Meindert Haveman - Altern mit geistiger Behinderung

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Dieses Buch stellt ein umfassendes Kompendium relevanter Aspekte in der Arbeit mit älteren Menschen mit geistiger Behinderung dar. Vor dem Hintergrund der Zunahme dieser Personengruppe ergibt sich für die gerontologisch-psychologische, die pädagogische sowie die medizinische Forschung und Praxis die Notwendigkeit, sich auf ältere Menschen mit geistiger Behinderung einzustellen und Konzepte zu entwerfen, die ihrer Lebenssituation gerecht werden. Neben allgemeinen Grundlagen (Altersbegriff, Lebenserwartung bei Menschen mit geistiger Behinderung, Dimensionen des Alterns) werden in diesem Buch die gesamte Lebenslaufsperspektive und viele Lebenssituationen (Wohnen, Arbeit, Freizeit, Sterben etc.) angesprochen. Für die 3. Auflage wurden neue Studien und Literatur berücksichtigt und für den Lehrgang «Selbstbestimmt älter werden» 16 Lektionen beschrieben.

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Das Konzept des aktiven Alterns hat auch Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit. Geselligkeit und Aktivität tragen zu mehr Gesundheit und Langlebigkeit bei (World Health Organization, 2000a). Schlechte Gesundheit stellt ein Hindernis für die Eingliederung in die Gesellschaft dar. Alternde Erwachsene mit schlechter körperlicher Verfassung sind häufig nicht in der Lage, an sozialen Aktivitäten ihrer Wahl teilzunehmen. Auch verstärkt eine Verschlechterung der körperlichen Gesundheit die bereits vorhandenen negativen Stereotypen über Menschen mit geistiger Behinderung. Ein Selbstvertreter der Zielgruppe formuliert dies so: »Wenn sich die Gesundheit verschlechtert, beginnen die Menschen, uns anders zu sehen, weil sie glauben, dass wir nicht auf uns selbst aufpassen können« (Crawford, 2004, S. 25).

4.4 Pädagogisches Handlungswissen

4.4.1 Biologisches Altern

Älteren und alten Menschen mit geistiger Behinderung ist es oft nicht möglich, Symptome des Abbaus körperlicher Fähigkeiten zu bemerken und selbst zu äußern.

Von Menschen mit schwerer geistiger Behinderung können Beschwerden, selbst gravierende Beeinträchtigungen wie Atemnot und Schmerzen, häufig sprachlich nicht geäußert werden. Somit manifestieren sich viele Erkrankungen bei Menschen mit einer geistigen Behinderung durch allgemeine Symptome und Funktionsverluste, die zunächst nicht an spezifische Erkrankungen denken lassen: Nahrungsverweigerung, Antriebsverlust, Sturz, allgemeine Schwäche, Rückzugstendenzen, Einnässen, Verhaltensauffälligkeiten und psychische Störungen (vgl. Brucker, 1998).

Eine weitere Schwierigkeit beim Erkennen von Krankheitssymptomen ist, dass Mitarbeiter sich manchmal nicht mit den gesundheitlichen Problemen des Bewohners auskennen. Ursachen hierfür können sein:

• Unvollkommenheiten in der Dokumentation

• Kommunikationsbarrieren mit den Eltern

• vielfache Verlegung und Verbleib in verschiedenen Einrichtungen

• häufiger Wechsel des Personals

• fehlende Kommunikation zwischen Arzt und Begleiter

• nicht vorhandene Medien der Unterstützten Kommunikation

• Fehlen einer adäquaten ärztlichen Versorgung.

Eine andere Erklärung bilden Defizite in der Ausbildung der Betreuer, um erste Signale richtig zu interpretieren und ärztlich untersuchen zu lassen.

Ein weiteres Problem bei alten Menschen mit einer geistigen Behinderung ist, dass Eltern oder Familienmitglieder oft nicht (mehr) vorhanden sind, um Betreuer über die Krankheitsgeschichte, den Verlauf, die Symptomatik und die Behandlung zu informieren (vgl. Stöppler, 2009).

Sehen und Hören

Ältere Erwachsene mit einer geistigen Behinderung sind nur selten imstande, Veränderungen sensorischer Eindrücke zu melden und sind sich oft nicht bewusst oder fähig zu verstehen, wie diese Sinnesverluste ihre Fähigkeit, mit der Umgebung zu interagieren, negativ beeinflussen.

Wenn diese Verluste nicht rechtzeitig erkannt und durch Hilfen kompensiert werden, kann dies zu funktionellem Stillstand oder Rückentwicklung führen; in einigen Fällen sogar zur sozialen Isolation und Depression.

Sowohl für die Funktion des Sehens als auch des Hörens sind regelmäßige (jährliche) Gesundheitsuntersuchungen nötig. Da diese sensorischen Möglichkeiten sehr wichtig für die persönliche und soziale Situation und die Qualität des Lebens in den Bereichen der Freizeit, des Wohnens und der Arbeit sind, werden national und international visuelle und auditive Screeningprotokolle für Menschen mit geistiger Behinderung entwickelt.

