Volker Halfmann - Wer fühlt, was er sieht, der tut, was er kann

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"Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!"
Wenn das Leid seiner Kinder zum Himmel schreit, bleibt Gott nicht ungerührt auf dem Sofa liegen: Denn nur ein barmherziger Vater ist auch ein liebender Vater! Warum diese Erkenntnis die Kraft hat, unseren Glauben und unser Handeln zu verändern, zeigt Volker Halfmann in diesem Buch.
Erst wenn die Barmherzigkeit des Vaters unser Leben durchdringt, werden wir selbst zu echten Nachfolgern, die diese Barmherzigkeit in die Welt hinaustragen. Dann gehen wir an den Notleidenden nicht mehr achtlos vorbei. So werden wir zu Menschen, die fühlen, was sie sehen. Und wer fühlt, was er sieht, der tut, was er kann!

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Damals hatte ich keinerlei Perspektive für mein Leben, aber durch die Zuwendung meiner Frau schöpfte ich neue Hoffnung.

Barmherzigkeit hat mir eine Zukunft eröffnet!

Barmherzigkeit hat mir Gottes Liebe gezeigt

Ich habe mir Gott nicht ausgesucht, er war einfach da, immer schon. Die Verkündigung dieses Gottes gehörte für meine frühkindliche Seele zu den Grundnahrungsmitteln, ich habe ihn gleichsam mit der Muttermilch aufgesogen. Doch für meine traumatisierte Seele war diese Milch das reinste Gift. Aufgrund meiner Zwangserkrankung entstand in mir ein furchtbares Gottesbild, das mir das Leben zur Hölle machte. Für mich war Gott ein grausamer und gnadenloser Sklaventreiber. Einer, der mich, ohne mit der Wimper zu zucken, auspeitschen würde, sobald ich einen Fehler machte. Beispiele seines schrecklichen Zorns gab es ja im Alten Testament zur Genüge.

Dennoch wäre ich damals nie auf den Gedanken gekommen, vor diesem Gott zu fliehen, um mein eigenes Leben zu leben. Denn wohin sollte ich denn fliehen, wenn er mich von allen Seiten umgab und sogar alle meine kranken und gotteslästerlichen Gedanken kannte? 7Ich war mir sicher: Einen solchen Fluchtversuch hätte ich wie seinerzeit der Prophet Jona mit einer persönlichen Katastrophe bezahlt.

Also blieb ich über viele Jahre bei Gott und wurde sogar seine Stimme: Ich ließ mich zum Pastor ausbilden und übte diesen Beruf knapp 15 Jahre lang aus. Doch dann wurden meine psychischen Probleme so stark und die Abhängigkeit vom Alkohol so offensichtlich, dass ich eine Auszeit brauchte. So ging ich für mehrere Wochen in eine psychosomatische Klinik, die sich auf die Arbeit mit Suchtkranken spezialisiert hatte. Durch die Therapie kamen meine verdrängten Gefühle immer stärker an die Oberfläche, vor allem der über Jahre gebunkerte Zorn. Schon lange brodelte es in mir wie in einem Vulkan, in der Klinik kam es schließlich zum Ausbruch.

Der Gott, den ich bis dahin gekannt hatte, hatte mir die Luft zum Atmen genommen und mein Leben immer wieder klein gemacht. Als mir dies so richtig bewusst wurde, kannte mein Zorn keine Grenzen mehr. Auf Anraten meines Therapeuten schrieb ich einen Brief an Gott, in dem ich radikal und schonungslos mit ihm abrechnete. Ich schickte diesen Brief sogar an eine christliche Zeitschrift in der Hoffnung, dass er veröffentlicht würde (was zwei Jahre später tatsächlich geschah) 8. Und als ich die Klinik endlich einmal für ein paar Stunden verlassen durfte, fuhr ich sofort in die Großstadt, klaute bei »H&M« ein Herrenarmband aus Leder und hielt es diesem Gott triumphierend vor die Nase: »Siehst du und begreifst du endlich, dass du mich nicht mehr kleinkriegst mit deinen endlosen Geboten und Strafandrohungen? Es ist ein für alle Mal vorbei. Ich lasse mich von dir nicht mehr einschüchtern. Ich lebe jetzt ohne dich!«

Zugleich hatte ich jedoch schreckliche Angst, dass dieser grausame Himmelsdespot irgendwann erbarmungslos zurückschlagen würde. Er würde mich hart strafen für meinen Ausbruch. Und ich wusste, dass er mich am empfindlichsten treffen konnte, wenn er nicht mir etwas antat, sondern stattdessen meiner Familie – meiner Frau oder meinen Kindern. Ich rechnete mit dem Schlimmsten und wollte doch nie mehr zurück zu diesem furchtbaren Gott. Kurze Zeit nachdem ich aus der Klinik entlassen worden war, beantragte ich bei der Arbeitsagentur die schon erwähnte Umschulung und versuchte, diesen Gott aus meinem Leben zu verbannen. Ich wollte endlich mein eigener Herr sein.

