Patricia Pearson - Blick ins Jenseits

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Eine berührende, faszinierende Erkundung jener Einblicke in die jenseitige Welt, die viele von uns in Todesnähe erfahren. Nach den erstaunlichen Ereignissen um den plötzlichen Tod ihres Vaters und das Sterben ihrer krebskranken Schwester will die Journalistin und Autorin Patricia Pearson wissen, was es mit den außergewöhnlichen Erfahrungen auf sich hat, die Menschen im Bannkreis des Todes erleben. Dabei stößt sie auf eine überwältigende Fülle von Berichten, Studien und persönlichen Gesprächen, die von der spürbaren Anwesenheit unsichtbarer Wesen berichten, von übersinnlichen Wahrnehmungen und vor allem von der Begegnung mit einer alles überstrahlenden Transzendenz und Liebe.

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Ich hielt Audrey den Fotorahmen hin, sodass sie ihn auch sehen konnte, aber sie bekundete kein Interesse. Offenbar hatte sie keinen Bedarf für nostalgische Fotos, wenn der junge Mann doch eben noch dort im Sessel gesessen hatte. Ich versuchte vergeblich, einen leeren Platz auf einem Tisch zu finden, um das Bild abzustellen. Unsicher behielt ich Frankie in der Hand.

»Sehen Sie das im Traum oder im Wachzustand?«, fragte ich.

Sie zuckte die Schultern, offensichtlich war sie entschlossen, pragmatisch zu bleiben. »Mit all dem Morphin im Leib kann ich das, glaube ich, nicht mehr klar unterscheiden.«

»Spricht er mit Ihnen?«

»Wir haben über meine Bücher gesprochen.« Audrey gehörte zu der Sorte Mensch – und ich bin davon nur wenigen begegnet –, deren Interesse von solcher Intensität war, dass sie, selbst wenn sie sprach, noch zuzuhören schien. Sie sah oder träumte von niemand anderem, erklärte sie. Nicht von ihrem verstorbenen Mann oder ihren noch lebenden Kindern oder Freunden. Keine Bären, keine Marienerscheinungen. Aus welchem Grund auch immer begegnete ihr Frankie.

Ich fragte sie, ob sie etwas davon wissen wolle, was ich bislang über das Sterben herausgefunden hatte; ob ich zum Beispiel erzählen solle, was ich über Nahtoderfahrungen wisse. Ihre Aufmerksamkeit schien erregt, und sie nickte. Sie sei nicht so der Typ für die »Sonntagsschule«, wie sie es nannte, sie hoffe jedoch, an einen »Ort des Wohlbefindens« zu kommen. Ohne Schmerzen. Unter dem Waschlappen heraus schaute sie mich wieder prüfend an. Eine Katze schlich durch den Raum. Die Grillen zirpten im Hof.

Ich erzählte ihr, was andere über den Moment des Todes berichtet hatten, wie sie sich in Licht gehüllt, geliebt und sicher gefühlt hatten. An einem gewissen Punkt dieser kurzen Beschreibung bemerkte ich, dass ich vibrierte. Es war ein seltsames Gefühl. Ich spürte es nicht in der Kehle, wo der Kummer sitzt, sondern mehr in meinem Leib. Es war eher das Summen einer unpersönlichen Energie als eine nervöse Überreiztheit. Ich wusste nicht, was ich davon halten sollte – und ich weiß es immer noch nicht. Wir ordnen Erfahrungen sofort in bekannte Kategorien ein: Das ist Übelkeit, das ist Ärger, das ist Schmerz . Empfindungen, die für unser Gehirn nicht sofort zuzuordnen sind, verflüchtigen sich oft schnell. War es wirklich ein Vibrieren, oder nenne ich es nur so, weil ich keinen besseren Begriff dafür weiß? Vielleicht war ich einfach so von der Schwere und Bedeutung dessen, was ich erzählte, ergriffen, von meiner Verantwortung gegenüber einer Sterbenden, die mich anschaute und mir hoffnungsvoll lauschte.

Später beschrieb mir ein Freund, der ehrenamtlich in Hospizen geholfen hatte, ein seltsames Gefühl von einer Energie, die die Sterbenden umgibt. Er sei davon einmal fast in Ohnmacht gefallen. Die beste Freundin meiner Schwester übrigens auch, wie mir gerade wieder einfällt: Sie massierte Katharines Schläfen, als sie plötzlich spürte, dass sie sich sofort hinsetzen müsse, jetzt, direkt auf den Boden, um nicht umzufallen. Als ob man zu nah an einem Strudel sei oder an einem Brandungsrückstrom. Vielleicht hat es damit zu tun, dass sich die Lebenskraft zurückzieht.

»Ich danke dir dafür, Patricia«, sagte Audrey. »Ich werde jetzt ein wenig ruhen.«

Judy und ich gingen in ihren Garten und nahmen einen Karton mit ihren unveröffentlichten Texten und Büchern mit, die wir uns im Schatten anschauten. Sie hatte eine Reihe kleiner Bücher über ihre Adoptivkinder geschrieben und illustriert. Ihre Zeichnungen waren bezaubernd und die Verse dazu liebevoll. Mir wurde klar, dass sie einen großen Teil ihres Lebens der Umgestaltung der Lebensgeschichten gebrochener, verletzter Menschen gewidmet hatte: ein blindes, geistig behindertes Kind aus Indien; ein Mädchen, inzwischen mittleren Alters, mit der geistigen Kapazität einer Sechsjährigen; Frankie. War er jetzt zurückgekommen, um ihr auf ihrem Weg zu einer Art Heilung zu helfen?

