Alois Theodor Sonnleitner - Dr. Robin-Sohn

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Unerwartet begnet Kajetan Lorent – der Held von Sonnleitners Koja-Reihe – im Laboratorium des Apothekers Weißwasser seinem alten Schulfreund Robin wieder, bekannt aus dem Band «Kojas Waldläuferzeit». Damals, in Melk, war Robin «wegen der dummen Seerosengeschichte» der Schule verwiesen worden. Trotzdem hat er eisern an seinem Traum festgehalten, Schiffsarzt und «polynesischer Inselkönig» zu werden, und steht in seinem Medizinstudium nun kurz vor dem Physikum. Noch am gleichen Tag kommt es im Laboratorium jedoch zu einem Unfall, der einen Finger Robins lähmt – Robin wird als zum Kriegsdienst Untauglicher eingestuft und kann seine Hoffnung, später als Arzt der Kriegsmarine zu dienen, begraben. Stattdessen möchte er sich für die Menschheit nützlich machen und zieht, endlich Arzt geworden, durch das Vorbild Albert Schweitzers inspiriert, in ferne Länder, um den Armen dort medizinische Versorgung zukommen zu lassen. Die Schilderungen seiner Abenteuer auf See und in verschiedenen Ländern der Welt nehmen den Hauptteil des Romans ein. Auf der kleinen Liparischen Insel Filicudi wird er schließlich als Opfer einer Intrige allein ausgesetzt und muss nun ein entbehrungsreiches Leben als «Robin-Sohn» beginnen … Die gesamte Zeit seiner Abenteuerfahrten über bleibt er mit dem daheimgebliebenen Freund Koja in Kontakt und sie schreiben sich aufschlussreiche Briefe über ihr jeweiliges Leben. – Ein wunderbarer, liebenswürdiger, zugleich lehrreicher, unterhaltsamer und spannender Roman für Jung und Alt, wie ihn nur ein A. Th. Sonnleitner zu schreiben vermag!-

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Hans Paul, der Sprachkundige, griff das Wort auf: „Pro-jícere, vorwerfen, nach aussen verlegen. — Wer wirft vor? Wer projiziert? Nicht der Hummer, der von der Technik in der Natur keine Ahnung hat, gar bevor er als Krebslein im Ei sich die Schere wachsen lässt. — Der Dozent Wilhelm Jerusalem hat in einem Vortrag über die Denkform, die im Satzbau zur Geltung kommt, erklärt, warum die Menschen dem Tätigkeitswort ein Täter-Wort — den Satzgegenstand — zugesellen: weil die Erfahrung lehrt, dass überall, wo etwas getan wird, ein Täter da ist, der es bewirkt.“ — Paul nahm von Kojas Schreibtisch die faustgrosse Pyramide eines Bergkristalls, die als Briefbeschwerer diente, und legte sie mitten auf den Tisch. — „Dass eine ägyptische Pyramide einen geistigen Urheber hat, der sie erst gedacht und dann gewollt hat — und dann erst hat bauen lassen, daran zweifelt kein Mensch. — Ob aber diese genau nach sechziggradigen Winkeln gebaute Kristall-Pyramide einen Urheber hat, darüber sind die Meinungen geteilt. — Für mich gibt es da keinen Zweifel. Was wir hier beim Kristall an genauer Befolgung eines Bauplanes sehen, nach dem sich die Molekel gerade so und nicht anders aneinander gefügt haben, ist ein im Stoff betätigtes Gesetz. Und jedes Gesetz ist etwas Geistiges — ein Willensgedanke. Wunderbarer aber als an der Cheops-Pyramide, wunderbarer als an der Kristallpyramide ist das Gestaltungsgesetz im pflanzlichen Samen wie im tierischen Ei organ-wollend und -schaffend angewandt. Ob wir mit einem Fremdwort den Urheber ‚Organisierendes Prinzip‘ nennen oder mit dem volkstümlichen Worte Gott bezeichnen, wir meinen dasselbe. — Kehren wir zum Worte Organ-Projektion zurück: Denkt an die Projektions-Lampe des Skioptikons, eine Vervollkommnung der ‚Zauberlaterne‘! Da ist im Innern der Lampe ein starkes Licht, vor dem Licht ein Gegenstand, das Bild auf Glas, sagen wir das Bild einer Palme; vor dem Bild ist eine Glaslinse. Das Licht geht durch das Palmenbild und wirft es durch die Linse auf die entfernte Wand. — Die Palme ist also vom inneren Lichte nach aussen geworfen worden, — pro-jiziert, sie ist auf der Wand sichtbar geworden, dinghaft. — Und jetzt denkt an den schaffenden Künstler, den Maler, den Bildhauer, den Architekten! — „Bleiben wir beim Bildhauer, der Einfachheit halber!“ rief Schaff dazwischen und trat näher an den Tisch. Im Eifer des Vorausdenkens fuhr er fort: „In der Seele des Bildhauers ist die Vorstellung einer Gestalt, sagen wir der Gestalt Pestalozzis: ein hagerer, alter Mann mit gütigem, glattrasierten Gesicht, das lange Haar zu einem Zopf verflochten, der langschössige Rock um den mageren Leib schlotternd, die Kniehosen ungeknöpft, die Strümpfe verschoben, die Schnallenschuhe grob und schadhaft. An der Hand führt er ein Kind, das vertrauensvoll zu ihm aufblickt, er lächelt dem Kind zu. — So steht das Bild des Armeleut-Erziehers in der Seele des Bildhauers. Menschen schauen ihm ins Gesicht und ahnen nichts von der Gestalt Pestalozzis, die als Vorstellung, als Bild im Künstler ist. — Da flammt in ihm der Willensgedanke auf, die bloss gedachte Gestalt, so wie sie in ihm ist, nach aussen zu verlegen, sichtbar, dinghaft zu machen. Er knetet den weichen Ton und formt ihn so, dass die in seinem Innern gewesene Gestalt Pestalozzis mit allen Einzelheiten vor ihm ent—steht. Hört ihr das Wort: sie ‚ent—steht‘. Sie wird aus ihm herausgestellt, projiziert. — Der Gedanke, der unsichtbare, ist sichtbar, ist körperhaft geworden. Und wer die modellierte Figur sieht, fragt nach dem Bildbauer, der sie geformt hat; denn jeder weiss, dass da einer gewesen sein muss, der ‚den Gedanken‘ ver-‘wirklicht‘ hat.“ — Von den Gesichtern aller Zuhörer leuchtete klares Verständnis und stille Begeisterung. Paul riss das Wort wieder an sich:

