Artur Hermann Landsberger - Elisabeth

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Deutschland zwischen den Weltkriegen. Die Feindschaft der Siegermacht Frankreich ist besonders am Rhein zu spüren. Dorthin ist die junge Elisabeth Grothe mit ihrem todkranken Verlobten Reinhardt gezogen, der sich von den Qualen der Kriegsgefangenschaft erholen soll. Als sich die junge Frau gegen eine plötzliche Einquartierung französischer Soldaten wehrt, ahnt sie noch nichts von der schleichenden Bedrohung, die ihre bisher wohlgeordnete Welt zerstören wird. Als nach und nach ihre Familie an den Rhein kommt, nimmt das Drama seinen Lauf. Umsonst überlässt die Mutter die Villa mit dem gesamten Inventar den Franzosen für ein Bleiberecht. Bruder Erich, einst glühender Kommunist, wird verhaftet. Schwester Lotte wird von Soldaten entführt und kommt völlig verstört zurück. Und die lebenslustige Edith, obwohl verheiratet, lässt sich von einem Leutnant verführen. Als eines Nachts der Offizier in ihrem Haus in Elisabeths Zimmer schleicht, weiß sie nur noch einen Ausweg …-

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„Das hat ja nichts mit Kommunismus zu tun!“ erwiderte Erich überlegen.

„Aber mit Menschlichkeit — und die steht höher als eure Parteiprogramme.“

„Das sind Kompromisse! Davon wollen wir nichts wissen. Sie führen nur zur Verbürgerlichung des Proletariats. Und die ist der Tod des Kommunismus. Ohne Gewalt geht es nun einmal nicht.“

Elisabeth lächelte und sagte:

„War es das, worüber du mit mir reden wolltest?“

Erich wurde etwas kleinlaut und sagte:

„Ich wollte dich um tausend Mark bitten.“

„Mitten in der Nacht?“

„Es ist nicht für mich.“

„Etwa für Fürst?“

„Ja! — Er forderte es von mir.“

„Er forderte es? — Ja, mit welchem Recht?“

„Nach unserem Parteiprogramm muß jeder, der hat, dem, der nichts hat, geben.“

„Ja, du hast doch aber nichts.“

„Ich persönlich nicht — aber Vater — und das ist dasselbe — sagt Fürst.“

„Sagt Fürst,“ wiederholte Elisabeth. „Und was Fürst sagt, ist für dich Gesetz.“

„Parteidisziplin ist oberstes Gesetz.“

„Sieh einmal an, wie du plötzlich gelernt hast, dich unterzuordnen. Auf der Schule tatest du das nicht.“

„Ich bitt’ dich, Elisabeth, was sind das für Vergleiche!“

„Nun, in bezug auf Unfreiheit scheint mir der Unterschied nicht allzu groß zu sein.“

„Ich bitte dich! die Penne und der Kommunismus, das sind doch so weltverschiedene Dinge wie ...“

„Wie was?“ fragte Elisabeth.

„Na, wie ein Frosch zum Elefanten oder die Müggelberge zum Himalaja.“

„Und was will Fürst mit dem Geld?“

„Weitergeben!“

„Heut nacht noch?“

„Ja! — Er sagt, ich könnte mir gar keine Vorstellung davon machen, wie toll es die Bourgeoisie treibt. Bis in den Tag hinein.“

„Der Aermste! Er opfert sich also geradezu für seine Ueberzeugung, und die Damen, die er bei sich hat, vermutlich auch.“

„Also bitte, gib mir das Geld!“ drängte Erich.

Elisabeth schüttelte den Kopf und sagte:

„Nein! Weder gebe ich dir einen Pfennig für deine politischen Zwecke — du bist ja viel zu ungebildet und unreif, um dich überhaupt politisch zu betätigen, und wenn du jetzt auf den Kommunismus schwörst, so ist das nichts weiter, als die bei deiner Jugend natürliche Reaktion auf den Luxus, der dich hier umgibt — noch gebe ich dir einen Pfennig für diesen sonderbaren Heiligen, der deine Gutmütigkeit ausnutzt.“

„Du hast keine Ideale, Elisabeth!“ rief Erich. „Ich habe mich schwer in dir getäuscht.“

„Du wirst zu mir zurückfinden, Erich!“ erwiderte sie in aller Ruhe ihrem Bruder, der sie gekränkt verließ und nach hinten ging bis zur Tür, hinter der die Köchin schlief. Dort klopfte er energisch.

Eine verschlafene Stimme rief:

„Wa ...?“ Und als er immer weiter klopfte: „Ja doch! wo brennt’s denn?“

„Minna!‘ rief Erich. „Machen sie auf!“

„Jesses! der junge Herr! mitten in der Nacht.“

„So öffnen Sie schon!“

Minna lachte laut und rief:

„Nee, Herr Erich, müssen Sie aber einen zu sitzen haben! — Ich bin des Nachts nicht schöner als am Tage — und jünger auch nicht. — Achtundfünfzig auf den Kopf, damit Sie’s wissen.“

„Sie sind verrückt! Wer denkt an so was? Ich habe Wichtigeres im Kopf! Parteisache!“

„Jroßer Gott! jeht es los?“

„Bald!“

„Ich komme! ich komme!“

Die Tür ging auf, und was jetzt erschien, war undefinierbar. Nicht Frau, nicht Mann, überhaupt nichts, was an einen Menschen erinnerte. Aber unter einer Haube, an der eine Art Rattenschwanz herabhing, glotzten ein Paar scharfe, leuchtende Augen hervor. Und ein Mund, dessen Zähne in einem Glas Wasser auf dem Nachttisch standen, tat sich auf, der in Form und Umfang an einen Frosch erinnerte.

