Durch den komplizierten, nahezu perfekten Aufbau der Kristallgitter entsteht eine Art »Schwingung«, die unseren Körper positiv beeinflussen kann. Auch negative Energien, wie die von Elektrosmog oder Wasseradern, können durch Heilsteine in positive Energien umgewandelt werden. Bei starken Strahlungen, wie von Handys, Mobilfunk- und WLAN-Netzen, ist die Wirkkraft der Steine leider nur noch sehr gering.
Heilsame Steine
Mineralien können bei Beschwerden lindernd wirken und seelische wie körperliche Dysbalancen auflösen. Jeder Stein wirkt anders und je nach Individuum besser oder schlechter. Hier müssen Sie als Betroffener ausprobieren, was für Sie persönlich hilfreich ist. Erfahrungswerte geben erste Hilfestellungen.
TIPP
Die Schwingungen eines Steins können sich an bestimmte Personen anpassen. Deshalb sollte ein Heilstein nie an fremde Personen weitergegeben werden. Eine Weitergabe innerhalb der Familie ist eher möglich, allerdings sollte der Stein vorher gut gereinigt (neutralisiert) werden.
Wenn Steine giftig sind
Manche Steine wirken negativ auf den Organismus, wenn man sie verschluckt oder den Staub der zermahlenen Mineralien einatmet. Solche Steine sollten Sie nicht in Wasser legen und von dem Steinwasser trinken. Dagegen ist es unbedenklich, diese Mineralien als Anhänger, als Donut oder als Kette zu tragen.
Folgende Heilsteine dürfen nicht verschluckt werden: Antimonit (Grauspießglanz), Azurit, Malachit, Bleiglanz (Galenit) und Vanadinit. Pyrit und Schwefel können in Verbindung mit Magensäure zu schweren Verätzungen führen.
Asbest in Heilsteinen
Falkenauge, Katzenauge, Tigerauge und Tigereisen sind leicht asbesthaltig. Im geschliffenen Zustand sind sie allerdings bedenkenlos als Heilstein zu benutzen. Vorsichtiger sollte man mit unbearbeiteten Steinen sein, da sich dort durch mechanische Einwirkung Fasern lösen können. Am stärksten asbesthaltig ist das Silberauge, weshalb ich von der Benutzung dieses Steins als Heilstein abrate.
Wirkungsverlust bei Heilsteinen
In den letzten Jahren ist es immer wieder mal passiert, dass jemand zu mir gekommen ist, weil sein Stein angeblich keine Wirkung mehr zeigte. Beim Austesten (Pendeln) hat sich bei einigen Steinen gezeigt, dass ihre Kraft verbraucht war.
Bei einer Frau ergab es sich, dass jeder noch so klare Bergkristall nach zwei bis drei Wochen im Inneren winzige weiße Flecken bekam und nach längerer Zeit ganz weiß wurde. Wie so etwas geschehen kann, ist mir ein Rätsel, da ein Bergkristall bei normaler Behandlung an sich nicht angreifbar ist. Vermutlich hat die Person die gesamte Kraft des Bergkristalls aufgebraucht, und er hat sich deshalb so verändert. Solche Vorgänge sind tatsächlich äußerst selten. Nur beim Türkis, der vielen als Schutzstein dient, kann sich mit der Zeit eine starke Verfärbung zeigen. Der Stein kann sogar ohne äußere Einwirkung zerspringen.
In der Regel verliert ein Heilstein seine Wirkung so gut wie nie. Lediglich bei starker Beanspruchung kann es zu solchen Phänomenen kommen. Daher sollte immer darauf geachtet werden, dass der Stein, den man regelmäßig benutzt, gereinigt und, falls es nötig ist, wieder aufgeladen wird.
Die Reinigung und Entladung der Heilsteine
Meine Empfehlung ist, Heilsteine einmal wöchentlich unter fließendem Wasser zu reinigen. Dies bezieht sich hauptsächlich auf Steine, die man regelmäßig bei sich trägt. Edelsteinketten sollten nie gewaschen werden, da der Faden (Kettenseide) sich mit Wasser vollsaugt und das Wasser in den Bohrungen der Steine später nicht mehr verdunsten kann. Dadurch löst sich der Faden mit der Zeit auf, oder er wird brüchig und reißt. Besser ist es, die Ketten mit all ihren Stein-Elementen ab und an mit einem feuchten Tuch abzuwischen.
