Cristina Stanca-Mustea - Carl Laemmle
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Im Alter von 16 Jahren sah Laemmles Welt gar nicht so schlecht aus. Er hatte bereits einige Berufserfahrung – und vor allem einen großen Ehrgeiz. Ihm gefiel es, als Buchhalter bei den Hellers zu arbeiten und in seiner Freizeit besuchte er die nahe gelegene Stadt Ulm – die größte Stadt im ganzen Umkreis. Vor allem aber nutzte er jede Möglichkeit, um nach Laupheim zurückzukehren.
Doch Ende des Jahres 1883 nahm Carls Leben, das bereits vorbestimmt und durchgeplant erschien, eine scharfe Wendung. Im September wurde seine Mutter sehr krank. Sie starb nach einer misslungenen Operation am 3. Oktober 1883 im Alter von 52 Jahren. Rebekka Laemmle wurde auf dem jüdischen Friedhof in Laupheim begraben. Ihr plötzlicher Tod war für die Familie ein schwerer Schlag. War sie doch sowohl das Herz als auch der planende Verstand der Familie, der sie bislang zusammengehalten und durch alle Krisen geführt hatte. Für Carl, der seiner Mutter sehr nahe stand, war ihr Tod eine Tragödie. Er hatte zwar immer auch ein gutes Verhältnis zu seinem Vater gehabt, aber aufgrund des großen Altersunterschiedes war ihm die Mutter immer näher gewesen. Dass sie so plötzlich aus dem Leben gerissen wurde, traf den jungen Laemmle hart. In Laupheim erinnerte ihn alles an seine Mutter, hier wollte und konnte er nicht mehr bleiben.
2. Kapitel
Der Einwanderer
1884–1906
Der Tod von Rebekka Laemmle bedeutete einen Wendepunkt in seinem Leben. Ihr hatte er immer versprochen, in der Heimat zu bleiben. Nun war sie gegangen, und Carl fühlte tief in seinem Inneren, dass er zu einem neuen Leben aufbrechen musste. Seine Trauer zog ihn in die Ferne, und er beendete seine in Ichenhausen begonnene Laufbahn, die im Grunde nur der Plan seiner Mutter gewesen war, nie sein eigener. Nun wollte seinem Instinkt folgen, weggehen und sein Glück woanders versuchen.
Nur wenige Wochen nach der Beerdigung seiner Mutter stellte Carl Laemmle daher den Antrag, aus der deutschen Staatsbürgerschaft entlassen zu werden. Nun war er fest entschlossen: Er wollte auswandern und den vielen Millionen Deutschen folgen, die ihr Glück in Nordamerika versuchten!
Am 19. Dezember 1883 erhielt er schließlich die ersehnten Papiere, die bestätigten, dass er das Deutsche Reich verlassen und auswandern durfte. Ihm stand es nun frei, es seinem Bruder Joseph gleich zu tun und in die Vereinigten Staaten zu gehen.
Obwohl die Entscheidung zur Auswanderung nach dem Tod der Mutter nachträglich wie übers Knie gebrochen wirkt, hegte Laemmle bereits zuvor Gedanken an ein Leben in der Neuen Welt. Ausgelöst wurden diese Überlegungen von seinem älteren Bruder Joseph. Er hatte Deutschland schon vor über 10 Jahren, im Jahre 1872, in Richtung Amerika verlassen. Damals war Carl noch ein Kind, kaum fünf Jahre alt, und er erinnerte sich nur dunkel an seinen Bruder. Was er aber mitbekam, waren die vielen Briefe, die Joseph regelmäßig an seine Familie schickte. Darin beschrieb er die Wunder und Besonderheiten des amerikanischen Alltags, die er in der Neuen Welt erlebte. Besonders beeindruckt war der in Chicago lebende Joseph Laemmle von der Schönheit der Natur, den weiten Prärien, der Möglichkeit, eigenes Land zu besitzen, und den schnell wachsenden, gewaltigen Städten. Josephs Briefe wiederum imponierten dem jungen Carl sehr. Sie spielten eine große Rolle dabei, den Entschluss zur Auswanderung in Carl Laemmle reifen zu lassen.
Die sogenannten »Amerikabriefe« der deutschen Überseeauswanderer waren weit verbreitet in Deutschland. Von Beginn des 19. Jahrhunderts an bis zum Ersten Weltkrieg wanderten insgesamt über 5,5 Millionen Deutsche nach Nordamerika aus. Die meisten von ihnen schrieben zurück in die alte Heimat. Teilweise übertrieben die Auswanderer in ihren Schilderungen, um ihren Entschluss vor der Familie zu rechtfertigen, in Deutschland aber galten die Informationen über die Vereinigten Staaten, die man von einem Familienmitglied erhielt, als wahrheitsgemäße Beschreibung aus erster Hand. Die Briefe lieferten in den Augen der Daheimgebliebenen exakte Details, was einen Auswanderer in Nordamerika erwarten würde, auch wenn die Wirklichkeit der Einwanderer in den Ghettos und Quartieren der großen Städte oft anders aussah.
