Ricarda Huch - Der Dreißigjährige Krieg

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung über den Dreißigjährigen Krieg fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Teile zusammen:Erster Teil: Das VorspielZweiter Teil: Der Ausbruch des FeuersDritter Teil: Der ZusammenbruchNull Papier Verlag

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Ja­ko­be war er­wacht, als ihr Mann das La­ger ver­ließ; da sie aber dar­an ge­wöhnt war, hat­te sie sich nicht dar­um be­küm­mert und war wie­der ein­ge­schla­fen. Als Si­byl­le mit gräm­lich schar­fen Wor­ten dar­auf hin­deu­te­te, sag­te Dok­tor So­len­an­der, der Schlaf sei der ar­men Frau wohl zu gön­nen, die tag­über Pla­ge und Sor­ge vollauf habe. Vi­el­leicht sei es rat­sam, um ver­derb­li­che Zu­fäl­le zu ver­hü­ten, dass Ja­ko­be künf­tig das Schlaf­ge­mach zu­schlie­ße und ih­ren Mann nicht hin­aus­ge­hen las­se, vor­aus­ge­setzt, dass sie sich ge­traue, ihn zu be­meis­tern. Üb­ri­gens sei da nichts zu ma­chen, als dass der Kör­per des Kran­ken ver­stän­dig durch gute Luft und mil­de, be­kömm­li­che Nah­rung ge­pflegt wer­de, da­mit von dort aus das trü­be We­sen nicht noch ge­nährt wer­de; er habe auch er­fah­ren, dass die ab­ster­ben­den Mo­na­te No­vem­ber und De­zem­ber Schwer­mü­ti­gen ge­fähr­lich wä­ren, und ver­trös­te­te auf das neue Jahr, des­sen wach­sen­des Licht Bes­se­rung brin­gen kön­ne.

Die­se Hoff­nung ver­sieg­te in den Früh­lings­mo­na­ten, da sich in dem Zu­stan­de des Kran­ken nichts We­sent­li­ches än­der­te, wie er auch wech­sel­te. Ja­ko­be ver­moch­te ihn wohl nachts im Schlaf­zim­mer fest­zu­hal­ten, in­dem sie sei­nen Wut­aus­brü­chen tap­fer stand­hielt; nun aber wei­ger­te er sich zu es­sen, weil die Spei­sen, die man ihm vor­setz­te, ver­gif­tet sei­en, und be­zich­tig­te die kal­vi­ni­schen Ärz­te, dass sie ihm nach dem Le­ben stell­ten. Wenn der Alte, Si­byl­le oder Ja­ko­be vor sei­nen Au­gen aus sei­ner Schüs­sel aßen, nahm er wohl auch ein we­nig da­von, aber mit Seuf­zen und Ekel, und wen­de­te sich bald still­schwei­gend weg nach der Wand; denn er blieb meis­tens im Bett lie­gen und stand erst am spä­ten Abend auf, um stun­den­lang im Ge­mach auf und ab zu ge­hen.

Die Kun­de von der selt­sa­men Er­kran­kung des Er­ben von Jü­lich-Cle­ve war nicht ge­heim­zu­hal­ten und reg­te vie­le Höfe auf, in­dem die Fürs­ten das An­recht und die An­wart­schaft über­leg­ten, die sie etwa an der be­trächt­li­chen Erb­schaft könn­ten gel­tend ma­chen. Die schwäch­li­che Lei­bes­be­schaf­fen­heit Jan Wil­helms hat­te schon in sei­nen Kna­ben­jah­ren al­ler­lei be­son­de­re Ge­dan­ken in der Ver­wandt­schaft auf­kom­men las­sen; als je­doch der jun­ge Her­zog mann­bar wur­de und hei­ra­te­te, hat­te man es da­bei be­wen­den und auf sich be­ru­hen las­sen. Wie nun die Nach­kom­men­schaft aus­blieb und ein Ge­bre­chen um sich griff, das al­ler ärzt­li­chen Kunst spot­te­te, setz­te man sich al­ler­or­ten in Be­reit­schaft, um bei der ers­ten Ge­le­gen­heit zu­zu­grei­fen, ehe ein an­de­rer zu­vor­käme. Vollends als im Jah­re 1592 der alte Her­zog starb, des­sen er­lo­sche­ner Geist dem Zu­sam­men­bruch noch ge­wehrt hat­te, wie eine von Düns­ten ver­hüll­te Mond­schei­be die Bil­der der Erde trü­be zu­sam­men­hält, die nach ih­rem Un­ter­gan­ge in Nacht ver­sin­ken, nahm die Ver­wir­rung und Ent­zwei­ung im Schlos­se auf das ärgs­te zu und eben­so die Be­gier der be­tei­lig­ten An­ver­wand­ten, sich ein­zu­mi­schen.