„Die Handgranaten liegen noch unter der Matratze. Ich habe mir schon den Rücken wundgelegen. Gott sei Dank, daß es endlich losgeht und ich die verfluchten Dinger loswerde. Jede Nacht träume ich, ich gehe in die Luft.“

„Reden Sie nicht so viel, Minna! handeln Sie! Die Sache duldet keinen Aufschub. Die Bourgeoisie erhebt ihr Haupt immer frecher.“

„Bande!“ rief die Köchin und ballte die Faust. „Wird das also heute die Bartholomäusnacht, von der Sie mir erzählt haben?“

„Noch nicht! aber bald!“

Minna war enttäuscht. Erich war ins Zimmer getreten und hatte ihre Hand ergriffen.

„Stehen Sie noch zu uns?“ fragte er ernst.

„Aber feste!“ erwiderte sie. „Wo mir doch die Jnädige die Jehaltserhöhung verweigert hat.“

„Da haben Sie’s! Ausbeutung bis aufs Blut. — Also, Minna, ich brauche tausend Mark.“

„Ta .. ta .. tausend .. Mark — Herr Erich —?“ und sie fuhr sich mit der Hand über das Gesicht — „träume ich?“

„Ich muß sie haben, die gute Sache verlangt’s.“

Minna, deren Füße in irgend etwas steckten, was früher einmal Stiefel des Herrn Generaldirektor Grothe waren, schlüpfte zu einer Kommode, zog unter ihrer Haube einen Schlüssel hervor, schloß auf, warf sämtliche Wäsche heraus und hob eine alte Tasche auf, in der sie ihre Ersparnisse aufbewahrte. Hastig zählte sie:

„Eins, zwei, drei, vier, fünf, fünfzig, siebzig, achtzig, fünf, sechs, sieben — fünfhundertsiebenundachtzig Mark — das ist alles, was ich habe.“

„Geben Sie her, Minna!“

Sie überlegte nicht lange und gab ihm das Geld. Dabei sagte sie:

„Aber es bleibt dabei, was mir Herr Fürst versprochen hat?“

„Was?“ fragte Erich.

„Daß ich bei die Sowjets dem Ernährungskommissar beigegeben werde.“

„Hat Fürst Ihnen das zugesagt?“

„Auf mein Wort! wörtlich so hat er’s jesagt. Ich hab’s mir schwarz auf weiß notiert.“

„Dann stimmt es.“

Er nahm das Geld und eilte hinaus, während Minna fein säuberlich ihre Wäsche wieder in die Kommode legte. Dabei schmunzelte sie und dachte an die Männer, die ihr in ihrer Lebens-Maienzeit die Ehe versprochen, sie dann aber genau so hatten sitzen lassen, wie alle Späteren, die sie mehr ihrer Kochkunst als ihrer körperlichen Reize wegen begehrt hatten. — Sie alle sollten, war sie in Sowjetdeutschland erst die rechte Hand des Ernährungskommissars, vor ihr auf den Knien rutschen und um ein Stück Brot betteln.

Erich stürzte in das Auto, das er vor der Tür hatte warten lassen, und fuhr zum Filmball, wo er Fürst mit den beiden aufgetakelten Damen bereits in der Garderobe antraf. Er schob ihm diskret das Geld in die Hand und sagte:

„Mehr konnte ich nicht auftreiben,“ worauf Fürst erwiderte:

„Schäm dich! — Wenn ich nicht den Baron von Bleichwanger angezapft hätte, wäre die Nacht für mich zu Ende.“ — Dabei sah er nach der Uhr und stellte fest, daß es kurz nach halb drei war.

„Gehört denn Baron Bleichwanger auch zu uns?“ fragte Erich erstaunt. „Dieser Protz und Millionär?“

Fürst legte den Finger auf den Mund und sagte:

„Ja! — Wenn vermutlich auch nicht aus Sympathie.“

„Warum sonst?“

„Aus Furcht!“

„Feigling! Das sollte man nicht zugeben.“

„Jede Revolution kostet Geld; und ob sie glückt, ist letzten Endes eine Frage der Finanzierung.“

„Der Finanzierung?“ fragte Erich erstaunt. Fürst, der unter dem Einfluß des Alkohols stand, sich daher vergaß und mehr aus sich herausging als sonst, lachte.

„Nun ja! sie ist ein Geschäft wie jedes andre. Einen Menschen wie Bleichwanger macht man mit Sekt besoffen, die Massen mit Phrasen — beides kostet Geld. Für nichts ist der Tod. Und die Provokateure, durch die wir die Massen aufhetzen, werden alle Tage unverschämter.“

Erich faßte sich an den Kopf, und Fürst fuhr fort:

„Sie haben zwei Walzen, die sie im Schlafe herunterspielen, und wenn man sie schlecht bezahlt, so gehen sie einfach zur Konkurrenz.“

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