Dominique Manotti - Zügellos

Здесь есть возможность читать онлайн «Dominique Manotti - Zügellos» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Zügellos: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Zügellos»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

In Longchamp verlieren Pferde das Rennen und Wetter ihr Geld. In Paris verliert der Präsident der PAMA seinen Posten. Commissaire Daquin verliert einen Freund. Romero, Inspektor im Team von Daquin, verliert eine Informantin, weil er nicht aus dem Bett gekommen ist. Agathe Renouard verliert den Rest ihrer Unschuld, die DDR-Regierung verliert die Kontrolle, gewisse Aktien verlieren an Wert. Aber niemand verliert gern. Und manche gehen über Leichen, um ihren Einsatz zu retten … Der Sommer 1989 bringt in Paris nicht nur die heimische Wirtschaft in Schwung: Die Mitterrand-Ära versöhnt die politische Linke mit der kapitalistischen Profitrationa­lität, die Korruption boomt. Und die sich ankündigende Öffnung des Eisernen Vorhangs weckt die Gier auf neue Märkte und schnelles Geld. Agathe Renouard und ihr Protégé Nicolas Berger leiten die PR-Abteilung des Versicherungskonzerns PAMA. Sie sind entschlossen, zu den Gewinnern zu ­gehören. Aber haben sie die richtigen ­Allianzen dafür? Commissaire Daquin vom Drogen­dezernat wird hellhörig, als beim Pferderennen eine Informantin ermordet wird und auf Pariser Partys sagenhafte Mengen Koks auftauchen. Er mobilisiert sein ­Inspektorenteam und geht den spärlichen Hinweisen nach. Auf einmal überschlagen sich die ­Ereignisse: Rennställe gehen in Flammen auf, Pferde sterben, ­Menschen ebenfalls. Dann fällt der smarte Nicolas Berger einer Autoexplosion zum Opfer. Gibt es eine Verbindung zwischen der PAMA und Pariser Immobilien­spekulationen?

Zügellos — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Zügellos», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Agathe steht auf. Ihr ist, als sähe sie zusammenwachsende Blutflecken auf den graubespannten Wänden. Seit zwei Jahren warte ich auf diesen Moment, nun ist er da und die Freude ist nicht so groß, wie ich dachte. Mir ist vor allem nach einem heißen Bad … Jetzt aber an die Arbeit.

Kurzer Abstecher zur Toilette. Eine kleine Line Koks. Make-up kontrollieren, leicht nachbessern. Dann nimmt Agathe den Fahrstuhl und fährt in den 20. Stock. Ihre Sekretärin begrüßt sie mit einem strahlenden Lächeln. Neuigkeiten sprechen sich schnell herum.

Sie öffnet die Tür zu ihrem Büro. Sehr groß, schwarzer Teppich, weiße Wände. Links ein Schreibtisch aus mattiertem Stahl und an der Wand ein Triptychon von Soulages. Rechts eine Sitzgruppe, zwei Couchtische, Sofa und Sessel aus schwarzem Leder. Und direkt gegenüber der Tür, atemberaubend, eine riesige Glasfront mit Blick auf die Esplanade und die Grande Arche de la Défense.

Ein knappes Dutzend Journalisten erwartet sie bei Fruchtsaft, Whisky oder Wein. Eine ganz zwanglose Zusammenkunft unter Freunden zwecks Vorbereitung der Pressekonferenz, auf der Jubelin morgen früh über die Ergebnisse der PAMA-Hauptversammlung berichten wird. Bei ihrem Eintreten heben alle ihr Glas, es regnet Glückwünsche.

Sie schenkt sich einen Whisky ein, setzt sich halb auf die Ecke ihres Schreibtischs, sieht sie an, selbstsicher, eine Erscheinung wie ein Star, streng geschnittenes Kleid in Kirschrot, das so gut zu ihrem hellen Teint passt, gepflegtes Make-up, goldblonder Haarknoten, Stirnlocken. Und im Lager der Sieger.

