Julia Walton - Wörter an den Wänden

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Eigentlich sollte es einfach sein, Einbildung und Wirklichkeit zu trennen. Doch für Adam, der auf eine Highschool in den USA geht, ist dies eine schier unlösbare Aufgabe, denn er leidet unter Schizophrenie. Er sieht Menschen, die nicht existieren – zum Beispiel Rebecca, eine schöne junge Frau, die ihn wie eine Schwester versteht, oder einen tyrannischen Mafiaboss mit seiner Tommy Gun. Aber ein neues experimentelles Medikament gibt ihm Hoffnung. Jetzt scheint alles möglich – sogar die Liebe zur ungestümen, gnadenlos intelligenten Maya. Für sie will er der großartige Mensch sein, den sie in ihm sieht. Doch dann verliert das Wundermedikament seine Wirkung, und Adam unternimmt alles, um sein Geheimnis vor Maya zu bewahren …

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3

Dosierung: 0,5 mg. Dosis unverändert. Adam fängt an einer neuen Schule an. Weigert sich immer noch zu reden. Vielleicht kann die neue Umgebung als Katalysator für den therapeutischen Fortschritt dienen.

29. August 2012

Es ist ziemlich beschissen, vor dem Labor Day mit der Schule anzufangen. Und damit meine ich wirklich beschissen. Aber wahrscheinlich ist die erste Schulwoche nach den Sommerferien immer kacke, egal, wann sie losgeht. Und sie ist noch nicht einmal vorbei.

Ich habe keinen Führerschein und auch nicht die Absicht, ihn in absehbarer Zeit zu machen, weil das nur eine zusätzliche Verantwortung wäre, mit der ich klarkommen müsste. Und das ist es mir einfach nicht wert.

Zu meiner alten Schule bin ich meistens zu Fuß gegangen, aber an meinem ersten Tag in St. Agatha bestand meine Mutter darauf, mich zu fahren. Ihre Fahrweise war irgendwie manisch. Sie wollte unbedingt lässig wirken, war jedoch viel zu aufgeregt, um mich zu überzeugen. Als wir endlich bei den Autos angelangt waren, die sich vor der Schule aufreihten, lächelte sie nur und sagte: »Ich wünsch dir einen schönen Tag.« Ich merkte, dass sie mir am liebsten einen Abschiedskuss gegeben hätte, aber als ich acht war, hatte ich einmal mit ihr geschimpft, weil sie mich vor anderen Leuten geküsst hatte. Seitdem hält sie sich immer zurück. Heute wünschte ich, ich hätte das damals nicht gemacht.

Ich glaube, ich bin einfach ausgestiegen und mit meinem Rucksack zur Schule gelatscht. Eigentlich wollte ich ihr noch beruhigend zulächeln, vergaß es allerdings in letzter Minute. Also dachte sie wahrscheinlich, ich sei auch aufgeregt, dabei stimmte das gar nicht.

Sie hatten ein paar Fragen zu meinem ersten Tag. Konzentrieren wir uns auf die, okay?

Sie haben gefragt, inwiefern sich die neue Schule von meiner alten unterscheidet. Eigentlich gar nicht, abgesehen von den Uniformen. Auch hier sahen alle total unglücklich aus. Niemand war schon richtig wach. Und auf allen Gesichtern lag die Frage: Warum ausgerechnet ich? Das sorgte für eine gewisse Solidarität, nehme ich mal an.

Nachdem ich mein Schließfach gefunden und mein Zeug darin verstaut hatte, bestand meine erste Mission darin, mich mit meinem Schulbotschafter Ian Stone zu treffen. Offenbar bekommen alle neuen Schüler einen Schulbotschafter zugeteilt, der dafür verantwortlich ist, ihnen die Schule zu zeigen und sie zu ihren Klassenzimmern zu begleiten. Er wartete im Sekretariat auf mich, als ich hereinkam, und ich wusste sofort, dass er ein Arsch ist. Nicht wegen seiner Frisur oder der Art, wie er mich von Kopf bis Fuß musterte, als wir uns die Hand gaben. Auch nicht deshalb, weil er mit offenem Mund Kaugummi kaute. Irgendetwas lag in der Luft, die ihn umgab. Es war, als nähme er mehr Raum ein als nötig. Sein Grinsen reichte nicht bis zu seinen Augen, als er die Umgebung scannte.

Manchmal muss man einen Menschen erst besser kennenlernen, um herauszufinden, wie er ist, aber Ian war sehr leicht zu lesen. Er war ein Sammler von Informationen.

Das sah ich an der Art, wie er mit der alten Frau an der Rezeption plauderte. Während er sich nach ihren Kindern erkundigte, nahm er sich, ohne zu fragen, eine Handvoll Minzbonbons aus dem Glas auf dem Tresen und stopfte sie lässig in die Hosentasche. Sie lächelte ihm zu, und als er sich umdrehte, um zu gehen, sah ich, wie er seinen Kaugummiklumpen aus dem Mund nahm und ihn an die Unterseite der Tresenplatte klebte.

Dann führte er mich auf den Flur hinaus.

