John Martin Littlejohn - Das große Littlejohn-Kompendium

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Das Kompendium enthält die wichtigsten Fachartikel und kleinere Abhandlungen des bedeutendsten Gründervaters der Osteopathie, nach A.T.Still. In den 55 Beiträgen erhalten Sie einen guten Überblick Littlejohns Philosophie der Osteopathie, seine Einstellung zur osteopathischen Ausbildung und berufspolitischen Ansichten. Besonders interessant sind seine Reisebeschreibungen nach Europa schon um die Jahrhundertwende, aber auch die Abschlussreden während seiner Lehrtätigkeit in Kirksville (1898-1900). Die wenigen klinischen Artikel zeugen deutlich von der klaren Handschrift des wohl größten osteopathischen Wissenschaftlers seiner Zeit. Das Littljohn-Kompendium als kleines Panoptikum seiner Philosophie der Osteopathie ist die ideale Grundlage vor der Lektüre seiner klinischen Schriften.

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Danach wurde er schnell Mitglied der Kirksviller Fakultät, wo er seit 1898 Physiologie lehrte, wobei er zugleich in Chicago Medizin studierte. Bald wurde er Dekan der Kirksviller Fakultät, wechselte aber 1900 ganz nach Chicago, wo er eine eigene osteopathische Schule eröffnete. Zugleich aber setzte er sein Medizinstudium dort fort, und schloss es auch ab. Zudem wurde er für einige Jahre Physiologieprofessor in Chicago am Hering College , einer ‚regulären‘ medizinischen Schule.

Diese dürren Punkte sollten genügen, um zu verdeutlichen, dass Littlejohn über die Osteopathie hinaus weit gespannte wissenschaftliche und philosophische Interessen verfolgte. Die erhebliche Verbesserung seines sehr schwierigen Krankheitszustandes nach einer Schädelverletzung durch die Behandlung seitens Stills belehrte ihn darüber, dass die Osteopathie einen realen Gehalt besitzen müsse. Er studierte Osteopathie in Kirksville und wurde überzeugter Osteopath. Wie seine gleichzeitigen Studien der herkömmlichen Medizin zeigen, wollte Littlejohn es aber sehr genau wissen. Dass er die herkömmliche Medizin nicht einfach verachtete, zeigt sich auch daran, dass er selbst in mehreren Staaten Lizenzen erwarb, um Medizin zu praktizieren.

Wie die großen Texte der ersten Phase zeigen 9, sieht Littlejohn die Osteopathie als diejenige neue Entwicklung in der Wissenschaft der Heilung und der entsprechenden Kunstlehre, welche die positiven Entwicklungen in der Medizin seit Hippokrates vollendet. Daher bestreitet er der regular medicine zu Recht einen Alleinvertretungsanspruch auf den Begriff Medizin zu erheben. Die neue Osteopathie vollende mithin die wesentlichen Aspekte der Medizin. Zu diesen wesentlichen Aspekten gehören nicht die Medikamente, wie Littlejohn bemüht ist, auch historisch nachzuweisen. Die Stärken der Osteopathie bestünden in ihrer physischen Diagnose und der physischen Anwendung. Littlejohn führt dies vor allem auf den großen Gebieten der Osteopathie, der Vasomotorik und des Nervensystems aus. 10Immer stärker versucht er 11, die Osteopathie als naturheilkundliche Medizin darzustellen, die an die entsprechenden Versuche seit Hippokrates anknüpfen könne und eine mechanische Theorie entwickelt habe, welche praktisch Fehlanpassungen von Knochen und Weichteilgeweben beseitigen könne, sodass dann der Lebenskraft, den Selbstheilungskräften usf. die Möglichkeit verschafft werde, die Krankheit zu überwinden.

Schon früh versteht Littlejohn den Menschen als Organismus in einer Umwelt, der sich anpassen muss. Dabei unterstellt Littlejohn, dass dieses Verhältnis von Organismus und Umwelt im Organismus durch ein Selbstverhältnis und ein Verhältnis der Teile des Organismus zueinander und zum gesamten Organismus geprägt ist. Dieses Verhältnis von Verhältnissen kann leicht durch die Störung irgendeines Teilverhältnisses als Ganzes gestört werden – und hieraus kann Krankheit entstehen, sofern das Verhältnis von Verhältnissen nicht wieder angepasst wird. Diesen grundsätzlich biologischen Ansatz nennt Littlejohn in den Texten aus der Phase der British School of Osteopathy auch explizit so: Es ist ein biologisch-systemtheoretischer Ansatz, der u. a. auf die Anregungen von Herbert Spencer zurückgeht. Darüber hinaus bezieht Littlejohn sich auf weitere Biologen wie Thomas Henry Huxley und Julian Huxley, ohne sich deren agnostische Position zu eigen zu machen.

Die mechanische Therapie der Osteopathie greift hilfreich in Störungen dieses Verhältnisses von Verhältnissen ein – und ist somit naturheilkundlich. Littlejohn ist abgesehen von antitoxischen Maßnahmen ein strikter Gegner von Medikamenten, weil diese aus einer Sicht dem Organismus etwas Fremdes oder Fremdartiges zuführen, ihn daher nicht positiv stimulieren oder hemmen, sondern weiter stören. Die manipulative Therapie der Osteopath/inn/en beziehe sich, so Littlejohn, demgegenüber auf das Nervensystem, das gehemmt und stimuliert werden könne. So entstünden positive physiologische Wirkungen, weil die mechanische Hemmung oder Stimulation in physiologisch hilfreiche Prozesse konvertiert werden könne.

