Markus Veith - Die erste Bahn

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Kai Trollmann verpasst die letzte U-Bahn. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als auf die erste Bahn des nächsten Morgens zu warten. Er bekommt Gesellschaft von Helen, einer älteren Frau.
"Ich bin deine Tochter. Ich komme aus der Zukunft. Und ich werde dich erschießen."
Durch eine fatale Wendung werden sie gezwungen, die Zeit bis zur Ankunft der Bahn gemeinsam zu verbringen: Kai und seine mögliche Zukunft. Helen und das vergangene Leben mit ihrem Vater. Und eine Gegenwart, die alles verändern könnte.

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„Klingt gut.“ Helen zeigt Lächeln. Ohne jegliche Belustigung und als sei sie mit den Gedanken woanders. „Vergessen. Nicht mehr dran denken. Einfach gehen. – Als lege dir etwas diese Worte in den Mund.“ Dann rafft sie sich energisch zusammen. „Nein. Ich muss mit dir reden. Du musst zuhören.“

„Scheiße, was kommt jetzt?“, ächzt Kai. „Irgendeine Feminismus-Kacke? Das Wort zum Sonntag? Gehören Sie zu den Deppen Jehovas? Oh, bitte! Bekehren Sie einen anderen, Gnädigste!“ Nebenbei nimmt er wahr, wie Helen scharf einatmet. „Wenn es um Glaubensfragen geht, dürfen Sie mir glauben: Es gibt nichts, worüber Sie hier und jetzt mit mir reden müssen .“ Er setzt die Flasche an.

„Doch“, entgegnet sie ihm. „Genau hier und genau jetzt.“

Beinahe hätte Kai sich verschluckt. „Jetzt reicht’s.“ Er wischt sich Korn vom Kinn. Als er aufspringt, gerät er leicht ins Wanken, fängt sich aber. „Passen Sie auf, sagen wir einfach: Ich bin krank. Ja. Genau. Sehr, sehr krank. Suchen Sie sich was aus: Pest, Cholera, Rinderwahn, was weiß ich. Wenn Sie nicht für den Rest Ihres Lebens mit einer Tüte überm Kopf durch die Stadt laufen wollen, mit Pocken am Arsch und so, dann hauen Sie jetzt ab!“ Kai kommt dicht an sie heran. „Retten Sie sich! Gehen Sie in Frieden mit … wie auch immer Ihr Oberclown heißt.“ Er wedelt mit der Hand gen Rolltreppe. „Schwirren Sie ab! Tschüss.“

Helen ist zurückgewichen, aber sie wendet sich nicht um. Sie hält ihre Tasche umklammert. Nun greift sie mit der Hand hinein.

„Okay, okay.“ Kai wirft rasch die Hände in die Luft und geht ebenfalls auf Abstand. Er hat keine Lust, sich von dieser durchgeknallten Nachtschwärmerin Pfefferspray in die Visage sprühen zu lassen. Er stellt die Flasche auf den Fliesenboden, als lege er eine potenzielle Schlagwaffe ab. Ihm wird klar, dass ihm allmählich das verbale Schießpulver ausgeht und seine Stimme an Sicherheit eingebüßt hat. Ginge es hier um irgendeine Meinungsverschiedenheit, hätte er sie längst in Grund und Boden diskutiert. Aber noch nie hat er jemanden wirklich vertreiben müssen . Gewalt ist nie sein Ding gewesen. Sollte es ihm nicht gelingen, diese Frau loszuwerden … er wüsste nicht einmal, ob er überhaupt grob werden könnte . Und wenn Helen nun realisiert, dass er nur laute, aber eigentlich harmlose Knallerbsen verschießt, dann wäre es womöglich letztendlich er, Kai, der das Feld räumen müsste.

Er bemerkt, wie sie ihn im Auge behält. Dann zieht sie die Hand wieder aus der Umhängetasche. Ohne Pfefferspray oder Taser oder ähnliches. Als habe sein Zurückweichen und Innehalten sie umgestimmt. ‚Also gut‘, denkt Kai. ‚Dann Feuer frei aus allen Rohren! Aber schön auf Abstand bleiben.‘

„Wissen Sie, wenn ich Ihnen sage: Sie gehen jetzt besser , dann bedeutet das ganz viel. In unserem Fall“, er biegt mit dem Zeigefinger der Rechten seinen linken Daumen gerade, „dass Sie sich ganz banal fortbewegen sollen, mit dringlicher Betonung auf fort. “ Er streckt den Zeigefinger. „Außerdem: Dass ich Sie ganz entschieden loswerden, Ihre Gegenwart in dieser versifften Halle nicht verlängert sehen möchte, und“, fährt er mit Hilfe des Mittelfingers fort, „dass mir Ihr Wohlbefinden am Herzen liegt. Letztendlich aber ist es ein ganz banaler Appell.“ Er beugt Daumen und Zeigefinger wieder in die Faust, der Mittlere bleibt gestreckt. „Verpissen Sie sich!“, brüllt er sie an. „Entfernen Sie sich von diesem Bahnsteig! Ich will weder zuhören, geschweige denn reden. Nicht mit Ihnen oder sonst wem. Nicht über die Zukunft, nicht über Gott und die Welt, schnöden Mammon oder sonstigen Scheiß. Ich trage mein Kreuz selbst. Es ist mein Leben, meine Zukunft und meine Seelenkrise. Die Leute, denen ich meine Verderbtheit anvertraue, suche ich mir selbst aus und ich versichere Ihnen: Sie gehören nicht dazu. Ich könnte allerdings mein Sündenkonto erheblich belasten, wenn ich in drei Minuten noch irgendetwas von Ihnen hier unten sehe, höre oder auch nur rieche. Dass das klar ist: Ich werde es nicht sein, der das Feld räumt und sich da draußen den Arsch abfriert. Sie wären nicht die erste Frau, die von mir Prügel bezieht. Verstehen Sie das nicht als Drohung. Ich möchte das nicht tun. Ich wasche meine Hände in Unschuld. Aber ich will später sagen können, dass ich Sie gewarnt habe, bevor ich Sie die Treppe hoch getreten habe. In Notwehr. Bevor Sie mir psychischen Schaden zufügen. Da oben werden Sie vielleicht vom Blitz getroffen, vielleicht ertrinken Sie auch im Rinnstein oder werden überfahren. Möglich. Aber ich versichere Ihnen: All das sind hinnehmbare Alternativen im Vergleich zu dem, was Ihnen hier passieren wird, wenn Sie weiter bleiben und mich vollschwafeln. Soweit klar? Dann Abmarsch! Die Zeit läuft. Und los!“

