Gesine Manuwald - Römisches Theater

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Dieses Buch bietet den ersten umfassenden Überblick über die Geschichte des römischen Theaters von den Anfängen bis zur frühen Kaiserzeit.
Das Buch erläutert die Entstehungsgeschichte und die Aufführungspraxis des römischen Theaters. Besprochen werden die Vorläufer des römischen Dramas, die Organisation und Aufführungsbedingungen sowie alle bekannten dramatischen Gattungen und Dichter.
Die Autorin legt Wert darauf, die Dramen in den historischen, sozialen und intellektuellen Kontext der Zeit einzuordnen.
Textbeispiele aus den erhaltenen Dramen, antike Stimmen zu Dramen und Theaterwesen sowie zahlreiche Abbildungen gestalten das Buch anschaulich für den Leser.

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Denn diese Namenbewegen sich auf verschiedenen Ebenen: Zwei Grundbegriffe sind abgeleitet von den allgemein üblichen Kleidungsstücken in Griechenland oder Rom ( palliata , togata ), eine andere Bezeichnung von einer speziellen Variante der Toga ( praetexta ) und wieder andere von Schuhen oder dem Fehlen von solchen ( crepidata , planipes ). Außerdem sagen spätantike Grammatiker, dass diese Namen die ‚Aufmachung‘ ( habitus ) der Griechen und Römer illustrierten, und in einigen Systemen sind palliata und togata generelle Bezeichnungen für alle griechischen oder römischen Formen von Dramen (z.B. Diom. ars 3, GL I, pp. 489,14–490,7 [▶ T 19]). Daher bezeichnen diese Namen eher den Charakter eines Dramengenres und von dessen Protagonisten, beschreiben jedoch nicht notwendigerweise die Kleidung aller Schauspieler in Werken der jeweiligen Gattung.

Schriftliche Quellen zur Schauspieler-Kleidungsind erst aus der Spätantike erhalten: Donat (Don. com. 8,4–7) und Pollux (Poll. 4,115–120) bieten Listen von Kostümen für verschiedene Figuren. Daneben gibt es Hinweise in den Stücken und einige Bemerkungen von zeitgenössischen oder beinahe zeitgenössischen Autoren. Da praktische Überlegungen nahelegen, dass Schauspieler in der Lage sein mussten, schnell Kostüme zu wechseln, und Kostüme, besonders ausgefeilte, teuer waren (Plaut. Amph. 85; Curc. 464–466; Pers. 157–160; Pseud. 1184–1186; Trin. 857–859), mögen Kostümverwalter versucht haben, mit einer begrenzten Zahl von Kostümen auszukommen, die einige Typen repräsentierten und leicht zu handhaben waren. In der späten Republik und der frühen Kaiserzeit konnten Kostüme, wie andere Teile der Bühnenausstattung, aufwendiger sein (z.B. Hor. epist. 2,1,204–207).

Abb 11 Beispiel für SchauspielerKleidung Römische Elfenbeinstatue wohl 2 - фото 11Abb. 11

Beispiel für Schauspieler-Kleidung

Römische Elfenbeinstatue, wohl 2. oder 3. Jh. n. Chr. (Paris, Musée des Beaux-Arts de la Ville de Paris, Petit Palais [A DUT 192])

Der tragische Schauspieler trägt ein Schauspielergewand, eine Maske mit hohem Haarteil (Onkos) und steht auf dem zu Stelzen ausgestalteten tragischen Schuh (Kothurn).

In den Dramen wird Kleidung in der Regel dann erwähnt, wenn sie eine Funktion in der Handlung hat. Aus solchen Bemerkungen ergibt sich, dass Charaktere in der Palliata(eine Tunica und) ein pallium tragen, wodurch sie als Griechen charakterisiert sind (Plaut. Amph. 68; Curc. 288). Außerdem kommen in der Komödie eher allgemeine Wörter für Kleidungsstücke vor ( vestis , vestitus , vestimentum , ornamenta , ornatus ). Der Begriff ornamenta wird in Zusammenhang mit dem Bühnenausstatter ( choragus ) gebraucht und scheint der technische Ausdruck für das Theaterkostüm zu sein (Plaut. Curc. 464; Pers. 159; Trin. 857–858). Die Verwendung individualisierbarer Kleidung spielt eine Rolle bei der Annahme einer falschen Identität, wenn etwa Männer als Frauen oder Eunuchen, Bürger als Fremde oder Götter als Menschen auftreten. In diesen Fällen wird eine spezielle Form von Kleidung oder der Wechsel der Kleidung beschrieben (z.B. Plaut. Amph. 116–117; Capt. 37; 1012–1025; Mil. 791–792; 872; 1177–1181; Pers. 154–160; Ter. Eun. 369–371; 572). Besondere Sandalen gehören zu einer fremdländischen Ausstattung (Plaut. Pers. 464); andere Figuren, Sklaven wie freie Männer und Frauen, haben Sandalen oder flache Schuhe ( soccus ).

