Jürgen Petschull - Der fünfte Schatten

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August 1993: Auf einem norddeutschen Golfplatz finden Bauarbeiter das Wrack eines US-Bombers aus dem Zweiten Weltkrieg. Kurz darauf werden vier alte Freunde des Verlegers Malte von Mellin ermordet, in Hamburg, auf Sylt und Mallorca. Motive oder Zusammenhänge bleiben der Polizei ein Rätsel, bis in Lokalzeitungen seltsame Todesanzeigen erscheinen: «Von Beileidsbekundungen bitten wir abzusehen …». Der frühere Reporter und private Ermittler Jonas Anders, genannt «Bogey», findet schließlich Spuren, die zurück in die deutsche Vergangenheit führen: In jene Tage zwischen Krieg und Frieden, in denen ein furchtbares Verbrechen geschehen ist – ungesühnt, doch weder vergessen noch vergeben … Ein herausragendes Werk der Kriminalliteratur und ein spannendes Gesellschaftsporträt.-

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Captain Paul F. Mandell schwebt durch eine weiche, wattige Wolkenlandschaft. Endlos lange. Er fühlt sich schwerelos und geborgen zugleich – doch dann formt sich ganz dicht vor seinen Augen eine der Wolken zu einem Kopf mit heimtückischen Augen, spitzen Ohren und einem Gehörn. Ein Teufelskopf, halb Mensch, halb Tier! Mandell schlägt nach dem Ungeheuer. Der Gehörnte weicht zurück, bricht in ein lautes Meckern aus – und verwandelt sich in einen alten Schafsbock, hinter dem ein Dutzend weitere Schafsgesichter erscheinen und ihn neugierig anstarren.

Mandell ist wieder bei Bewusstsein. Er weiß nicht, wie lange er ohnmächtig war und wie er aus dem Wrack herausgekommen ist. Er findet sich am Rand einer Kiesgrube wieder. Vor ihm und unter ihm liegen zwei große und viele kleine Trümmerstücke. Die »Pride of New York« ist nur noch ein qualmendes Flugzeugskelett. Ab und zu lodern Flammen auf und verlöschen bald wieder. Doch es gibt keine Explosion.

Mandell versucht aufzustehen, aber es gelingt ihm nicht. Seine Knie knicken ein. Ein stechender Schmerz lähmt seinen Rücken. Er will nach seinen Kameraden rufen, aber bringt nur gurgelnde Laute hervor. Ganz in seiner Nähe hört er ein Wimmern. Aus dem Trümmerfeld hebt sich eine Hand. Im Zwielicht glaubt er Henderson zu erkennen, an seinem fast kahl geschorenen Kopf. Wo sind die drei anderen?

Ein dünner Glockenschlag klingt vom Schloss oder Gutshaus herüber. Halb neun Uhr abends. Seit ihrer Bruchlandung sind nur ein paar Minuten vergangen. Eine dunkle Wolkendecke schiebt sich vom Horizont heran. Ein leichter Wind weht aus Westen. Mit knallenden Fehlzündungen wird in der Ferne ein Motor angelassen. Ein klappriges Fahrzeug kommt näher, rumpelt auf die Kiesgrube zu und hält mit einem letzten Knall. Dann hört Mandell Stimmen. Er sucht Deckung und kriecht auf allen vieren mühsam hinter einen größeren Stein. Knirschende Stiefelschritte kommen in seine Richtung. Ein fasst voller Mond und erste Sterne stehen am Himmel. Gegen den helleren Hintergrund zeichnen sich die Schatten mehrerer Männer ab. Es sind vier. Sie tragen Hemden und kurze Hosen. Die Uniform der Hitlerjugend, denkt Mandell. Er sieht, wie die jungen Männer gebückt an den Rand der Kiesgrube schleichen. Sie sprechen mit gedämpften Stimmen. Doch weil der Wind in seine Richtung weht, versteht Mandell fast jedes Wort.

»Seht euch das an: Dieser Schrotthaufen war mal ein Amibomber!«, sagt einer, der mit einer Taschenlampe die Wrackteile ableuchtet.

»Guckt mal, die Schrift hier: die stammen aus New York!«

»Im Radio haben sie durchgegeben, dass die Amis am Abend wieder Hamburg angegriffen haben.«

»Das sind Terrorflieger, feige Mörder!«

Die Schattenmänner halten Spaten in den Händen und dicke Knüppel. Einer holt weit aus wie mit einem Vorschlaghammer. Er scheint älter zu sein als die anderen. Jedenfalls ist er größer und dicker und trägt eine Art Helm. Er reicht eine Flasche herum. Sie legen ihre Köpfe in den Nacken und schütten Schnaps in sich hinein.

»Den hat unsere Flak runtergeholt. Vielleicht sind da noch Leute drin. Wenn noch welche leben, dann schlagen wir sie tot, die Schweine.«

Die Männer klettern, stolpern und rutschten in die Kiesgrube.

»Da liegt einer!«, schreit der Dicke.

Mandell schafft es mit großer Anstrengung, seinen Kopf zu heben.

Sie haben Henderson entdeckt, der sich auch aus dem Wrack gerettet hat!

Aus seinem Versteck kann Mandell sehen, wie sie den Copiloten auf den Rücken drehen und wie der abwehrend seine Arme hebt.