Die Tatsache, dass Joseph Laemmle seit seiner Auswanderung nie wieder nach Hause zurückgekehrt war, verlieh ihm innerhalb der Familie Laemmle einen legendären Status. Was er schrieb, kam bei den Laemmles einem Mythos gleich, an den sie fortan glaubten. Nicht selten wurde das Eintreffen seiner Briefe mit viel Trubel gefeiert, und auch der junge Carl erlebte diese »Familienereignisse« seine gesamte Kindheit und Jugend lang stets mit.
Doch die Laemmles waren damit nicht allein. Mit großer Macht beeindruckten die »Amerikabriefe« nicht nur Carl und seine Familie, sondern alle Auswanderungswilligen. Beinahe jeder kannte einen Auswanderer, hoffte und bangte mit ihm und wartete auf Post. So erhielten auch die Nachbarn der Laemmles Briefe von ihren amerikanischen Verwandten, die das, was Joseph geschrieben hatte, auf ihre Weise bestätigten. Manche Briefe enthielten auch direkte Aufforderungen, die Daheimgebliebenen ebenfalls zur Migration zu ermutigen und ihnen in »das Land der unbegrenzten Möglichkeiten« zu folgen.
Heute sind sich die Historiker einig: Keine Werbeagentur hätte die auswanderungswilligen Deutschen effektiver zum Verlassen der Heimat bewegen können als die Briefe der Verwandten, Bekannten und Freunde aus Amerika. Sogar kritische Briefe lösten Begeisterung aus und hatten keine negative Auswirkung auf den Auswanderungswilligen.
Durch Josephs Briefe wuchs Carl gewissermaßen damit auf, sich Amerika als ein magisches Land vorzustellen, das unfassbar weit entfernt lag und geradezu märchenhafte Züge besaß. Hätte es die Briefe nicht gegeben, Laemmle hätte fast an der Existenz von Amerika gezweifelt. Auch wenn Carl stets im Stillen gehofft hatte, die Wunder von Amerika einmal mit eigenen Augen sehen zu können, erstickte seine Mutter solche Erwartungen schon im Keim. Sie wollte auf keinen Fall ein weiteres Kind an Amerika verlieren. Carl sollte zu Hause bleiben und eine anständige Ausbildung erhalten. Deshalb kümmerte sie sich nicht nur darum, dass Carl eine gute Anstellung in der Region fand, sondern rang ihm zusätzlich das Gelübde ab, niemals an Auswanderung zu denken, solange sie noch lebte. Da Carl zu jung war, um zu verstehen, was Amerika war und Auswanderung bedeutete, gab er seiner geliebten Mutter dieses Versprechen.
Doch damit verschwand keineswegs seine Begeisterung für Amerika. Angeregt durch Josephs Briefe wollte er bald mehr über das ferne Land erfahren. Als er in Ichenhausen bei den Hellers seiner Ausbildung nachging, besorgte er sich Bücher und Groschenhefte über die Vereinigten Staaten, über Cowboys und über Indianer. Wie viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene in seiner und den nachfolgenden Generationen flüchtete er sich in seiner Fantasie in den Wilden Westen und erlebte dort Abenteuer. Je mehr er las, desto mehr wünschte er sich, Amerika einmal mit eigenen Augen zu sehen. Eine zentrale Rolle spielten dabei seine Vorstellungen von den Indianern. Carl Laemmle wollte unbedingt einmal in seinem Leben einem »echten« Indianer begegnen.
Nach dem Tod seiner Mutter fühlte sich Carl nicht mehr länger an sein Wort gebunden. Er war frei zu gehen. Und er wusste, dass seine Zukunft weder in Laupheim noch in Ichenhausen lag. Brav hatte er seine Ausbildung abgeschlossen, doch nun wollte er sich jenen Träumen hingeben, die er seit Kindheitstagen in sich trug. Er wollte nach Amerika. Er verabschiedete sich von den Hellers und bereitete sich auf die Auswanderung vor. Dabei glaubte Carl fest daran, dass ihn sein älterer Bruder unter die Fittiche nehmen würde. So fiel es ihm leicht, den schwerwiegenden Entschluss zu fassen. Er würde in Amerika nicht allein sein und rechnete damit, dass Joseph ihn in die Gesellschaft der Neuen Welt einführen würde. Von ihm würde er alle notwendigen Auskünfte über Miete, Arbeit und Verkehr erhalten.
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