Dieter David Scholz - Wagners Antisemitismus

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Richard Wagner und die Juden – das Thema ist so umstritten wie belastet und von nicht nachlassender Aktualität. Es gehört zweifellos zu den schmerzlichsten Kapitel der deutschen Kulturgeschichte. Vor allem Wagners Aufsatz »Das Judentum in der Musik« von 1850, dessen Bedeutung weit über das Musikleben hinausgeht, hat eine verhängnisvolle und im vergangenen Jahrhundert todbringende Ideologie in ihrer Wirkungskraft verstärkt und zugespitzt. Denn der Antisemitismus war eine geradezu zentrale Obsession des genialen Musikers und Komponisten. Wer sich mit Wagner und dessen Antisemitismus auseinandersetzt, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

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2. Jüdische Konkurrenten

Schon zu Wagners Lebzeiten wurde immer wieder behauptet, Wagners Judenhass sei im Grunde nichts weiter als das Resultat von Erfolgsneid gegenüber „jüdischen“ Konkurrenten und des geradezu krankhaften Komplexes, künstlerisch mit ihnen verglichen zu werden. Als da waren vor allem Giacomo Meyerbeer und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Auch Jacques Fromental-Halévy 71wird genannt. Und gemeint sind alle jüdischen Künstler, Musiker, Virtuosen und Theaterimpresarii, gemäß der wiederholt vorgetragenen Behauptung Wagners, diese hätten sich gegen ihn verschworen. Der Historiker Jacob Katz 72, der 1985 eine der am meisten ernstzunehmenden Arbeiten der Wagner-Forschung zum Problem des Wagner’schen Antisemitismus veröffentlichte, hat mit Nachdruck die Hypothese vom Konkurrenzkampf als entscheidender Ursache des Wagner’schen Antisemitismus verfochten.

Seine Publikation fasst indes nur zusammen, was zumindest seit 1869 (dem Zeitpunkt der zweiten Veröffentlichung der Schrift „Das Judentum in der Musik“) immer wieder in der Wagner-Literatur behauptet wurde, dass nämlich Wagners Judenhass nichts weiter sei als eine Art künstlerischer Abrechnung mit seinen Konkurrenten Mendelssohn und Meyerbeer, wobei ihm, Wagner, „seine persönliche Abneigung gegen alles jüdische Wesen trefflich zu statten kommt“. 73

3. Der Quellenwert der Tagebücher Cosimas

Wenn hier die Tagebücher Cosima Wagners eigens hervorgehoben werden, so deswegen, weil ihnen als Quelle der Wagner-Forschung große Bedeutung zukommt. Von 1869 bis zu Wagners Tod im Jahre 1883 von seiner zweiten Frau penibel geführt, enthalten sie gerade zum Problem des Wagner’schen Antisemitismus eine Fülle an aufschlussreichen Äußerungen. Trotz des großen, positiven Echos, das ihre Veröffentlichung in der Wagner-Forschung hervorrief, sind sie „bis heute nicht als das kulturelle Ereignis verstanden worden, das sie darstellen“. 74Und Hans Mayers Behauptung gilt noch immer! Cosima Wagners Tagebücher stellen, 1976 erstmals veröffentlicht, zweifellos eine „historische Quelle von höchstem Rang“ 75dar. Gegen die Vermutungen mancher Zweifler, es handele sich bei diesen Tagebüchern um nicht mehr als ein neu erschlossenes Medium stilisierter Selbstdarstellung der Autorin und idealisierter Darstellung ihres Mannes, kann man nur verweisen auf die oftmals geradezu naive Offen- und Treuherzigkeit, mit der die Diaristin einer Verklärung ihres Gatten und „Meisters“ zuweilen gar nicht so Förderliches zu Papier gebracht hat. Ganz zu schweigen von den notierten negativen Äußerungen ihres Mannes über sie selbst. Auch wenn Cosima manches biographische Ereignis einfach unterschlagen und natürlich auch nicht alle Aussprüche Wagners notiert hat, so ist doch die Authentizität der von ihr notierten Aussprüche Richard Wagners kaum zu bezweifeln. Es kann angesichts ihres fast pathologischen Unwertgefühls, das gepaart war mit einem Rollenverständnis als Frau und Künstler-Gattin, welches von ihr völlige Selbstverleugnung und Unterwerfung unter den Willen ihres Genie-Gatten forderte, wohl für bare Münze genommen werden, was Cosima am 16. Januar 1871 in ihrem Tagebuch bekennt: „Jedes Wort von ihm ist mir ein Glaubenssatz.“ 76

