Tomàs de Torres - Der Narrenturm

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"Der Ablieferungstermin ist in einer Woche!" Miguel Hermano traten die Schweißperlen auf die Stirn. Dabei sollte er diesmal gar keinen kompletten SM-Roman abliefern, sondern nur das allererste Kapitel. Allerdings war der Auftraggeber kein Verlag, sondern der Entführer seiner Frau María. Wenn er sie lebend wiedersehen wolle, müsse er – Woche für Woche ein Kapitel – einen Roman mit dem Titel «Der Narrenturm» schreiben, einen SM-Roman über die schaurig-schönen, mit allerlei Zwangsjacken, Fesseln und Gittern ausgestatteten Irrenhäuser vergangener Jahrhunderte.
Hermano macht sich umgehend an die Arbeit – an die literarische und an die fieberhafte Recherche nach dem Entführer. Bald schon stellt sich heraus, dass der Entführer selbst einen alten Narrenturm besitzt – und es stellen sich neue Fragen: Welche Rolle spielt María wirklich? Ist alles nur inszeniert und vorgetäuscht? Zu welchem Zweck? Mehr und mehr verwischen sich die Grenzen zwischen Roman und Realität, und für Miguel Hermano beginnt ein Tanz auf dem Vulkan …
Ungekürzte Ausgabe; (die Papierback-Ausgabe ist gekürzt)

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Zum Glück war sein Fall nur kurz und wurde durch weiche Erde abgemildert. Als er sich wieder aufgerichtet und vergewissert hatte, dass noch alle Knochen heil waren, sah er sich um. Er befand sich in einem gemauerten Gang. Seine Füße waren von lockerer Erde umgeben, die wohl im Laufe der Zeit von oben heruntergerieselt war – sie war es auch gewesen, die seinen Sturz glimpflich hatte enden lassen. Nicht weit über seinem Kopf befand sich das Loch, durch das er in den Gang eingebrochen war. Die Decke des Gangs bestand aus vermoderten Brettern, die wohl seinem Körpergewicht nicht mehr standgehalten hatten. Laub und Wurzeln hingen ein Stück weit in den Gang herunter. Gott sei Dank, dachte er, hier herauszukommen würde wohl kein allzu großes Problem darstellen.

Nachdem er den ersten Schreck überwunden hatte, erwachte seine Neugier. Was war das für ein Gang? Woher kam und wohin führte er? Wie alt war er? Zumindest letztere Frage war nicht so leicht zu beantworten. Die Ziegel, die die Seitenwände des Gangs bildeten, sahen zumindest sehr alt aus. Und wohin der Gang führte? Vidal konnte nur wenige Meter weit sehen, aber es hatte den Anschein, dass der Gang in Richtung des Turms verlief. Wenn dies wirklich so war, dann handelte es sich wahrscheinlich um einen uralten Fluchtweg für die Burgbesatzung oder um einen Geheimgang, der zu einer Quelle führte – oder, oder, oder …

Vidals Entschluss stand fest: Er würde diesen Gang so bald wie möglich erforschen, was mit der geeigneten Ausrüstung kein großes Problem sein konnte. Schließlich hatte er sich oft genug in Höhlen herumgetrieben, auch solchen, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich waren, und seine Höhlenforscherausrüstung war noch gut in Schuss, wenn sie auch in den letzten Jahren seines Studiums aus Zeitmangel immer seltener benutzt worden war.

Jetzt war es zwecklos weiterzugehen. Ohne Lampe konnte er sich nur schrittweise in der Finsternis vorantasten und riskierte dabei, in ein weiteres Loch zu fallen, aus dem er nicht mehr so einfach herauskommen würde. Er ergriff eine der herabhängenden Wurzeln, zog probeweise daran, und als er sicher war, dass sie in der Lage wäre, sein Gewicht zu tragen, umklammerte er sie mit beiden Händen, stützte sich mit den Füßen an der gemauerten Wand des Gangs ab und erreichte so wieder den festen Erdboden. Er atmete auf – und bekam einen ziemlichen Schreck, als er an sich heruntersah: Der Sonntagsanzug war hin! Auch eine gründliche Reinigung würde ihn wohl kaum mehr retten können. Ein teures Abenteuer … Na ja, in nächster Zeit würde er ihn wohl ohnehin nicht benötigen.

Ohne weitere Zwischenfälle erreichte er seinen Wagen. Während er langsam rückwärts zur Straße rollte, schwor er sich, bei nächster Gelegenheit mit seiner Höhlenforscherausrüstung zurückzukehren und dem Geheimnis des Gangs auf den Grund zu gehen.

3

Miguel Hermano klappte das Buch zu, aus dem er die alten Stiche – die natürlich keine jungen, nackten Frauen, sondern bekleidete Männer unbestimmbaren Alters zeigten – und die zugehörigen Zitate entnommen hatte. Er musste zu seiner eigenen Orientierung noch eine Skizze anfertigen, die die Lage der Klinik, des Turms und der Straße festhielt, doch das konnte er auch morgen erledigen.

Mittlerweile war später Nachmittag. Miguel war kein Schnellschreiber. Er kannte Kollegen, die bis zu 15 Seiten pro Stunde »schafften«, während er selbst sich mit drei bis maximal vier Seiten zufriedengab. Schließlich musste er nicht, wie mancher andere, jede Woche einen kompletten Roman abliefern.

