Arno Sauer - In der Hölle der Ostfront

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Der 18-jährige Fritz wird nach seiner Ausbildung beim RAD und der Wehrmacht an die Ostfront zur Heeresgruppe Nord geschickt. Dort muss er ums Überleben kämpfen. Viele seiner Kameraden
sieht er sterben. Er selbst wird lebensbedrohlich verletzt. Doch das ist noch nicht das Ende seines Weges …
Packend und schonungslos erzählt Arno Sauer von den wahren Erlebnissen seines Vaters Fritz. Wie seine Freunde wollte er niemals ein Held sein und erfuhr dennoch am eigenen Leib, was Krieg wirklich bedeutet. Die jungen Soldaten waren mit unfassbarem Leid konfrontiert, den Tod stets vor Augen. Seine Geschichte ist nicht zuletzt ein beeindruckendes Plädoyer für den Frieden.

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Um nochmal auf die Kartoffeln zurückzukommen, möchte ich erwähnen, dass deren Anbau der Haupterwerb unseres Betriebes und somit entscheidend für unseren Lebensunterhalt war. Wie bereits erwähnt, besaßen die Bassenheimer Landwirte, bedingt durch die großen herrschaftlichen Ländereien, wenig eigenen Grund. Von dessen Ertrag mussten oft große Familien mehr schlecht als recht leben. Auch wir hatten acht Morgen eigenes Land. Das waren nur zwei Hektar und eigentlich sehr wenig. Die restlichen Morgen pachteten wir deshalb noch von der katholischen Kirche dazu.

Und weil mein Vater bereits Mitte der Zwanzigerjahre neben dem Kartoffelanbau eine Kuh, Hühner und Schweine hielt und dazu einen Kartoffelgroßhandel aufbaute, konnten wir einigermaßen auskömmlich leben und uns sogar zwei stolze Pferde leisten. Da zu der Zeit noch viele andere Bauern mit nur einem Pferd oder gar mit Ochsen und Kühen ins Feld fuhren, schätzten wir uns glücklich. Die Pferde wurden nicht nur für die übliche Feldarbeit eingesetzt, sondern auch für die Vermarktung und den Transport unserer Kartoffeln an die Kunden. Diese befanden sich überwiegend in Koblenz und Umgebung.

Das lief relativ reibungslos und wie folgt ab: Tagsüber wurden Kartoffeln geerntet und abends auf unserem Leiterwagen im Hof bereitgestellt. Florierte das Geschäft, kauften wir von anderen Bauern Kartoffeln dazu. Nachts zwischen 2 und 3 Uhr stand Vater oder mein Bruder Hans auf, spannte ein Pferd an, und ab ging die Fahrt nach Koblenz, wo man in aller Frühe eintraf. Mitten auf dem Platz »Am Plan« wurde dann an der Pferdetränke Halt gemacht. Das Pferd bekam seinen Hafersack und konnte dort seinen Durst stillen. Anschließend wurden die Kartoffeln bei den Kunden ausgeliefert, die überwiegend in der Altstadt wohnten. Verkauft wurde sowohl an die Gastronomie als auch an Privatleute.

Unser Leiterwagen ließ sich in der Länge variieren. »Kurz gestellt«, konnte man bis zu 25 Zentner transportieren. Wir erlösten für die angelieferten Kartoffeln pro Zentner zwei Reichsmark mehr als die normale Vermarktung einbrachte. Das war für uns ein enormer Verdienst von zusätzlich fünfzig Reichsmark. Nachdem sich Qualität und Zuverlässigkeit herumgesprochen hatten, wurden die Aufträge umfangreicher, und wir konnten größere Mengen liefern. Dazu wurde unser Leiterwagen »lang gestellt«, also wie bei einem Ausziehtisch auseinander gezogen. Das bedeutete, dass wir auf dem Wagen nunmehr vierzig Zentner transportieren konnten, und die zusätzlichen Einnahmen erhöhten sich somit pro Fuhre auf achtzig Reichsmark.

Für die größere und schwerere Ladung mussten jedoch beide Pferde vorgespannt werden, da ein Pferd allein den schweren Wagen nicht über den Anstieg der Koblenzer Straße bis auf die Höhe unseres Bahnhofes ziehen konnte. Von dort aus ging es zwölf Kilometer eben oder sogar leicht abschüssig bis ins Stadtzentrum. Da am nächsten Tag jedoch wieder ein Pferd für die Feldarbeit gebraucht wurde und Vater den Schlaf für die schwere Arbeit benötigte, wurde ich nachts von Hans geweckt. Ich musste ja morgens nur in die Schule!

Also stand ich mit acht Jahren um 2 Uhr in der Früh mit auf, spannte gemeinsam mit meinem Bruder die Pferde an, und ab ging die Fahrt. Nach zwei Kilometern auf der Höhe angekommen, wurde ein Pferd ausgespannt, und ich ritt auf diesem Pferd wieder zurück nach Hause. Es war für mich total spannend, so jung bei tiefster Dunkelheit allein durch die Nacht zu reiten. Außer dem Klappern der Pferdehufe hörte man in dieser einsamen Stille keine weiteren Geräusche. Allein die leuchtenden Sterne und der Mond waren in diesen Nächten unsere Begleiter. Dennoch hatte ich keine Angst. Es überkam mich eher ein erhabenes und stolzes Gefühl, weil man mir ein so kostbares Tier anvertraute. Erst in späteren Jahren wurde mir bewusst, wie konsequent uns unsere Eltern im Geist von Verantwortung und Leistungsbereitschaft erzogen hatten.

