Kuwana Haulsey - Der Engel von Harlem

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May Chinn träumt davon, Pianistin zu werden. Aber in den 1920er Jahren ist es unmöglich, sich als Farbige in New York zu behaupten. Als ihr ein rassistischer Professor sagt, dass sie keine Chance auf eine große Karriere hat, studiert sie Medizin. Auch hier wird sie mit heftigem Widerstand konfrontiert – und doch gelingt es ihr, die erste schwarze Ärztin New Yorks zu werden.
Kuwana Haulsey hat dem faszinierenden Leben der Ärztin May Edward Chinn (1896 – 1980) ein poetisches Denkmal gesetzt – ein Leben des leidenschaftlichen Kampfes für die Ärmsten der Armen in Harlem. Immer wieder setzte sie ihr eigenes Leben aufs Spiel, um andere zu retten, führte Operationen auf Küchentischen durch und kämpfte darum, junge Mädchen vor einem Leben auf der Straße zu bewahren. Die Tochter eines noch als Sklave geborenen Mannes war in der «Harlem Renaissance» aktiv, einer von politischen Unruhen und künstlerischen Aufbegehren geprägten schwarzen Bewegung im New York um 1920, die sich für die Rechte der Farbigen einsetzte. May Chinn war Mitglied der Akademie der Wissenschaften sowie eine anerkannte Pionierin im Bereich der Krebsforschung.

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Sofort sind eine Menge Leute um ihn herum, Männer, die den beiden beim Absteigen helfen und ihm auf die Schultern klopfen, und Frauen, die angesichts seiner Heldenhaftigkeit in Tränen ausbrechen und es nicht fassen können, dass jemand so etwas überhaupt wagt. Er steht da, schwitzend und bebend, so herrlich, dass ich mich von meiner Mutter losreiße und auch anfange zu weinen. Die Menge steht viel zu dicht, ist viel zu begeistert ob seiner Großartigkeit, als dass er mich bemerken könnte. Ich bin drei Jahre alt und zu klein, um gesehen zu werden .

»Kommen Sie, guter Mann, gehen wir rein, Sie haben sich ein paar Drinks verdient. Mein Gott! Habt ihr gesehen, was er gemacht hat?«

Papa bleibt stehen. Starrt geradeaus. Er kann nicht reingehen. Der Reitverein in der 126. Straße gewährt Farbigen keinen Zutritt. Deshalb picknicken wir jedes Wochenende außerhalb, auf dem Rasen. Die Männer verstehen nicht. Sie sehen sein Gesicht, die strahlenden Augen und die Haarsträhnen, die auf der verschwitzten Stirn kleben, und wollen ihn am liebsten umarmen .

»Oh! Was ist los, guter Mann? Die Familie irgendwo hier draußen? Dann nehmen Sie sie mit!«

»Ja, bitte«, sagt der Vater des blonden Mädchens. »Bitte, ich muss Ihrer Frau erzählen, was Sie gemacht haben. Sie sind ein Held, Mister. Das Leben meiner …« Er kann nicht weiter. Er bricht in Tränen aus. Die Frauen umringen ihn und applaudieren sanft .

»Wo sind Ihre Leute, Mann? Gehen wir rein und feiern!«

Langsam dreht sich mein Vater um zu meiner Mutter und mir; wir sitzen immer noch auf unserer abgewetzten Baumwolldecke. Er sieht nicht direkt zu uns, sondern über unsere Köpfe hinweg. Er wirkt vollkommen schlaff. Papa ist auf einmal traurig, und ich weiß nicht warum .

Obwohl wir jetzt die Einzigen sind, die noch auf dem Rasenstück sitzen, verstehen die Männer immer noch nicht. Für einen Moment herrscht ein wohlwollendes, leicht irritiertes Schweigen. Dann wird der Gesichtsausdruck eines der Herren leer. So wie ein Ameisenhaufen, den man mit der Hand aushebt. Erst ist alles voller Leben, dann vollkommen öde. Man könnte denken, da sei ja gar nichts gewesen .

»Ein Farbiger.« Der Mann verzieht das Gesicht. »Der ist ein Nigger.«

»Wie bitte?« – »Ja. Schauen Sie genau hin.« − »Nein.« − »Doch. Schauen Sie ihn an, verdammt. Schauen Sie hin.« − »Mein Gott. Es stimmt, oder? He, Junge, schau mich an. He! Ich rede mit dir. Ja, sehen Sie ihn an. Ich wette, er ist einer.« − »Du liebe Zeit, der Nigger hatte seine Hände an Ihrer Tochter.«

Die Menge ist unruhig, manche bewegen sich von Papa weg, andere kommen näher, so vorsichtig wie entschlossen. Etwas braut sich zusammen. Ohne abzuwarten, was passiert, löst Papa sich aus der Menge, eilt zu uns und scheucht uns auf. Ich höre Stimmen, laut und lauter. Aber ich verstehe nichts. Ich weiß nicht, ob es Ärger oder Dankbarkeit, Freude oder kochende Wut ist. Mama drückt mich zu sehr an sich, zerquetscht mich fast. Papa hat die Decke im Arm, stopft unsere Leberwurstsandwiches in den Korb und seine Fiedel gleich hinterher, sodass sie voll mit Wurst und Marmelade ist. Wir fliegen, wir fliegen. Dann sind wir weg. Ab jetzt picknicken wir irgendwo anders .

Schau dich an, Papa.

