Jott H. Wangerin - Stiefmütterchen Ost und Königskerze West

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Stiefmütterchen Ost und Königskerze West: краткое содержание, описание и аннотация

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Jott H. Wangerin: 1943 in Wangerin/ Pommern geboren, in der malerisch gelegenen mecklenburgischen Kleinstadt Tessin die Jugend verbracht, nach dem Studium an der Humboldt-Universität Berlin als Diplomingenieur in der alten Hansestadt Stralsund bis zur Rente gearbeitet und noch heute dort lebend. »In meinen Schilderungen – beispielsweise um historische Ereignisse der jüngsten Zeit im Ost- und Westteil unserer schönen Heimat – geht es mir weniger um die nackten Fakten, als um die liebenswerten Begleiterscheinungen – trotz aller Probleme, die nicht vergessen werden sollten. Ich möchte möglichst viele Kleinigkeiten im Alltag vor Ort beleuchten und aufzeigen, wie ereignisreich sich unser tägliches Leben gestaltet und dass es mehr gibt, als den überall beschworenen Stress.«

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Und wie erkennt nun die Verkäuferin die Einheimischen, denn alle und jeden kann sie ja auch nicht persönlich kennen? Das ist ganz einfach, nämlich an deren blasser Gesichtsfarbe, denn die Sonne scheint hier nur für die Urlauber. Oder sollten sich die Einheimischen nicht in die Sonne trauen, weil sie sonst den Urlaubern gleichen würden und sich als Strafe dafür hinten anstellen müssten?

Die neue Nachbarin

Zum ersten Mal sah ich sie nun,

Im Haus gab’s scheinbar nichts zu tun,

Jetzt schlief sie auf der Gartenliege,

Ich dachte nach, wie ich sie kriege!

Sie wecken mit gespiegelt’ Licht,

Das quasi kitzelt ihr Gesicht?

Ihr stechend’ Blick hoch zum Balkon,

Treibt sicher sie vor mir davon.

Wärs besser wohl mit Kirschen zielen,

Die plötzlich hoch vom Himmel fielen?

Das könnt’ sie bloß erschrecken,

So kann man sie nicht necken!

Jetzt weiß ich, wie ich’s machen muss,

Ich spitz’ die Lippen wie zum Kuss,

Und pfeif ganz leis’ ein hübsches Lied,

Mal seh’n, was dann in ihr geschieht:

Schlägt sie verzückt die Augen auf,

Und schaut zu mir aufs Haus hinauf,

Dann heb’ ich ahnungslos die Hand,

Und mach’ mich schnell mit ihr bekannt.

Doch läuft sie blicklos zu sich ‘rein,

Und lässt sich auf’ kein Flirten ein,

Dann hab’ ich’s wenigstens probiert,

Und weiß, dass vorerst nichts passiert!

Bienenschicksal

Vom Blütenduft herbei gelockt,

Hat gierig sie gleich angedockt,

Und während sie den Saft aufsog,

Die Blüte sich zusammen zog,

Hält sie seitdem gefangen,

Als Straf’ für ihr Verlangen.

Wie vom Winde Verweht

Wenn Wind die Haare strähnig weht,

Ist’s für die Umkehr meist’ zu spät!

Meine wichtigste Dienstreise

1988

Getreu meinem Motto: „Wenn jemand mich zu reisen zwingt, dann kostet’s ihn das Leben“, hätte es fast den guten Kumpel bei der VVB, Günther S. umgebracht. Ich drückte mich möglichst vor jeder Dienstreise, die über Berlin hinaus ging. Reisen war beschwerlich und zeitaufwendig, und es kam ohnehin nicht viel dabei heraus. Aber nicht immer wurden die Ausreden vom Chef akzeptiert, so auch in diesem Fall.

Ich musste also in meiner Funktion als Technischer Leiter der Fabrik zu einem „äußerst wichtigen Rapport“ nach Magdeburg fahren. Thema: Stand der Produktions-Vorbereitung, Schwerpunkt fehlende Ausrüstungen und Ersatzteile der Bereiche A, B und C. Es war eine der üblichen Pflichtübungen, bei der unsere VVB zum wiederholten Male abfragte, was noch alles zur Produktionsbereitschaft in unseren Betrieben fehlte, uns aber in den seltensten Fällen wirklich helfen konnte, immer in der Hoffnung, vieles erledigte sich in der Zwischenzeit von alleine.