In der Folgezeit blieben die von mir befürchteten Plagen Gottes aus. Stattdessen erfuhr ich sehr viel Gutes: So wohnten wir in einem perfekten kleinen Zechenhaus, von dem aus ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren konnte. Meine Frau fand eine Arbeitsstelle als Erzieherin und ich eine ortsnahe Selbsthilfegruppe, in der ich herzlich aufgenommen wurde. Unsere Kinder kamen im Kindergarten und in der Schule immer besser zurecht und schlossen neue Freundschaften. Es ging uns wirklich gut in dieser Zeit. Dennoch scheiterte ich am Ende kläglich mit dem Versuch, mein Leben aus eigener Kraft wieder auf die Reihe zu kriegen. Ich hatte einen Rückfall, landete in der Psychiatrie und heulte mir die Augen aus.

Wieder einmal dachte ich darüber nach, meinem Leben ein Ende zu setzen. Nachdem meine Familie mich besucht hatte, ging ich in die Kapelle der Klinik und schrie mit dem Mut der Verzweiflung um Hilfe. Alle meine Fragen und Zweifel zählten in dieser Situation nicht mehr. Wie der blinde Bartimäus schrie ich zu Jesus: »Herr, erbarme dich meiner!«

Was daraufhin geschah, hat sowohl mein Gottesbild als auch mein Leben verändert: Ich habe Gottes Barmherzigkeit erfahren! Gott hörte mein Schreien und zog mich aus dem Schlamm. Er verband meine inneren Wunden, erfüllte mein nach Liebe und Annahme suchendes Herz und gab mir die Kraft, wieder aufzustehen. 9

Heute weiß ich, dass Gott fühlt, was er sieht, und darum tut, was er kann. Deshalb bekenne ich gemeinsam mit König David: »Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und voll großer Gnade« (Psalm 103,8). Es ist wirklich erstaunlich, aber inzwischen liebe ich diesen Gott, der mir in Jesus begegnet, weil ich durch seine konkrete Hilfe am eigenen Leib und in der eigenen Seele erfahren habe, wie leidenschaftlich er mich liebt.

Barmherzigkeit hat mir die Liebe Gottes gezeigt!

Barmherzigkeit hat mir meine Schuld vergeben

Im Laufe der Jahre musste ich erkennen, dass ich nicht nur das arme Opfer bin: das Opfer meiner Erziehung, meines evangelikalen Umfelds, meiner psychischen Erkrankungen oder der widrigen Umstände in meiner frühen Kindheit. Das alles hat mich ohne jeden Zweifel entscheidend geprägt und beeinflusst, aber dennoch bin ich zugleich auch Täter, denn ich habe in meinem Leben oft gegen meine Erkenntnis und gegen mein Gewissen gehandelt, indem ich die falschen Entscheidungen getroffen habe. Ich wurde nicht nur gelebt, sondern ich habe gelebt – und bin schuldig geworden an den Menschen, die ich doch so sehr liebe: an meiner Frau und meinen Kindern. Hinzu kommt das, was ich ihnen schuldig geblieben bin, weil ich ständig nur mit mir selbst beschäftigt war. Ich trage eine Verantwortung für mein Handeln. Diese Last wog schwer, so schwer, dass ich darunter fast zusammenbrach.

Mir ist völlig klar, dass ich als Zwangserkrankter oft ein überstrenges Gewissen habe, und dass es nicht nur echte, sondern auch falsche Schuldgefühle gibt. 10Doch jenseits meiner ungerechtfertigten Selbstzerfleischung bleibt immer noch ein gewaltiger Teil an Schuld in meinem Leben, der sich nicht relativieren und auch nicht wegtherapieren lässt. Und eben unter diesem Teil litt ich. Wieder und wieder schaute ich zurück und musste feststellen, dass ich meine früheren Fehlentscheidungen nicht rückgängig und meine Versäumnisse nicht ungeschehen machen konnte. Was geschehen war, war geschehen. Aber wie konnte ich damit leben?

König David betete: »Als ich mich weigerte, meine Schuld zu bekennen, war ich schwach und elend, dass ich den ganzen Tag nur noch stöhnte und jammerte. Tag und Nacht bedrückte mich dein Zorn, meine Kraft vertrocknete wie Wasser in der Sommerhitze« (Psalm 32,3-4). Ich verstehe ihn gut, denn auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass die schwere Belastung des Gewissens durch eigene Schuld letztlich zu psychosomatischen Symptomen führen kann. Ich war ebenfalls fix und fertig und spürte meine Schuld am ganzen Körper.

Es war Gottes Barmherzigkeit, die mich von meiner Last befreit hat. Als ich nicht mehr weiterwusste, entschloss ich mich, zu beichten. Ich nannte vor einem anderen Menschen meine Schuld ungeschönt beim Namen, ich bekannte sie. Das fiel mir nicht leicht, ganz im Gegenteil. Ich schämte mich abgrundtief und heulte während meines Bekenntnisses Rotz und Wasser. Aber diese Beichte befreite mich. Gemeinsam mit meinem Beichtvater betete ich und bat um Vergebung – und er wiederum sprach mir diese Vergebung im Namen von Jesus zu und stellte mich unter Gottes Segen.

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