Helen Waite - Öffne mir das Tor zur Welt

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Öffne mir das Tor zur Welt: краткое содержание, описание и аннотация

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Helen Keller wurde mit neunzehn Monaten taub und blind; eine Heilung war aussichtslos. Erst als sich fü̈nf Jahre später die junge Anne Sullivan der kleinen Helen annahm, lernte das Mädchen allmählich, Begriffe zu entwickeln, zu denken und sich ihrer Umwelt mitzuteilen. Eine erstaunliche Entwicklung begann: Helen absolvierte die Schule, beendete erfolgreich ein Universitätsstudium und wurde eine weithin bekannte Schriftstellerin und Rednerin.
Diese beeindruckenden Biografie schildert den Lebensweg der taubblinden Schriftstellerin Helen Keller und ihrer mutigen Lehrerin Anne Sullivan.

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«Sie hat die Möglichkeit in sich, etwas Großartiges zu leisten», wiederholte sie, «und starke Liebeskräfte – wenn es uns gelingt, an ihr Herz zu rühren.»

So aufsässig und eigenwillig Annie auch war, niemals, ihr ganzes Leben hindurch nicht, war sie unzugänglich gegenüber echter Güte und Zuneigung, und die besaß Mrs. Hopkins in reichem Maße. Noch nie zuvor war Annie geliebt worden, es war eine eigenartige, neue Erfahrung für sie, aber sie freute sich darüber und begann bald selbst, Versuche in dieser Rich-tung zu machen. Sie führte die kleineren blinden Mädchen spazieren, geleitete sie sonntags zur Kirche, half ihnen bei ihren Hausaufgaben und tröstete die Heimwehkranken und Einsamen. Einsamkeit war ja für Annie nichts Unbekanntes! Vielleicht war es in jener Zeit, dass ihre Freundschaft mit Laura Bridgman begann.

Als die Schule im Sommer 1884 ihre Tore schloss, lud Mrs. Hopkins Annie zum ersten Mal ein, die Ferien bei ihr und ihrer Mutter in deren Haus in Brewster zu verbringen. Nie vergaß Annie die jähe, überwältigende Freude, von der sie ergriffen wurde. Bisher hatte man sie im Sommer irgendwo hingeschickt, wo sie für ihren Unterhalt arbeiten musste; und nun eine richtige Einladung – jemand, der sie wirklich bei sich haben wollte!

Und dann Brewster! Bereits in den ersten zwei Wochen verliebte sie sich in den Ort. Der weit geschwungene Horizont; die heimeligen hübschen Häuser, so anders als die massigen, düster aussehenden Gebäude in Boston; die schmalen, gewundenen, sandbedeckten Wege; die duftenden, weiten Felder; die langen, goldenen Sandstrände, auf denen hie und da kleine Büschel steifen Strandhafers wuchsen – alles das ließ Brewster zu einem Ort werden, der Annies leidenschaftliches Sehnen nach Schönheit befriedigte.

Und die Menschen – auch sie stillten eine Sehnsucht in ihr, diese Menschen mit ihrem ruhigen Selbstvertrauen, ihrer tatkräftigen Einstellung zum Leben und ihrem oft unerwarteten, verborgenen Humor. Nie zuvor hatte sie unter völlig normalen Menschen gelebt, die sie ganz selbstverständlich in ihrer Mitte aufnahmen, und so wurde jeder Tag, den sie in Brewster verbrachte, zu einer Quelle reinster Freude für sie.

Auch das Haus Crocker trug zu ihrem Entzücken bei. Mrs. Hopkins’ Vater war, wie schon ihr Mann, Schiffskapitän gewesen, und das ganze kleine Haus, vor allem aber das Wohnzimmer, waren zum Bersten angefüllt mit Andenken, die er von seinen Reisen mitgebracht hatte. Staubwischen zählte nie zu Annies Lieblingsbeschäftigungen, aber in diesem Wohnzimmer abzustauben, dazu war sie jederzeit nur zu gern bereit. Jede Möglichkeit, das Crockersche Wohnzimmer zu betreten, war wie eine Belohnung!

Annie fühlte jedes Mal eine leise Scheu, wenn sie über die Schwelle dieses Zimmers trat. Zunächst lief sie sorgsam und vorsichtig über den kostbaren Teppich (Teppiche oder Läufer gab es in der Schule nicht), ging zum Fenster, um einige Schlitze des Fensterladens zu öffnen, dann aber geradewegs zu der Etagere, die ihre Lieblingsschätze enthielt: chinesische Porzellanfiguren, zierliche Spieluhren und Elefanten aus glatt poliertem Elfenbein. Von alledem war sie wie verzaubert. An einer anderen Stelle des Zimmers befand sich ein Meer von blauem Porzellan aus Holland, auf dessen einzelnen Teilen man Abbildungen eines Hafens und einer Stadt betrachten konnte, und vorzüglich gearbeitete silberne Kelche aus Portugal sowie ein wunderbarer Kronleuchter. Annies allerliebste Stücke aber standen auf dem Kaminsims: zwei zierliche Porzellanpuppen, die beide einen mit Früchten und Blumen gefüllten Korb trugen. Jedes andere Mädchen hätte von Tante Crocker ermahnt werden müssen, diese Kostbarkeiten nicht unachtsam oder unnötig zu berühren, aber für Annie Sullivan war das bloße Sehenkönnen noch ein solches Wunder, dass es ihr völlig genügte, nur dazustehen und ihre Augen an diesen Schätzen zu weiden. Und wenn sie sie tatsächlich abstaubte, dann berührte sie sie mit der Behutsamkeit eines blinden Kindes, das sie einst gewesen war.

