Kuwana Haulsey - Der Engel von Harlem

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May Chinn träumt davon, Pianistin zu werden. Aber in den 1920er Jahren ist es unmöglich, sich als Farbige in New York zu behaupten. Als ihr ein rassistischer Professor sagt, dass sie keine Chance auf eine große Karriere hat, studiert sie Medizin. Auch hier wird sie mit heftigem Widerstand konfrontiert – und doch gelingt es ihr, die erste schwarze Ärztin New Yorks zu werden.
Kuwana Haulsey hat dem faszinierenden Leben der Ärztin May Edward Chinn (1896 – 1980) ein poetisches Denkmal gesetzt – ein Leben des leidenschaftlichen Kampfes für die Ärmsten der Armen in Harlem. Immer wieder setzte sie ihr eigenes Leben aufs Spiel, um andere zu retten, führte Operationen auf Küchentischen durch und kämpfte darum, junge Mädchen vor einem Leben auf der Straße zu bewahren. Die Tochter eines noch als Sklave geborenen Mannes war in der «Harlem Renaissance» aktiv, einer von politischen Unruhen und künstlerischen Aufbegehren geprägten schwarzen Bewegung im New York um 1920, die sich für die Rechte der Farbigen einsetzte. May Chinn war Mitglied der Akademie der Wissenschaften sowie eine anerkannte Pionierin im Bereich der Krebsforschung.

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Etwa eine Stunde später war sie wieder da. Alleine.

»Dr. Crump hat ihn gleich in den OP geschickt. Blinddarmdurchbruch, so wie’s aussieht.«

Sie machte es sich am Fußende der Couch bequem.

»Geh mal besser und sieh nach ihm. Sag, was du sagen musst, auch wenn du’s ihm nicht ins Gesicht sagen kannst.«

»So schlimm?«

»Sie war’n sich nicht sicher. Kann sein. Dr. Crump sagt, wenn er die Operation überlebt, ist das schon ein gutes Zeichen. Komm, Liebes, setz dich auf. Du bist okay. Ich reib dich mit ein bisschen Öl ein und pack Verbandszeug auf die Wunden da am Bein. Dann kannst du rübergehen. Bleib nicht zu lange. Du musst schlafen.«

»Wer ist Fanny?«

Mama sah mich mit einem derart leeren Gesichtsausdruck an, dass jeder andere gedacht hätte, sie weiß es nicht.

»Geh dein Gesicht waschen«, sagte sie. »Ich helf dir. Du musst heut Abend wieder arbeiten.«

Ich antwortete nicht, also fuhr sie fort: »Weißt du, wenn mein Vater Sachen machte, die böse waren oder die ich nicht verstand, und ich danach fragte, dann sagte mein Großvater: ›Die Wahrheit erzählt lebhafte Geschichten, die im Mund der Zeit fortbestehen.‹ Kann sein, dass durch die Übersetzung was verloren geht, aber das war gemeint. Worum es geht, ist: Ich wusste, dass ich da besser nicht mehr nachfrage.«

»Wer ist sie?«

Mama schnaubte und sah mich scharf an. »Welchen Teil von ›Kümmere dich um deinen eigenen Kram‹ hast du nicht verstanden?«

»Mama –«

»Das sind Sachen, die er dir sagen muss, nicht ich.«

»Und wenn er nicht kann?«

»Hör zu, May, lassen wir das bis heute Abend oder vielleicht morgen. Wir reden weiter, wenn du morgen Früh genug heimkommst. Wie klingt das?«

Sie präsentierte mir das wie eine Frage, so war es an mir, so zu antworten, als ob ich mehrere Möglichkeiten hätte und eine Wahl treffen könnte. In Wahrheit war das Thema erledigt. Ich sagte also: »Klingt gut«, um das Gesicht zu wahren und sie zur Tür hinausrennen zu lassen.

Die Sonne war schon aufgegangen. Sie war spät dran.

Kapitel 2

Emmaline Miller war sechzehn und über und über mit verkrustetem Schweiß bedeckt. Sie hievte ihren Körper aus dem Bett und rieb ihren Rücken an dem Schreibpult in der Ecke wie eine Katze. Als das nichts half, heulte das Mädchen voller Verzweiflung auf und versuchte, ihr Rückgrat gegen die Kante des Pults zu rammen. Ich sprang hin und konnte gerade rechtzeitig noch meine Hand dazwischenstecken. Mein Handrücken wurde an die spitze Kante des Holzes gedrückt, direkt auf den Knochen, und ich spürte einen stechenden Schmerz.

»Ich kann das nich machen«, jammerte sie.

»Doch, du kannst, Emmy. Du machst es bereits.«

Ich flüsterte ihr zu, leise und unnachgiebig, während meine Hände ihren Kopf hielten, sodass sie nicht anders konnte, als mir in die Augen zu sehen. Ihre Schulmädchenzöpfe gingen auf und umspielten meine Finger, zusammengeklebt von ihrem Schweiß. Sie hatte Blut in den Haaren, in die Kopfhaut einmassiert wie ölige Flecken. Es war das helle und strähnige Rouge, das sich von ihren Wangen abgelöst hatte.

Emmy schrie erneut, lang und laut. Sie schrie, bis sich die Tür öffnete und ein braunes, besorgtes Gesicht im Türspalt erschien. Ich hob eine Hand, die verletzte, und die Tür schloss sich schnell mit einem leisen Klicken.

