Arno Sauer - In der Hölle der Ostfront

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Der 18-jährige Fritz wird nach seiner Ausbildung beim RAD und der Wehrmacht an die Ostfront zur Heeresgruppe Nord geschickt. Dort muss er ums Überleben kämpfen. Viele seiner Kameraden
sieht er sterben. Er selbst wird lebensbedrohlich verletzt. Doch das ist noch nicht das Ende seines Weges …
Packend und schonungslos erzählt Arno Sauer von den wahren Erlebnissen seines Vaters Fritz. Wie seine Freunde wollte er niemals ein Held sein und erfuhr dennoch am eigenen Leib, was Krieg wirklich bedeutet. Die jungen Soldaten waren mit unfassbarem Leid konfrontiert, den Tod stets vor Augen. Seine Geschichte ist nicht zuletzt ein beeindruckendes Plädoyer für den Frieden.

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An einem anderen Tag konnte es passieren, dass Mutter uns den Auftrag gab, mit dem Leiterwagen in den Wald zu fahren, um Reisig und Holz zu sammeln. Das diente als Anzündholz zum täglichen Kochen oder Heizen der Küche. Der Ofen in unserem kleinen Wohnzimmer wurde im Winter normalerweise nur an Weihnachten oder zu besonderen Feierlichkeiten geheizt. Ein andermal lautete der Auftrag, zu irgendeiner Feldparzelle zu fahren, wo gerade ein Apfel- oder Birnbaum reife Früchte trug. Es war zum Haare raufen, denn wir Kinder wollten doch spielen und eigentlich ganz andere Sachen anstellen.

Aber ganz so schlimm war es für uns Kinder nicht mit der Arbeit. Wir hatten noch genügend Freizeit, da uns ja die Schule mit Hausaufgaben nicht allzu sehr beanspruchte. In der warmen Jahreszeit ging es zum Sportplatz, in der Winterzeit fuhren wir Schlitten oder trugen Schneeballschlachten aus.

Besonders in den Wintern der dreißiger und vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts, die äußerst schneereich, lausig kalt und überdies sehr lang waren, fuhren wir tagelang von der Ochtendunger oder Saffiger Höhe mit unseren Schlitten. Es verkehrten auf den Straßen ja so gut wie keine Autos, und gestreut wurde auch nicht. So waren die Rodelbahnen enorm glatt und sehr lang. Alle Kinder des Dorfes, Jungen und Mädchen, waren auf den Beinen, und durch die großen kinderreichen Familien war mächtig was los auf den Rodelbahnen.

Meist wurden mehrere Schlitten zusammengebunden. Vorne saß dann immer ein Steuermann mit angeschnallten Schlittschuhen. Die Fahrten waren trotzdem abenteuerlich. Lifte gab es natürlich nicht. Zum Startpunkt schleppte man die schweren Holzschlitten per Hand, und an manchen Tagen wurden so weit mehr als zwanzig Kilometer im Schnee zurückgelegt.

Schneebälle zu werfen bereitete mir besonders viel Freude, und so trug sich in meinem Übermut ab und an folgende Begebenheit zu: Gegenüber von unserem Haus, an der Ecke der Von-Oppenheim-Straße, Einmündung Karmelenberger Weg, stand das Haus der »Nachtheims«. Hier wohnten zwei kinderlose Jungfern zusammen mit ihrem Bruder, die immer ein wenig komisch und sonderbar waren und uns Kinder im Allgemeinen nicht mochten. Darin lag natürlich ein besonderer Reiz, diese Damen ab und an zu ärgern, insbesondere weil sie so zickig und pedantisch waren. Ich konnte ziemlich zielsicher und kräftig werfen, und um die gewünschte Wirkung zu erzielen, machte ich mir ein paar wasserharte Schneebälle mit jeweils einem dicken Stein als Kern im Inneren. Wenn ich mich auf unsere Außentreppe stellte, konnte ich über unser hohes Holztor hinweg mit »Schmackes« ein paar dieser knüppelharten, vorpräparierten »Vollmantelgeschosse« auf die knapp zehn Meter entfernten geschlossenen Holzfensterläden abfeuern.

Das krachte fürchterlich, und meine Trefferquote lag bei hundert Prozent. Ich konnte mich gerade noch hinter unser großes Holztor ducken, da flogen schon die Fensterläden auf, und die Frauen kreischten und schrien mit schriller Stimme unsere Straße hinunter: »Unten läuft der Kerl, unten läuft der Kerl, Polizei, haltet ihn!«

Ich konnte mich kaum halten vor Lachen, sodass ich diese Prozedur zu meinem größten Vergnügen in den folgenden Tagen ein paarmal wiederholte. Gut, dass Vater nichts davon mitbekam. Das hätte wirklich zu einer schweren Tracht Prügel führen können. Zum Glück kam nie heraus, dass ich es war.