Ihre Eigenwilligkeit aber verlor Annie auch in Brewster nicht. Kurz nach ihrer Ankunft hatte Mrs. Hopkins ihr einen schmalen Pfad gezeigt und ihr gesagt, dass er zu einer schmutzigen Höhle führe, in der ein verrückter alter Einsiedler hause. Diese Ermahnung hätte genügt, um jedes andere fügsame und wohlerzogene Mädchen von jenem Pfad fernzuhalten, aber Fügsamkeit und Vorsicht waren Annies Stärke nicht. Von Neugier wie verhext, folgte sie sobald als möglich diesem Pfad, der sich durch hohes, stacheliges Gras wand, bis er schließlich am glatten Strand einer weit geschwungenen Bucht endete. Dort erblickte sie einen sonderbaren Holzschuppen und einen alten, sehr gepflegten Mann, der sie an Rip van Winkle erinnerte. «Hallo», sagte Annie so lässig wie möglich. Aus seinem Dösen aufgeschreckt, war der Alte nicht gerade überschwänglich herzlich. Er warf ihr einen finsteren Blick zu und erklärte, dass er keinen Besuch brauche und Gesellschaft verabscheue – besonders «Weibervolk». Aber vielleicht spürte er ihre unkomplizierte, aufrichtige Unerschrockenheit, denn er brummte etwas vor sich hin und forderte sie schließlich auf, sich zu setzen. Unter seinen struppigen, grauen Augenbrauen betrachtete er sie neugierig.

«Hast du denn keine Angst vor mir?»

Annie schüttelte den Kopf. «Nein, jetzt nicht mehr, nur zuerst. Aber Sie sind ja gar nicht verrückt.»

«Na so was, besten Dank!» Der Alte machte eine Verbeugung. «Ich weiß zwar nicht, woher du das wissen willst, aber es stimmt schon. Du hast mehr Grips als die anderen. Du bist wohl nicht aus Brewster?»

Annie bekannte, dass das nicht der Fall sei, und der Alte kicherte befriedigt. «’türlich nich’! Hast zu viel Grips!»

Er bot einen malerischen Anblick in seinem verblichenen blauen Overall, mit einem Kranz feiner Falten um seine blauen Augen, dem schneeweißen Bart und nackten, braun gebrannten Füßen. Annies freimütige Bemerkung schien ihn für sie eingenommen zu haben, denn als sie sich verabschiedete, forderte er sie geradezu herzlich auf wiederzukommen.

Und das tat sie. Irgendwie gelang es ihr, Mrs. Hopkins zu überzeugen, dass der Alte zweifellos ein Einsiedler und etwas sonderbar, aber ganz gewiss nicht verrückt sei.

Also durfte Annie trotz Tante Crockers klar und deutlich geäußerter Missbilligung den «Einsiedler von Brewster» besuchen, und nicht nur einmal, sondern viele Male während dieses und des nächsten Sommers. So entwickelte sich eine Freundschaft, an die Annie ihr ganzes Leben dachte – eine Freundschaft zwischen dem jungen Mädchen und dem alten Mann, der wahrscheinlich einsamer war, als er zugeben mochte. Er erzählte ihr Geschichten aus den Tagen seines abenteuerlichen Lebens als Seemann, doch der Frage nach seinem Namen wich er immer aus. Schließlich nannte Annie ihn «Captain Dad», und er sagte «Tochter» zu ihr. Er erwies ihr die Ehre, sie in seinem kleinen Boot mit hinaus aufs Meer zu nehmen, entweder zum Fischen oder um die Felsenhöhlen der Steilküste zu erforschen. Aber das Bild, das ihr am lebhaftesten in Erinnerung blieb, war das von Captain Dad mit seinen «Freunden».

Sie war neugierig, warum jemand, der so intelligent, wach und humorvoll war wie Captain Dad, durchaus als Einsiedler leben wollte. Das fragte sie ihn eines Tages ganz offen. Captain Dad brummte: «Zu viel Geschwätz überall. Zu viele Leute. Weibervolk!» Angewidert stieß er das letzte Wort hervor.

«Aber fühlen Sie sich denn nie einsam?», bohrte das Mädchen weiter. «Brauchen Sie denn keine Freunde?»

«Hab Freunde. Viele. Die haben Federn. Und sind nich’ unzuverlässig wie die menschlichen Freunde. Sind sie nich’, danke! Kommen immer, wenn ich’s will. Brauch’ nur rufen – und sie kommen.»

Annie fühlte, wie ihr Herz vor Aufregung heftig klopfte. Sie ahnte, dass das etwas Einzigartiges sein musste. Eifrig beugte sie sich vor. «Oh, bitte, ich möchte sie sehen, Captain Dad! Können Sie sie nicht mal rufen, wenn ich hier bin?»

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