Ricarda Huch - Der Dreißigjährige Krieg

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung über den Dreißigjährigen Krieg fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Teile zusammen:Erster Teil: Das VorspielZweiter Teil: Der Ausbruch des FeuersDritter Teil: Der ZusammenbruchNull Papier Verlag

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Was Jan Wil­helm an­be­langt, so be­kam er krampf­haf­te Zu­fäl­le, wenn man nur den Na­men sei­ner Frau nann­te, und schimpf­te sie Be­trü­ge­rin, Zau­be­rin und Hexe, die ihm zu­erst mit gott­lo­sen Rän­ken den Kopf krank ge­macht und ihn dann für toll aus­ge­ge­ben habe, um die Her­rin zu spie­len und sei­ner zu spot­ten. Als es ihr ver­mit­telst ein paar treu­er Die­ner ge­lang, ihm einen Brief zu­zu­spie­len, in dem sie ihn an die ehe­li­che Lie­be und Treue mahn­te und an­fleh­te, sie im Un­glück nicht zu ver­las­sen, ant­wor­te­te er ihr, er lie­be sie zwar im­mer noch zärt­lich, kön­ne ihr aber we­gen ih­rer Un­treue und Bos­heit nicht mehr ver­trau­en und stel­le al­les der Zu­kunft an­heim; und her­nach noch ein­mal, er wer­de nun eine neue, hüb­sche und jun­ge Ge­mah­lin neh­men, bei der er es gut ha­ben wer­de; mit ihr, Ja­ko­ben, habe er nichts mehr zu schaf­fen, und sie sol­le sich nicht un­ter­ste­hen, wie­der an ihn zu ge­lan­gen.

Trotz Schen­kerns und Si­byl­lens Ei­fer schlepp­te der Pro­zess sich lang­sam hin; denn die kai­ser­li­chen Ab­ge­ord­ne­ten wa­ren be­auf­tragt, nichts End­gül­ti­ges von sich zu ge­ben, viel­mehr die Sa­che hin­zu­spin­nen, umso mehr, als Ja­ko­ben nichts nach­zu­wei­sen war, was ein Ma­le­fi­z­ur­teil be­grün­det hät­te. An­de­rer­seits hät­te ein Frei­spruch die Ge­gen­par­tei bloß­ge­stellt und neue schwie­ri­ge Kno­ten ge­schürzt. In al­len Punk­ten ver­moch­te sich Ja­ko­be gut oder ge­nug­sam zu ver­tei­di­gen. Sie gab zu, al­ler­lei Mit­tel zur Hei­lung des Her­zogs ver­sucht zu ha­ben, so habe sie Zet­tel mit Sprü­chen in sein Wams ein­ge­näht, um Zau­ber und schäd­li­chen Ein­fluss von ihm fern­zu­hal­ten; aber die Ge­gen­par­tei, na­ment­lich Si­byl­le, hät­te der­glei­chen als et­was Üb­li­ches auch vor­ge­nom­men. Dok­tor So­len­an­der gab das Ur­teil ab, sol­che Mit­tel sei­en zwar aber­gläu­bisch und könn­ten Krank­hei­ten nicht über­win­den, eben­so­we­nig je­doch sie her­vor­ru­fen oder stei­gern. Dass sie Ehe­bruch be­gan­gen habe, be­stritt sie, wenn sie auch zu­ge­stand, dass ein ge­wis­ser jun­ger Edel­mann ihr gern und häu­fig auf­ge­war­tet habe. Der freund­li­che Um­gang mit ihm, sag­te sie, kön­ne ihr nicht als Sün­de an­ge­rech­net wer­den, da sie so ein­sam und freund­los, ei­ner Wit­we gleich, ge­lebt habe. Am we­nigs­ten ließ sich mit dem Ver­dacht der Ket­ze­rei aus­rich­ten, da sie die An­for­de­run­gen der pro­tes­tan­ti­schen Stän­de nie­mals wirk­lich be­wil­ligt hat­te und vie­le Zeu­gen aus­sag­ten, wie flei­ßig sie nicht nur stets die Mes­se be­sucht, son­dern auch die An­dacht in ih­rem Ge­mach ver­rich­tet hat­te. Als man ihr vor­warf, dass in dem fürst­li­chen Trau­er­hau­se, wo Gott, sei es zur Stra­fe oder zur War­nung, die Lich­ter aus­ge­bla­sen habe, so­dass die Be­woh­ner, vor­an Si­byl­le, in ei­nem La­by­rinth von Trüb­sal, Furcht und Grau­en um­her­ge­irrt wä­ren, man sie al­lein, Ja­ko­ben, al­le­zeit gu­ter Din­ge und zu Spä­ßen auf­ge­legt ge­se­hen habe, reck­te sie sich ein we­nig und sag­te, man habe sie in ih­rer Kind­heit ge­lehrt, es sei fürst­li­che Pf­licht und Tu­gend, den Kum­mer in sich zu ver­zeh­ren und den Un­ter­ta­nen ein hel­les Ant­litz zu zei­gen, wie die Son­ne von Gott be­stellt sei, der Erde Licht und Wär­me zu ge­ben, de­ren sie be­dür­fe und von sich aus nicht mäch­tig sei.