»Du musst jetzt deine Sportuniform holen und hast dann Bio, richtig?«, fragte er.

Ich nickte. Er ging mit einstudierter Lässigkeit neben mir her, so als ob ihm trotz seiner schnellen Schritte alles zu egal war, um in Eile zu sein. Auf dem Weg zeigte er mir ein paar Schulgebäude und deutete dann auf eine Tür neben dem Eingang zur Turnhalle.

»Ich warte hier draußen auf dich«, sagte er.

Doch als ich mit meinen Sportklamotten wieder auf den Flur kam, war er verschwunden. Damit hatte ich schon gerechnet. In meiner alten Schule war ich zwar nicht unbeliebt gewesen, aber dieser Typ hatte auf mich gleich den Eindruck gemacht, als habe er vor, sich bei der ersten Gelegenheit zu verdünnisieren. Ich schätze, er war enttäuscht, weil ich nicht aussah wie jemand, der sich leicht manipulieren ließ.

Trotzdem war ich geliefert, denn ich hatte keine Ahnung, wo ich jetzt hinmusste. Die Stunde hatte noch nicht angefangen, also beschloss ich, zurück zum Sekretariat zu gehen und mir einen Plan von der Schule zu holen. In diesem Moment kam ein Mädchen aus dem Klassenzimmer zu meiner Linken. Sie trug ein Klemmbrett mit der Anwesenheitsliste unter dem Arm, die für das Sekretariat bestimmt war. Als sie mich sah, blieb sie stehen und schaute mich fragend an.

»Hast du dich verlaufen?«, fragte sie.

»Glaub schon«, sagte ich und musterte sie einen Augenblick lang. Sie war winzig und dabei sehr hübsch, ein bisschen wie ein wütender Kolibri. Sie machte schnelle, kleine, entschlossene Schritte, aber sie hatte auch etwas Anmutiges an sich.

»Hat man dir keinen Botschafter zugeteilt?«, fragte sie und rückte ihre Brille zurecht.

»Doch, Ian Stone. Aber er …«

»Hat dich stehen lassen«, sagte sie nickend. »Ja, das macht er gern. Was hast du in der ersten Stunde?«

»Bio.«

»Hier entlang«, sagte sie. Ich stopfte meine Sportklamotten in meinen Rucksack und folgte ihr erst durch einen Innenhof, dann eine Treppe hinauf.

»Und warum ist er so drauf?«

Sie schaute mich an, als hätte sie noch nie in ihrem Leben eine so dumme Frage gehört. »Seine Familie spendet riesige Summen an die Schule. All seine Brüder waren hier.«

»Also ist er gewissermaßen Arschloch aus Tradition?«, fragte ich. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht.

»So in etwa. Außerdem brauchen manche Leute keinen Grund, um sich mies zu verhalten. Sie sind von Natur aus so.«

»Nicht alle«, flüsterte ich.

Sie hatte mich gehört. »Die meisten Leute sind mies«, sagte sie. »Hier musst du hin.« Sie nickte in Richtung der Tür vor uns und war dann verschwunden, bevor ich die Chance hatte, mich zu bedanken oder nach ihrem Namen zu fragen.

Ich war nicht der Letzte im Klassenzimmer, also fiel es nicht besonders peinlich auf, als ich mich neben einen geisterhaft blassen Typen mit Kniestrümpfen setzte. Er war gestriegelt und gebügelt. Seine Nägel, seine Klamotten, seine Haut. Alles an ihm war blendend weiß, als hätte er ein Bad in Bleiche genommen. Er stellte sich direkt als Dwight Olberman vor.

Mir wurde sofort klar, dass der Name wie angegossen passte. Auch ein Fremder hätte ihm gleich nach der Geburt im Krankenhaus genau diesen Namen gegeben. Ich weiß, dass »Adam« auch nicht besonders cool klingt, aber Dwight zu heißen und dann noch so auszusehen – das ist Pech. Ich glaube, an seiner Stelle hätte ich mich mit meinem Zweitnamen rufen lassen. Außer natürlich, er heißt Cletus oder so.

Jetzt rief die Nonne an der Tafel uns der Reihe nach auf. Ich musste nicht aufstehen und etwas über mich erzählen, was nett von ihr war. Die anderen Schüler drehten sich nur zu mir um und starrten mich kurz an, als ich aufgerufen wurde. Dann wurden wir in Zweiergruppen eingeteilt und mussten die wichtigsten Punkte aus dem ersten Kapitel des Lehrbuchs zusammenfassen.

Dwight war mein Versuchspartner. Er sah aus wie jemand, der sich zu angestrengt bemüht, einen guten ersten Eindruck zu machen. Ein bisschen erinnerte er mich an einen Golden-Retriever-Welpen. Wie sich herausstellte, haben wir beinahe alle Fächer zusammen. Und er redet. Ununterbrochen. Immer.

Er begleitete mich zu meinen nächsten drei Stunden und meine einsilbigen Grunzlaute und mein knappes Nicken brachten ihn nicht davon ab, pausenlos weiterzuplappern. Nach einer Weile hörte ich nur noch weißes Rauschen.

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