Außer den regelmäßigen Untersuchungen des Auges sollte in der alltäglichen pädagogischen Begleitung auf Handlungen geachtet werden, die Indikatoren für Augenprobleme sein können wie z. B. schielen, blinzeln, sich auf die Augen schlagen, Zusammenkneifen der Augen, Reiben der Augen, Schließen oder Bedecken eines Auges, sehr nahe am Fernseher sitzen oder Objekte näher ins Gesichtsfeld bringen.

Wenn eine Augenoperation nicht indiziert ist, gibt es viele Unterstützungsmöglichkeiten, um das Sehen zu optimieren. So kann die visuelle Funktion verbessert werden durch

• helle Farben für den Raum und für Gegenstände (rot, gelb, orange),

• kontrastierende Farben,

• mehr Licht in den Raum zu lassen, aber manchmal auch gedämpftes Licht,

• Nachtlichter zur Orientierung,

• große und fette Buchstaben bei wichtigen Alltagshilfen,

• Vermeiden von grellem Licht durch Sonnenschein und Spiegel,

• Zentrieren von Licht auf Gegenstände und Funktionsflächen, die gerade gebraucht und benutzt werden.

Im Alter können hohe Töne oft Schwierigkeiten bereiten, man kann bei Hintergrundlärm kaum die Stimmen der sprechenden Personen wahrnehmen. Um sozialer Separation als Folge vorzubeugen, sollte man die Hörfunktionen regelmäßig überprüfen und auf erste Anzeichen von Hörproblemen, wie z. B. Fernseher sehr laut stellen, lautes Sprechen, Rückzug aus sozialen Situationen etc., achten.

Auch kann die Hörfunktion bei Altersschwerhörigkeit durch ein Hörgerät korrigiert und verbessert werden, wenn dieses durch den Betroffenen akzeptiert wird. Aber auch wenn dies nicht der Fall sein sollte, können noch immer die Umgebungsumstände verändert werden, z. B. durch

• Mindern des Hintergrundlärms,

• Ansehen der Person beim Sprechen,

• in das »bessere« Ohr sprechen,

• deutliches Artikulieren, langsam und mit tieferer Stimme sprechen,

• Unterhaltung an ruhigen Orten,

• mehr Zeit geben, das Gesprochene zu verstehen.

Wenn ältere Leute Schwierigkeiten haben, Laute zu unterscheiden, führt lautes Rufen eher zu weiterem Nicht-Verstehen.

Für Hörprobleme gibt es auch weniger tiefgreifende Ursachen und Lösungen, wie Verstopfung des Ohres und Reinigung von Ohrenschmalz.

Muskulatur

Angepasste, aber regelmäßige Körperübungen sind überaus wichtig, um die Mobilität von älteren Menschen mit geistiger Behinderung zu erhalten. Auch bei körperlichen chronischen Erkrankungen wie Arthritis, kann die Stärkung der Muskeln eine wichtige Rolle spielen, um die Gelenke zu schützen. Dabei kommt hinzu, dass Körperübungen die Kraft und Balance des Menschen verbessern, wodurch das Risiko eines Sturzes verringert wird. Physiotherapie ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, um geeignete Übungsprogramme zu planen und auszuführen, wenn bereits Körperbehinderungen bestehen.

Dagegen können schon kleinere Perioden der Bettruhe durch Unfall und Krankheit den Blutkreislauf schwächen und zu Muskelschwund führen. Bettlägerigkeit sollte daher – wenn möglich – vermieden werden. Wenn längerer Bettverbleib unvermeidlich ist, können Körperübungen im Bett und Rollstuhl einem Rückgang der Muskelkraft und dem Verlust funktioneller Fertig- und Fähigkeiten vorbeugen.

Darm

Viele Menschen mit geistiger Behinderung haben durch jahrelange Schwierigkeiten beim Stuhlgang und durch geringe Bewegung Darm- und Verstopfungsprobleme. Es besteht die Gefahr, dass sich Betreuer der Ernsthaftigkeit des Zustandes nicht bewusst sind, insbesondere dann, wenn die Personen eigenständig zur Toilette gehen können. Verstopfung kann sich z. B. in der Verschlechterung der körperlichen Gesundheit und in auffälligem Verhalten äußern. Zu beachten ist, dass auch einige Medikamente Verstopfungen verursachen können. Dazu gehören antidepressive und antipsychotische Medikamente sowie anticholinergische Medizin wie Antihistamine in Erkältungs- und Allergiemitteln.

Medikamente

Das Risiko von Nebenwirkungen der Arzneimittel nimmt im Alter zu. Gebrauch, Effekte und Nebenwirkungen bei älteren Menschen mit geistiger Behinderung müssen daher häufig und gründlich beurteilt werden. Dosierungen müssen ärztlich kontrolliert und ggf. neu indiziert werden. Jeder Arzt sollte alle Medikamente kennen, die diese Person einnimmt. Medikamente, die keinen Nutzen (mehr) haben oder sogar contra-indiziert sind, sollten abgesetzt werden.

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