Pavel Kohout - Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel

Здесь есть возможность читать онлайн «Pavel Kohout - Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Literarisch brillant erzählt Pavel Kohout seine Wandlung vom überzeugten Kommunisten zum freiheitsliebenden Demokraten – das Schicksal von Tausenden in Osteuropa. Den Prager Frühling gestaltet Kohout als Wortführer mit. Dieser wird zur Achse, an der sich sein Leben spiegelt: Vorher meistgespielter Stückeschreiber der CSSR und treues KP-Mitglied, nachher führender Dissident, der Partei und des Landes verwiesen, seine Stücke verboten. Sein Leben – eine Entscheidung gegen die Ideologie und für die Freiheit. Sein Buch – eine spannende Erzählung, die zeigt, wie Politik persönliches Schicksal bestimmt.Im Frühjahr 1948 versucht die Kommunistische Partei die politische Macht in der Tschechoslowakei endgültig an sich zu reißen. Einzig im Weg stehen ihr noch die Sozialdemokraten, an ihrer Spitze der charismatische Parlamentsabgeordnete Fischer, der sich gegen die Auflösung seiner Partei wehrt. Vor diesem realen Hintergrund entspinnt sich die Handlung des Romans. Im Zentrum stehen Felix Fischer, seine Frau, die SchauspielerinKamila Nostitzová, und der junge Dichter Jan Soukup. Letzterer, ein glühender Kommunist, ist leidenschaftlich in die Frau seines Freundes verliebt. Eine Dreiecksgeschichte, deren Ursprünge bis in die Zeit der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkriegzurückreichen. Als der tschechische Geheimdienst versucht, Soukup anzuwerben, muss dieser sich entscheiden: Zwischen seinen Idealen und seiner Loyalität, zwischen Liebe und Freundschaft.-

Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Auf höchst einfallsreiche Weise servierte sein Vater ihm Maupassant, Dickens, Cervantes, Čapek und weitere Autoren seiner Wahl, indem er sie in die hintere Reihe seines Bücherschranks neben das Dekameron platzierte und sie zu libri prohibiti erklärte. Die verbotenen Früchte wurden jeden Abend, wenn beide Eltern weggingen, eifrig konsumiert, so dass der Junge gleich in mehrere Richtungen grundlegende Informationen bekam, vor allem aus Der Hausarzt , in dem verschiedenste sehr interessante Organe, vorzugsweise weibliche, detailliert abgebildet waren. Buchstäblich in natura, das heißt in belebter Natur, führte sie ihm dann der ältere Cousin Jiří vor, später führender Gastroenterologe an der Karlsuniversität: Er lockte den Jüngeren, wenn er im Vorort Spořilov auf ihn aufpassen sollte, in das nahe gelegene Wäldchen, wo er für ihn von seinen heimlichen Beobachtungsposten aus mit Hilfe eines Fernglases die Aktivitäten der sich liebenden Pärchen fachmännisch kommentierte; er bestätigte damit den wachsenden Verdacht seines Schutzbefohlenen, wonach Kinder keinesfalls von der Vogelwelt oder von der Post gebracht werden, sondern auf jenen Unterschied zurückgehen, den er bei den Mädchen – scharfsinnig wie er war – schon vor seiner Aufklärung wahrnehmen konnte. So flammte das erotische Feuer im Leben des Jungen auf.

4. Kapitel

Sex mit acht

Der verheißungsvolle Titel kündigt keine Gruppenspiele an, sondern konstatiert lediglich das Faktum, dass schon die frühen Äußerungen des Jungen sein ganz und gar alleiniges Interesse am anderen und nicht am eigenen Geschlecht untrüglich signalisierten; zu den flüchtigen und peinlichen Begegnungen mit dem männlichen wird es noch kommen. Auf Familienfotos hält er grundsätzlich seine Cousine oder wenigstens die Tante an der Hand, und schon im zarten Alter bekam er im öffentlichen Schwimmbad zunächst vom Bademeister und dann von der bestürzten Mutter eine Ohrfeige, als ihr ein Holzstück aus einem Astloch vorgeführt wurde, das der schüchterne Junge meisterlich aus der hölzernen Zwischenwand der gemeinschaftlichen Herrenumkleide herauszuziehen gelernt hatte, um Personen jeglichen Alters, die sich in der Damenkabine umzogen, beobachten zu können. Dieses rege Interesse sollte ihn sein Leben lang begleiten.