»Meine Herren, 1989 ist ein großes Jahr für die französischen Unternehmen. Die Börse boomt, der Immobilienmarkt expandiert, und der jungen Managergeneration gehört die Zukunft.«

Tiefe Stimme, ein wenig heiser, apart. Sehr verführerisch. Sie hat Thema wie Zuhörer spürbar im Griff. Sie hebt ihr Glas in ihre Richtung und leert es in einem Zug. Jetzt das Frage-Antwort-Spiel. Zur Person von Jubelin, den noch so gut wie keiner kennt.

»Ein Selfmademan, jung, sportlich. Ein ausgezeichneter Jäger, ein guter Reiter. Und ein wahrer Könner auf seinem Gebiet. Ein echter Versicherungsprofi.«

Danach zur Politik der PAMA. »Wird die PAMA wirklich ihre Industriebeteiligungen abstoßen, wie Jubelin es auf der Aktionärshauptversammlung angekündigt hat?«

»Industrielle Investitionen sind immer risikoreicher und weniger rentabel als Investitionen im Immobiliensektor. Wenn wir uns wieder verstärkt aufs Immobiliengeschäft konzentrieren, dann vor allem, um unseren Versicherten eine bessere Kosteneffizienz zu garantieren. Der Übergang wird aber reibungslos verlaufen.«

Kompetent. Entspannt. Ein Journalist spricht von »Putsch«. Sie reagiert gereizt.

»Wie kommen Sie dazu, dieses Wort zu benutzen? Das Ganze wurde auf der Aktionärshauptversammlung entschieden, vollkommen transparent. Unser Unternehmen funktioniert beispielhaft demokratisch.«

»Wie man sich erzählt, kennen Sie den neuen Geschäftsführer schon lange …«

Agathe neigt den Oberkörper vor, setzt ein strahlendes Lächeln auf und sagt betont ironisch: »Ich weiß sehr wohl, was man sich in einschlägigen Kreisen erzählt, werter Herr, und es ist mir schnuppe.«

»Brillant, die PR-Chefin«, raunt ein Journalist seinem Nachbarn zu.

Das sehr lockere Gespräch geht noch eine halbe Stunde weiter, das Publikum ist wie gebannt. Mit einem Mal ist es spät. Die Journalisten brechen auf. Lästige Fragen wird es auf der morgigen Pressekonferenz eher nicht geben. Und in den nächsten Tagen keinen einzigen gegen Jubelin gerichteten Artikel.

Agathe tritt an das große Fenster. Es ist vollbracht. Die Spannung löst sich. In ihrer Brust ein fast schmerzhaftes Gefühl von Leere. Die Sonne geht unter. Hier und da Lichtreflexe auf den Büroturmfassaden. Zur Linken Paris, fern, die ersten Lichter leuchten. Rechts die Grande Arche, Scheinwerfer, man arbeitet Tag und Nacht, um die Bauarbeiten bis zum 14. Juli abzuschließen. Dicke Scheiben, nicht ein Laut. Endlich eine gewisse innere Ruhe. In dieser Höhe kann mich nichts mehr treffen.

Montag, 26. Juni 1989

Vollmond über den Stallungen und dem angrenzenden Wald, Kühle entsteigt den Bäumen. Die Pferde schlafen bei offenen Klappen in ihren Boxen, manche liegend, manche im Stehen. Andere kauen ein paar Halme Stroh. Wenig Geräusche, hier und da ein Rascheln. Und Seufzer.

Ein Mann geht eine Boxenreihe entlang, weißer Kittel, grüne, um die Knöchel etwas zu weite Gummistiefel. Er trägt einen schweren Eisenklotz in der einen Hand, dazu zwei Kabelrollen. Vor einer Box bleibt er stehen, setzt seine Last ab, öffnet die Tür. Ein lebhaftes kleines schwarzes Pferd bläht die Nüstern, beschnuppert die Hand. Der Mann streicht ihm über den Nacken, krault den Ohransatz, betrachtet das Tier prüfend. Dann macht er die Tür wieder zu und hantiert an dem Metallklotz. Schließt ein Kabel an eine Steckdose an, zwei weitere Kabel, eins rot, eins blau, sind mit Klemmen verbunden. Mit den Klemmen in der Hand geht er zurück in die Box. Das Pferd hebt den Kopf. Er tätschelt seinen Hals, spricht ihm sanft zu. Vertrauensvoll taucht das Pferd die Nüstern wieder ins Stroh. Eine Klemme ins Innenohr. Das gekitzelte Pferd schüttelt den Kopf.

