Markus Veith - Die erste Bahn

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Kai Trollmann verpasst die letzte U-Bahn. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als auf die erste Bahn des nächsten Morgens zu warten. Er bekommt Gesellschaft von Helen, einer älteren Frau.
"Ich bin deine Tochter. Ich komme aus der Zukunft. Und ich werde dich erschießen."
Durch eine fatale Wendung werden sie gezwungen, die Zeit bis zur Ankunft der Bahn gemeinsam zu verbringen: Kai und seine mögliche Zukunft. Helen und das vergangene Leben mit ihrem Vater. Und eine Gegenwart, die alles verändern könnte.

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… Kai überlegte, dass er sich nie von der allgemeinen Panik hatte anstecken lassen, welche nach den Anschlägen des 11. Septembers drei Jahre zuvor von der Weltbevölkerung Besitz ergriffen hatte. Dass dschihadistische Terroristen auch deutsche Städte als Anschlagsziele ins Auge fassen könnten, hielt er zwar nicht für komplett ausschlossen, aber in den Diskussionen, die er mit Holger führte (der im Übrigen gerne für jede Paranoia zu haben war, wenn sie dem aktuellen Zeitgeist entsprach), hatte Kai immer argumentiert, dass diese Al-Kaida-Fritzen, so wahnsinnig sie auch sein mochten, ordentlich einen an der Murmel haben müssten, wenn sie sich ausgerechnet diese Stadt für einen Anschlag aussuchten. Was sollten sie Wichtiges bombardieren oder in die Luft jagen? Eine McDonald’s-Filiale? Einen Starbucks? „Beschwer dich nur nicht, wenn du mehr Särge auf den Friedhof schleppen musst“, war das Einzige, was Holger noch erwidert hatte. Was für ein Blödsinn! Diese Stadt war weder von kultureller noch international politischer Wichtigkeit. Natürlich gab es hier kriminelle Delikte, dennoch hatte Kai sich nie Gedanken darüber machen müssen, wie er reagieren würde, wenn plötzlich jemand in seiner Nähe eine Schusswaffe zog. Und die Frau, die hier nun mit beiden Händen eine sehr real wirkende Pistole auf ihn richtete, entsprach keinem der aktuellen Feindbilder. Sie war keine Bin-Laden-Anhängerin, kein Junkie, keine Räuberin, sondern eine füllige, unmaskierte Frau, die bisher vielleicht etwas meschugge, aber nicht komplett verrückt gewirkt hatte. Und die sich alles andere als behaglich fühlte, wenn er das Zittern des auf ihn gerichteten Pistolenlaufs nicht missdeutete.

… Kai überlegte weiter und irgendein wirrer Gedankengang führt ihn zu Rehen und Hasen. Er hatte mal eine Tier-Doku gesehen in der erklärt wurde, dass der Fluchtinstinkt jedem Wesen angeboren sei. Hasen schlagen Haken und Karnickel flüchten in den Bau. Rehe allerdings bringen Scheinwerfer nicht mit einem sich nähernden Auto und unmittelbarer Gefahr in Verbindung. Sie werden geblendet und durch diesen Tunnelblick verschwindet die Umgebung aus ihrer Wahrnehmung …

… Kais Verstand schien sich von seinem Körper getrennt und in die Schatten seines Hinterkopfes verzogen zu haben, redete zu ihm mit einer Stimme, die klang, als sei er auf Diazepam:

‚Ich bin ein verdammtes Reh mit Tunnelblick.‘

‚Ja. Dabei ist der Tunnel da vor mir nicht mal ein Scheinwerfer.‘

‚Wäre ich ’ne Kuh, könnt man mich jetzt einfach so umschubsen.‘

‚Ich sollte ein Hase sein, oder?‘

‚Ja, Hase sein wäre jetzt echt gut.‘

‚Bin ich aber nicht. Ich bin Kai Trollmann. Hat die Frau da gerade gesagt.‘

‚Woher kennt sie meinen Nachnamen. Habe ich ihr den genannt?‘

In diesem Moment rastete irgendetwas in Kais Kopf wieder ein.

‚Ey, diese Schlampe hat sich selbst Trollmann genannt.‘

Plötzlich setzte die Gegenwart wieder ein.

Es ist 00:52 Uhr.

„Trollmann?“, sagt er, ohne sich in den vergangenen Sekunden mehr als eine Kalibereinheit bewegt zu haben. Er hört die Benommenheit in seiner Stimme. „Sie heißen genau wie ich?“

Die Frau, die sich Helen Trollmann genannt hat, hält die Waffe weiterhin mit gestreckten, verkrampft bebenden Armen auf den jungen Mann gerichtet.

Kai hebt die gespreizten Hände. Da er die Flasche in der Rechten hält, umklammert er sie mit Daumen und Zeigefinger und bringt Onkel Otto in bedenkliche Schräglage. „Damit ich Ihnen zuhören kann, müssen Sie etwas sagen“, bringt er mühsam hervor. „Das ist Ihnen klar, oder?“

Die Frau schweigt. Sie rückt die Füße etwas weiter auseinander.

