Cristina Stanca-Mustea - Carl Laemmle
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Carl Laemmle war auch in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Viele Auswanderer immigrierten als Familie, Verein oder sogar ganzes Dorf. Oder sie wanderten zu einem Verwandten beziehungsweise Bekannten, der bereits zuvor übergesiedelt war. Dieses Phänomen der Kettenwanderung bestimmte weite Teile der deutschen Überseeauswanderung im 19. Jahrhundert.
Die weiteren Schritte der Auswanderung dauerten nicht lange, nachdem Laemmle die Entlassung aus der deutschen Staatsbürgerschaft im Dezember 1883 erhalten hatte. Im Prinzip fehlte es ihm nur am nötigen Geld, die Überfahrt zu finanzieren. Die notwendige Hilfe und Unterstützung kam von Laemmles Vater, der die Entscheidung des Jungen verstand und akzeptierte. Er half ihm, die notwendige Summe, die Carl sowohl als Garantie hinterlegen als auch für die Überfahrt bezahlen musste, aufzubringen. So schenkte Julius Laemmle seinem Sohn zu dessen 17. Geburtstag im Januar 1884 einen Fahrschein, mit dem er auf einem Dampfschiff von Bremerhaven nach New York reisen konnte. Obwohl es heute schwierig ist, die Beziehung von Vater und Sohn nachzuzeichnen und Carl sich wohl eher zu seiner Mutter hingezogen fühlte, unterstützte ihn der Vater nach Kräften. Neben dem nötigen Geld für die Passage stand Julius Laemmle seinem Sohn vor allem moralisch bei. Bevor Carl aufbrach, schrieb Julius für seinen Sohn ein Gedicht mit Ratschlägen, dessen Inhalt ihn durch sein weiteres Leben führen sollte:
Vertrau auf Gott wie auf Lebens Freuden
Die letzte auch Dich zu verlassen droht.
Wenn Dir die Gegenwart nur unter Leiden
Die Zukunft Dir erscheint als Bild der Noth
Vertrau auf Gott, der unsichtbar Dich schützet.
Sein Kind verlässt der gute Vater nicht.
Er weiß am besten was Dir nützet
Und ewig hält er was er Dir verspricht.
Mögen Dich, lieber Karl diese Zeilen
Manchmal erinnern an Deinen Dich
Liebenden treuen
Vater Julius.
Am 28. Januar 1884 war es schließlich soweit. Voller Aufregung, aber entschlossen verabschiedete sich Carl Laemmle gemeinsam mit seinem Schulfreund Leo Hirschfeld, der ebenfalls auswanderte, von seinem Vater am Laupheimer Bahnhof. Dann bestieg er den Zug in Richtung Stuttgart und begann das Abenteuer seines Lebens. Carls Bruder Siegfried begleitete die beiden bis in die württembergische Hauptstadt. Von dort mussten Carl und Leo allein ihren Weg nach Bremerhaven finden. Drei Tage später, am 31. Januar 1884, befanden sich die beiden Schulfreunde an Bord des Dampfers S.S. Neckar, der sie nach New York bringen sollte. In diesen Tagen waren sie weiter gereist als jemals zuvor in ihrem Leben.
Bremerhaven war ein belebter Ort. Er quoll von Auswanderern nahezu über. Menschen aus allen Ecken und Enden Deutschlands und Europas waren aus den unterschiedlichsten Gründen in die Hafenstadt gekommen, um nach Nordamerika auszuwandern, alle aber hofften, dort ein besseres Leben zu finden. Viele hatten noch keinen Fahrschein für die Überfahrt oder mussten auf ihre Schiffe warten und schliefen solange in Baracken und Hallen, die für die Auswanderer im Hafengebiet errichtet worden waren.
Carl und Leo besaßen jedoch schon ein Ticket, und so blieb es ihnen erspart, länger in Bremerhaven verweilen zu müssen. Das Schiff, das sie nach Amerika bringen sollte, gehörte dem Norddeutschen Lloyd, der in den Jahren von 1874 bis 1886 regelmäßig zwischen Bremerhaven und New York verkehrte. Der Dampfer war über 106 Meter lang, knapp 13 Meter breit und konnte 144 Passagiere in der ersten Klasse, 68 in der zweiten Klasse und 502 in der dritten Klasse im Zwischendeck befördern, wo die meisten Amerikaauswanderer ihren Platz hatten und in gemeinsamen Schlafräumen die Überfahrt verbrachten.
An Bord des Schiffes lernten Carl und Leo zwei weitere deutsche Jungen kennen, die auf der Suche nach Glück, Wohlstand und Abenteuer nach Amerika aufgebrochen waren: Julius Hilder und Julius Klugman aus Bayern. Die vier Jungens waren sich sehr schnell einig, dass die Unterbringung im Zwischendeck nicht zu ertragen war. Sie waren dazu bereit, einen Teil ihres Geldes, das sie für den Start in New York eingeplant hatten, in eine eigene Kabine zu investieren. Einer der Offiziere des Dampfers erbarmte sich und bot Leo und Carl unter der Hand eine Kabine für 30 Dollar an. In der eigenen Kabine hatten die beiden wenigstens ihre Ruhe, wenngleich die Schlafvorrichtung auch nicht viel komfortabler als im Zwischendeck war. Schon bald ärgerte sich Laemmle, dass er die 30 Dollar investiert hatte, die er eigentlich erst in der Neuen Welt hatte ausgeben wollen.
