doch Wille und Ehrgeiz trieb die beiden weiter voran.
Leider hatten sie in den nächsten Monaten mit enormen Schwierigkeiten zu kämpfen. Keine seiner Anstellungen konnte Laemmle einen echten Einstieg in das Berufsleben bieten. Ein Chef feuerte ihn nach kurzer Zeit, bei einer anderen Anstellung gab er schließlich selbst alsbald auf. An ein Arbeitsverhältnis, wie er es in Ichenhausen bei der Familie Heller gehabt hatte, war in Chicago nicht zu denken.
Im Juli 1885, Laemmle lebte nun schon fast eineinhalb Jahre in Nordamerika, setzte er sich mit Theodore zusammen und beriet mit ihm die Lage. Beiden war klar, dass sie alles Erdenkliche in Chicago versucht hatten, um Fuß zu fassen. Nichts hatte wirklich funktioniert. Die Lösung lag für Laemmle daher auf der Hand: Sie mussten die Stadt verlassen und ihr Glück an einem anderen Ort versuchen. Ihn zog es wie so viele Einwanderer in den Wilden Westen.
Entschlossen nahmen die beiden Jungen einen Zug in das Dakota-Territorium – in ein Land, in dem noch immer die Indianerkriege tobten. Erst vier Jahre später sollte das Territorium in zwei Teile aufgeteilt und als North bzw. South Dakota als Staaten in die amerikanische Union aufgenommen werden. Auch das traurige wie brutale Massaker am Wounded Knee, das die Indianerkriege Weihnachten 1890 endgültig beendete, lag noch in der Zukunft.
Im Jahr 1885 war das Dakota-Territorium also noch immer wildes Grenzland. Die zu den Sioux gehörenden Lakota widersetzten sich mit ihrer letzten Kraft der Verdrängung in die Reservation durch die US-Army. Laemmle und Regensteiner fürchteten sich vor dieser Situation nicht. Im Gegenteil – dieser Schritt kam Laemmles Abenteuerdrang durchaus entgegen. Er erinnerte sich an die Groschenhefte über Cowboys und Indianer, die er noch vor wenigen Jahren gelesen hatte. Nun war er selbst im Wilden Westen.
Die beiden Freunde hatten davon gehört, dass man als Farmarbeiter auf einer Ranch 2,75 Dollar am Tag verdienen konnte. In Dakota würden sie mehr verdienen als in Chicago, darin waren sich die beiden einig. Carl wurde von einem irischen Einwanderer eingestellt, der eine Farm in der Nähe von Yankton, der ehemaligen Hauptstadt des Dakota-Territoriums, besaß. An seinem ersten Arbeitstag als Landwirtschaftsgehilfe musste Carl zunächst die passende Kleidung sowie einen Hut, der ihn vor der Sonne schützen sollte, ausleihen; er versuchte auch wie ein Farmer auszusehen und sich entsprechend zu verhalten. Doch am Ende musste sich Laemmle eingestehen, dass sein Versuch mit der Landwirtschaft ein veritabler Misserfolg war. Ein ordentlicher Farmer würde er nie werden. Laemmle war viel zu klein und zu schmächtig, um mit den anderen Arbeitern mithalten zu können. Schon nach kurzer Zeit fand er dies heraus und gab auf. Später sagte er einmal darüber: »Ich fand es schockierend, dass die Arbeit mit Getreide für mich härter war, als jeder andere Job davor. Doch die Arbeit an sich war großartig und gab mir den Wert eines einzelnen Dollars mehr als jemals zuvor zu erkennen.« 4Doch nicht nur die schwere Arbeit setzte dem schmächtigen Laemmle zu und entsprach in keiner Weise seinen Erwartungen. Carl war in einer orthodoxen jüdischen Gesellschaft aufgewachsen und hatte bislang nur koscher gegessen. In Yankton aber bestanden die meisten Mahlzeiten aus Schweinefleisch und Schinken aus eigener Schlachtung. Carl erbat daher von seinem irischen Chef, dass er etwas Huhn und ab und zu ein paar Eier essen durfte. Der freundliche Ire erlaubte es ihm. Dennoch konnte es für Laemmle so nicht weitergehen. Er sah keine Perspektive in der Arbeit auf der Farm. Nach sieben Wochen beendeten Carl und Theodore ihr Abenteuer an der amerikanischen Siedlungsgrenze. In Dakota hatten sie sich allzu fremd und beinahe lächerlich gefühlt.
Zurück in Chicago nahm Laemmle nacheinander mehrere Anstellungen als Sekretär an. Er wurde nun etwas besser bezahlt. Doch blieb dies ein Alltag fern von dem romantischen Ideal, das er sich in Deutschland von Amerika erträumt hatte. Zugute kam ihm nun, dass sich seine Sprache verbessert hatte. Als Sekretär arbeitete er sich in die Welt der Finanzbuchhaltung hinein. Das lag ihm weitaus besser als die Landwirtschaft. Später berichtete er in einem Interview mit der Zeitschrift Moving Picture World, dass er in dieser Zeit ein Händchen für Statistiken und Zahlen erworben hatte. Weiter erzählte Laemmle, dass er als Buchhalter bei mehreren Chicagoer Unternehmen angestellt war. Dennoch gibt es außer Laemmles Interview keine weiteren Quellen über diese Phase seines Lebens.
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