Sein Blick fiel auf den Kalender. Sonntag, der elfte Juni. Er hatte den »Narrenturm« am Freitag, dem neunten, beginnen lassen. Er hatte es sich angewöhnt, die Handlungszeit seiner Romane möglichst nahe an die Gegenwart zu legen; das warf am wenigsten Probleme auf.

Als er das ausgedruckte Manuskript in Händen hielt, fiel ihm plötzlich ein, dass er etwas vergessen hatte: die Widmung! Der Brief des »großen Unbekannten« hatte, wenn auch verklausuliert, keinen Zweifel daran gelassen, dass ihm diese Widmung unendlich wichtig war – das Ego des Entführers, folgerte Miguel, schien nach Anerkennung regelrecht zu hungern. Vielleicht gab es da etwas in seiner Kindheit; etwas, das mit seinem Vater zusammenhing … Miguel legte diese Erkenntnis unter der Rubrik »Psychologisches« in seinem Gedächtnis ab. Vielleicht, dachte er, konnte das irgendwann einmal von Nutzen sein.

Die Widmung warf natürlich ein Problem auf: Wem sollte er den Roman widmen? Schließlich hatte der Entführer keinen Namen genannt!

»Scheißegal«, knurrte Miguel, während er eine neue Seite zu Beginn der Textdatei einfügte. Hinter Titel und Autor setzte er nach kurzer Überlegung die Zeilen:

GEWIDMET

dem »großen Unbekannten«,

ohne den dieser Roman niemals entstanden wäre.

»Völlig bescheuert!«

Aber die paar Zeilen kosteten nichts, und wenn er den Entführer dadurch ihm – und María! – wohlgesinnt machen konnte, war es der Mühe mehr als wert.

Gewohnheitsgemäß las er das Kapitel Korrektur, wobei er einige im Fluss des Schreibens stets unterlaufende Tippfehler ausmerzte. Dann rief er das Mailprogramm auf und gab die im Brief angegebene Adresse ein.

»warden@foolstower.ph«

Er war fast sicher, dass man »Narrenturm« nicht als »foolstower« ins Englische übersetzte – die Begriffe »madhouse« und »lunatic asylum« kamen ihm in den Sinn –, aber das war schließlich nicht sein Problem. In der E-Mail schrieb er einfach nur »Gefangen im Narrenturm, 1. Kapitel« und hängte dann grußlos die Textdatei an. Er klickte auf »Senden«, und bereits eine Sekunde später war der Romanbeginn unterwegs – wohin auch immer.

»Gewiss nicht auf die Philippinen«, murmelte er.

Nun konnte er nur noch warten.

Daran, die Polizei zu benachrichtigen, dachte er nicht mehr.

4

Am Donnerstag hatte er immer noch nichts von dem Entführer gehört, und wenn er bislang unruhig gewesen war, begann er nun, nervös zu werden. Noch vor dem Frühstück lief er im Pyjama zum Briefkasten – wie vielleicht insgesamt fünfzigmal in den vergangenen drei Tagen –, doch in diesem befand sich, wie stets um diese Zeit, nur die Tageszeitung.

Während er lustlos auf einem Hörnchen vom Vortag herumkaute, blätterte er sehr sorgfältig und langsam die Zeitung durch. Früher hatte er nur die nationale und internationale Politik sowie den Wirtschaftsteil gelesen, aber seit Montag hatte sich das geändert. Nun ging er sehr viel gründlicher vor; den Polizeibericht verschlang er geradezu. Er wusste nicht genau, wonach er suchte; irgendeinen Hinweis auf den Entführer – oder auf María …

Aber natürlich würde er keinen finden; wie auch? Wenn Marías Leiche irgendwo auftauchte, wäre er der erste, den die Polizei benachrichtigen würde, noch vor der Presse.

Vorausgesetzt natürlich, man könnte sie problemlos identifizieren …

Eine Schlagzeile über einem kleinen Porträtfoto in einer Ecke des Lokalteils riss Miguel aus seinen düsteren Überlegungen.

»Junge Frau verschwunden«

Sein Herz schien stillzustehen, und für einen Moment tanzten schillernde Kreise vor seinen Augen, so dass er das Bild nicht genau erkennen konnte. Er zwang sich, ruhig und tief durchzuatmen, und endlich klärte sich sein Blick wieder.

Das Foto zeigte nicht María.

Es zeigte eine junge Frau, vielleicht 20 Jahre jünger als María. Eine blonde Frau mit kurzgeschnittenen Haaren, dunklen Augen, deren tatsächliche Farbe auf der Schwarzweißabbildung nicht zu erkennen war, und einem länglichen Gesicht.

Einem bekannten Gesicht!

Mit angehaltenem Atem verschlang Miguel den kurzen, danebenstehenden Text. Er besagte, dass eine gewisse Consuela S., wohnhaft in Girona, seit Sonntag abend oder Montag morgen abgängig sei. Ein Unfall oder auch ein Verbrechen könnten nicht ausgeschlossen werden. Für nähere Hinweise etc. pp.

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