Hans Berner - Einfach gut unterrichten

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Dieses Lehr-, Arbeits- und Praxisbuch zur allgemeinen Didaktik ist besonders in seiner Art. Es vereint zeitgemässe Konzepte, Methoden und Reflexion und folgt selbst der Struktur guten Unterrichts: vom Vorwissen zum Wissen, vom Anwenden zum Üben, vom Üben zum Reflektieren. Angehende und erfahrene Lehrpersonen finden Anregungen, Praxistipps und theoretische Impulse für einen individuellen Unterricht, der aktuellen Standards gerecht wird und auf situative Bedingungen anpassbar bleibt.

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Mit ihren Forderungen steht die curriculare Didaktik keineswegs isoliert da. Auch andere allgemeindidaktische Theorien weisen auf die zentrale Bedeutung 16der Lernziele hin. Speziell zu erwähnen ist Wolfgang Klafki. Mit seinem populären Postulat der kategorialen Bildung vertrat er die Auffassung, dass sich guter Unterricht durch eine ausgewogene Verbindung von materialen (inhaltlichen) und formalen (auf die Entwicklung der Person bezogenen) Zielen auszeichnen muss.

Kompetenzen

Mit Beginn des 21. Jahrhunderts rückt der Begriff des Lernziels in der schulpädagogischen Diskussion etwas in den Hintergrund und wird zusehends vom immer dominanter werdenden Begriff der Kompetenz abgelöst. Im Zuge grosser empirischer Schulleistungsstudien und im Verbund mit Standardisierungsbemühungen ist Kompetenz zum Trendbegriff und zum Slogan von Bildungsreform und Bildungspolitik geworden.

Kompetenz ist ein mehrdeutiger Begriff mit einer komplexen Geschichte. Ursprünglich wurde er in der Linguistik von Noam Chomsky im Sinne derjenigen Kenntnis verwendet, die eine Sprecherin oder Hörerin von ihrer Sprache hat. Die Aktualisierung dieser Kenntnis im Sprechakt bezeichnete Chomsky dagegen als Performanz, und erst diese machte für ihn sichtbar, was in der Kompetenz nur latent vorhanden ist. Auch bei Heinrich Roth, der den Kompetenzbegriff in der Pädagogik einführte, beinhalten Sachkompetenz, Selbstkompetenz und Sozialkompetenz nur bedingt einen Handlungsaspekt, sondern bilden Voraussetzungen für die Selbstbestimmung, die bei Roth das zentrale Erziehungsziel ist.

In den letzten zwanzig Jahren hat sich in der Erziehungswissenschaft jedoch ein Kompetenzbegriff durchgesetzt und etabliert, der ebendiesen Handlungsaspekt deutlich einbezieht und zumeist mit Bezug auf Franz E. Weinert und Eckhard Klieme verwendet wird. Als Kompetenz bezeichnet Weinert «die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können». 17Klieme stellt Kompetenz in einen Zusammenhang mit Bildungsstandards und hält fest, dass diese «anders als Lehrpläne und Rahmenrichtlinien – nicht auf Listen von Lehrstoffen und Lerninhalten zurückgreifen, um Bildungsziele zu konkretisieren. Kompetenzen spiegeln die grundlegenden Handlungsanforderungen, denen Schülerinnen und Schüler in der Domäne ausgesetzt sind.» 18Diese Definitionen lassen die Zielrichtung der aktuellen Kompetenzbewegung klar hervortreten: Es geht gegen «totes Wissen» und um die Frage, «wie man andere Menschen (oder sich selber) dazu bringen kann, Vorstellungen, Ideen oder eben Wissen effektiv anzuwenden bzw. in konkrete Taten umzusetzen…». 19

Als Kompetenz wird heute also das bezeichnet, was in der Linguistik von Chomsky als Performanz definiert wurde, nämlich die Fähigkeit, situativ geprägte Anforderungen zu bewältigen, oder aktuell oft formuliert, Handlungen zu erbringen, die sichtbar und messbar sind. Damit kommt der Kompetenzbegriff der gegenwärtigen Bildungsreform entgegen, welche die Leistungen der Schule nicht über den Input steuern, «sondern – wie in einem Wirtschaftsbetrieb – am tatsächlich bei den Schülerinnen und Schülern erreichten Lernertrag, dem Output», 20messen will.

Für die Anwendungshinweise zu den Merkmalen wird die gleiche Reihenfolge - фото 14

Für die Anwendungshinweise zu den Merkmalen wird die gleiche Reihenfolge eingehalten wie im vorangehenden Abschnitt. Wenn in den nachfolgenden Kapiteln nochmals darauf eingegangen wird oder wenn ein Merkmal aus unserer Sicht keine spezielle Bedeutung hat, beschränken wir uns auf wenige wichtige Hinweise.