Die ersten ernsthafteren Sympathien weckten bei dem sich mausernden Adoleszenten Jarunka Landsmannová und Věra Urbanová. Mit der Erstgenannten richtete er sich im vierten Stock über die Hofecke der rechtwinklig angrenzenden Häuser eine Seilbahnpost ein. Ihre letzte Sendung enthielt die Abmachung, dass beide wieder zur selben Zeit für ihre Väter Bier vom Fass holen gingen. Anstelle der üblichen Kostprobe aus den Krügen versuchte der Briefverehrer gleich bei ihrer Begegnung in einer spärlich beleuchteten Einfahrt jene Stellen zu berühren, die ihn an Frauen besonders interessierten, so wollte er endlich herausfinden, woraus sie bestehen. Jarunka flüchtete entsetzt mit ihrem leeren Krug. Vermutlich blieb ihr zu Hause nichts anderes übrig, als sich geständig zu zeigen, da ihre Mutter die Seilbahn am nächsten Tag einfach abschnitt und somit auch die ganze Bekanntschaft. Wenig später wurde mit Věra Urbanová aus dem fünften Stock beim Treppensteigen längere Zeit über Doktorspiele verhandelt. Den Andeutungen reiferer Mitschüler zufolge ließen sich dabei gegenseitig auch weitere, noch interessantere Organe erforschen. Als man schon mal zur selben Zeit allein zu Hause war, schreckte man beiderseits davor zurück und kam nicht zu Besuch.

Da brauten sich schon über dem Leben der Kinder und Erwachsenen die Wolken der bevorstehenden Generalprobe zu einer Apokalypse zusammen. Der Junge fing damals an, sich aus Zeitungen und Zeitschriften wichtige Nachrichten auszuschneiden und sie in seine Hefte zu kleben, so als würde er sie sich im Alter noch einmal in Erinnerung rufen wollen. Sie begannen mit einem Bild, auf dem der Kaiser Haile Selassie seine treuen Abessinier, nur mit Speeren bewaffnet, in den Kampf gegen italienische Panzer begleitet. Besonders dokumentiert wurde ein Ereignis, das dem kleinen Archivar umso wichtiger erschien, als es sich am Tag seines achten Geburtstags abspielte: der volle Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs. Der Kampf der Republikaner, über den die Zeitungen schrieben, dass er auch für Prag geführt würde, faszinierte ihn so sehr, dass er schon in wenigen Jahren sein erstes Versuchsstück Barcelona ruft darüber schreiben wird. Dazwischen überwogen die Bilder von Eishockeyspielern, von denen der Tscheche Bóža Modrý und die drei Schweizer Gebrüder Torriani ihm am meisten imponierten.

Im Jahre siebenunddreißig nahm der Vater seinen Jungen zum ersten Mal mit ins »Café Slavia« beim Nationaltheater, wo er wohl Stammgast gewesen sein musste, da man ihn an diesem Tag überhaupt hineinließ, die Garderobenfrau bemerkte ihn und kam, um ihm aufzumachen. An den großen Fenstern sollte ein Trauerzug mit jenem Herrn Präsidenten vorbeikommen, den auch die Erwachsenen tatíček , also Väterchen nannten, so dass er, Masaryk, für die Kinder eine Art dritter, geheimnisvoll erhabener Großvater war. Dem Bub musste ebenfalls ein Papierperiskop gekauft werden, damit er über das Gedränge hinweg den Sarg auf der Kanonenlafette erspähen konnte, die von Legionären aller vier Fronten des Ersten Weltkriegs begleitet wurde. Damals sah er auch zum ersten Mal seinen Vater und andere Männer weinen.