„Was ist alles menschliche Wirken andres als das Verlegen eines Gedankens von innen nach aussen? Da ist ein Gedanke in der Menschenseele, ein Wunschgedanke, ein Willensgedanke, ein Gestaltungs-, ein Erkenntnisgedanke. In dem steckt die Bestimmung zur Mitteilung, zur Wirkung auf andere; das ist jedem Gedanken eigen. Dies ist sein Leben, sein Daseinszweck. Aber an sich ist der Gedanke nichts Dinghaftes, nichts Wahrnehmbares, wenn auch etwas Wesenhaftes, in dem Kraft ist. Als etwas Geistiges ist der Gedanke im Innern eines Menschen, noch ist seine Kraft den anderen verborgen. Da spricht der Mensch den Gedanken aus, er wirft ihn im schallenden Wort nach aussen; — schon vermag der hörbar gewordene Gedanke auf andre zu wirken, vermag Mitleid, Mitfreude, vermag Mitwollen und Mittun auszulösen. Der Mensch schreibt den Gedanken nieder, er zeichnet ihn, er malt ihn in Farben, er modelliert ihn in Ton, gestaltet ihn in Stein, Holz, Bein oder Metall.

Vorgedacht und dann gebaut, ersteht das Werkzeug, das Wohnhaus, der Tempel, die Pyramide, das Denkmal. Der sichtbar gewordene Gedanke vermag als Werkzeug zum Schaffen zu reizen, er vermag Behagen, Andacht, Begeisterung auszulösen, er vermag durch Jahrtausende auf immer neue Nachfahren des längst abgeschiedenen Urhebers zu wirken.

Wir sehen die Welt um uns, die Erde, die Gestirne und auf der Erde die Lebewesen, deren jedes, auch das kleinste, wieder eine planmässig gebaute, gesetzmässig von Bewegung durchschwungene Sonderwelt ist, ein Mikrokosmos; auch der Mensch ist eine solche Welt im kleinen, von sich selbst nur geahnt, nicht in letzten Einzelheiten gekannt, nicht durchschaut. Und dennoch atmet er; das Herz schlägt, das Blut strömt, das Gehirn dient dem Geiste, der ein inneres Kraftlicht ist, aber sich selbst ein Rätsel. — Brüder! Es gibt für mich keinen Zweifel, dass im ganzen Weltall, wie im kleinsten Wesen, ein geistiger Urheber der Naturgesetze am Werke ist, der seine Gedanken ins Körperhafte umsetzt oder — wie wir sagen können — projiziert, nicht anders, als jeder Künstler, jeder Dichter, jeder Techniker den Gestaltungsgedanken ins Dinghafte umsetzt. — Die Welt ist aus einem Grundwillen geworden, auf den wir aus seinen Wirkungen schliessen. — Wir sind wieder bei der Weisheit Platons angelangt; der hat vor zwei Jahrtausenden gelehrt, dass die Dinggedanken früher da waren als die Dinge selbst. Auch bevor die Welt wurde, musste der Weltgedanke dagewesen sein. Wie sagt Johannes? Im griechischen Urtext heisst es: ‚En archee een ho lógos, kai ho lógos een pros ton theón, kai theós een ho lógos,‘ das heisst: ‚Im Anfang war der Gedanke, und der Gedanke war bei Gott, und Gott war der Gedanke.‘ — Sagen wir für Logos 11) getrost der Gedanke. Das Wort ist ja die Gestalt des Gedankens. Heraklit und Herodot gebrauchen Logos für Vernunft; also Gott der Gedanke oder die Vernunft im All. — Ich kenne keine bessere Erklärung der Entstehung der Welt; sie ist eine Projektion, eine Verkörperung des Gedankens. Darum sind alle Dinge gestaltet vom Geiste, auch der Mensch; es sind nur in Erscheinung getretene, wahrnehmbar gewordene Gedanken.“ Der letzte Satz war verklungen. Alle erhoben sich und nahmen still von Koja Abschied.

Agi und Mutter waren längst schlafen gegangen.

Nachdenklich räumte Koja seine Stube auf und machte sich das Bett zurecht. — Da fiel sein Blick auf eine Tonskizze, die er einst dem Bildhauer abgebettelt hatte. Es war eine „Ecce Homo“-Gruppe: Christus mit dem Spottrohr —, ein sichtbar gewordener Gedanke aus der Tiefe der Vergangenheit in die Gegenwart gestellt.

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