Wenigstens konnte ich mich an diesen Erinnerungen aufheitern, denn seit Ausbruch des Krieges war die Stimmung im Dorf äußerst getrübt. Zahlreiche Männer waren an der Front, und es hatte auch bereits einige Gefallene gegeben. So war die Christmette in unserer Pfarrkirche St. Martin an Heiligabend zum Bersten gefüllt. Es war sehr feierlich, aber auch traurig, denn unser Land befand sich mitten in einem Krieg mit ungewissem Ausgang. Niemand von uns und der Dorfbevölkerung hatte ihn gewollt, und viele fragten sich, wie unser Volk, unser Land nur in diesen unabsehbaren Konflikt hineingeraten sein mochte. Wenige Menschen nur erkannten die Ursache in der verbrecherischen Politik Hitlers, und diese hielten den Mund, hätten sie doch Freiheit und Leben riskiert. Beim Lied »Stille Nacht, Heilige Nacht« flossen zahlreiche Tränen. Der Friede auf Erden war dahin, und der Sinn dieses Gemetzels offenbarte sich wohl nur den fanatischen Anhängern der NSDAP. Und davon gab es in unserem fast 1700 Seelen großen Dorf nicht viele. Hätte ich in jener Heiligen Nacht in unserer überfüllten Kirche nach Leuten suchen sollen, die Kriegsgelüste oder irgendeinen Hass gegenüber Engländern, Franzosen, Russen oder anderen Völkern hegten – ich hätte wohl niemanden gefunden. Dass dieses Weihnachten 1941 für die nächsten Jahre mein letztes Weihnachtsfest zu Hause bis Kriegsende werden sollte, konnte ich damals noch nicht ahnen.

Die gemütlichen Tage zu Hause vergingen wie im Flug, und direkt zu Jahresbeginn 1942 saß ich schon wieder im Zug Richtung luxemburgische Grenze zum RAD-Lager nach Irrel. Auch hier machten sich die Folgen des Krieges allmählich bemerkbar, und es kam zu diversen Einsparungen und Versorgungsengpässen. Die Verpflegung hatte sich nicht gebessert. Sie war im Allgemeinen nicht schlecht, hätte für uns junge Burschen aber immer ein wenig üppiger sein können.

Aufgrund der Witterung wurden die Bautätigkeiten eingestellt. Neben dem üblichen Unterricht trieben wir Sport in der kleinen Halle, schaufelten Kubikmeter Schnee, exerzierten auf dem Appellplatz, lernten weitere Lieder und nebenbei in Flick- und Nähstunden Knöpfe annähen. Nach dem Frühsport liefen wir nach wie vor mit blankem Oberkörper durchs freie Gelände bis zu den Waschräumen und das bei zwanzig Grad Kälte. Es machte uns nichts aus, waren doch unsere Körper durch das Laufen im ersten Moment noch stark erhitzt. Irgendwie hatte diese Prozedur für uns sogar einen gewissen Reiz, denn sie härtete ab und hielt uns fit. Jedenfalls kamen Erkältungen oder Grippe nicht vor. Bei der klaren Luft und dem strengen Frost war es vermutlich selbst den Viren zu kalt.

Verschiedentlich wurden wir im Ort und in der Umgebung eingesetzt, wenn es darum ging, in Großfamilien, Bauernhöfen und Handwerksbetrieben mitzuhelfen, um Großprojekte tatkräftig zu unterstützen, die mit Eigenmitteln nicht bewältigt werden konnten. Das machten wir mit wachsender Begeisterung zur Abwechslung gerne; denn es gab dadurch doch meistens neben der allgemeinen Anerkennung zusätzlich etwas zu essen und zu trinken.

Ende Februar, als die Tage wieder länger wurden, begannen wir mit dem Bau neuer Unterkünfte, und es folgte zusätzlich der übliche Dienstbetrieb.

Anfang März, einige Wochen vor Beendigung der RAD-Zeit, erschienen eines Morgens zwei stattliche große blonde Männer der Waffen-SS in schneidiger schwarzer Uniform. Da uns allen in naher Zukunft die Musterung für den allgemeinen Wehrdienst, in der Regel bei der Wehrmacht, bevorstand, warben sie im Unterrichtsraum mit verlockenden Angeboten für den Eintritt in ihre Organisation. Der SS gehöre die Zukunft, und wer in ihr diene, gehöre zur Elite des Großdeutschen Reiches und der arischen Rasse. Am Ende der Vorträge fragten sie, wer sich denn nun freiwillig zum Eintritt in die SS melden wolle. Niemand von uns stand auf, niemand hob die Hand und meldete sich. Nach dem allgemeinen Gemurmel und Getuschel herrschte plötzlich eine unangenehme, gespannte Stille.

Der Wortführer schaute in die Runde und zeigte auf drei von uns, die groß gewachsen, blond und sportlich waren und sagte: »Sie melden sich nach dem Unterricht in der Lagerkommandantur zum Eintritt in die Waffen-SS. Wir sehen uns später wieder, dann bis nachher!«

Mir fuhr ein Stich ins Herz. Ausgerechnet ich war gemeint und sollte mich mit den beiden anderen Auserwählten melden. Mir war nicht wohl bei dieser Ehre. Es war nicht das Gefühl von Furcht vor etwas Neuem, sondern eher eine intuitive Ablehnung und das ungute Gefühl, sich einer parteinahen Organisation anzuschließen, was zusätzlich bedeutet hätte, dass ich noch weiter von zu Hause weggekommen wäre.

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