Die Unabhängigkeit der Osteopathie als System der Heilung besteht also darin, dass sie eine unschädliche, gleichwohl hilfreiche Therapie anbieten kann, die in der Lage ist, gehemmte oder übermäßig stimulierte physiologische Prozesse zu normalisieren.

ANERKENNUNGSPROZESSE

Insbesondere die Texte aus The Osteopathic World zeigen, dass Littlejohn als studierter politischer Philosoph und Jurist sehr genau um die demokratischen Regularien der Anerkennung der Osteopathie Bescheid wusste. Die osteopathische Eigenleistung für die Anerkennung durch die amerikanischen Staaten und dann auch durch das Vereinigte Königreich bestand s. E. vor allem darin, dass sich die Osteopathie

(1)auf dem wissenschaftlichen Niveau der Zeit bewege – und

(2)eine hinreichend komplexe Ausbildung der Studierenden gewährleisten könne.

Littlejohn war stets bemüht, die osteopathische Ausbildung zu verbessern, was sich u. a. an den Debatten um die Kurslänge (zwei, drei oder vier Jahre) zeigt, zuletzt in der British School of Osteopathy soll es sich um einen Fünfjahreskurs handeln. Offenbar sollte Littlejohns eigene Doppelexistenz als regulärer Mediziner und Osteopath den Anerkennungsprozess fördern. Littlejohns Programm bestand darin, die staatliche Anerkennung durch Steigerung der Wissenschaftlichkeit zu erreichen. Dieses Programm darf nicht missverstanden werden, hiergegen wenden sich z. T. auch die Texte Littlejohns explizit 12: Littlejohns Bestreben ging nicht dahin, die Osteopathie mit der Medikamententherapie zu verbinden. 13Diese hielt er – abgesehen von Notmaßnahmen – für schädlich. Sie verstieß also s. E. gegen den Hippokratischen Eid, wie er nicht selten betont. Demgegenüber wollte er durch Forschung alle möglichen naturheilkundlichen Verfahren ausschöpfen, um einen naturgemäßen Heilungserfolg zu erzielen. Dabei bemühte er sich u. a. um internationale Kontakte auf einer Reise nach Zentraleuropa. Ebenso förderte er das A. T. Still Research Institute , in dem er nicht nur eigene Forschungen betrieb 14, sondern auch moderne Formen der statistischen Forschung begünstigte. 15Diese Forschungen setzte er nach seiner Rückkehr nach Großbritannien fort, wozu u. a. auch die Gründung der British School of Osteopathy dienen sollte, die wegen des Ersten Weltkriegs erst 1917 erfolgte. In der Spätzeit unterstützte er die Gründung eines schottischen Forschungsinstitutes.

Diesen Anerkennungsprozess begleitete Littlejohn nicht zuletzt durch ausgedehnten wissenschaftlichen Journalismus 16, dessen Notwendigkeit er nicht nur einsah, sondern auch kunstgerecht betrieb. Er bespricht in seinen Zeitschriften, dem Journal of the Science of Osteopathy , dann der Osteopathic World und schließlich dem Journal of Osteopathy (London), nicht nur wissenschaftliche Themen der Osteopathie und die Probleme ihrer Anerkennung. Er fasst sehr viele Artikel aus anderen Zeitschriften zusammen, sodass die Leser/innen des vorliegenden Kompendiums einen sehr guten historischen Überblick über damalige Positionen im Kontext der Medizin und der Heilkunst gewinnen. Dabei lesen wir auch viele Polemiken gegen die Osteopathie und erleben Littlejohn nicht nur friedlich, sondern auch als Polemiker hohen Grades, der durchaus scharf austeilen kann. Offenbar konnte er sich über bestimmte Punkte ziemlich aufregen.

Diese Eigenart wurde ihm offenbar in der Anhörung des House of Lords zu einem Gesetz, das die Osteopathie staatlich anerkennen sollte, zum Verhängnis. 17Der Anwalt der British Medical Association , Sir William Jowitt, verfolgte die Strategie, die Glaubwürdigkeit Littlejohns zu unterminieren. Ziel war hierbei zu zeigen, dass die Osteopathen keine solide Ausbildungsgrundlage besäßen. Diese Strategie war höchst erfolgreich. Am meisten hat zu diesem Erfolg Littlejohn selbst beigetragen, weil er sich in Widersprüche verwickelte und nachweislich die Unwahrheit sagte. Wer die Polemiken aus The Osteopathic World aufmerksam liest, kann wahrnehmen, dass neben dem besonnenen und klaren Denker Littlejohn auch ein zur Unbesonnenheit neigender und wenig gelassener Polemiker Littlejohn existierte, der sich über ungerechte Behandlung sehr aufregen konnte. Diesen Punkt scheint Sir William Jowitt genau getroffen zu haben. Obgleich Littlejohn schon in der Anhörung durch ein weiteres Kreuzverhör mit Harold Murphy, dem Anwalt der Osteopathen, den Schaden etwas zu begrenzen versuchte 18, blieb der Eindruck bei den Lords sicher verheerend.

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