Zu Hause angekommen versorgte ich zuerst das Tier und legte mich schnell bis zum Wecken ins Bett. Natürlich musste ich nicht jede Nacht antreten. Mal war mein zwei Jahre älterer Bruder Peter an der Reihe, mal gab es keine Aufträge. Aber wenn ich Schulferien hatte, durfte ich fast immer mit den Kartoffeltransporten in die Stadt fahren. Das war für mich natürlich Spannung pur. Ich kam aus unserem Dorf hinaus in die für mich damals große weite Welt.

Schon in Rübenach und mehr noch in Metternich wurden die Häuser größer und prächtiger. Auf den schönsten und größten Villen in Metternich waren Jahreszahlen von 1908 bis 1913 zu lesen. In dieser letzten Phase vor dem Ersten Weltkrieg hatte die Wirtschaft geblüht, und viele Bürger waren reich geworden. Weiter fuhren wir dann durch den Koblenzer Stadtteil Lützel mit seinen prächtigen Jugendstilhäusern, dann über die aus dem 14. Jahrhundert stammende Balduinbrücke über die Mosel in die Altstadt. Stadteinwärts erblickte man links die alte Burg und gegenüber auf der rechten Seite den Bassenheimer Hof mit der anschließenden Dominikanerkirche.

»Lützel« heißt übrigens im Rheinischen Dialekt wie im Norddeutschen Lütje »klein«, womit die Proportionen zur großen gegenüberliegenden Stadt geklärt waren. Anschließend bogen wir in den alten Graben ein und fuhren bis zum bereits erwähnten Platz, den sogenannten »Plan«, mitten im Herzen der Altstadt. Hier begann die Auslieferung unserer Ware, und ich konnte feststellen, wie schwer die Arbeit für Hans war, der die zentnerschweren Kartoffelsäcke in so viele Keller, aber auch in den vierten oder fünften Stock der großen Häuser zu tragen hatte.

Zwischendurch stärkten wir uns beim nächsten Metzger mit einem Stück Fleischwurst und einigen Scheiben von zu Hause mitgebrachtem Schwarzbrot.

Obwohl meine Aufgabe darin bestand, die Pferde zu versorgen und zusätzliche Handgriffe beim Abladen zu tätigen, schmeckte es mir doppelt und dreifach gut. Mutter aß sehr gerne Trauben und Südfrüchte, die es bei uns im Dorf nur selten gab, und so kauften wir ihr, wenn sich die Gelegenheit bot, Trauben und ein paar Apfelsinen.

Doch kam es häufig vor, dass mein großer Bruder Hans gegen Ende unserer Lieferfahrt bereits am frühen Mittag äußerst vergnügt war. Er fing an zu singen und wurde immer komischer und lustiger. Es war leicht zu erraten, wo seine gute Stimmung herrührte, denn man konnte es schon von Weitem riechen. An den meisten Abladestellen bekam Hans Trinkgeld, das in der armen Zeit oft nicht aus barer Münze bestand, sondern eher aus Naturalien. Diese Naturalien beschränkten sich natürlich wiederum fast immer auf Alkohol in Form von Bier, Schnaps, Tresterschnaps, Cognac und ähnlichem Gebräu, das man ihm als Dank einschenkte, wenn Hans nass geschwitzt und durstig die schwere Last die zahlreichen Treppen hinauf zu den Speichern oder hinab in die tiefen Keller getragen hatte. Höflich und charmant, wie Hans allen Kunden gegenüber war, konnte er den zahlreichen Huldigungen natürlich nicht widerstehen. So gab es ab und an Tage, an denen sich Hans über einen kurzen Zeitraum hinweg schon mal einen beachtlichen Alkoholrausch einhandelte.

Die Heimfahrt gestaltete sich dann sehr beschaulich. Weil die Pferde den Weg nach Hause kannten, legten sie die Strecke wie gewohnt allein zurück. Wenn in Metternich von hinten eine Straßenbahn, »die Elektrische«, wie sie im Volksmund allgemein genannt wurde, kam und bimmelte, trabten die Pferde automatisch und selbstverständlich von den Schienen. Dergleichen blieb von uns oft unbemerkt, denn ich pflegte auf der Fahrt zeitweise zu schlafen und der gute Hans schlief seinen Rausch aus. War die »Elektrisch« vorbei, gingen die Pferde wieder automatisch in die Fahrspur, und die Fahrt führte problemlos wie gehabt Richtung Heimat weiter. Auf der Höhe des Bassenheimer Bahnhofs angekommen, war die Welt wieder in Ordnung. Alle Lasten und Mühen waren vergessen, und wir hatten einen erlebnisreichen Tag gemeinsam gut gemeistert.

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