»Der zuckt noch! Kommt mal alle her! Das Schwein lebt!« Die Stimme des dicken Anführers überschlägt sich vor Aufregung.

Der grelle Schein einer Taschenlampe flammt auf. Die anderen laufen auch dahin.

»Macht ihn fertig!«, ruft der Dicke. Die anderen treten und schlagen mit Spaten und Knüppeln auf Henderson ein. Das hässliche Geräusch von klatschenden, krachenden Schlägen hallt aus der Kiesgrube. Mandell hört Hendersons Todesschreie. Endlich scheint es vorüber zu sein.

Die Totschläger keuchen. Suchend gehen sie hinter dem Schein der Taschenlampe her.

»Hier sind noch zwei. Die leben auch noch!«, ruft einer, der offenbar Simmons, den Navigator, und Cunnings, den MG-Schützen, gefunden hat. Wieder hört Mandell Schläge und Schreie, Hilferufe und absterbendes Röcheln.

Minutenlang.

Im Schein von flackernden Taschenlampen suchen die Deutschen noch einmal die Wrackteile und die Kiesgrube ab. Im Halbdunkel sieht Mandell nur die Schatten der Mörder. Er zählt noch einmal. Es sind immer noch vier.

Schließlich finden sie auch Wriggs, den Bombenschützen. Er liegt am weitesten entfernt vom demolierten Cockpit. Als sie ihn mit Füßen treten, hört Mandell das Wimmern seines Kameraden. Dann Todesschreie. Und dann folgt eine lähmende Stille.

»Das war’s wohl. Hier ist keiner mehr«, ruft schließlich jemand.

Keuchend kriechen die Schatten der Mörder den steilen Hang der Kiesgrube herauf. Ihre Stiefel und ihre Kleidung sind verschmiert. Mit Dreck und Blut. Am Rande der Kiesgrube drehen sie sich noch einmal um und bauen sich nebeneinander auf. Wie zu einer Parade. Sie recken Arme und Hände zum Tatort hin und grölen mit betrunkenen Zungen mehrmals hintereinander dieselbe Parole.

Nur die Worte »Blut«, »Ehre« und »Vaterland« kann Mandell verstehen.

Dann kommen sie in seine Richtung. Er duckt sich so tief, wie er kann, hinter dem Stein in das hohe Heidegras. Er stellt sich tot wie ein verfolgtes Tier. Doch dann wird sein Körper von dem hin und her pendelnden Schein einer Taschenlampe erfasst. Jemand schreit etwas. Er wird am Kragen seiner Pilotenjacke hochgerissen und wieder zu Boden gestoßen. Der erste Tritt trifft seine Rippen. Der zweite sein Geschlechtsteil. Dann prasseln Schläge und Tritte von allen Seiten auf ihn ein. Er schützt sein Gesicht mit Armen und Händen. Er spürt, wie ihm seine Pilotenuhr vom Handgelenk gerissen wird. Jemand zerrt seinen Arm hoch.

»Guckt euch das hier mal an! Der hat einen Judenstern am Hals ... Das ist ein Judenschwein!«

Verschwommen macht Mandell die Umrisse eines dicken Mannes vor dem helleren Himmel aus: ein fleischiges, rundes Gesicht, abstehende Ohren. Der Mann bleckt sein Gebiss wie ein Pferd, wenn er lacht. Und er lacht furchtbar, als er einen besonders dicken Knüppel ergreift.

Dann hört Mandell ein Motorengeräusch. Mit großer Geschwindigkeit nähert sich ein Fahrzeug. Der Auspuff knallt. Bremsen quietschen. Laufschritte kommen näher. Ein einzelner Mann taucht vor dem qualmenden Cockpit auf, aus dem nur noch ein paar kleine Brandherde leuchten. Der fünfte Schatten.

»Aufhören! Schmeiß sofort den Knüppel weg! Das ist ein Kriegsgefangener!«, ruft er im Befehlston.

»Von dir lassen wir uns nichts mehr sagen! Gar nichts!«

Der Dicke dreht seinen Kopf nach hinten. Und schreit:

»Wir machen keine Gefangenen! Das sind gottverfluchte Terrrorflieger!«

»Lass sofort den Knüppel fallen!«

Der fünfte Schatten macht noch ein paar Schritte auf den Dicken zu. Dann hebt er mit ausgestreckten Armen eine Pistole.

Der Dicke zögert einen Moment. Er steht breitbeinig da, einen Stiefel links, den anderen rechts neben Mandells Oberkörper gesetzt. Dann holt er wie in Zeitlupe zu einem gewaltigen Schlag aus. Das Letzte, was Captain Mandell wahrnimmt, ist das hässliche Geräusch, mit dem seine Schädeldecke zertrümmert wird.

Den Schuss kann er schon nicht mehr hören ...

In der New Yorker Privatklinik zerrte der dünne Mann an den Fesseln, mit denen er zu seiner Sicherheit an den Rahmen des Behandlungsbettes gefesselt worden war. Er warf seinen Kopf hin und her, als wolle er Schlägen ausweichen, und schrie gegen die schallisolierten Wände an.

Die Linien und Skalen auf den Monitoren zuckten jetzt wild. Der Neurologe gab warnende Handzeichen.

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