Ahmad at-Tawil schmunzelte. »Jede gute Tat rächt sich einmal. Manchmal aber kann es auch anders kommen. Ich sehe Barbarossa heute und werde einmal ein ernstes Wörtchen mit ihm reden.«
So saß denn Ulric von Huysburg am 3. Oktober beim Kaiser und informierte ihn über das, was sich im Sommer dieses Jahres in der Nordmark zugetragen hatte. »Ihr könnt diesen Teil Eures Reiches nur dauerhaft sichern, wenn Ihr eine Mark Brandenburg schafft und Albrecht den Bären zum Markgrafen macht.«
Der Kaiser sah das ein und ließ noch am selben Tage eine dementsprechende Urkunde ausfertigen. Adelbertus Die gratia marchio in Brandenborch war darin zu lesen.
Ulric dankte dem Kaiser und machte sich auf, Besançon näher zu erkunden. Als er über den Marktplatz schlenderte, entdeckte er dort den Händler Nebojša aus Jutribuc.
»Wo ist Miluša?«, fragte er, nachdem er den Slawen begrüßt hatte.
»Sie steht hinter Euch.«
Ulric von Huysburg fuhr herum, und wenig später konnte er die Dame seines Herzens in den Armen halten.
Dû bist mîn, ich bin dîn:
des solt dû gewis sîn.
dû bist beslozzen
in mînem herzen:
verlorn ist daz slüzzelîn:
dû muost ouch immer drinne sîn.
Wahr an dieser Geschichte – und in jedem Geschichtsbuch nachzulesen – sind die Entscheidungsschlacht um die Brandenburg und der Sieg von Albrecht dem Bär im Jahre 1157, der als Geburtsstunde der Mark Brandenburg betrachtet wird.
Historisches Personal
Personen
Pribislaw-Heinrich (um 1122–1150), Hevellerfürst
Petrissa, seine Frau
Albrecht I., auch Albrecht der Bär (um 1100–1170), Askanierfürst und Markgraf von Brandenburg
Otto I. (um 1130–1184), Albrechts Sohn und Nachfolger
Siegfried, Adalbert, Dietrich, Bernhard, Hedwig und Gertrud, weitere Söhne und Töchter Albrechts
Otto der Reiche (1125–1190), Markgraf von Meißen, Schwiegersohn Albrechts
Jaxa von Cöpenick, Sprewanenfürst
Heinrich der Löwe (1129/30–1195), Welfenfürst
Wichmann (1116–1192), Erzbischof von Magdeburg
Friedrich I., auch Barbarossa (1122–1190), deutscher Kaiser
Bolesław III. Schiefmund und Bolesław IV. der Kraushaarige, polnische Fürsten
Niklot, Fürst der Obotriten
Wertislaw, sein Sohn
Herrscherhäuser und Stämme
Askanier, ostsächsisches Fürstengeschlecht, dessen Name sich von dem latinisierten Namen Ascharia ihres Sitzes in Aschersleben ableitet
Sprewanen, slawischer Stamm im Gebiet der Spree
Heveller, slawischer Stamm an der mittleren Havel Obotriten, elbslawischer Stamm
Zamzizi, slawischer Stamm nördlich Berlins
Welfen, ein ursprünglich fränkisches Fürstengeschlecht Piasten, polnische Herrscherdynastie
Wettiner, Fürstengeschlecht auf dem Gebiet des heutigen Freistaates Sachsen
Liutizen, Wilzen, slawische Stämme
Fiktives Personal
Im Umfeld von Albrecht dem Bär
Ulric von Huysburg, Ritter
Lynhardt von Schleibnitz, Ritter
Adelhayt, seine Gemahlin
Mertin von Freckleben, Ritter Hayntz von Helsungen, Ritter
Wiprecht von Wandsleben, Ritter
Hancz von Crüchern, Ritter
Eberlin von Mölz, Ritter
Ottin von Strenznau, Ritter
Cuntz, Knappe bei Ulric von Huysburg
Bogdan-Otto, Knappe bei Ulric von Huysburg
Zlata, Beiköchin auf Burg Brandenburg
Im Umfeld von Jaxa
Radogost, Ritter
Ciril, Ritter
Česćimér, Gefolgsmann Jaxas
Bohuměr, Wachposten
Nebojša, Sprewane und Kaufmann
Miluša, seine Tochter
Vuk, Knecht
Sonstige
Mickel, Jäger im Bereich der Brandenburg
Ahmad at-Tawil, arabischer Historiker
Berbelin und Linus, Urberliner
Milegost, Cealadrag und Liub, Wilzen
Anno 1190
Mord im Kloster Lehnin
Im Jahre 1190 betritt der liebestolle venezianische Händler Ricario Accorsi die Szenerie und schafft sich mit seiner Fähigkeit, allein durch seine Blicke Frauen zu verführen, beileibe nicht nur Freunde. Aus Magdeburg, wohin seine Geschäfte ihn führten, muss er Hals über Kopf fliehen. Verkleidet als Mönch, findet er Unterschlupf im Zisterzienserkloster Lehnin. Dort bekommt er es mit slawischen Verschwörern zu tun, die den Deutschen in der Region um Potsdam den Garaus zu machen versuchen. Fast noch bedrohlicher jedoch ist sein sündhaftes Liebesleben, das eine Katastrophe auszulösen droht, mit der die Politik des Markgrafen Otto II. nachhaltig gefährdet wird.
Als es auch noch einen mysteriösen Mord aufzuklären gilt, fragen wir uns bang, auf was sich Ricario Accorsi da eingelassen hat.
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