»Ruhig, mein Feiner, alles ist gut.«

Das Pferd beruhigt sich. Eine Klemme unter den Schwanz, das Pferd zuckt zusammen, dreht irritiert den Kopf zu dem Mann, der den Sitz der Klemme überprüft und hinausgeht. Er drückt einen Schalter am Transformator. Ein gewaltiger Ruck geht durch das Pferd, hebt es vom Boden, irrer Blick, der ganze heillos überstreckte Körper ist schlagartig schweißnass, sackt dann lautlos zusammen, die offenen Augen blicken leer. Der Mann tritt hinzu, überprüft, ob das Pferd tot ist, zieht die Klemmen heraus, wickelt die Kabel ordentlich auf und geht mit seiner Ausrüstung fort.

Sonntag, 9. Juli 1989

Es ist fast 14 Uhr an diesem Sonntag und Romero ist gerade aufgewacht. Mit nacktem Oberkörper und in hautenger schwarz-weißer Unterhose sitzt er auf dem Boden vor dem großen Fenster seiner Wohnung, zwei Zimmer im achten Stock hoch über dem Quai de la Loire, sehr luftig und sehr sonnig, freier Blick auf Montmartre und den nördlichen Pariser Stadtrand. Neben ihm eine junge Frau im Schlabbershirt, das Gesicht hinter buschigen braunen Locken verborgen. Aus großen Gläsern essen sie Mokkaeis in Café frappé und Butterkekse. Von Zeit zu Zeit taucht Romero einen Finger in sein Glas und malt der jungen Frau Mokkaeisstriche aufs Gesicht, die er dann sorgfältig ableckt, was sie zum Lachen bringt.

»Zieh dein T-Shirt aus.«

Das Mädchen kommt der Aufforderung nach. Romero malt mit Eis zwei Kreise um die Warzenhöfe, beugt sich über die kühlen, harten Brustwarzen. Das Telefon klingelt. Er steht murrend auf.

Eine Frauenstimme mit leichtem spanischem Akzent. »Inspecteur Romero?«

Romero verzieht das Gesicht und dreht dem Mädchen den Rücken zu, um sich auf seine Gesprächspartnerin zu konzentrieren. »Ja, Paola, ich bin’s. Was gibt’s?«

»Inspecteur, kommen Sie her, ich muss Ihnen jemanden zeigen, es ist wichtig.« Im Hintergrund hört Romero den Lärm einer Menschenmenge. »Ich bin auf der Rennbahn von Longchamp, in der Wetthalle, Schalter 10.«

»Ich bin in einer halben Stunde da.«

»Machen Sie schnell. Es eilt.«

Er legt auf, dreht sich um. Die junge Frau sitzt immer noch auf dem Boden, an die Wand gelehnt, und rollt ihre Brustwarzen spielerisch zwischen den Fingern. »So einfach kommst du mir nicht davon.«

Er geht auf alle viere und trinkt die salzigen und nach Lavendel duftenden Schweißtropfen, die zwischen ihren Brüsten hinabperlen. »Diese Brüste gehören mir.«

Er drückt die junge Frau auf den Teppich, keine Zeit für Raffinessen, und außerdem mag er’s so, erst packt einen die Leidenschaft, und danach dieses totale Wohlgefühl.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Zügellos»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Zügellos» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Dominique Manotti - Lorraine Connection
Dominique Manotti
Dominique Manotti - Escape
Dominique Manotti
Dominique Manotti - Affairs of State
Dominique Manotti
Dominique Manotti - Dead Horsemeat
Dominique Manotti
Dominique Manotti - Rough Trade
Dominique Manotti
Dominique Manotti - Einschlägig bekannt
Dominique Manotti
Dominique Manotti - Madoffs Traum
Dominique Manotti
Dominique Manotti - Ausbruch
Dominique Manotti
Dominique Manotti - Das schwarze Korps
Dominique Manotti
Dominique Manotti - Abpfiff
Dominique Manotti
Dominique Manotti - Schwarzes Gold
Dominique Manotti
Dominique Manotti - Marseille.73
Dominique Manotti
Отзывы о книге «Zügellos»

Обсуждение, отзывы о книге «Zügellos» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x