Cristina Stanca-Mustea - Carl Laemmle

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Cristina Stanca-Mustea erzählt die schier unglaubliche Biografie Carl Laemmles (1867-1939), der 1884 als mittelloser 17-Jähriger aus demschwäbischen Laupheim nach Amerika auswanderte, der Gründer Hollywoods wurde und zu einem der ganz Großen derFilmindustrie aufstieg. Er war es, der Universal Pictures ins Leben rief und Filme wie `Dracula´, `Frankenstein´, `Das Phantom der Oper´ und `Im Westen nichts Neues´ produzierte.-

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Dieser kleine Auszug beschreibt vielleicht am treffendsten die Verbindung, die Carl Laemmle zu seiner Heimatstadt hatte. Er wurde nicht nur in Laupheim geboren und lebte dort gern, er war von ganzem Herzen ein »Laupheimer«. Obwohl er sich entschlossen hatte auszuwandern und er die meiste Zeit seines Lebens auf der anderen Seite des Ozeans weit entfernt von Laupheim verbrachte und später auch die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm, änderte sich seine Verbundenheit zu seiner Heimatstadt nie. Carl Laemmles Lebensgeschichte kann man daher nur erklären, wenn man die Bedeutung von Laupheim für sein Leben versteht: Laupheim verkörperte für Laemmle nicht nur seine Vergangenheit, Kindheit und Jugend, sondern bildete auch die Grundlage für seine Identifikation mit der deutsch-jüdischen Gemeinschaft.

Die Tatsache, dass er so häufig wie nur möglich nach Laupheim zurückkehrte, zeigt auch, dass die Verbindung zwischen ihm und seinem Geburtsort mit den Jahren sogar noch stärker wurde. Beinahe jedes Jahr besuchte er Laupheim, denn die Stadt war für ihn emotional genauso bedeutsam wie Universal City, die Studiostadt, die er selbst in den Hollywoodhügeln Kaliforniens erbauen ließ.

Seine jährlichen Besuche in Deutschland waren ein besonderes Ereignis sowohl für seine Familie als auch für die Bewohner Laupheims. Immer wieder wurde er als alter Freund wie auch als internationaler Geschäftsmann willkommen geheißen. Während seiner Besuche weilte er zumeist im Gasthaus »Zum Roten Ochsen«, das in der Nähe seines Elternhauses stand. Dort traf er sich mit alten Bekannten und Fremden, die ihn zu begrüßen eilten, und nicht selten Gesuche an den berühmten Sohn Laupheims richteten. Carl Laemmle spielte dabei gern den »reichen Onkel aus Amerika«, dem es im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten gelang, seinen American Dream Wirklichkeit werden zu lassen. Sein Reichtum, sein Einfluss und seine Position in der amerikanischen Gesellschaft erregten die Bewunderung der Bewohner seines Geburtsortes.

Laemmles Unterstützung für die Menschen in Laupheim verschaffte ihm hohes Ansehen unter seinen ehemaligen Nachbarn. Mit seinem Geld konnten Schulen, Parks, öffentliche Bäder und sogar Häuser für die Armen der Stadt gebaut oder wieder errichtet werden. Sein größter Beitrag war jedoch seine Unterstützung der Laupheimer Gemeinde nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Er stellte Essen, Kleidung und Geld für die Einwohner der Stadt zur Verfügung und half ihnen, die Stadt, die zwar nicht vom Krieg zerstört wurde, dennoch aber in den Kriegsjahren gelitten hatte, wieder aufzubauen. Der »Laupheimer Verkündiger« schrieb: »Wir vergessen nicht, wie es war nach dem Krieg: Nur Not, kein Brot, Krankheit und Elend. Carl Laemmle aber hatte immer ein offenes Herz für seine Vaterstadt. Wir vergessen es nicht!« Angesichts seiner Philanthropie wurde er von der Stadt Laupheim im Jahr 1919 zum Ehrenbürger ernannt. Schließlich wurde eine der großen Straßen zu seinen Ehren »Carl-Laemmle-Straße« genannt.

Aber auch er geriet mit den Nationalsozialisten in Konflikt und war in seinen letzten Lebensjahren nicht imstande, nach Laupheim zurückzukehren, da er ab 1933 nicht mehr nach Deutschland einreisen durfte. Doch Laemmle kannte den Schuldigen. Für das Einreiseverbot machte er niemals Laupheim, sondern lediglich die NSDAP verantwortlich. Das zeigt sich auch darin, dass er in seinen letzten Lebensjahren eine Stiftung in Höhe von 100000 Dollar für Laupheim ins Leben rief. In seinem Testament forderte Laemmle zudem seine Kinder auf, seine Tätigkeit fortzuführen und die deutschen, besonders die Laupheimer Juden, die ihre Hilfe benötigten, zu unterstützen und ihnen zu helfen.