Aufgrund des (schlechten) Erhaltungszustands der Stücke gibt es weniger Informationen über Kleidung in der Tragödie. Einer von Plautus’ Prologsprechern sagt, dass eine ‚komische Ausstattung‘ ( choragium comicum ) für die Aufführung einer Tragödie unpassend sei (Plaut. Capt. 61–62). Dieser Begriff bezieht sich vermutlich nicht nur auf Kostüme, sondern umfasst alle Arten von Requisiten und Bühnenmaschinerie. Irgendwann müssen Tragödienschauspieler angefangen haben, einen ‚Stiefel/hohen Schuh‘ ( cothurnus ) zu tragen, da dieser Begriff zur metaphorischen Bezeichnung der Tragödie wurde.

Erhaltene Tragödienfragmente enthalten keine Informationen zu Kostümen außer der Tatsache, dass Figuren in zerlumpter Kleidungauf die Bühne gebracht werden (wie manche euripideischen Figuren), wenn sie plötzliche Schicksalsumschwünge erlebt haben (Poll. 4,117). Um ihre Lage zu illustrieren, werden sie als armselig, zerlumpt, zerzaust und dreckig beschrieben. Solche Erscheinungen wurden zu einem so charakteristischen Merkmal der römischen Tragödie, dass sich der Satiriker Lucilius im zweiten Jahrhundert v. Chr. darüber lustig machte, weil er diese Art der Darstellung von Figuren offenbar für übertrieben hielt (z.B. Lucil. 597–598; 599–600 M. = 729–730; 727–728 W. [▶ T 4]).

T 4a Lucilius 597–598 M. = 729–730 W.

squalitate summa ac scabie, summa in aerumna, obrutam von größtem Schmutz und Schäbigkeit, in höchster Not, überschüttet,
neque inimicis invidiosam, neque amico exoptabilem weder Feinden Hass erregend noch einem Freund erwünscht

T 4b Lucilius 599–600 M. = 727–728 W.

hic cruciatur fame, dieser wird gequält von Hunger,
frigore, inluvie, inbalnitie, inperfundie, incuria Kälte, Schmutz, Ungewaschenheit, Unreinlichkeit, Vernachlässigung

Außergewöhnliche Merkmalevon Tragödienfiguren wurden vermutlich durch eine entsprechende Ausstattung hervorgehoben. Zum Beispiel waren, zumindest in späterer Zeit, Erscheinungen von Schatten durch schmutzige Trauerkleidung gekennzeichnet (Schol. Bob. zu Cic. Sest. 126). Wie in der Komödie wird die Kleidung einer Person erwähnt, wenn sie ungewöhnlich und/oder für eine spezifische Rolle charakteristisch ist (z.B. Naev. trag. 43; 54 R. 3= 39; 43 W.; Enn. trag. 345–346 R. 3= 418–419 W.). In Accius’ Medea kommt ein Schäfer vor (Acc. trag. 391–402; 403–406; 407; 409–410 R. 3= 381–396; 397; 398–399 W.), und in Pacuvius’ Dulorestes erscheint die Titelfigur verkleidet als Hirte (Pac. trag. 121 R. 3= 133 W.). In bacchischen Stücken gibt es Gruppen von Bacchanten, die bacchische Stäbe tragen (z.B. Naev. trag. 31–32 R. 3= 33–34 W.). Ennius’ Iphigenia hat einen Soldatenchor (Enn. trag. 183–190 R. 3= 241–248 W.). In Pacuvius’ Niptra kommt Odysseus (Ulixes) auf die Bühne, verwundet und von Helfern getragen (Pac. trag. 256–267 R. 3= 280–291 W.); Ennius präsentiert den verwundeten Eurypylus (Enn. trag. 314–325 R. 3= 169–181 W.).

Für Stücke, die im römischen Milieu spielen, ist davon auszugehen, dass Schauspieler römische Kleidungtrugen. In Praetexten mögen manche Figuren, wie Konsuln, eine mit Purpurstreifen verbrämte Toga ( toga praetexta ) gehabt haben. In Togata-Fragmenten werden Togen, Tuniken und Schuhe genannt (Tit. tog. 24/25; 44; 116; 138; 167–168 R. 3; Afr. tog. 105 R. 3); aber auch hier scheint Kleidung vor allem erwähnt zu werden, wenn sie auf irgendeine Weise besonders ist und dazu dient, eine Figur zu charakterisieren, oder für die Handlung wesentlich ist. Außerdem werden soziale Ränge durch Kleidung gekennzeichnet: Unterschiede in der Kleidung zwischen Matronen und Hetären werden betont (Afr. tog. 133; 182 R. 3; At. tog. 3 R. 3); junge Mädchen haben ein supparum , einen langen Mantel (Afr. tog. 123 R. 3; Tit. tog. 35 1R. 3), und Fremde die für sie spezifische Kleidung (Afr. tog. 284 R. 3). Schauspieler in Atellane und Mimus trugen vermutlich ebenfalls einheimische Kleidung. Im Mimus traten die Schauspieler mit bloßen Füßen auf, sodass in diesem Fall der lateinische Name der Gattung ( planipes ) tatsächlich einen Teil von deren Ausstattung angibt.

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