Eine schwere Krankheit riss mich jäh aus meiner Kindheit und Jugend, und ich fand nur durch die Hilfe meiner Eltern und Geschwister langsam wieder ins Leben zurück.
Im Jahre 1985 eröffneten wir ein kleines Geschäft in unserer umgebauten Garage. Das gab mir die Möglichkeit, mich wieder mit etwas Sinnvollem zu befassen. Ich kann leider keiner Beschäftigung oder Arbeit nachgehen, da ich sehr stark sehbehindert und auch körperlich nicht belastbar bin. Erst in den letzten Jahren hat sich mein körperlicher Zustand durch die Arbeit mit Menschen und Steinen verbessert.
Nach einer schweren Anfangszeit erfuhr ich das erste Mal, dass Mineralien (Edelsteine) eine Wirkung auf den menschlichen Körper haben.
Zu jener Zeit gab es so gut wie keine Literatur über Heilsteine, weshalb ich mich auf mein Gefühl verlassen musste und damit zu großen Erfolgen kam.
Heute wundern sich sogar einige Ärzte darüber, was ich zu leisten vermag, und manchmal muss ich selbst über mich staunen. Ich empfinde es als meine Bestimmung, anderen Menschen mit den Heilsteinen und manch gutem Rat zu helfen.
Leider dreht sich in unserer heutigen Zeit alles nur noch ums Geld. Auch das Thema Heilsteine bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont. In der Literatur und im Internet werden die Wirkungen der Heilsteine oft sehr gegensätzlich beschrieben, was mich ein wenig ungehalten werden lässt.
Den Autoren ist häufig noch nicht einmal die chemische Zusammensetzung der Mineralien bekannt, was allerdings Grundvoraussetzung für die Beurteilung der Wirkung ist.
Oft wird beispielsweise der Tektit als Meteorit (ein Körper kosmischen Ursprungs, der den Erdboden erreicht hat) bezeichnet, obwohl schon sehr lange bekannt ist, dass ein Tektit oder Moldavit aus kondensierten Gesteinsdämpfen nach einem Meteoriteneinschlag entstanden ist. Manchmal wird der blaue, grüne und rote Achat als ein Wunder der Natur bezeichnet, dabei handelt es sich um einen von Menschenhand gefärbten Stein. Achate kommen in der Natur nur in Weiß-, Grauund Brauntönen, leicht rötlich und seltener in Hellblau vor. Natürlich haben auch gefärbte oder gebrannte Steine noch eine Heilwirkung, nur sollte man so ehrlich sein und darauf hinweisen, dass diese Steine künstlich verändert worden sind. Die Astrologie ordnet unseren zwölf Sternzeichen bestimmte Heilsteine zu. Schon zu dieser Zuordnung finden sich sehr viele widersprüchliche Informationen. Daneben gibt es aber auch noch das indische, indianische, russische, chinesische oder das japanische Horoskop, was die Verwirrung noch vergrößert. Weiterhin werden jedem Sternzeichen Monatssteine, Glückssteine, Harmoniesteine, Kraftsteine usw. zugeordnet. Ein bekannter Heilstein-Experte hat vor vielen Jahren schon darauf hingewiesen, dass Sternzeichen-Heilsteine nur durch genaue Geburtsdaten berechnet werden können. Sehr gerne wird empfohlen, Steine zum Entladen (Reinigung von Fremdinformationen, die die Wirksamkeit der Steine herabsetzen) in Salz zu legen. Bei vielen Steinen kann dies aber auch zerstörend wirken. Auch das Entladen auf Hämatit-Trommelsteinen kann ich persönlich nur bedingt empfehlen, da nach jedem Entladen die Hämatit-Steinchen auch gereinigt werden sollten. Genauso gut kann ich den zu reinigenden Stein unter fließendem Wasser abwaschen.
Leider darf man heute nicht alles glauben, was man schwarz auf weiß vor sich liegen hat. Vor allem Anfänger kommen am besten damit zurecht, wenn sie sich von ihren Gefühlen leiten lassen.
Suchen Sie sich den Stein heraus, der Ihnen am sympathischsten ist. Es ist erwiesen, dass zum Beispiel Kinder ein sehr gutes Gefühl für Heilsteine haben.