An hilfs­be­rei­ten Freun­den blie­ben Ja­ko­be in­des­sen doch nur zwei: der Kur­fürst Ernst von Köln, ihr Oheim, 1und der Land­graf von Leuch­ten­berg, ih­rer jün­ge­ren Schwes­ter Mann. Zwi­schen dem Kur­fürs­ten und den Jü­lich-Cle­ve­schen Rä­ten, näm­lich Schen­kern und sei­nem An­hang, schweb­te schon lan­ge eine Streit­sa­che, in­dem sie meh­re­re Äm­ter, die der Kur­fürst als ihm zu­ste­hend in An­spruch nahm, dem pro­tes­tan­ti­schen Gra­fen Bentheim ver­kauft hat­ten, was ihn dar­in be­stärk­te, sie für ei­gen­mäch­ti­ge, fre­vel­haf­te und nur den ei­ge­nen Nut­zen bezwe­cken­de Leu­te zu hal­ten. Sie ih­rer­seits sag­ten, man sehe wohl, warum er in Ja­ko­bens An­ge­le­gen­heit ihr Wi­der­sa­cher sei; sie hät­ten ihn ver­hin­dert, sich auf Kos­ten von Jü­lich-Cle­ve zu be­rei­chern, wo­bei ihm die Her­zo­gin wohl gern be­hilf­lich ge­we­sen wäre.

Dem Land­gra­fen von Leuch­ten­berg hät­te in frü­he­rer Zeit Ja­ko­be bes­ser an­ge­stan­den als ihre we­ni­ger schö­ne Schwes­ter, und er hat­te ihr eine ge­wis­se An­häng­lich­keit be­wahrt, ob­wohl sie nun bald vier­zig Jah­re alt war und die Zau­be­rei der Ju­gend nicht mehr aus­strahl­te. Da­ne­ben war es ihm ban­ge, die ge­walt­tä­ti­gen und räu­be­ri­schen Räte möch­ten sich des Ju­we­len­schat­zes der Ja­ko­be be­mäch­ti­gen, der nicht un­be­trächt­lich war und der, da sie kei­ne Kin­der hat­te, nach sei­ner Mei­nung ihm zu­fal­len muss­te, wenn sie etwa stür­be. In An­be­tracht ih­rer be­denk­li­chen, un­frei­en Lage hät­te er es an­ge­zeigt ge­fun­den, dass sie ihm die Kost­bar­kei­ten gleich jetzt in Ver­wah­rung gäbe, und such­te eine Ge­le­gen­heit, die Über­ga­be heim­lich zu be­werk­stel­li­gen. Der Land­graf konn­te die­sen Zu­schuss gut ge­brau­chen, denn er wa­te­te bis zum Hal­se in Schul­den und war oft nahe am Er­trin­ken. In­des­sen da er von Na­tur mun­ter und um­gäng­lich und dazu meis­tens be­trun­ken war, er­drück­te ihn die Sor­ge nicht, wenn er nur so viel auf­trieb, um das Le­ben in sei­ner Art wei­ter­zu­fris­ten. Sein ge­müt­li­ches We­sen mach­te ihn ge­eig­net, zwi­schen den strei­ten­den Par­tei­en im Rei­che zu ver­mit­teln, und so reis­te er im Auf­tra­ge des Kai­sers an den Hö­fen um­her und er­füll­te fröh­lich sei­ne Pf­licht, in­dem er bei vol­lem Hum­pen den ha­dern­den Fürs­ten güt­lich zu­re­de­te.

Es war Mai, als der Land­graf mit sei­ner Frau in Düs­sel­dorf an­kam und zu sei­ner Schwä­ge­rin in das Schloss ge­las­sen zu wer­den be­gehr­te. Die Wa­chen je­doch ga­ben ihm zu ver­ste­hen, dass das nicht an­ge­he, und trotz sei­ner Pro­tes­te muss­te er am Ende zu­frie­den sein, in ei­nem Wirts­hau­se vor der Stadt Quar­tier zu neh­men. Un­ter der Hand be­nach­rich­tig­te er die ge­fan­ge­ne Her­zo­gin, dass er da sei und nachts in ei­nem Boo­te vor ihr Fens­ter fah­ren und ver­su­chen wol­le, sich von dort­her mit ihr zu be­spre­chen. Ja­ko­be, wel­che we­nig Un­ter­hal­tung hat­te, harr­te wil­lig vom Ein­bruch der Dun­kel­heit an im Fens­ter und ver­trieb sich die Zeit mit bun­ten Erin­ne­run­gen aus ih­rer schö­nen Ju­gend. End­lich weck­te sie ein Gluck­sen und Rie­seln des Was­sers aus ih­ren Träu­men, wor­auf sie bald die Um­ris­se ei­nes nä­her glei­ten­den Na­chens wahr­nahm und das Zei­chen ei­nes we­hen­den Tüch­leins, das ihre Schwes­ter be­weg­te, eben­so er­wi­der­te. Freu­dig er­kann­te sie den di­cken Land­gra­fen und ihre zier­li­che Schwes­ter, brei­te­te die Arme aus, lä­chel­te, dank­te und er­zähl­te flüs­ternd, sie sei wohl­auf, es feh­le ihr so­weit an nichts, sie habe eine be­schei­de­ne Frau zur Be­die­nung, er­hal­te gut und reich­lich zu es­sen, auch Wein zu trin­ken, frei­lich sei sie der Ge­fan­gen­schaft müde, der Land­graf sol­le doch auf eine Zu­sam­men­kunft drin­gen; wenn sie sei­nen Ernst sä­hen, wür­den sie nicht wa­gen, ihm dau­ernd zu­wi­der zu sein.

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