Gesine Manuwald - Römisches Theater

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Dieses Buch bietet den ersten umfassenden Überblick über die Geschichte des römischen Theaters von den Anfängen bis zur frühen Kaiserzeit.
Das Buch erläutert die Entstehungsgeschichte und die Aufführungspraxis des römischen Theaters. Besprochen werden die Vorläufer des römischen Dramas, die Organisation und Aufführungsbedingungen sowie alle bekannten dramatischen Gattungen und Dichter.
Die Autorin legt Wert darauf, die Dramen in den historischen, sozialen und intellektuellen Kontext der Zeit einzuordnen.
Textbeispiele aus den erhaltenen Dramen, antike Stimmen zu Dramen und Theaterwesen sowie zahlreiche Abbildungen gestalten das Buch anschaulich für den Leser.

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Der Grund, dass die Römer diese ‚Fremden‘ akzeptierten, war vermutlich, dass sie offen und flexibel waren in Bezug auf Übernahme und Adaption im Kontakt mit anderen Völkern, zumal die Dichter ihnen in ihrer eigenen Sprache entgegenkamen. Dennoch waren die Römer sich des fremden Ursprungs ihrer (ersten) Dichter bewusst und reflektierten über die Tatsache, dass sie die Literatur von den Griechen und mit zeitlicher Verzögerung kennengelernt und angenommen hatten (z.B. Cic. Tusc. 1,3 [▶ T 6]; Hor. epist. 2,1,156–167 [▶ T 2]).

T 6 Cicero, Tusc. 1,3

doctrina Graecia nos et omni litterarum genere superabat; in quo erat facile vincere non repugnantes. nam cum apud Graecos antiquissimum e doctis genus sit poetarum, si quidem Homerus fuit et Hesiodus ante Romam conditam, Archilochus regnante Romulo, serius poeticam nos accepimus. annis fere CCCCCX post Romam conditam Livius, fabulam dedit C. Claudio, Caeci filio, M. Tuditano consulibus, anno ante natum Ennium {qui fuit maior natu quam Plautus et Naevius}. sero igitur a nostris poetae vel cogniti vel recepti. In der Bildung und in jeder Art von Literatur übertraf uns Griechenland; dabei war es leicht, die zu besiegen, die keinen Widerstand leisteten. Denn während bei den Griechen die älteste Gruppe der Gebildeten die der Dichter war, da ja Homer und Hesiod vor der Gründung Roms und Archilochus zu Romulus’ Regierungszeit lebten, haben wir die Dichtung erst später übernommen. Ungefähr 510 Jahre nach der Gründung Roms führte Livius [Andronicus], der älter war als Plautus und Naevius, ein Drama auf, im Konsulat von C. Claudius, Caecus’ Sohn, und M. Tuditanus [240 v. Chr.], ein Jahr vor Ennius’ Geburt. Spät also sind Dichter den Unsrigen bekannt oder von ihnen aufgenommen worden.

Die ersten republikanischen Dramatiker waren nicht nur keine Römer, sondern auch von geringem sozialen Status: Im Gegensatz zu Verfassern anderer literarischer Gattungen waren sie Sklaven, Freigelassene oder freie Fremde ( peregrini ). Geschichtsschreiber hingegen waren in der Regel römische Senatoren, da dieses literarische Genre sich größerer Wertschätzung erfreute. Römische Redner, die ihre Reden publizierten, waren ebenfalls römische Bürger. Der Satiriker Lucilius im zweiten Jahrhundert v. Chr. war ein römischer Bürger und ein reicher Ritter (Vell. 2,9,4; Hor. sat. 2,1,75; Lucil. 671–672 M. = 650–651 W.).

Offensichtlich gab es einen Unterschied zwischen Aristokraten mit literarischen Ambitionen und professionellen Dichtern mit niedrigem sozialen Status. Erst gegen Ende der Republik, als Dramen nicht mehr unbedingt für die Aufführung auf der Bühne geschaffen wurden, fingen Gebildete aus dem Ritter- und Senatorenstand wie Iulius Caesar Strabo oder Ciceros Bruder Quintus an, Tragödien zu verfassen (▶ Kap. 5.19). In der Kaiserzeit scheinen die meisten Dramendichter höheren sozialen Rängen angehört zu haben; ihre Stücke waren vermutlich jedoch nicht in erster Linie für die Aufführung auf der Bühne gedacht.

Der Mimusdichter Decimus Laberius (ca. 106–43 v. Chr.) ist der einzige professionelle Dramatiker mit einem höheren sozialen Status (Ritter), von dem man weiß, dass er in der republikanischen Zeit für die Bühne geschrieben hat. Entsprechend stand Laberius’ sozialer Status im Mittelpunkt, als Caesar Laberius zwang, in seinen eigenen Mimen auf der Bühne zu erscheinen und so seinen Ritterstatus vorübergehend zu verlieren (Macr. Sat. 2,3,10; 2,7,2–9 [▶ T 29]; Sen. contr. 7,3,9; ▶ Kap. 4.6; 5.17).

