Yasmina Khadra - Der Schreiber von Koléa

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Als hoher Offizier der algerischen Armee veröffentlichte Mohammed Moulessehoul seine ersten Romane wegen der strengen Zensurbestimmungen unter weiblichem Pseudonym: Hommage an die Courage der algerischen Frauen in finsterer Zeit. Erst nachdem er im Jahr 2000 mit seiner Familie nach Frankreich geht, kann er das Geheimnis um seine Identität lüften. Yasmina Khadra zählt heute zu den wichtigsten literarischen Stimmen der arabischen Welt und ist einer der erfolgreichsten Autoren Europas.Der Schreiber von Koléa ist sein persönlichstes Buch, sein bestes, sagen viele. In ausdrucksstarker, bildhafter Prosa, mit Tempo und analytischer Schärfe schlägt er sich mit seiner Feder einen Weg durch den algerischen Dschungel und erzählt von einer Jugend in Nordafrika. Der junge Mohammed will Schriftsteller werden. Sein Vater zwingt ihn zu einer Karriere beim Militär. Mohammed flüchtet in die Welt der Literatur. Heimlich beginnt er zu schreiben. Eine folgenschwere Entscheidung, denn die Bürgerkriegsarmee duldet keine Schriftsteller! – Diese leidenschaftliche Stimme geht zu Herzen.Übersetzung: Regina Keil-Sagawe-

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Ich hatte so eine Vorahnung, dass die Dinge sich noch zuspitzen würden und die Sache mit der Kadettenanstalt nur eine Etappe des Planes war, den mein Vater heimlich schmiedete. Wäre ich zu Hause wohnen geblieben, hätte er wohl kaum gewagt, weiterzugehen. Er liebte mich ja. Er musste mich unbedingt aus dem Weg räumen, sich daran gewöhnen, dass ich nicht mehr da war. Schon 1963 hatte er sich eine zweite Ehefrau zugelegt; eine charmante Dame aus Tlemcen, die anmutig und elegant war und der die Leute auf der Straße mit offenem Mund nachblickten. Die beiden waren in den dritten Stock eines ganz gewöhnlichen Mietshauses in der Nähe von Mdina Jdida gezogen. Aber ich war da, stand zwischen ihnen. Nach drei Monaten schickte mein Vater seine Grazie wieder nach Hause und kehrte mit mir in unsere Villa zurück. Meine Mutter nahm es ihm nicht weiter übel, aber sie unternahm auch nichts, um ihn zurückzuerobern. Die Streitereien gingen von vorne los. So kam es, dass es mich im Verlauf einer abscheulichen Szene, wo die Beleidigungen lauter als Scherben durch die Luft flogen, mitten in der Nacht auf die Straße hinaustrieb, um besagte Zigarette zu erstehen, die meine Mutter dann später in meinem Schulranzen fand. Ich wollte mich damals zu Tode rauchen.

»Woran denkst du?«

Meine Mutter stand hinter mir auf der Dachterrasse, einen Korb mit ausgewrungener Wäsche in die Hüfte gestemmt.

»An nichts.«

»Mag sein, dass du an nichts gedacht hast, aber du hast bestimmt irgendetwas gemacht.«

»Ich habe auch nichts gemacht. Ich bin gerne allein.«

»Um heimlich zu rauchen.«

»Ich rauche nicht, Mama.«

Sie sah sich gründlich um, fand nichts, musterte mich argwöhnisch: »Lass mich mal an deinem Atem schnuppern.«

»Mama …«

Beschwichtigend hob sie die freie Hand und wandte sich dann ihrer Wäsche zu. Auf Zehenspitzen hängte sie diese auf, denn sie war recht klein, meine Mutter. Ich wartete, bis drei oder vier Bettlaken an der Leine flatterten, dann fragte ich sie:

»Wie ist Rex überhaupt gestorben?«

»Ach, weißt du, man stirbt halt irgendwann.«

»Hat er sehr gelitten?«

»Aber nein. Man hat ihm überhaupt nichts angemerkt. Er ist einfach eines Abends eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht.«

»Glaubst du, es war wegen mir?«

Verblüfft hielt sie in der Bewegung inne, warf unter schallendem Lachen kurz den Kopf in den Nacken, dann wandte sie sich wieder ihrer Wäsche zu.