Helen wendet sich tatsächlich ab, als wolle sie gehen. Sie bebt am ganzen Körper. Kai will schon frohlocken, hat die Flasche wieder vom Boden aufgenommen, um das zurückeroberte Territorium zu feiern, da dreht sie sich erneut um.

„Falscher Kurs, Gnädigste!“, ruft er sofort. „Immer hübsch da lang. Nächste Station: Schillerplatz. Diese Richtung, etwa zwei Kilometer. Der Spaziergang lohnt sich und ist ohne blaue Flecken viel leichter zu ertragen. Das Prinzip ist wirklich sehr einfach: Ich will und werde bleiben; Sie möchten und sollten verschwinden.“

„Um Wollen oder Möchten geht es nicht“, presst Helen hervor.

„Meine Fresse!“ Kai stößt einen wütenden Laut aus. Allmählich macht es ihm Mühe, seine Verzweiflung zu verbergen. „Spreche ich Gälisch oder Suaheli, oder was?! Hören Sie, Ihre Hartnäckigkeit, mich bekehren zu wollen, ist ja irgendwie ganz schmeichelhaft für mich, aber …!“

„Das ist es ganz und gar nicht!“ Die Worte knallen durch die Station und lassen Kai abrupt verstummen. „Ich will dich nicht bekehren. Ich werde dir nur dieses eine Mal die Zeit stehlen. Damit vermeide ich eine ganze Menge Konsequenzen. Dir, mir und allen anderen.“ Sie zieht das Tuch von ihrem Hals und stopft es in die Tasche.

„Lassen Sie endlich diese Duzerei!“ Kai merkt, wie seine Stimme deutlich an Kraft verloren hat. „Für wen halten Sie sich?“

„Ich sorge dafür, dass wir uns in Zukunft nie wieder duzen werden, Kai Trollmann.“

„Verdammt, woher …?“ Plötzlich verspürt er wieder dieses unangenehme Zirpen in seinem Hinterkopf, nur ungleich heftiger als bisher. Für einen Moment verschwimmt sein Blick. „Woher wissen Sie, wie ich …?“ Nur schemenhaft sieht er, wie sie den Arm aus der Tasche zieht und etwas in der Hand hält.

„Mein Name ist Helen Trollmann.“

Sein Blick wird wieder klar. Er starrt in die Mündung einer Waffe.

„Und ich werde dich erschießen.“

Manchmal macht die Zeit ein Foto fürs Archiv So eine Momentaufnahme kann die - фото 4

Manchmal macht die Zeit ein Foto fürs Archiv. So eine Momentaufnahme kann die Dauer von Sekunden haben. Dennoch können während dieser winzigen Zeitspanne unter Umständen Welten zerstört werden, weil Erkenntnisse jäh wie Kometen einschlagen und alles weitere Leben mit einer giftigen Aschewolke bedeckt wird. Solch einen Schnappschuss betrachtet man besser aus der wohltuenden Distanz, die wir Erinnerung nennen und stets in Vergangenheitsform passiert.

*klick.*

Kai überlegte. Er überlegte, wie wenig überlegen er sein konnte, während er überlegte, und die Zeit wie zäher Teer durch diese Misere tropfte.

… Er hatte keine Ahnung von Schusswaffen. Er wusste, dass Kaliber den Durchmesser von Projektilen und Waffenläufen normierte. Sein Freund Holger kannte sich als technisch versierter Fan von Handfeuerwaffen weit besser mit all dem aus. Wenn er seine Steckenpferde mit Beretta, Glock oder Walther benannte, dann verstand Kai nur Bahnhof. Vier Fakten waren ihm allerdings bekannt: Erstens, dass man es tunlichst vermeiden sollte, vor einer Mündung zu stehen und, zweitens, in eine Mündung zu schauen, besonders, wenn man, drittens, nicht wusste, ob ein Projektil den Lauf füllte, denn ein solches vermochte, viertens, eine unschöne, oft irreparable Verzierung in die Lebenshülle zu stanzen. Nun wurde ihm jäh eine fünfte Tatsache klar: Wenngleich Kaliber-Einheiten in Millimetern benannt wurden, so sah eine Mündung von vorne betrachtet aus wie ein Arschloch, das viel größer wirkte, als es Millimeter bemessen könnten. Und er wollte auf keinen Fall, dass aus diesem Stahlanus etwas herauskam …

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