1 Schaffen Sie ein lernförderliches Unterrichtsklima!

Um ein lernförderliches Klima im Unterricht zu etablieren, würde es eigentlich genügen, die auf Seite 27 formulierten Regeln einzuhalten. Nur ist das leichter gesagt als getan, denn im Zentrum dieses Merkmals guten Unterrichts steht die Persönlichkeit jeder Lehrperson mit ihrer individuellen Art, den Kontakt zu den Lernenden zu gestalten. Diese Art des Kontaktaufnehmens lässt sich nicht einfach lernen im Sinne einer Technik. Vielmehr ist sie Ausdruck von eigenen Haltungen und Möglichkeiten, die einer Persönlichkeit für die Beziehungsgestaltung zur Verfügung stehen.

Möchte eine Lehrperson also an der Optimierung eines lernförderlichen Klimas arbeiten, sollte sie zwar einerseits die pädagogischen und didaktischen Anregungen in diesem Buch realisieren und zum Beispiel am Anfang einer Stunde das Prinzip der positiven reziproken Affekte befolgen (vgl. Kapitel 2, S.63). Auch sollte sie eine dem Alter der Lernenden angepasste Balance von Nähe und Distanz wie auch eine überlegte Mischung zwischen Arbeitsatmosphäre und persönlichem Kontakt finden.

Andererseits scheint aber insbesondere eine Auseinandersetzung mit den eigenen - фото 15

Andererseits scheint aber insbesondere eine Auseinandersetzung mit den eigenen Haltungen und Möglichkeiten der Beziehungsgestaltung ratsam. Dies kann durch die Beschäftigung mit einschlägiger Literatur geschehen. Die schon vor gut fünfzig Jahren formulierten Empfehlungen des humanistischen Psychologen Carl Rogers sind zum Beispiel nach wie vor lesenswert. Die von ihm postulierten Haltungen – Achtung, Wärme, Rücksichtnahme; einfühlendes nicht wertendes Verstehen; Echtheit; geringe Dirigierung und Lenkung – sind auch in pädagogischen Kontexten bedeutend. Dies kann aber auch im Austausch mit anderen Lehrpersonen zum Tragen kommen, zum Beispiel in Gesprächs- und Intervisionsgruppen oder durch Videoanalysen, in denen eigene Haltungen und Beziehungsmuster bewusster werden und dadurch weiterentwickelt werden können.

2 Lernen Sie Klassenführung – sie ist nicht Ausdruck irgendeines Talents!

In der erwähnten Publikation von Nolting wird auf Kounins Techniken der Klassenführung 21rekurriert. Es werden Hinweise zur Klassenführung gegeben, von denen uns die folgenden bedeutsam erscheinen:

Allgegenwärtigkeit (Withitness)

Die Lernenden sollen das Gefühl vermittelt bekommen, dass die Lehrkraft alle ihre Aktivitäten im Blick hat, dass sie sozusagen auch auf ihrem Rücken Augen und Ohren hat, dass störende Vorfälle nicht bewusst «übersehen» und heikle Entwicklungen nicht toleriert werden.

Überlappung (Overlapping)

Es geht um die Fähigkeit der Lehrperson, die Aufmerksamkeit im Unterricht simultan auf mehrere Dinge zu richten. Die Durchführung des Medieneinsatzes muss zum Beispiel gut vorbereitet sein und so routiniert (gleichsam automatisiert) erfolgen, dass die Antennen der Lehrperson weiterhin auf die Klasse gerichtet sind. Mit unvermeidbaren Disziplinproblemen soll «nebenbei» und ohne grosses «Theater» umgegangen werden, ohne den Unterrichtsfluss und die Aufmerksamkeit darauf mehr als nötig zu unterbrechen.

Zügigkeit, Reibungslosigkeit, Schwung (Momentum)

Um unnötige Unterbrechungen des Unterrichtsflusses zu vermeiden, ist eine angemessene Unterrichtsplanung unabdingbar, insbesondere die Vermeidung von Hektik (zu viel Stoff) und Langweile (zu wenig, zu monotoner Stoff). Ein positives Beispiel für Zügigkeit ist freies stringentes Sprechen, ein Negativbeispiel das «Kleben» an Notizen oder Zetteln oder inhaltlicher Leerlauf durch weitschweifiges Ausholen oder Überproblematisieren von Kleinigkeiten.

Gruppenaktivierung (Group Focus)

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