Tomàs de Torres - Der Narrenturm

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"Der Ablieferungstermin ist in einer Woche!" Miguel Hermano traten die Schweißperlen auf die Stirn. Dabei sollte er diesmal gar keinen kompletten SM-Roman abliefern, sondern nur das allererste Kapitel. Allerdings war der Auftraggeber kein Verlag, sondern der Entführer seiner Frau María. Wenn er sie lebend wiedersehen wolle, müsse er – Woche für Woche ein Kapitel – einen Roman mit dem Titel «Der Narrenturm» schreiben, einen SM-Roman über die schaurig-schönen, mit allerlei Zwangsjacken, Fesseln und Gittern ausgestatteten Irrenhäuser vergangener Jahrhunderte.
Hermano macht sich umgehend an die Arbeit – an die literarische und an die fieberhafte Recherche nach dem Entführer. Bald schon stellt sich heraus, dass der Entführer selbst einen alten Narrenturm besitzt – und es stellen sich neue Fragen: Welche Rolle spielt María wirklich? Ist alles nur inszeniert und vorgetäuscht? Zu welchem Zweck? Mehr und mehr verwischen sich die Grenzen zwischen Roman und Realität, und für Miguel Hermano beginnt ein Tanz auf dem Vulkan …
Ungekürzte Ausgabe; (die Papierback-Ausgabe ist gekürzt)

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Consuela!

Miguel kannte diese Frau sehr gut. Vor einigen Jahren war sie für María das gewesen, was Cristina jetzt war – ihre »Wochenendsklavin«. Allerdings nicht lange; nach wenigen Monaten bereits war sie nicht mehr gekommen, nachdem María es wohl einige Male mit ihr übertrieben hatte. Großes psychologisches Einfühlungsvermögen hatte noch nie zu Marías Stärken gehört.

Consuela!

Er konnte sich noch sehr gut daran erinnern, wie wütend María damals nach Consuelas letztem Anruf gewesen war. Sie hatte getobt! Wie konnte so eine Göre, eine Sklavin , es wagen, ihr den »Laufpass« zu geben? Drei Tage hatte es gedauert, bis María sich wieder beruhigt hatte – drei Tage, in denen er sich in seinem Büro möglichst unsichtbar gemacht hatte.

Consuela …

War ihr Verschwinden ein Zufall? So kurz nach Marías Entführung? Vermisst »seit Sonntag abend oder Montag morgen«!

Seltsamer Zufall.

Bestand ein Zusammenhang zwischen den beiden Entführungen? Denn obwohl die Zeitungsnotiz zurückhaltend formuliert war, bestand für Miguel kein Zweifel an der Tatsache, dass auch Consuela entführt worden war.

Vom gleichen Mann?

Der Gedanke lag nahe, aber nach einiger Überlegung nahm Miguel wieder davon Abstand. Marías Entführer war allem Anschein nach völlig fixiert auf ihn, Miguel, und seine Bücher. Die Tatsache, dass er einen »Exklusivroman« als Lösegeld verlangte, und nicht zuletzt das kindische Streben nach einer Widmung legten davon beredtes Zeugnis ab. Dass dieser Mann auch noch eine andere Frau entführte, ergab keinen Sinn.

Also doch nur ein zufälliges Zusammentreffen zweier Entführungen?

Miguel zuckte mit den Schultern. Es sah so aus. Und er wusste aus eigener Erfahrung: Das Leben war voll von verrückten Zufällen …

*

Die zweite Hälfte des Vormittags verbrachte er, wie an den vorangegangenen beiden Tagen, auf einem Küchenstuhl, den er so positioniert hatte, dass er die Zufahrt im Blickfeld hatte.

Die Zufahrt – und den Briefkasten.

Gegen Viertel vor zwölf endlich riss ihn ein Klappern aus der zweiten Lektüre der Morgenzeitung. Ramón, sein langjähriger Briefträger, wandte sich gerade wieder seinem geparkten Wagen zu.

Miguel fuhr so rasch auf, dass er dabei den Stuhl umwarf. Ungeduldig wartete er, bis Ramóns Wagen rückwärts um die Kurve verschwunden war, dann rannte er hinaus und öffnete den Kasten.

Ein brauner Umschlag im C4-Format!

Diesmal regulär zugestellt, ordnungsgemäß frankiert und an »Miguel Hermano, persönlich« adressiert.

Aber natürlich fehlte ein Absender.

Immerhin verdeckte ein Poststempel das halbe Antlitz von König Juan Carlos – und dieser Poststempel verriet, dass der Brief in Barcelona aufgegeben worden war.

Näher immerhin als die Philippinen, dachte Miguel. Erheblich näher!

Der Umschlag enthielt zwei ungefaltete Blätter: einen einseitigen Brief und eine Fotografie, wohl aus einem Farbdrucker stammend.

Eine Fotografie von María.

Sie zeigte Miguels Frau nackt auf eben jenem hölzernen Zwangsstuhl, den er im ersten Kapitel des »Narrenturms« beschrieben hatte: Ihre Arme waren mit dicken, dunkelbraunen Lederriemen an die Lehnen geschnallt; auf die gleiche Weise waren ihre Fußgelenke mit den Stuhlbeinen verbunden. Dies zwang ihre Füße in eine weit gespreizte Position, so dass der Fotograf – und damit auch Miguel – einen tiefen Einblick in jene intime Körperteile Marías erhielt, die sich meist unter einem dunkelbraun behaarten Dreieck verbargen.

