Gerit Fischer - Heimische Heil- und Vitalpilze. Kompakt-Ratgeber

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Das faszinierende Schattenreich der Pilze ist voller Geheimnisse. Einerseits gehören sie zu den seit Jahrtausenden verwendeten Nahrungsmitteln, anderseits sind sie mit Menschen und Tieren näher verwandt als mit den Pflanzen. Aufgrund ihrer besonderen Lebensweise und ihrer einzigartigen Überlebensstrategien gelten sie seit jeher als besondere Heilmittel.
Das Wissen um die heilende Kraft der Pilze aus heimischen Wäldern, Wiesen und Gärten wird erst seit Kurzem sowohl von der Volksheilkunde als auch von der medizinischen Forschung wiederentdeckt. Für interessierte Laien, aber auch für routinierte Pilzsammler öffnen sich ganz neue Möglichkeiten, beliebte und weniger bekannte Speisepilze von einer ganz neuen Seite kennenzulernen.
Der Kompakt-Ratgeber versteht sich als Bestimmungs-, Koch- und Heilmittelbuch in einem. Er behandelt den gesamten Prozess der Verwendung heimischer Pilze: vom Auffinden und Sammeln über Eigenarten und Zubereitung bis hin zur gezielten Krankheitsvorbeugung und volksheilkundlichen Behandlung zahlreicher Leiden.
– Von Austernpilz bis Zunderschwamm – 20 heimische Pilzarten im Porträt
– Zahlreiche Rezepte und Anleitungen für die Verarbeitung und Herstellung von Ölen, Salben, Tees, Tinkturen
– Hilfreiche Hinweise zum sicheren Sammeln, wertvolle Informationen zu den Inhaltsstoffen und praktische Anwendungsempfehlungen

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Die Superorganismen – Hoffnung der Zukunft

Derzeit sind 120 000 Pilzarten bekannt, man nimmt jedoch an, dass es insgesamt 1,5 Millionen Arten gibt. Damit existieren mehr Pilz- als Pflanzenarten auf der Welt. Im Waldboden leben mehr Pilze als Bakterien und Tiere zusammen. Pilze machen vermutlich 25 Prozent der gesamten Biomasse der Erde aus.

Sie verdauen nicht nur organische Materie, d. h. sie sind nicht nur Pflanzenfresser oder Fleischfresser, manche verdauen sogar Plastik. Oder Erdöl, das Böden kontaminiert. Der Fachbegriff ist »Soil Remediation«, Bodenheilung. Wie Algen im großen Stil Wasser entgiften, entgiften Pilze die Erde. In Tschernobyl »fressen« Pilze die radioaktive Strahlung im zerstörten Kernkraftwerk. Derzeit testet man bereits das Verhalten von Pilzen im Weltraum: Es wird untersucht, ob Speisepilze auch im All gedeihen. So könnten sie dereinst helfen, neue Planeten zu besiedeln.

GIGANTISCH!

Der weltgrößte Organismus ist ein Pilz: ein einziger Hallimasch, der in Oregon/USA 965 Hektar Boden – also eine Fläche von 1351 Fußballfeldern! – beherrscht und dort die Vegetation aktiv nach seinen Bedürfnissen gestaltet. Er ist 2400 Jahre alt und 600 Tonnen schwer.

Spezialfall Flechten

Flechten sind die Verschmelzung von Pflanze und Pilz, eine Symbiose mit Einverleibung, eine freundliche Übernahme. Die Pflanze ist in diesem Fall eine Alge, die irgendwann in der Morgendämmerung der Erdgeschichte in die Zellen eines Pilzmycels eingedrungen ist und es sich dort gemütlich gemacht hat. Der Pilz hat sie gern in sich aufgenommen, weil sie mit ihrem Chlorophyll mithilfe der Fotosynthese genug Kohlenhydrate für beide produziert. Mit jeder Zellteilung teilt sich die Alge mit und ist in jeder neu gebildeten Flechtenzelle von vornherein mit angelegt. So leben sie bis heute als kongeniales Duo.

Auch Flechten werden seit ewigen Zeiten zu Heilzwecken verwendet. Die bekannteste Heil-Flechte ist die Bartflechte. Sie ist ungenießbar, hat jedoch immunstärkende und antibiotische Eigenschaften. Schon Sammler und Jäger sollen sie gegen Erkältungen in Räuchermischungen verwendet haben. Heute nützt man sie für Tees, Tinkturen oder Lutschpastillen.

Geotropismus bei Baumpilzen Pilze richten ihre Hüte immer nach oben und unten - фото 4

Geotropismus bei Baumpilzen: Pilze richten ihre Hüte immer nach oben und unten aus. Wenn der Wirtsbaum umfällt, entstehen die seltsamsten Formen.

Ethnomykologie – die Kulturgeschichte der Pilze

Die Ethnomykologie ist – wie die Ethnobotanik – ein Teilbereich der Völkerkunde. Die Begriffe stammen aus dem Griechischen: »éthnos« für Volk, »mykes« für Pilz und »logos« für Lehre – also die Lehre vom Pilzwissen der Völker. Das Pilzwissen des Menschen ist älter als die Menschheit selbst. Anders gesagt: Die Menschen haben den kompetenten Umgang mit Pilzen aus ihrer Zeit als Primaten mitgenommen, denn das Pilzwissen der Tiere ist unbestritten. Und warum sollten die frühen Menschen ihr Wissen im Zuge der Menschwerdung vergessen haben?