»Wie kommst du denn auf so einen Unsinn? Kummer ist etwas für die Menschen. Tiere haben doch anderes zu tun.«

Sie näherte sich mir erneut, umfing mit ihren kleinen, abgearbeiteten Hausfrauenhänden behutsam meine Hände:

»Um dich mache ich mir gar keine Sorgen, mein Großer. Da bin ich ganz seelenruhig. Ich weiß zwar nicht, wie es da ist, wo du bist, aber es ist ja alles nur zu deinem Besten. Ich habe dich damals nicht leichten Herzens ziehen lassen. Aber wir kamen nicht umhin, eine Entscheidung zu treffen. Hier wärst du früher oder später unter die Räder gekommen. Du warst so haltlos. Du hast dich ja sogar im Kamin versteckt, nur um nicht zur Schule gehen zu müssen. Du warst ein unverbesserlicher Träumer, mit den Gedanken immer im Wolkenkuckucksheim. Dein Vater hat dich maßlos verwöhnt, und ich hatte so viel anderes zu tun und keine Minute Zeit für dich. Nein, hier wäre aus dir nichts Brauchbares geworden. Du wärst in der Gosse gelandet wie deine Kameraden, die sich auf den Souks als Lastenträger verdingen.«

Sie ging in die Hocke, ohne meine Hände loszulassen, und zog mich zu sich herunter. Ihre Augen leuchteten hoffnungsvoll und voller Zärtlichkeit. Wir hatten keine sonderlich enge Beziehung, meine Mutter und ich. In Kenadsa wurde ich mehr von Tante Bahria umhätschelt, die mich liebte, wie man nur selten einen Menschen liebt. Kurz bevor sie nach langer Krankheit starb, hatte sie noch gesagt, dass sie mich sogar im Paradies vermissen würde. Und in Oran war es dann Tante Milouda, die mich verwöhnte. Ich war ihr Ein und Alles, und sie erlaubte niemandem, mich zu ärgern. Zwischen meiner Mutter und mir aber, da ging alles ganz normal zu. Wir liebten uns, das war’s. Unsere Verbindung benötigte keine Extravaganzen als Stütze. Sie war meine Mutter, ich ihr Junge, Punkt. Ich brauchte mir nicht den Kopf darüber zu zerbrechen, welchen Platz sie mir in ihrem Herzen einräumte; und wie das so ist bei Errungenschaften, die einem niemand wegnehmen kann, vernachlässigte ich sie ein wenig zugunsten meiner Tante, die sich nicht scheute, mich offen allen anderen vorzuziehen, was mir die Befriedigung verschaffte, auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen, ohne mir ein Bein zu verrenken.

»Hab ich dir das eigentlich schon mal erzählt?«

»Was denn?«

»Es war in Meknès, an einem Markttag, da folgte mir eine Frau beharrlich von Stand zu Stand. Sie verschlang dich geradezu mit ihren Blicken. Am Anfang hatte ich sie kurz für eine Kinderdiebin gehalten. Aber das war sie nicht, und sie war auch keine Wahrsagerin, und keine Bettlerin, denn meine Münzen hat sie abgelehnt. Sie hat mich nur darum gebeten, dich aus der Nähe ansehen zu dürfen. Dann hat sie mit einem Finger dein Kinn angehoben. Mit unendlicher Behutsamkeit. ›Aus diesem Jungen wird einmal etwas ganz Besonderes.‹ Das hat sie mir gesagt. Vielleicht war es nur eine Verrückte, aber ich habe ihr geglaubt. Und ich glaube ihr noch immer. Deshalb bin ich auch ganz ohne Sorge. Du bist ein Gesegneter, mein Großer. Dort, wo du den Schritt hinsetzt, wird alles grünen und gedeihen.«

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