Si­byl­le und Jan Wil­helm hat­ten drei äl­te­re Schwes­tern, die in der Zeit auf­ge­wach­sen wa­ren, als der nun ver­stor­be­ne Her­zog, Wil­helm der Rei­che, noch rüs­tig und sei­nes Geis­tes mäch­tig ge­we­sen war. Im evan­ge­li­schen Glau­ben er­zo­gen, wa­ren sie froh, den Ver­fol­gun­gen, die sie durch den wach­sen­den Ein­fluss der ka­tho­li­schen Räte er­dul­den muss­ten, zu ent­rin­nen, in­dem sie sich mit pro­tes­tan­ti­schen Fürs­ten ver­mähl­ten, die äl­tes­te, Ma­rie Eleo­no­re, mit dem bran­den­bur­gi­schen Her­zog von Preu­ßen, die bei­den an­de­ren mit zwei Wit­tels­ba­cher Vet­tern, dem Pfalz­gra­fen Phil­ipp Lud­wig von Neu­burg, der eine un­er­schüt­ter­li­che Säu­le des lu­the­ri­schen Be­kennt­nis­ses war, und dem Pfalz­gra­fen Jo­hann von Zwei­brücken, ei­nem un­er­schro­cke­nen Vor­kämp­fer des Kal­vi­nis­mus. Als Ma­rie Eleo­no­re, von ih­rem Va­ter selbst ge­lei­tet, in Preu­ßen an­lang­te, er­gab es sich, dass der Bräu­ti­gam blöd­sin­nig und also kei­nes­wegs der statt­li­che Frei­er war, als wel­chen man ihn am Jü­li­cher Hofe emp­foh­len hat­te; al­lein die Braut, von de­ren Ent­schei­dung ab­hän­gig ge­macht wur­de, was nun ge­sche­hen soll­te, dach­te an ihre trüb­se­li­ge Ge­fan­gen­schaft im Schlos­se zu Düs­sel­dorf, wo ihr Va­ter, um sie zur Mes­se zu zwin­gen, sie an den Haa­ren ge­schleift hat­te, und ur­teil­te, dass sie es als Her­zo­gin von Preu­ßen eher bes­ser als schlim­mer ha­ben und we­nigs­tens in Si­cher­heit ih­rem Glau­ben ob­lie­gen kön­nen wer­de. Dem­ge­mäß er­klär­te sie sich be­reit, des Schwach­sin­ni­gen Frau zu wer­den und ihn treu und ge­dul­dig zu pfle­gen. Jetzt ließ sie es sich an­ge­le­gen sein, ihr vä­ter­li­ches Land den Bran­den­bur­gern zu­zu­wen­den, da­mit es nicht in die Ge­walt der Ka­tho­li­ken käme.