Das Mycel der Pilze ist mit unserer Kultur eng verflochten, ihre Verwendung durch den Menschen schon seit Urzeiten belegt: Auf der ganzen Welt gibt es Ritzzeichnungen und Höhlenmalereien von Pilzen, z. B. auf den Megalithen im englischen Stonehenge. Pilze wurden vielfältig genutzt: zum Essen, Trinken, Heilen, Feuermachen, Rauchen, Räuchern, Lieben, Färben, Zaubern, Töten, als Mückenschutz und natürlich zu religiösen Zwecken. Es ist gut möglich, dass Pilze den Menschen die Spiritualität erschlossen haben.

Die Menschheit lässt sich klar in Pilzliebhaber und Pilzverächter gliedern. Eindeutig mykophil, also »pilzfreundlich«, sind Italien, Skandinavien, Russland und das Baltikum, als mykophob hingegen gelten England und die USA. Den pilzliebenden Völkern haben wir hinsichtlich der Verwendung von Pilzen einen immensen Erfahrungsschatz zu verdanken.

PILZE UND DAS FEUER Viele verschiedene Pilze wurden einst zum Feuermachen - фото 5

PILZE UND DAS FEUER

Viele verschiedene Pilze wurden einst zum Feuermachen verwendet, darunter vor allem verholzende wie der Echte Zunderschwamm, der Falsche Zunderschwamm bzw. Gemeine Feuerschwamm, der Rotrandige Baumschwamm, der Flache Lackporling und der Lärchenschwamm, aber auch der Birkenporling sowie Stäublinge und andere Boviste.

Mann im Eis

Er ist einer der berühmtesten Österreicher der Welt: »Ötzi«, ein Wanderer, der in der späten Jungsteinzeit (ca. 3200 Jahre v. Chr.) bei der Überquerung der Ötztaler Alpen ums Leben gekommen ist. Seine Leiche wurde im Gletscher hervorragend konserviert, bis das Eis im Ausnahmesommer 1991 schmolz und er von Bergwanderern entdeckt wurde.

Bei ihm wurden Birkenporlinge und Zunderschwamm gefunden. Ihre Heilwirkung deckt sich mit den Leiden, die an der Mumie festgestellt wurden; er hatte sie also nicht nur als Zunder dabei. Der Fund belegt zweifelsfrei, dass Menschen in Europa schon vor mehr als 5200 Jahren Pilze zu Heilzwecken nutzten. Leider wurde dieses Wissen hier im Westen für lange Zeit vergessen.

Die Pilze der Indianer

Aus Nordamerika liegt ein reicher Fundus an Heilpilzwissen der Ureinwohner vor. Die Ökosysteme der »Americas« (Nord-, Mittel- und Südamerika) sind viel artenreicher als jene Europas, denn dort verlaufen die großen Gebirgszüge in Nord-Süd-Ausrichtung. Während der Klimaverschiebungen im Laufe der Erdgeschichte konnten daher die Arten ungehindert – je nach Bedarf – nach Norden oder Süden ausweichen, während Europas Flora und Fauna nach Norden hin vom Meer und nach Süden hin von den Alpen begrenzt wurde. Bei jeder gröberen Klimaveränderung gingen uns Arten verloren. Unter den Pilzen der Indianer sind einige, die auch in Europa vorkommen, z. B. Zunderschwamm, Rotrandiger Baumschwamm, Schwefelporling, Zinnobertramete.

Pilze im Christentum

Zur Zeit der Hexenverfolgung, als die alte Spiritualität und die neue christliche Religion aufeinanderprallten, wurden Pilze untrennbar mit dem Heidnischen, dem Bösen verbunden. Wörter wie Hexenei und Krötenstuhl (das englische »toadstool« steht für giftige Pilze) zeugen bis heute davon. Kein Wunder, spielten sie doch eine bedeutende Rolle in der angestammten Religion. So wurden Pilze in weiten Teilen Europas fortan dämonisiert und mit dem Finsteren, dem Modrigen, mit Schlangen und Lurchen assoziiert. Und was wäre schon eine Hexensuppe ohne Pilze?

Dennoch finden sich Pilze – mehr oder weniger offensichtlich – in frühen Darstellungen in vielen christlichen Kirchen und Bibelübersetzungen.

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VON HEXEN UND ELFEN

Diese auffälligen Formationen in der Wiese (→ Abbildung, Seite 15) sind von mystischer Faszination. Auch wenn man vielleicht Respekt davor hatte, wurden sie früher nicht verteufelt. Sie galten als magische Spielwiese der Naturgeister, der Elfen und Feen. Erst später wurden sie bösen Hexen und Zauberern zugeschrieben, denen sie angeblich als Schutzwall für ihre satanischen Beschwörungen dienten.

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»Elfenbänke« sind flache Baumpilze, auf denen sich dann und wann Elfen »ausruhen«.

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