Miguel knirschte mit den Zähnen.

Unterhalb von Marías bloßen Brüsten befand sich eine mindestens 15 Zentimeter hohe Ledermanschette, die vorne verschnürt war und die Marías Oberkörper fest an die hohe Lehne des Stuhls presste. Und in ihrem Mund befand sich abermals ein Knebel; wohl der gleiche, den sie auf dem ersten Bild getragen hatte. Ihre Augen blitzten den Fotografen in ohnmächtiger Wut an.

Miguel starrte das Bild lange an. Länger als nötig, denn plötzlich bemerkte er, dass er eine schmerzende Erektion hatte.

Er wandte sich dem Brief zu.

Lieber Sr. Hermano,

vielen Dank für die überaus prompte Zusendung des ersten Kapitels Ihres Romans – nein, unseres Romans! Allerherzlichsten Dank auch für die Widmung, die eine große Überraschung für mich war :-) Ich habe mich sehr darüber gefreut, wenn es auch natürlich schade, sehr schade ist, dass Sie nicht in der Lage waren, meinen richtigen Namen einzusetzen. Aber vielleicht können Sie das ja eines schönes Tages nachholen – später, wenn wir uns besser kennen!

Ich möchte den Anfang des Romans als vielversprechend charakterisieren; er macht, wie man so schön sagt, Appetit auf den weiteren Verlauf der Geschichte! Die Einführung der Hauptpersonen ist soweit in Ordnung; allerdings hatte ich mir, ich muss es gestehen, etwas mehr »action« versprochen. Sie wissen schon, was ich meine … Aber für ein erstes Kapitel war es wohl ganz »okay«. Bitte senden Sie die Fortsetzung möglichst umgehend!

Wie ich Ihnen bereits versprochen hatte, erhalten Sie anbei Ihrer Mühen Lohn: Ein Bild Ihrer Frau, das sie in dem von Ihnen beschriebenen Zwangsstuhl zeigt. Das sollte wohl genügen als Beweis, dass sie noch unter uns Lebenden weilt.

Apropos Lebende: Wenn ich in der Logdatei des »foolstower«-Webservers noch einen Eintrag – nur einen einzigen! – mit ihrer Rechneradresse finde, sehe ich mich zu meinem – und gewiss auch Ihrem – allergrößten Bedauern gezwungen, meine Drohung wahr zu machen und Ihre Frau aus dem Kreis der Lebenden in jenen der Verblichenen zu befördern! Und wie bereits in meinem ersten Schreiben angekündigt werde ich es dergestalt einzurichten wissen, dass die Exekutive unseres Staates zu dem Schluss kommen muss, auch in diesem Fall sei der Täter, wie so oft, der Ehemann des Opfers!

Mit den allerherzlichsten Grüßen

Ihr

GROSSER UNBEKANNTER

Mittlerweile konnten weder der Stil noch der Inhalt des Briefs Miguel überraschen. Auch die Tatsache, dass der Schreiber seinen Zugriff auf die »foolstower«-Website bemerkt hatte, war abzusehen gewesen. Da Miguel als Autor selbst eine Website betrieb, war er mit deren diversen Auswertungsmöglichkeiten vertraut.

Was ihn dagegen wirklich überraschte war das Bild: María in dem im Roman beschriebenen »Zwangsstuhl«! Niemals wäre er auf die Idee gekommen, dass der Entführer über so ein Gerät verfügte. Handelte es sich dabei um ein altes Original oder einen modernen Nachbau? Aber auch ein Nachbau musste eine schöne Stange Geld gekostet haben, ganz abgesehen davon, dass man Leute, die in der Lage und willens waren, so etwas zu schreinern, nicht an jeder Ecke fand.

Schließlich erhob sich Miguel und ging hinauf in sein Büro. Er hatte für den Rest des Tages sowieso nichts vorgehabt, also beschloss er, sich an das zweite Kapitel zu machen. Möglicherweise würde er es sogar heute noch beenden können. Und je schneller er mit dem Roman fertig wurde, desto schneller würde er María zurückerhalten – lebend.

Hoffte er jedenfalls.

»Gefangen im Narrenturm«, 2. Kapitel

Die Gelegenheit, den neuentdeckten unterirdischen Gang zu erkunden, ergab sich bereits am Sonntag morgen. Nach seinem »Abenteuer« am Freitagabend hatte Alberto Vidal überlegt, ob er Dr. Delgado anrufen und ihm die Geschichte erzählen solle, sich dann aber dagegen entschieden. Er kannte seinen Vorgesetzten noch nicht gut genug, um dessen Reaktion vorhersagen zu können. Vielleicht fand er es unpassend, dass sein angehender Assistenzarzt sich aus purer Neugierde wie ein Wurm durch die Erde wühlte.

Also stellte er am Sonntagmorgen seinen Wagen auf dem Waldweg ab und vertauschte seine Straßenschuhe gegen ein Paar Gummistiefel. In weiser Voraussicht hatte er diesmal eine alte Jacke und verblichene Jeans angezogen; wenn diese Kleidungsstücke seine Expedition nicht überstanden, war nicht viel verloren.

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