Menschliches, Allzumenschliches hat Cosima überliefert, Episoden, die in das Altarbild, das die Nachwelt von Wagner zu malen sich auf unterschiedlichste Weise bemühte, nicht so recht passen wollen. Auch hat sie in (wie es scheint) naiver Gewissenhaftigkeit und Demut kritische, allzu kritische Bemerkungen ihres Mannes über sie selbst, die „Hohe Frau“ von Bayreuth notiert, Bemerkungen, die ein neues Nachdenken über die Rolle Cosimas in einer bisher vornehmlich als ideal verklärten Ehe- und Geistesgemeinschaft nötig machen, eine Ehe, die so ideal und ungetrübt nicht war (ganz zu schweigen von Cosimas frömmelnden Selbstanklagen und selbstverachtenden Bekenntnissen ihres Inferioritätsbewusstseins). Nicht ohne Grund haben, dilettantisch zwar und (glücklicherweise) in töricht-harmloser Absicht, einige fromme Tempeldiener Bayreuths versucht, diese Tagebücher einer reinigenden Zensur zu unterziehen. 77

Aus der Vielzahl der nicht immer wesentlichen Verlautbarungen und Veröffentlichungen zu Cosimas Tagebüchern seien stellvertretend für die gegensätzlichen Auffassungen von ihrem Quellenwert die Meinungen zweier konträr argumentierender Autoren zitiert: Hans Mayer erhob zwar nicht nur, aber auch in Bezug auf die Tagebücher Cosimas zu Recht jene vielzitierte Forderung: „Wer sich mit Richard Wagner abgibt, muss sich auf das Ganze einlassen. Hier ist in jedem Fall, was immer Adorno einwenden mochte, das Ganze als das Wahre zu interpretieren.“ 78Und bezüglich des Ganzen stellt Mayer fest, „dass Richard Wagner, wie die Aufzeichnungen Cosimas von 1869 bis Februar 1883 ausführlich belegen, alle geistigen Stationen seines Lebens, auch alle Lebenserfahrungen eines geistigen Mitläufers, in fast unschuldsvoller Gleichzeitigkeit bis zum Schluss für sich aufbewahren konnte: Heinse und Feuerbach, Proudhon und Bakunin, Schopenhauer und die Rassentheorien des Grafen Gobineau“ 79.

Im Gegensatz hierzu will Hartmut Zelinsky auch die Tagebücher Cosimas der Belegsammlung seiner mit geradezu obsessiver Hartnäckigkeit verteidigten, radikalen Wagner-Exegese aus der Nach-Hitler-Perspektive einfügen: „Diese Tagebücher beseitigen nun auch den letzten Zweifel daran, dass Wagner sich als Religionsstifter und Bayreuth als religiöses Erlösungszentrum verstand, dass das Judenproblem das zentrale Problem seines Lebens war und seit der Veröffentlichung seiner Schrift ‚Das Judentum in der Musik‘ im Jahre 1850 geblieben ist.“ 80

Wie gegensätzlich auch immer sie bewertet werden mögen, ich betrachte die Tagebücher Cosimas, und im dritten Kapitel dieses Buches werde ich es begründen, als die wichtigste der in jüngster Zeit erst erschlossenen Quellen der Wagner-Forschung, aus der im Folgenden reichlich geschöpft werden soll.

B. Konzeptionsprobleme

1. Theoretisches Werk

Die Wagner-Forschung hat sich nur relativ beiläufig mit den theoretischen Schriften Richard Wagners beschäftigt. Ihr Augenmerk galt und gilt unter Vernachlässigung der musiktheoretischen Essays und programmatischen Aufsätze vornehmlich dem musikalischen und dramatischen Werk Wagners. Freilich sind immer wieder die späten theoretischen Schriften Wagners zitiert, aber (meist) nur pauschal bewertet worden, eingehende Untersuchungen jedoch stehen bis heute aus.

Nun ist Wagner ohne Zweifel in erster Linie Komponist und Dramatiker gewesen, praktischer Theatermacher also und nicht Essayist oder Kulturtheoretiker. Was nicht heißen soll, dass seine Aufsätze und Essays nicht ernst zu nehmen wären. Aber sie sind doch mehr das Nebenprodukt eines ungestüm red- und schreibseligen, extrem subjektiven, komponierenden Theatermannes als schriftliches Elaborat streng diskursiven Denkens.

Es ist zu bezweifeln, dass man die theoretischen Arbeiten gleichwertig neben die musikalisch-dramatischen Arbeiten Wagners stellen darf. Ob sie wirklich als die Musikdramen ergänzende, weil deren „Werkidee“ erläuternde „antisemitisch-rassistische … Kampf- und Agitationsschriften“ 81anzusehen sind, wie Hartmut Zelinsky behauptet, ist allerdings fragwürdig.

Es versteht sich von selbst, dass Wagners musikdramatischem Werk vorrangiges Interesse gebührt, was ja auch die Rezeption Wagners bezeugt, die hauptsächlich die seines Musiktheaters ist 82.

Vom theoretischen Werk Wagners wurden fast nur seine revolutionären Kunstschriften, vor allem „Die Kunst und die Revolution“ (1849) und „Oper und Drama“ (1851) zur Kenntnis genommen und (zumeist von Musikwissenschaftlern) in größeren Zusammenhängen eingehender Untersuchungen für nötig erachtet.

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