Auch auf seinem Sterbebett richtete Carl Laemmle seine letzten Gedanken an Laupheim. Laemmles Sohn, Carl Laemmle Jr., erinnerte sich: »Er hat Laupheim geliebt und sich an so viele Leute, an so viele Plätze erinnert ...« Seine Verbundenheit mit der Heimat wurde weder durch die Zeit noch durch die politischen Umstände jemals geschwächt. Er war mit ganzem Herzen bis zum Ende seines Lebens ein wahrer »Laupheimer«.

Die deutsch-jüdische Gemeinde in Laupheim

Carl Laemmles Geburtsstadt Laupheim war um 1860 ein kleines Städtchen, wie es viele in Württemberg gab. Die Bevölkerung der Stadt bestand wie in dieser Zeit üblich aus Katholiken, Protestanten und Juden. Das einzig Beachtenswerte an Laupheim war die hohe Anzahl an jüdischen Einwohnern. Darin unterschied sich die Stadt deutlich von ihren Nachbargemeinden. Aufgrund des hohen Anteils jüdischer Bürger war Laupheim eine der wichtigsten und größten jüdischen Gemeinden im Süden Deutschlands.

Die jüdischen Einwohner waren in vielerlei Geschäfte involviert. Sie handelten mit Gewürzen, Pferden und Rindern. Einige von ihnen waren Pelzhändler. Am 25. April 1828 erließ das Königreich Württemberg das »Gesetz in Betreff der öffentlichen Verhältnisse der israelitischen Glaubensgenossen«, auch Gleichstellungsgesetz genannt. Damit wurden alte Verbote, die den Juden bezüglich ihrer Arbeit auferlegt worden waren, zurückgenommen. Bis zu diesem Gesetz war den Juden in Württemberg die Ausübung von akademischen und handwerklichen Berufen verboten. Danach wurde zwar ein Berufsfindungsprogramm aufgelegt, das Juden vorzugsweise in handwerkliche Berufe bringen sollte, doch lebten die Laupheimer Juden noch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts vorwiegend vom Handel. Teilweise blieb ihnen auch nichts weiter übrig, weil sie auch weiterhin nicht in die Handelsgilden und Zünfte aufgenommen werden durften.

Trotz dieser Restriktionen war Laupheim zu jener Zeit ein Paradebeispiel an jüdischer Integration. Durch das Gleichstellungsgesetz war es den Juden in Laupheim erlaubt, eigenes Land zu besitzen, in der Landwirtschaft zu arbeiten und zum Militärdienst eingezogen zu werden. Bis 1824 hatte die jüdische Gemeinschaft in Laupheim eine Schule gebaut und mehrfach die alte Synagoge erweitert, die 1771 ursprünglich am Marktplatz auf dem »Judenberg« errichtet worden war. Im Jahr 1864 erhielten die Juden das Wahlrecht, und sie durften ihre eigenen Repräsentanten in den Gemeinderat wählen. Dies führte sowohl zu einigen Spannungen zwischen den Juden und den anderen Einwohnern Laupheims, als auch zu Berührungspunkten. Beides waren zwei geschlossene und separierte Gesellschaften, die bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zwar nebeneinander existierten, allerdings wenig Austausch hatten. Seit Jahrhunderten waren die jüdischen Gemeinden aufgrund ihres Äußeren als solche zu erkennen. Ihr Erscheinungsbild bestimmte die Art und Weise, wie sie behandelt wurden, beziehungsweise ob sie akzeptiert oder ausgeschlossen wurden. Ihre Kleidung, Tradition, Häuser, Sprache, Gebete und Erscheinung machten sie – rein äußerlich – zu einer eigenständigen Gruppe innerhalb einer Dorfgemeinschaft. Nun, zu Beginn des 19. Jahrhunderts, änderte sich das. Beide Seiten machten einen Schritt aufeinander zu. Dies hatte eine positive Auswirkung auf die Gesellschaft, Politik und nicht zuletzt auch auf die Wirtschaft beider Seiten. Die neue Politik führte zu einer höheren Integration und Toleranz in Laupheim:

»Darum konstatieren wir ... mit allem Nachdruck, dass in unserem Laupheim die ächte, wahre und wirkliche Toleranz im besten Sinne des Wortes allseitig zur Geltung gekommen ist. Eine jede Konfession übt unbehindert und unangefochten ihre Rechte und Pflichten, so dass niemals ein Zwiespalt zu Tage getreten ist. Daher kommt es auch, dass der Verkehr zwischen allen Konfessionen ein reger und ungetrübter ist, ohne dass je an dem Konfessionellen gerührt würde. Selbst bei der äußerlichen Feier der konfessionellen Festtage und Festgebräuche wird immer die gegenseitige Achtung und Harmonie gewahrt, so dass andere Städte hier das schönste Beispiel wirklicher Toleranz nachzuahmen finden könnten.«

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