Sollten Sie Fragen zu oder Probleme mit Heilsteinen haben, bietet sich ein Gespräch mit dem Händler oder Berater an. Denn die Wirkung ein und desselben Steins kann bei verschiedenen Menschen unterschiedlich sein, da jeder Mensch eine eigene Schwingung oder Mentalität besitzt. Vor allem im feinstofflichen und psychischen Bereich gibt es oft große Unterschiede, die jeder individuell für sich entdecken muss. Oft kann es auch sehr hilfreich sein, Heilsteine von einer neutralen Person austesten zu lassen.
Ich habe dieses Buch nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben. Dennoch kann ich für den Inhalt und die Risiken, die durch den Umgang mit Heilsteinen entstehen können, keine Haftung übernehmen. Es soll auch an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass die Wirkung von Heilsteinen wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist.
Heilsteine – ihre Entstehung und Anwendung
In diesem Kapitel erfahren Sie alles, was Sie über die Entstehung und den Umgang mit Heilsteinen wissen müssen. Woher kommen sie, wie kann ich sie für meine Bedürfnisse anwenden, und worauf sollte ich besonders achten?
Die Entwicklung von Heilsteinen
So gut wie alle Steine, die wir heute in unseren Händen halten, sind viele Millionen Jahre alt. Sie sind entstanden, als die Erdkruste – im Vergleich zu heute – noch relativ instabil war. Die meisten wurden unter unvorstellbar starkem Druck und hoher Hitze hervorgebracht: zum Beispiel im Magma des Erdinneren, in der Lava von Vulkanen, ausgefällt als wässrige Lösungen (Dämpfe), durch Umwandlung bereits vorhandener Mineralien, durch Oxidation oder gebildet mithilfe organischer Substanzen. Manche wurden auch durch Ablagerung von Sedimenten gebildet, wie es zum Beispiel beim Sandstein der Fall ist. Bei der Entstehung der Mineralien kann dieselbe Mineralgruppe durch minimale Spuren (Spurenelemente, Einlagerungen) anderer Minerale unterschiedliche Farben erhalten, obwohl sie die gleiche Grundzusammensetzung hat. Beispiele hierfür sind der Quarz oder der Calcit. Zur Quarz-Gruppe gehören unter anderem Achat, Amethyst, Aventurin, Bergkristall, Chalcedon, Citrin, Heliotrop, Jaspis, Karneol, Rauchquarz, Rosenquarz oder Tigerauge. Diese Steine haben damit die gleiche Grundzusammensetzung (SiO 2= Siliziumdioxid) und besitzen doch andere Farben und Ausbildungen, die durch unterschiedliche Mineraleinlagerungen und unter verschiedenen Umständen entstanden sind.
Bei diesen verschiedenen Entstehungsmöglichkeiten bilden die meisten Mineralien sogenannte Kristalle aus, symmetrische Formen, wie Würfel, Oktaeder oder Prisma. In jedem noch so unscheinbaren Mineral befinden sich mikroskopisch kleine Kristalle, und diese wiederum haben ein Kristallgitter, das aus unzählig vielen Molekülen und Atomen besteht.
Eine Ausnahme ist zum Beispiel der Bernstein, der pflanzlichen Ursprungs (versteinertes Harz) ist und kein Kristallgitter ausbildet. Auch sogenannte amorphe Mineralien besitzen kein Kristallgitter, wie zum Beispiel der Opal, der Obsidian, der Gagat und der Tektit. Am besten zu erkennen sind Kristalle beim Bergkristall, beim Amethyst und beim Granat.
Bei vielen Steinen zeigt sich die kristalline Struktur sehr deutlich.
Die Wirkung der Steine
Die Atome und Moleküle ordnen sich bei der Entstehung eines Kristalls nicht beliebig, sondern in einer regelmäßigen Kristallstruktur an und erhalten so eine symmetrische Form. Jedes Mineral gehört zu einem von sieben Kristallsystemen: dem kubischen, hexagonalen, trigonalen, tetragonalen, rhombischen, monoklinen oder triklinen Kristallsystem. Innerhalb dieser Systeme gibt es wiederum verschiedene Kristallformen wie z. B. den Würfel, das Oktaeder und das Tetraeder, die alle zum kubischen System gehören.
Читать дальше