„Wollen … wollen Sie behaupten, zu meiner … Familie zu gehören? Warum kenne ich Sie dann nicht?“

Die Frau schweigt. Die Umhängetasche droht ihr von der Schulter zu gleiten.

Kai lässt den Blick abschweifen. Das ist leichter, als in diese Mündung zu schauen. „Hören Sie“, sagt er sehr langsam und sucht die Luft nach Worten ab. „Ich habe eine Flasche Wein intus. Zuzüglich dem, was hier drin fehlt. Mein Gehirn ist etwas angeduselt, mein Gedächtnis … vielleicht … ein wenig beeinträchtigt. Wenn ich diese SCHEISSE …“

Beide schreien unwillkürlich auf. Kai duckt sich. Die Tasche ist Helen in die Armbeuge gerutscht und stemmte mit einem Ruck den Pistolenlauf nach unten. Eine Eruption, die leicht einen Schuss hätte auslösen können. Als Kai sich wieder aufrichtet, sieht er, wie die Frau die Zähne zusammenbeißt, als wolle sie den Schreck zerknirschen. „Verdammt, legen Sie das verfluchte Ding weg!“, brüllt er.

Natürlich meint er die Waffe. Doch mit einer schroffen Bewegung schüttelt sie die hinderliche Tasche vom Arm auf den Boden. Dann legt sie die Hand sofort wieder um die andere, die den Pistolengriff wie eine Faust umklammert.

Kai versucht zu schlucken, doch seine Kehle ist staubtrocken. „Wenn ich das hier begreifen soll“, formuliert er heiser, „will ich gerne mein Bestes tun. Aber dafür müssen Sie mir ein paar Informationen liefern.“

„Wie sich Wünsche ändern“, sagt Helen und es ermutigt ihn nicht sonderlich, dass ihre Stimme zittert. „Eben hast du mir dafür noch Prügel angedroht.“

„Nun … im Angesicht dieser Mündung fällt eine entspannte Konversation recht schwer.“ Er schafft einen Schritt, vielmehr ein Schlurfen in Helens Richtung. „Wenn ich Ihnen dieses Ding abnehmen dürfte, dann …“

„Finger weg!“, bellt sie.

„Okay, okay!“ Er reißt die Hände so schnell hoch, dass Onkel Otto in der Flasche über seinem Kopf gluckert. Er zieht den Fuß zurück und kann selbst nicht glauben, dass ihm ein fahriges Grinsen gelingt. „Hey, diesen einen Versuch müssen Sie mir zugestehen. Ich will nur sagen, es wäre alles viel leichter, wenn Sie dieses Ding irgendwo, auf den Boden, oder woanders … Ich werde nicht fliehen. Ehrlich.“

„Du würdest ausweichen“, sagt Helen. Ihre Kiefermuskeln arbeiten.

Kai bemüht sich, Helens Worte auszuwerten, aber seine Gedanken schlagen Kapriolen. Langsam führt er die Flasche zum Mund. Eine reine Verlegenheitstat. ‚Wäre ich ein Goldhamster, würde ich jetzt anfangen, mich zu putzen.‘ Der Alkohol brennt in seiner Kehle. Aber er wacht nicht aus diesem Alptraum auf.

„Hey“, bringt er schließlich hervor. „Ich glaube, wir hatten einen ziemlich miesen Start.“ Er fuchtelt unbeholfen mit der freien Hand. „Das kommt vor. Na ja, es war dummes Gerede. Wie wäre es also, wenn wir einfach alles vergessen. Ich nehme zurück, was ich …“

„Ich kann das nicht vergessen!“ Ihre Stimme hallt durch die Station. „Und du kannst nichts zurücknehmen!“

„Schon gut!“ willigt Kai hektisch ein. „Ich bin sicher, dass man Ihnen irgendwie … also, ich meine, es gibt doch Lösungen. Für alles und so. Sie müssen nur reden. Und Sie wollen ja reden. Haben Sie gesagt. Also, bitte, reden Sie. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob ausgerechnet ich, also, es gibt da ganz fähige Therapeuten, die …“

„Hör auf, mich wie ein Kind zu behandeln!“, keift sie. Die Waffe in ihren Händen zuckt vor wie der Kopf einer schnappenden Giftschlange.

„Nein, tu ich nicht!“, kreischt Kai. Panik und Zorn lassen seine Stimme kieksen. „Okay! Reden Sie. Und ich höre zu. Zuhören ist prima. Supermethode. Hilft enorm. Und ich hab Zeit. Die ganze Nacht. So lange, wie Sie wollen.“ Seine Stimme schwillt an. Er stampft mit dem Fuß auf, um seine Anspannung loszuwerden. „Aber halten Sie in drei Teufels Namen Ihren Finger da still! Denn, verfickte Scheiße, ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Sie mich mit jemandem …!“

„Verwechseln?!“

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