»Sch, sch, sch, meine Kleine. Bald ist es vorbei, versprochen.«

Vornüber gebeugt kuschelte sich ihr massiver Körper in den meinen, sie schniefte und gluckste. Ich sang für sie, erfand Lieder ohne Worte, ohne störende, einengende Worte, und wischte den Speichel ab, der von ihren Lippen tropfte wie bei einem Baby. Ich hielt sie so, wie mein Vater mich gehalten hatte, als ich ein kleines Mädchen war, in Sicherheit und geschützt vor all dem Wissen.

»Versprochen?«, fragte sie.

»Ja.«

Emmy nahm meine beiden Hände in die ihren und legte sie auf die Unterseite ihres Bauches.

»Hol es jetz raus«, flüsterte sie.

»Noch nicht«, erklärte ich ihr. »Aber bald.«

Wir gingen rüber zu dem kleinen Bett in der Mitte des Raumes und ich drückte sie hinunter auf die durchnässte, plattgewalzte Matratze. Sie leistete keinen Widerstand, hatte gar keine Energie dazu, aber die Tränen schossen ihr in die Augen, als ihr Körper die grobe Decke berührte, die über das Bett geworfen war. Es war grobe Wolle, kratzig und rau, und sie tat weh. Alles tat ihr weh in dem Moment.

»Wenn du Angst hast«, sagte ich, »tut es noch mehr weh. Hab keine Angst. Es gibt nichts, wovor du Angst haben musst. Das gehört dazu: Du streckst dich nach dir selber aus. Erinnerst du dich? Atme, Baby. Fühlst du es? So leistest du deinen Beitrag zu Gottes Werk.«

Erstaunlich, wie sehr ich wie meine eigene Mutter klang. Ich verstand nicht einmal alles, aber was machte das schon? Es funktionierte. Die Augen meiner jungen Tochter wurden weich und ruhig. Sie nahm meine Hand und presste sie an ihr Herz.

Emmalines Baumwollkleidchen war einmal blau wie ein kleines Vogelei gewesen. Sie hatte es vollkommen verdreckt, den Stoff im Blut ertränkt. Es war wertlos. Ich zog es ihr über den Kopf, ließ es zu Boden fallen und wickelte eine saubere Decke um ihre Schultern. Die Decke hatte ich von zu Hause mitgebracht, extra für sie, sie war weich und roch frisch. Sofort nahm sie einen Zipfel zwischen ihre geschwollenen, ovalen Lippen und begann zu kauen. Ich weiß nicht warum, aber ich musste lachen. Sie versuchte auch zu lächeln, doch eine erneute Wehe setzte ein, und das Lächeln verwandelte sich in ein Wimmern, dann in einen Schrei.

So zerbrechlich, dieses Kind. So zart. Emmaline gehörte nicht hierher, in diesen Raum, in all diesen Schmerz. Sie gehörte in die Sonne, am besten daheim in Kingston, wo sie zur Welt gekommen war, irgendwo unten am Meer.

Ich massierte ihren Bauch mit Mandelöl, das mit Salbei versetzt war. Am oberen Rand, dort, wo die Rippenbögen sich teilen und wie Flügel öffnen, genau in der Mitte zwischen ihren Brüsten, konnte ich ein anderes kleines Köpfchen spüren.

Während ich ihren Bauch mit großen Kreisbewegungen einrieb, fiel mir ein Traum ein, den ich in der Nacht zuvor gehabt hatte. Am frühen Abend, kurz bevor ich aufwachte, hatte ich von Emmaline geträumt, wie sie vor mir stand, nackt und aufgebläht und braun, wie gebrannter Ton. Sie lächelte und sagte ohne die Spur eines Akzents: »Du bist der Dunst über dem Ozean, der Rauch, der vom Meer aufsteigt. Danke.« Dann verschwand sie.

Es war ein harmloser Traum, der unter anderen Umständen ohne Bedeutung gewesen wäre. Wahrscheinlich hätte ich mich nicht einmal an ihn erinnert. Doch ich wachte auf und wusste, dass sie mich gerufen hatte, auch wenn es fünf Wochen zu früh war, und ich wusste überdies, dass ich, egal, was passieren mochte, weder sie noch ihr Kind sterben lassen würde. Ich wusste nicht genau, was ich dafür zu tun hätte, aber das war auch nicht wichtig. Alles würde schon zu mir kommen.

Ich rieb über Emmys Haut, bis sie warm war und glänzte. Dann legte ich eine heiße Kompresse auf ihren Magen und griff hinunter, um ihre Beine zu spreizen. Ich tauchte meine Finger in Öl, ließ zwei von ihnen in sie hineingleiten und drückte gegen ihren Muttermund. Auch diesen Körperteil massierte und streichelte ich, drückte ich auseinander, machte ich weiter, geschmeidiger, dehnbarer. Sie öffnete sich wie eine Blume in meiner Hand und alles war plötzlich voll Flüssigkeit, mehr und immer mehr, strömend und unnachgiebig.

»Es ist soweit, meine Kleine. Ich möchte, dass du dich auf den Boden legst.«

Von mir gestützt setzte Emmaline sich auf und glitt aus dem Bett. Ihre Mutter hatte ihr eine Geburtsmatte gewoben, mit einem Muster aus Wurzeln und zerfließenden, korallenen Blüten eines Flammenbaums. Den Stamm herab kletterte eine dickbusige schwarze Frau mit Ästen aus abstehenden Haaren, ausgebreiteten Armen und weit geöffnetem Mund, ihr Gesang in die Fäden eingearbeitet. Auf allen vieren, unten auf dieser grob gewirkten Matte, die ihre Mutter geflochten hatte, begann Emmaline zu pressen.

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