Zum Aufladen der Steine genügt in den meisten Fällen etwas Sonnenlicht, ansonsten kann man den Stein nach der Reinigung auch auf einem Amethyst oder Bergkristall aufladen. Vorsicht: Durch lange Sonneneinstrahlung können die Farben mancher Steine auch verblassen.
Die oft gehörte Empfehlung, Heilsteine auf Hämatit zu entladen, ist nicht so wirkungsvoll, da die Heilsteine nur sehr langsam die negativen Energien an den Hämatit abgeben. Sollten Sie diese Methode doch anwenden, empfehle ich, die Hämatit-Trommelsteine (auch Hämatit-Chips genannt) nach jeder Entladung abzuwaschen, da sie die negative Energie aufgenommen haben. Mir erscheint es allerdings logischer, den Heilstein selbst mit Wasser zu entladen.
Die Auswahl eines Steins
Um sich einen Stein auszusuchen, sollte man sich auf das eigene Gefühl verlassen und die Steine sozusagen erspüren. Nehmen Sie den Stein in die Hand, der Ihnen optisch am besten gefällt, und lassen Sie Ihren Gefühlen freien Lauf. Wenn Sie ein Kribbeln, Ziehen oder ein Wärmegefühl in der Hand oder an anderen Stellen im Körper verspüren, findet ein Energieaustausch statt. So gibt der Stein Ihnen Kraft und kann vorhandene Blockaden auflösen. Es kann auch geschehen, dass Sie nichts spüren. Wundern Sie sich nicht zu sehr darüber, vielleicht haben Sie eine starke Energieblockade, die durch Aufregung, Stress oder Krankheit verursacht worden sein kann.
Bei der Auswahl der Steine sollten Sie auch auf die Farbe achten, denn mit verschiedenen Farben sind manchmal auch unterschiedliche Wirkungen verbunden: So fördert beispielsweise ein sattes Blau die geistige Kraft, Hellblau vermittelt Geduld und Ruhe. Grün und Rosa sind beruhigend und ausgleichend, während Orange und Rot stimulierend wirken. Dagegen sorgen Gelb, Goldgelb und Hellorange für Freude und können somit Depressionen vertreiben.
Bei ernsthaften Beschwerden sollten Sie mit jemandem reden, der mit Heilsteinen schon viele Erfahrungen gesammelt hat. Eine fachlich fundierte Beratung ist hier dringend nötig. Und achten Sie beim Einkauf auch auf den Preis! Es helfen auch Steine, die nicht so viel kosten.
Natursteine und geschliffene Steine
Haben beide die gleiche Wirkung? Die Antwort ist eindeutig: Ein Kristall (symmetrische Form) gibt mehr Energie ab als ein bearbeiteter (geschliffener) Stein. Dennoch liefern auch bearbeitete Steine, die man als Trommelstein (Handschmeichler) oder Anhänger bei sich trägt, noch ausreichend Energie. Dabei spielt die Größe des Steins keine Rolle. Sollten Sie mithilfe eines Heilsteins allerdings in Innenräumen das Raumklima verbessern wollen, sollte der Stein schon faustgroß und zum größten Teil nicht bearbeitet sein. Zum Entstrahlen von Wasseradern bietet sich zum Beispiel ein faustgroßer Rosenquarz an. Wichtiger als die Größe eines Steins ist die ihm innenwohnende Stärke. Zum Beispiel hat ein Granat oder Rubin in seiner kleinsten Ausführung eine sehr starke Wirkung und kann bei älteren Menschen eventuell zu Herzklopfen, Blutdruckerhöhung und Nervosität führen. Hier empfehle ich, den Stein nur kurzzeitig anzuwenden oder ihn in einen angrenzenden Raum zu legen. Nach längerer Beschäftigung mit Heilsteinen werden Sie bald ein Gefühl dafür entwickeln, welcher Stein für Sie der richtige ist. Rohstein, Kristall oder Trommelstein (→ Glossar, Seite 155 f.)?
Die Anwendung eines Heilsteins
Bei Beschwerden (Schmerzen, Krankheiten) in Gelenken und Organen ist es ratsam, den Stein direkt aufzulegen oder ihn zumindest in unmittelbarer Nähe der schmerzenden Stellen zu tragen. Bei Nieren- und Blasenbeschwerden bietet es sich an, den Stein in die Hosentasche zu stecken.
Bei psychischen oder seelischen Problemen ist es folglich egal, wo man den Stein trägt, nur sollten Sie den Stein ab und zu in die Hand nehmen und bewusst mit ihm arbeiten.
Читать дальше