Im Ergebnis solcher Beratungen forderte die VVB regelmäßige Berichte an, aus denen unsere Aktivitäten zur Beschaffung der Fehlteile kontrolliert werden konnten. Daraus resultierte schließlich, dass immer nur die allergrößten Probleme benannt wurden, um unsere Arbeit zu minimieren. Denn lösen mussten wir unsere Probleme letztlich doch selbst. Ich hätte also keine Probleme, erklärte ich S. am Telefon, und wollte deshalb den Tag lieber in der Fabrik nutzen. Aber er bestand auf meiner Anreise. Es sollte eine Reise mit Hindernissen werden. Natürlich hatte der D-Zug reichlich Verspätung, sodass ich viel zu spät ankam. Beim Hochlaufen ins Beratungszimmer stieß ich auf der Treppe fast mit dem herunterstürmenden S. zusammen, denn seinen Zug wollte er meinetwegen nicht verpassen. Ich erklärte kurz den Grund meines Zuspätkommens – was sollte er gegen höhere Gewalt auch sagen –, und er schlug vor, zusammen in der Straßenbahn zum Bahnhof zu fahren und dabei das Protokoll anzufertigen.

Gesagt, getan, ab ging es im Sturmschritt zur Straßenbahn, rein kommen wir gerade noch mit hängender Zunge, nur sein rechter Arm mit Koffer daran nicht mehr, weil sich inzwischen die Tür geschlossen hatte. Als ich schließlich erkannte, warum er mit schmerzverzerrtem Blick sich krümmte, zog ich die Notbremse. Laut kreischend gab es einen heftigen Ruck und die Bahn stand. Alles flog nach vorne und schrie. Als sich das Chaos legte, erforschte der Straßenbahnfahrer die Ursache. Ich kam nicht umhin, mich zu melden. Meine Personalien wurden notiert und natürlich die von S., der als Verursacher der Notbremsung eingestuft wurde, weil er nach Ertönen des Abfahrsignals noch eingestiegen sei, sonst hätte er nicht eingeklemmt sein können. Die Schuldfrage war endlich geklärt, und die Bahn setzte ihre Fahrt fort, die Strafe sollte auf dem Postweg zugestellt werden. An einen vernünftigen Rapport war nun nicht mehr zu denken, sondern S. fragte nur noch entnervt, Probleme habt ihr in S. doch nicht, und wenn dir etwas einfällt, rufst du mich morgen an, ich mache dann das Protokoll fertig. Die Straßenbahn hielt vor dem Bahnhof, jeder rannte zu seinem Zug, S. sah während der Fahrt seinem Strafmandat entgegen, ich fluchte auf der langen Rückfahrt vor mich hin über diese sinnlose Fahrt und wurde erst wieder froh, als ich mir vorstellte, dass nach diesem Erlebnis auch dem hartgesottensten Bürokraten vorerst die Lust auf derlei Abfragespielchen vergangen sein und ich bis zur nächsten Reise wohl eine längere Pause haben würde. Dennoch, die nächste „wichtige Dienstreise“ kam planmäßig.

Gedanken eines Schichtarbeiters

Du hast es gut!

Liegst lieblich im Bett.

Mich packt die Wut,

G’rad’ jetzt muss ich weg!

Die Straßen ganz leer

Man fühlt sich allein,

Und weit ist’s nicht mehr:

Hier muss ich hinein.

Geblendet vom Licht

Hellwach durch den Lärm,

Das ist meine Schicht,

Wie bist du mir fern!

Ich geh durch die Räume

Vergleich’ Parameter,

Verblichen die Träume

Verschoben auf später.

Es dampft und es brodelt,

Es riecht, es ist heiss,

Die Maschine laut jodelt,

Der Zucker schneeweiß.

Jetzt endlich die Pause,

Man sitzt und man lacht

Und denkt an zu Hause,

An die Liebste bei Nacht.

Doch bald naht der Morgen

Die Schicht ist vorbei,

Weg sind alle Sorgen,

Die Seele ist frei.

Allein dann im Bette

Du längst aus dem Haus,

Es gilt jede Wette,

Du kommst, ich muss raus.

Wie schön wär das Leben

Könnt nur frönen der Lust,

Zum Glück naht der Schlaf

Und befreit mich vom Frust.

Und im Traum wird vollbracht

Wozu sonst keine Zeit,

Bis du weckst mich ganz sacht:

Es ist wieder so weit!

So vergeht Woche für Woche

Unwiederbringlich die Zeit,

Und wofür ich maloche

Ist von mir ganz weit.

Tatsache

Selbst die allergrößte Mauer

Hält langfristig und auf Dauer

Die Eingesperrten nicht auf,

Zu ändern ihres Lebens Lauf!

Wirklich auf das falsche Pferd gesetzt?

Deutschlands Zukunft liegt im Osten,

Darum scheuet keine Kosten!

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