Leo und er blieben die meiste Zeit während der dreizehntägigen Überfahrt in ihrer Kabine. Am 13. Februar 1884 erreicht die S.S. Neckar endlich New York. Jedoch musste das Schiff wegen des starken Nebels einen Tag lang vor dem Hafen vor Anker gehen, und Carl und Leo mussten warten. Als sie endlich in den Hafen einfuhren, stürmte Julius Klugman in Carls Kabine und zog ihn an Deck. Zwar wurde die Freiheitsstatue erst zwei Jahre später im New Yorker Hafen errichtet, dennoch fühlten die meisten Einwanderer bei der Einfahrt in den Hafen, dass sie endlich das Land der Freiheit erreicht hatten. Es fiel ein feiner Nieselregen, und Laemmles erster Blick an der Seite von Julius Klugman auf das Land der Freiheit wurde durch einen nebligen Schleier getrübt. Im Hintergrund erschienen die grauen Hochhäuser Manhattans unter einem ebenso grauen Himmel. Später erinnerte sich Laemmle an diesen Augenblick: »Das erhoffte ›El Dorado‹ war ein eher entmutigendes Spektakel.«
Erste Schritte in der Neuen Welt
Im Februar 1934 erhielt Carl Laemmle von Herbert H. Lehman, dem Gouverneur von New York, folgendes Telegramm: »Mein lieber Herr Laemmle, ich habe gerade erfahren, dass Sie morgen den 50. Jahrestag ihrer Ankunft in New York feiern werden. Darf ich die Gelegenheit wahrnehmen und Ihnen ganz herzlich zu den vielen Errungenschaften und ihrem Dienst an der Gesellschaft gratulieren. Ich weiß, dass sie als armer Junge hierher kamen, ohne jegliche Unterstützung und unter vielen Beschwernissen. Der Erfolg, den Sie errungen haben – in der Geschäftswelt wie in örtlichen Aktivitäten – ist daher umso erwähnenswerter. Und ich bin sicher, dass Sie, Ihre Familie und Ihre Freunde sehr stolz darauf sind. Ich sende Ihnen die herzlichsten Glückwünsche und besten Grüße für viele weitere gesunde, glückliche und aktive Jahre. Ihr Herbert H. Lehman.« 1
An dem nebligen und regnerischen Morgen des 14. Februar 1884, als Laemmle zum ersten Mal New York erblickte, hätte er sich nicht vorstellen können, dass er in genau 50 Jahren ein Glückwunschschreiben vom Gouverneur des Staates New York zu seiner Einwanderung erhalten würde. Für Carl war Amerika zu diesem Zeitpunkt ein unbekanntes Universum, mit eigenen Regeln, geschrieben und gesprochen in einer fremden Sprache, die er nicht verstand. Amerika war für ihn voll von Träumen und Vorstellungen, die er sich durch die Briefe seines Bruders und Groschenhefte angeeignet hatte. Die Realität sah nun etwas anders aus.
In späteren Jahren, als Laemmle ein etablierter und bekannter Filmmogul war, wurde seine Ankunft in der Exhibitors Daily Review, einem Filmmagazin, verklärt und entsprechend heroisch dargestellt: »Vor 45 Jahren, um genau zu sein, am Valentinstag 1884, zog ein junger Mann einen schweren Koffer aus dem Bauch des Dampfers Neckar die Planke hinab ... Voller Enthusiasmus betrat er amerikanischen Boden. Er besaß nicht viel mehr als 50 Dollar und die Kleidung, die er trug. Aber er trug mehr als das bei sich – etwas, das nicht in Dollar und Cent gemessen werden kann. Er besaß die Begeisterungsfähigkeit und die Lebenslust eines siebzehn Jahre alten Jungen und er hatte das unbeschränkte Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten, in diesem Land der Möglichkeiten erfolgreich zu werden.« 2
Die erste Herausforderung von Carls Abenteuer in Amerika bestand darin, Castle Garden zu passieren. Castle Garden fungierte seit 1855 als Empfangsstation für Einwanderer. Erst 1892 wurde es durch das heute viel bekanntere Ellis Island abgelöst. Es war die erste zentrale Sammelstelle für Einwanderer in die USA überhaupt und wurde schnell zu einem der belebtesten Punkte New Yorks. Täglich passierten hunderte Immigranten die Station, die an der Südspitze von Manhattan lag. Zwischen 1865 und 1873 kamen über 200000 Einwanderer allein durch Castle Garden nach New York. Dort mussten sie mehrere offizielle Stellen passieren, bekamen ihre Papiere ausgehändigt und wurden gründlich medizinisch untersucht. Niemand sollte eine Seuche einschleppen. War der Gesundheitszustand zweifelhaft, konnte es einem Einwanderer passieren, dass er wochenlang in Quarantäne kam.
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