Doch María hatte darauf eine passende Antwort gefunden.
Als Cristina sich an einem Freitagabend wieder einmal beschwerte, dass sie kein kleines Kind sei, das noch Windeln brauche, und dass sie lieber den Eimer benutzen wolle, befahl ihr María unwirsch und mit unheilverkündendem Unterton in der Stimme, sie solle sich wieder anziehen. Sie brachte die Straßenkleidung ihrer Sklavin ins »Spielzimmer«, und nachdem die überraschte Cristina diese wieder angelegt hatte, musste sie sich auf der ehemaligen Krankenhausliege ausstrecken, die in der Ecke stand, die für das Projekt »Kerkerzelle« reserviert war. María schnallte sie so, wie sie war, fest und überließ sie dann sich selbst.
Am nächsten Morgen hatte sich bereits ein kleiner See unter der Liege gebildet, doch das war María noch nicht genug. Sie ließ Cristina geschlagene 36 Stunden so liegen, wobei sie sie freigiebig mit Speise und Trank versorgte. Als die Sklavin dann endlich, am Sonntagabend, befreit wurde, konnte sie sich kaum auf den Beinen halten. Der Gestank, der von ihr ausging, raubte María beinahe den Atem; dennoch bestand sie darauf, dass Cristina zunächst den Boden aufwischte. Als sie damit fertig war, erlaubte sie ihr nicht etwa, sich im Duschraum zu säubern, sondern steckte sie so, wie sie war, in ihren damals nagelneuen Mercedes und befahl ihr, nach Hause zu fahren.
Seither hatte es Cristina niemals mehr gewagt, ein Wort gegen die Windeln zu sagen.
»Was meinst du«, fragte Miguel, als sie fertig war, »brauchst du darüber eine Plastikhose – sicherheitshalber?«
Cristina schüttelte heftig den Kopf.
Miguel öffnete die Tür des alten Schlafzimmerschranks und kramte in einer Schublade. Dann warf er ihr ein zusammengefaltetes Teil aus durchsichtigem Plastik zu. »Zieh trotzdem eine über die Windel!«
Wieder gehorchte sie, ohne ein Wort zu sagen. Während sie die Hose zuknöpfte, kramte Miguel im Kleiderabteil des Schranks. Hier hingen, fein säuberlich aufgereiht wie Soldaten auf einem Exerzierplatz, Korsetts aus Gummi und Leder, Gummihosen verschiedener Länge, Gummi-Ganzanzüge, eine Art Zwangs-Schlafsack aus Leder sowie verschiedene Zwangsjacken.
Zwangsjacken!
Miguel dachte an den »Narrenturm« und nahm eine vom Bügel. Sie war aus dickem, schwarzem Gummi gefertigt und verfügte über einen Schrittgurt sowie Reißverschlüssen an den Brüsten. Er reichte sie Cristina.
»Hier!«
Cristina schlüpfte in die Jacke, was nicht ohne zupackende Hilfe von Miguel abging. Endlich schloss er den Reißverschluss im Rücken und verknotete dann die am Ende der langen Ärmel angebrachten Bänder, so dass die Arme der Sklavin fest unter ihren Brüsten verschränkt wurden. Dann kam der Schrittriemen an die Reihe; Miguel führte ihn zwischen ihren Beinen durch und befestigte ihn dann mittels einer am Rückenteil angebrachten Schnalle. Er zog ihn so fest wie möglich, wodurch die dicke Windelpackung eng an Cristinas Unterleib gepresst wurde. Endlich gab er ihr einen Klaps auf das gut gepolsterte Hinterteil und wies auf den Käfig, dessen Tür einladend offen stand.
Breitbeinig stelzte sie zu dem winzigen Gefängnis, in dem sie die ganze Nacht würde zubringen müssen, und ging davor in die Knie. Etwas unbeholfen, da sie sich nicht mit den Händen abstützen konnte, passierte sie die Öffnung und ließ sich dann auf die gummibespannte Matratze fallen. Sie wälzte sich auf ihre linke Körperseite und brachte das kleine Kissen mit dem Kopf in eine passende Position. Sie musste die Beine anziehen, da der Käfig nicht groß genug war, dass sie sich lang ausstrecken konnte.
Als sie endlich eine einigermaßen bequeme Lage gefunden hatte, schlang ihr Miguel noch einen Lederriemen um beide Fußgelenke und zurrte ihn fest, so dass Cristinas Beine aneinandergepresst wurden. Dann nahm er den Wasserbehälter aus seiner Halterung und füllte ihn am Waschbecken des Duschabteils. Cristina, wiewohl in jeder Beziehung gut verpackt, hatte genügend Bewegungsfreiheit, um gegebenenfalls das Trinkrohr erreichen zu können.
»Nun«, meinte er schließlich, »wirst du es noch einmal wagen, hier ohne Anmeldung aufzukreuzen?«
Cristina schüttelte den Kopf, stets bemüht, ihm nicht direkt in die Augen zu sehen. »Nein, Herr! Gewiss nicht!«
Miguel grinste säuerlich.
Er wusste es besser – und Cristina auch.
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