Zehn Tage später starb Audrey, in ihrem Haus.

Ein Jahr nach den Todesfällen in meiner Familie flogen meine Mutter und ich nach Frankreich. Wir landeten in Paris, wo Katharine zur Welt gekommen war. Meine Mutter wollte eine Art Pilgerreise machen; sie wollte den Bogen nachvollziehen, den das Leben ihrer Tochter geschlagen hatte, und ich war ihre Zeugin. Hier, in der Rue de Bellechasse, war die Wohnung, in der meine Mutter im Sommer 1957 ihre zweite Tochter erwartet hatte. Hier war der kleine Park, in den sie Katharine im Kinderwagen schob. Hier in der schmalen Straße hatte ihr »Quecksilber-Kind« seinen ersten Wutanfall. Und hier war die Schule, in der meine stets charmante Schwester einen sehr französischen Preis für Coquetterie gewann.

Wir nahmen den Zug nach Bordeaux und fuhren zu den Kalksteinhöhlen in Südfrankreich, in denen so viele berühmte prähistorische Malereien gefunden worden waren. An dem Morgen, als wir die Höhlen besuchten, schüttete es wie aus Kübeln. Wir flüchteten in den Schutz des weiten, flachen Höhleneingangs und schüttelten unser nasses Haar aus. Die Höhle ersteckte sich anderthalb Kilometer weit in den felsigen Körper Frankreichs. Ein kleiner elektrischer Wagen würde uns in ihr lichtloses Inneres befördern, gesteuert von Führern, die, wie uns gesagt wurde, durch ihre ständigen maulwurfsartigen Reisen unter Tage hin und wieder den Verstand verloren.

Der Wagen ruckelte vom Eingang fort in die Dunkelheit, einer wackligen Spur folgend und ab und zu anhaltend. Unsere Führerin stieg dann mit ihrer Taschenlampe aus und erleuchtete die nahen Felswände. In dem blassen Lichtstrahl sahen wir, dass jemand hier während der Französischen Revolution etwas in den Fels geritzt hatte. »Pierre war hier« – so etwas in der Art. Ein Anflug von Zeitreise. Wir fuhren noch fast einen Kilometer weiter durch die Dunkelheit, bevor die wahren Tiefen der Geschichte sich in dem tanzenden Licht der Lampe offenbarten. Höhlenbären hatten sich hier Kuhlen in den Stein gekratzt, so breit wie Jacuzzis. Vor 17.000 Jahren legten sich Menschen in diese Kuhlen und zeichneten perfekte, großartige Kunstwerke an die Höhlendecke. Die Lampe der Führerin wanderte hin und her, und wir starrten staunend auf die bezwingenden Bilder. Klare, sichere Linien – wenn man bei Feuerschein mit Kohle auf Kalkstein arbeitet, gibt es kein Vertuschen. Nur ein Versuch, ein altes Mammut mit hinkendem Bein erscheinen zu lassen, oder ein offensichtlich temperamentvolles Pferd. Perspektive, Dynamik, eine Art natürliche Sixtinische Kapelle.

Wer weiß, was sie damit beabsichtigten, so tief in einer Höhle solche Kunstwerke anzulegen? Kannten sie die Malereien in Chauvet in der Ardèche, die mindestens 15.000 Jahre zuvor entstanden waren? Diese Künstler waren keine Amateure, so viel ist klar. Manche Forscher meinen, in ihren Zeichnungen eine frühe Version von Animation zu erkennen – mehrere Beine, die so gezeichnet sind, dass sie im flackernden Licht der Fackeln eine fließende Bewegung erscheinen lassen. Sie waren kluge Köpfe. Später besuchten wir das französische prähistorische Museum und sahen eine Ausstellung, in der behauptet wurde, die »Höhlenmenschen« seien nicht mit zerzaustem, struppigem Haar herumgesprungen, sondern hätten sich gezielt frisiert. Natürlich taten sie das. Wenn sie solche Kunstwerke hervorbringen und Elfenbeinflöten schnitzen und spielen konnten, dann konnten sie auch ein visuelles Konzept von Stil entwickeln.

An dieser Stelle traf mich mit voller Wucht die Erkenntnis, welch ungeheures Vorurteil darin steckt, anzunehmen, vor dem Zeitalter der Aufklärung seien alle Menschen beschränkt gewesen. Gefangen in der Idee von Evolution als einer Art linearem Prozess von buckligen Einfaltspinseln zu aufrechten Staatsbürgern, haben wir die Möglichkeit aus den Augen verloren, unsere vor- und frühgeschichtlichen Vorfahren könnten klug beobachtend, skeptisch, humorvoll und weise gewesen sein. So können wir annehmen, Spiritualität sei von einer abergläubischen Bevölkerung aus Abwehr gegen Todesängste entstanden. Die Vorstellung, die spirituelle Welt sei den Menschen selbstverständlich gewesen – den Sterbenden, ihren Familien, ihren Schamanen –, ist dem wissenschaftlich geprägten Denken fremd geworden. In den französischen Kalksteinhöhlen begann ich mich zu fragen, ob diese Haltung eigentlich belegbar oder ein reines Vorurteil ist. Was wissen wir wirklich über spirituelle Erfahrungen?

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