Bernard Gotfryd - Anton der Taubenzüchter

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Anton der Taubenzüchter: краткое содержание, описание и аннотация

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Abwechselnd haarsträubend und hoffnungsvoll, beginnt diese Sammlung von achtzehn wahren Geschichten über das Leben während des Holocausts in der Beschaulichkeit von Ferien auf dem Lande in Polen. Der Krieg zeichnet sich drohend am Horizont ab, aber Bernard Gotfryds Großmutter muss sich mit den Enkeln um einen gestohlenen Tisch kümmern. Gleichzeitig zutiefst persönlich und verankert in der Weltgeschichte, zeichnen die Erzählungen Gotfryds ein Bild des Alltags der jüdischen Menschen in Polen während des zweiten Weltkriegs und der Nachwirkungen des Holocausts. Er beschreibt seine Arbeit als Fotograf im Ghetto, seine ersten Liebesbeziehungen und die schwierige Zeit in verschiedenen Konzentrationslagern. Dabei vereinen seine Erzählungen häufig die Beschreibung der Ereignisse während der Kriegszeit und ihre Auswirkungen auf das Leben Gotfryds etliche Jahre später. Durch diese Zeitsprünge gelingt es Gotfryd, den Holocaust mit der Gegenwart in Verbindung zu setzen und so einerseits die heutige Relevanz einer Auseinandersetzung mit dem Krieg zu verdeutlichen und sich andererseits der Frage zu stellen, was es bedeutet, den Holocaust zu überleben.
Das Buch enthält ein Nachwort seines Sohnes Howard Gotfryd.

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Kurz vor Ablauf der vereinbarten zwei Wochen hielt ich eines Abends auf meinem Heimweg von der Arbeit bei Herrn Goldschlager an. „Ich bin so froh, dass du kommst,“ sagte er, als ich hineinging. „Ich muss dir etwas erzählen. Bitte, setz dich. Es ist eine wahrhaft unglaubliche Geschichte, aber ich hoffe, du wirst sie mir glauben.“ Er zündete sich eine Zigarette an, nahm einen langen Zug, und fing an zu sprechen: „Gestern kam ein gewisser Heinz Gahr, der Gestapomann, um den Füller abzuholen, den du mir vor einiger Zeit zur Reparatur hereingebracht hast. Ich gab ihm das Gerät, er probierte es aus, und er schien zufrieden zu sein. Plötzlich bemerkte er deinen Füller auf der Werkbank, an dem ich gerade noch letzte Hand anlegen wollte, und fragte mich, was das denn für einer sei. Ich erklärte ihm, das sei der Füller eines anderen Kunden und wie mein Auftrag diesbezüglich laute, aber er besah sich ihn augenscheinlich interessiert weiter. Schließlich sagte er: ‚Nehmen wir an, ich würde Ihnen sagen, dass mir zufällig dieser viel besser gefällt als mein eigener und dass ich gerne tauschen würde. Erstaunlich, er trägt ja sogar meine Initialen. Ich hoffe, Sie bemerken, dass ich auch beide nehmen könnte, ohne Ihnen auch nur einen Pfennig zu zahlen, und dass Sie gar nichts dagegen machen könnten. Nicht wahr? Aber ich bin ein Ehrenmann. Ich will Sie für alle Arbeiten, die Sie ausgeführt haben, gern bezahlen, Sie geben meinen Füller Ihrem anderen Kunden, und ich erhalte den, an dem Sie gerade arbeiten.’ Und so musste ich natürlich einwilligen. Was hättest du an meiner Stelle getan? Die Gestapo gerufen?“ fragte Herr Goldschlager und seufzte tief.

„Ich weiß, Sie hatten keine andere Wahl,“ antwortete ich.

„Also brauchst du nur noch diesen Füller zu nehmen und schuldest mir nichts,“ sagte er, „denn der Gestapomann wird alles bezahlen, wenn er wiederkommt, um den anderen abzuholen. Zumindest hat er das gesagt. Und ich danke dir für all die Zigaretten. Die hielten mich wahrhaftig am Leben.“

Ich bedankte mich bei ihm und versicherte, dass es mir angesichts der identischen Initialen eigentlich gleichgültig sei, welchen der beiden ich nun erhielte. Er sah reichlich verblüfft aus. „Daran hab ich noch gar nicht gedacht,“ sagte er, „aber das ist ja wirklich ein überraschendes Zusammentreffen...

Wie dem auch sei, ich hoffe, deinem Vater gefällt der Füller,“ fügte er noch hinzu und schenkte mir dabei einen seltsamen Blick.

Ich versprach ihm weitere Zigaretten, sobald ich welche hätte, und ging. Nie mehr rannte ich so schnell nach Hause wie an jenem Abend. Ich war völlig außer Atem. Ich konnte es nicht erwarten, den Gesichtsausdruck meines Vaters beim Anblick des Füllers zu sehen.

Mein Vater wärmte sich gerade die Hände über dem ausgehenden Feuer im Herd, als ich den Füller hervorholte und ihm, ohne ein Wort zu sagen, überreichte. Sprachlos und mit einem ungläubigen Ausdruck sah er ihn an und blickte dann zu mir. Endlich fand er wieder Worte. „Aber..., aber wo hast du denn den her?“ fragte er. Er schraubte die obere Hälfte ab, und als er feststellte, dass Tinte im Tank war, zog er einen zerknitterten Papierschnipsel aus der Tasche und schrieb mehrere Male seinen Namen. Er war sichtlich bewegt.

„Ich hoffe, du erzählst mir, wo und wie du ihn gefunden hast, nicht wahr?“ sagte er und sah mir direkt ins Gesicht.

„Vater, es ist eine sehr verwickelte Geschichte,“ antwortete ich. „Ich wüsste nicht, wo ich beginnen sollte, und selbst wenn es mir gelänge, es dir zu erzählen, denke ich nicht, dass du mir glauben würdest.“

„Es tut ja eigentlich auch nichts zur Sache, aber ich hätte nichts dagegen, wenn du es mir trotzdem erzählst.“

„Vielleicht werde ich es einmal, aber nicht jetzt gleich,“ sagte ich, genauso bewegt wie mein Vater.

„Danke dir, danke. Das ist mal wirklich etwas! Offen gestanden habe ich nicht erwartet, diesen Füller je wiederzusehen,“ sagte er und steckte ihn ein. „Von jetzt an werde ich ihn immer bei mir behalten. Kein Verstecken mehr in Schubladen...“ Und den Rest des Abends verbrachte er damit, den Füller immer wieder hervorzuholen, ihn genau zu untersuchen und ihn zurück in die Tasche gleiten zu lassen.

Bald darauf fanden im Ghetto eine Reihe Deportationen statt, und Herr Goldschlager wurde mit vielen tausend anderen fortgeschafft. Meinen Vater verlegten sie ins Arbeitslager Szkolna, und so kam es, dass wir getrennt wurden.

Viele Jahre später traf ich in New York einen Mann aus meiner Heimatstadt, der mir erzählte, dass er mit meinem Vater im Lager Szkolna war, und dass er Vater eines Tages dabei geholfen habe, seinen Füllfederhalter gegen einen Laib Brot zu tauschen.

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