Der Pfalz­graf von Zwei­brücken, ein bie­de­rer, un­ge­stü­mer Herr, der es nicht an­ders wuss­te, als dass die Pro­tes­tan­ten Söh­ne des Lichts und die Ka­tho­li­ken Söh­ne der Fins­ter­nis wä­ren, und die letz­te­ren be­kämpf­te, wie und wo er ver­moch­te, miss­trau­te der Ja­ko­be, die erst kürz­lich vom Papst durch die Gol­de­ne Rose aus­ge­zeich­net wor­den war; aber als er in das Trei­ben am Düs­sel­dor­fer Hofe mit ei­ge­nen Au­gen hin­einsah, ge­wann es da­mit eine an­de­re Ge­stalt. Es wur­de deut­lich, dass der erz­ka­tho­li­sche Schen­kern, der es mit Spa­ni­en hielt, und Si­byl­le, die täg­lich lan­ge Brie­fe voll Heim­lich­kei­ten an die je­sui­ti­schen Wit­tels­ba­cher in Mün­chen schrieb, ihre Fein­de wa­ren und sie in al­len ih­ren Rech­ten kränk­ten.

Die pro­tes­tan­ti­schen Stän­de, Graf von Fal­ken­stein, die Her­ren von Bon­gart, Ors­beck und Palland, mit de­nen der Pfalz­graf sich in Ver­bin­dung setz­te, er­zähl­ten, die arme Her­zo­gin sei übel dar­an; ob­wohl sie stolz und lei­den­schaft­lich sei, ver­mö­ge sie al­lein nichts wi­der Schen­kern, der kei­nen Zip­fel der Macht aus den Hän­den las­sen wol­le. Des­halb be­die­ne sie sich ih­rer, der Stän­de, um ih­ren Wil­len durch­zu­set­zen; so­wie es sich aber dar­um hand­le, ih­nen den Preis zu be­wil­li­gen, um den sie ar­bei­te­ten, näm­lich die Dul­dung ih­res Be­kennt­nis­ses, so wei­che sie aus und zür­ne wohl gar, dass man ihr, der Her­zo­gin, eine Rech­nung ma­che, an­statt ihr um­sonst zu die­nen. Schen­kern wür­de sich dem Teu­fel ver­schrei­ben, um die Macht zu be­hal­ten, ja hät­te es ei­gent­lich schon ge­tan, da er mit den Spa­ni­ern im ge­hei­men Bun­de sei. Es sei weit und breit kei­ne Hil­fe für die Her­zo­gin als bei ih­nen, möch­te sie es nur ein­se­hen! Sie ih­rer­seits setz­ten ihre Hoff­nung auf die pro­tes­tan­ti­schen Er­ban­spre­cher, de­nen sie gern den Weg ins Land bah­nen woll­ten.

Wie stür­misch des Pfalz­gra­fen Sinn auch war, wuss­te er doch, dass er sich einst­wei­len noch zu­rück­hal­ten muss­te, be­son­ders weil das Erbrecht sei­ner Frau durch einen Ver­zicht, den sie bei der Hei­rat ge­tan hat­te, zwei­fel­haft und sein Land zu klein und un­aus­gie­big war, als dass er ver­ein­zelt et­was hät­te aus­rich­ten kön­nen. Zu­nächst rie­fen die strei­ten­den Par­tei­en die höchs­te Macht des Kai­sers an, und Ge­sand­te und Be­voll­mäch­tig­te reis­ten zwi­schen Prag und Düs­sel­dorf er­geb­nis­los hin und wi­der. Die In­struk­tio­nen Kai­ser Ru­dolfs wa­ren näm­lich dar­auf zu­ge­rich­tet, dass der Zu­stand wo­mög­lich er­hal­ten blie­be, in dem alle Par­tei­en sich die Waa­ge hiel­ten, und höchs­tens etwa Schen­kern ein we­nig ge­schützt wür­de, von dem man sich am ehe­s­ten Nut­zen ver­sprach; denn so blieb der Kai­ser Schieds­rich­ter und konn­te nach dem Aus­ster­ben der re­gie­ren­den Fa­mi­lie de­sto bes­ser die Beu­te an sich rei­ßen.

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