Einen Moment lang sah ich zu, wie er versuchte, den Kopf zu heben. Dann stand ich auf und drehte mich um, um die Treppe ohne ihn hinaufzugehen. Aber ich konnte mich nicht bewegen. Tränen sammelten sich hinten in meiner Kehle, schossen in meinen Oberkörper und brachen auf wie Samen. Vaters ganze Würde war ein Schwindel. Er war nichts als ein dreckiges Bündel in einem Hauseingang.

Aber wenn er nichts ist, wie kann ich dann mehr sein?

Ich sah noch einmal hin und bemerkte, dass seine Jacke offen war. Er trug seine grüne Wollweste, aber keinen Schal. Nie dachte er an seinen Schal. Ich griff nach ihm, bereit, meine Hand auf die weiche Stelle oberhalb seines Kehlkopfs zu legen. Aber ich hielt inne und blickte schnell um mich. Die Vorstellung, ihn zu berühren, ängstigte mich so, dass ich nicht mehr denken, nicht mehr klar sehen konnte. Was, wenn ich meine Hand auf ihn legen und er sich nicht bewegen würde?

Sie ist so schlau, dass sie schon wieder dumm ist. Immer gekrümmt unterwegs, um gerade zu gehen. Lulu, siehst du das?

Mein Vater war im Besitz so vieler verletzender Eigenarten, so vieler ekelhafter und niederschmetternder Wahrheiten. Er benutzte sein Schweigen so lange als Klinge, bis mein Herz klares Wasser wurde und mein Wille ein Schleifstein – kantenlos, schwer, aber unzerbrechlich.

Das war es, was er wollte. Der alte Mann soll also in dem Bett liegen bleiben, das er sich gemacht hat.

Und zwar wörtlich.

Ich wandte mich erneut zum Gehen. Aber ich wusste nicht, wohin. Bestimmt nicht nach oben zu meiner Mutter, die wahrscheinlich gerade finster in ihren Kaffee starrte, weil wir beide immer noch draußen waren, irgendwo auf der Straße. Es schien besser, einfach im Dunkeln sitzen zu bleiben und unsichtbar zu werden. Das war viel sinnvoller. Ich könnte mich entspannen, mich beruhigen und im Nichts versinken. Genau wie er. Sich abzumühen, brachte sowieso gar nichts.

Alles, was ich mir von ihm wünschte, war, dass er mich erkannte, dass er sich aufrichtete, so hoch wie ich, und mein Gesicht hielt und Ja! sagte. Dann wäre alles andere egal.

Ich drehte mich um, kniete neben ihm nieder und rüttelte ihn.

»Papa? Papa, steh auf. Komm jetzt.«

Als er nicht reagierte, nahm ich sein Handgelenk. Sein Puls schlug stetig unter dem Druck meines Daumens, und sein Atem kam in kurzen, flachen Stößen. Ich zog sein unteres Lid herunter. Seine Augen waren blutig vor lauter geplatzten Äderchen, zurückgerollt in seinen Kopf.

Ich packte ihn am Arm und zog ihn auf die Knie. Dann legte ich seinen Arm über meine Schulter und richtete mich langsam auf, vorsichtig gegen sein schwankendes Gewicht kämpfend, das drohte, mich wieder nach unten zu ziehen.

Schritt für Schritt erklommen wir die Treppe, kämpften uns durch die schwere Tür und begannen den Aufstieg zum fünften Stock. Jedes Mal, wenn wir an einem Treppenabsatz die Richtung ändern mussten, verkrampften sich meine Beine und weigerten sich weiterzugehen. Aber das spielte keine Rolle. Wir ließen meine Beine hinter uns und kletterten weiter, vorbei an den Gedanken in meinem Kopf und vorbei an meinem brennenden Oberkörper. Wenn ich jetzt anhielte, würde ich einfach liegen bleiben, bis uns jemand fand und »Ho!« zu meiner Mutter rief – nur, dass es dann zu spät wäre.

»Papa? Kannst du mich hören? Komm schon, bleib bei mir, Papa. Rede mit mir.«

Die Augen meines Vaters blinzelten, und sein Kopf sackte vor, als er versuchte, sich dorthin zu drehen, woher meine Stimme kam.

»Genau, Papa! Weißt du, wo du bist? Sag mir, wer ich bin, Papa. Kannst du das? Wer bin ich?«

» Fanny? «

Mein Körper knickte nach vorn, und ineinander verkeilt gingen wir vor unserer Wohnungstür zu Boden. Papas Körper landete auf mir. Er stank nach Branntwein und Asche und ich stieß ihn weg, weil ich nicht atmen konnte, so nah, wie er mir war. Meine Haare hingen mir ins Gesicht, als ich vornüber gebeugt zur Tür kroch, um meine Mutter zu rufen.

Dann ging die Tür auf und Lulu war da und wir waren drin. Sie brachte Papa ins Schlafzimmer und schubste mich auf die Wohnzimmercouch. Sie rannte zur Tür hinaus und rief irgendwas von »einen anderen Arzt holen«, jemand anderen als mich, denn wir wussten beide, dass das etwas war, worauf mein Vater bestanden hätte, wäre er nur in der Lage gewesen zu sprechen.

Es schien, als sei die Tür gerade erst zugegangen, als sie sich schon wieder öffnete und ich die hohe Stimme und die ausgreifenden Schritte von Dr. Jackson hörte, der an mir vorbei ins Schlafzimmer ging. Dann war er schon wieder draußen, im Treppenhaus, klopfte an Türen, rief Männer zu Hilfe, um Papa wieder runterzutragen. Sie wickelten ihn in eine karierte Decke und beförderten ihn die Straße runter ins Harlem General. Als ich aufstand, um mitzugehen, sagte Mama: »Nein, du bleibst hier«, und zog hinter sich die Tür zu.

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