Die Organisation der Feste in Rom brachte die Dramatiker der republikanischen Zeit in Kontakt mit einflussreichen Angehörigen der Nobilität. Da die verantwortlichen Beamten jährlich wechselten, machten die Dichter Bekanntschaft mit Mitgliedern verschiedener Familien. Während Schauspieler offenbar als unangemessener Umgang für Beamte betrachtet wurden (▶ Kap. 3.6), konnten Dichter mit hochrangigen Personen des öffentlichen Lebens verkehren. Derartige Kontakte wurden nur dann ein Kritikpunkt, wenn Adlige verdächtigt wurden, Dichter für ihre eigenen Zwecke auszunutzen (Cic. Tusc. 1,3), oder wenn Dichtern vorgeworfen wurde, literarische Unterstützung von adligen Freunden erhalten zu haben (Ter. Haut. 22–24; Ad. 15–21; Cic. Att. 7,3,10; Quint. inst. 10,1,99; Suet./Don. vita Ter. 4).

Wie der Kontakt zwischen Dichtern und Politikern im Einzelnen aussah, wird in der Forschung diskutiert. Da einige Dramatiker Praetexten über militärische und politische Leistungen bestimmter Adliger geschrieben, Dramen für Leichenspiele von Einzelpersonen geschaffen oder Wohltaten von Mitgliedern bestimmter Familien erhalten haben, werden sie oft als ‚Klientendichter‘ ( poeta cliens ) angesehen. So eine spezifische Beziehung und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Dichtung lassen sich jedoch anhand der vorliegenden Quellen nicht bestätigen.

Denn der unmittelbare Umgang mit Mitgliedern der Nobilität und die Dichtungen für spezielle Auftraggeber sind nicht allein bestimmend für die Stellung der Dichter in der Gesellschaft sowie den Inhalt und die Aussage ihrer Werke. In republikanischer Zeit wurden alle Dramen an öffentlichen Spielen aufgeführt, und die Dichter schrieben jedenfalls nicht ausschließlich für bestimmte Patrone. Sie bewegten sich frei innerhalb der Nobilität und waren für verschiedene Familien tätig. In der Kaiserzeit hatten manche Dichter, wie Seneca, enge Beziehungen zum Kaiserhaus; andere waren ohne eine derartige offizielle Stellung. In jedem Fall war es in dieser Phase möglich, Dramen zu verfassen, die auch (zumindest indirekt) kritisch in Bezug auf die gegenwärtige gesellschaftliche und politische Situation waren.

Im Unterschied zu den Theateraufführungen bei Festen im klassischen Athen standen die römischen Dichter bei der Aufführung ihrer Dramen nicht in einem agonalen Wettbewerb miteinander. Stattdessen wurden sie für die Bereitstellung von Texten bezahlt(▶ Kap. 3.2; 3.6). Diese Texte sind eher als schriftlich festgehaltene Skizzen des Handlungsablaufs und des gesprochenen bzw. zu singenden Texts anzusehen (vergleichbar mit Libretti für Opern), die von einem ‚Impresario‘ und/oder der Schauspielertruppe für die jeweilige Aufführung ausgestaltet wurden.

Informationen darüber, wie viel Geldein Dichter üblicherweise für ein Drama bekam und wie viele Dramen er pro Jahr verkaufen musste, um seinen Lebensunterhalt zu garantieren, gibt es nicht. Einer von Terenz’ Prologsprechern behauptet, dass der Dichter für seinen Lebensunterhalt vom Schreiben von Dramen abhängig sei (Ter. Phorm. 18); allerdings fällt diese Bemerkung im Kontext einer Auseinandersetzung mit Kontrahenten. Finanziell gesehen soll Terenz’ Eunuchus das erfolgreichste republikanische Drama gewesen sein, da er damit eine ungeheure Summe erzielt habe (Suet./Don. vita Ter. 3; Don. zu Ter. Eun. , praef. 1,6*). In frühaugusteischer Zeit soll L. Varius Rufus eine Million Sesterzen für seine Tragödie Thyestes erhalten haben, die er für Octavians Spiele nach der Schlacht von Actium verfasste (Did. in Cod. Paris. 7530 et Casin. 1086 [p. 309 Klotz]), die höchste Summe, die je für ein Drama in Rom gezahlt wurde. Frühe römische Dichter sollen auch als Lehrer tätig gewesen sein (Suet. gramm. 1.2); Pacuvius war sowohl Dichter als auch Maler (Plin. nat 35,19; Hier. chron. 1863, zu 154 v. Chr. [p. 142e Helm]).

Nachdem Livius Andronicus 207 v. Chr. ein von einem Chor junger Mädchen vorgetragenes Kultlied verfasst und zur Aufführung gebracht hatte und als Dramatiker anerkannt war, wurde Dichtern und Schauspielern der Tempel der Minerva auf dem Aventinals offizieller Versammlungsort zugewiesen (Fest., pp. 446–448 L.). Athena/Minerva, die Göttin der Dichtung und des Handwerks, wurde offenbar als passende Göttin betrachtet, auch wenn es keine besondere Beziehung zwischen dieser Göttin und einem bestimmten Fest gab. Den Tempel der Minerva Dichtern und Schauspielern zur Verfügung zu stellen war eine religiöse und politische Entscheidung der Nobilität, bedeutete aber auch eine soziale Aufwertung ihrer Tätigkeit. In den Quellen gibt es keine Erwähnung einer ‚Dichter- oder Schauspieler-Gilde‘ für diese Periode. Für Accius’ Zeit ist dann eine Art ‚Dichterzunft‘ ( collegium poetarum ) belegt (Val. Max. 3,7,11). Für spätere Epochen gibt es keine Nachrichten über berufliche Vereinigungen, aber dann sind Dramendichter auch nicht mehr professionell tätig.

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