Und schon war das schicksalsschwere Jahr achtunddreißig mit seinen weiteren Eindrücken da, die in seinen Sinnen für immer haften blieben. Zu den Erinnerungsbildern gehörte auf dem zweiten Zeltlager YMCA in Nordböhmen, dem damaligen Sudetenland, die rätselhafte Verwandlung seines netten Erziehers, eines gewissen Herrn Ilchmann, der ein Jahr zuvor das Heimweh des Jungen nach seinen Eltern in freundlichem Gesprächen zu lindern versucht hatte; dieses Mal erschien er in einer kurzen Lederhose mit bestickten Hosenträgern und in dicken weißen Kniestrümpfen, aber vor allem ließ er sich auf Deutsch mit »Herr Ilchmann!« anreden und begann mit allen deutschen Jungs in der gemischten Abteilung, obgleich sie alle auch Tschechisch konnten, nur in ihrer Sprache zu plaudern, während er die Tschechen lediglich mit einsilbigen Befehlen abfertigte. Die tschechischen Erzieher grüßten ihn spaßeshalber mit der hochgestreckten Rechten und gaben ihm unter sich den Spitznamen skopčák , also Hammelknecht, den man seinerzeit wohl allen gab, die in ähnliche Trachten gewandet waren.

Zur lautlichen Wahrnehmung gehörten schon vor den Ferien die immer häufigeren Proben von Alarmsirenen, die kürzlich auf die Dächer öffentlicher Gebäude montiert worden waren.

Die Geruchswahrnehmung wurde beherrscht vom Gummigestank einer Gasmaske, die man in einem Blechbehälter über die Schulter gehängt auch zur Schule tragen musste. Doch wieder einmal – was war das nur für ein Spaß, als die Frau Lehrerin das Klassenzimmer betrat und eine Elefantenherde vor sich sah. Das kam davon, dass die Filter an den langen Schläuchen den Schülern bis zum Bauch hinunter baumelten, und zudem konnte sie jene auch nicht erkennen! Das Lachen verging dann allen recht schnell, als eines Nachts der Hausmeister, in Begleitung eines Soldaten, sie Hals über Kopf mit den Eltern in den Keller schickte, weil die Nachricht kam, dass der Führer Adolf ohne Vorwarnung als Erster losschlagen würde.

Alle Eingeschüchterten beruhigte bald schon eine überdimensionale visuelle Wahrnehmung: das riesige Stadion von Strahov, wo eine ganze Viertelmillion Zuschauer die tschechoslowakische Armee bewunderte und begeistert grüßte, die zusammen mit den Sokol-Turnern allegorische Bilder aus der Geschichte vorführte, angefangen bei den berühmten Siegen der wackeren Hussiten bis hin zu den tapferen Legionären aus dem Ersten Weltkrieg. Als zum Abschluss die Jagdflieger, Akrobaten der Lüfte, am Himmel erschienen, um einen Luftkampf vorzuführen, zweifelte niemand mehr daran, dass sie im Gefecht bestehen würden. Dann kam der 23. September 1938, und auf einmal wurde über Nacht aus jedem erwachsenen Mann ein Soldat. Das Wort Mobilmachung war allgegenwärtig. Man zieht in den Krieg, auf den ersten Blick fahren alle mit den Straßenbahnen hin, ganze Trauben von einrückenden Zivilisten hängen an den Trittstufen, die Passanten winken ihnen zu, und die ganze Stadt stimmt immer wieder von neuem patriotische Lieder an, die aus den Straßenlautsprechern tönen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel»

Обсуждение, отзывы о книге «Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x