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2 Genese der Sportpädagogik
Michael Krüger
2.1 Einführung
Unter Sportpädagogik wird »pädagogisches Handeln im Sport und gleichzeitig das Nachdenken über diese sportpädagogische Handlungspraxis, ihre mehr oder weniger systematische wissenschaftliche Erforschung« verstanden (Krüger, 2019, S. 20). Von diesem Verständnis von Sportpädagogik wird im Folgenden ausgegangen. Der Beitrag stützt sich auf Krüger (2019 und 2020). Dort wird im Detail auf die einzelnen hier charakterisierten Etappen (Milestones) der Entwicklung des Fachgebiets eingegangen. Der Begriff Genese bedeutet mehr, als die Geschichte der Sportpädagogik zu erzählen, sondern beinhaltet darüber hinaus das Bemühen, die Entwicklungsbedingungen und Prozesse der Herausbildung dieses Fachgebiets zu beschreiben, zu analysieren und zu erklären. Pädagogisches Handeln beinhaltet Handlungen, die sich auf die Bildung und Erziehung von Menschen, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, beziehen, aber auch deren Unterlassung. Bildung und Erziehung ereignen sich in sozialen und kulturellen Kontexten, sei es eher unbewusst und informell, oder aber bewusst und gezielt mit der Absicht, ein bestimmtes Verhalten, Wissen, Wollen und Können zu verfolgen. Mit Sport wiederum ist in diesen pädagogischen Kontexten gemeint, dass Leibesübungen, körperlich-motorische Bewegungen, Gymnastik, Turnen, Spiel und Sport implizit oder explizit dazu verwendet werden, einen Beitrag zur Bildung und Erziehung zu leisten – sei es von Einzelpersonen oder auch von Institutionen.
Das Wort Sportpädagogik ist erst seit Ende der 1960er Jahre in Deutschland gebräuchlich, aber die Sache, für die dieser Begriff steht, das Verhältnis von Sport – in einem weiten Sinn von Leibesübungen – und Erziehung, ist im Grunde universell. Sport und Erziehung sind grundlegende Elemente menschlichen Lebens und menschlicher Kultur, insofern also anthropologische Kategorien, weil sie überall vorkommen, wo Menschen leben, obwohl sie jedoch stets auf unterschiedliche und spezifische Weise sozial, kulturell und historisch ausgeprägt sind. In verschiedenen Ländern und zu verschiedenen Zeiten gab es unterschiedliche Bezeichnungen für diesen Sachverhalt: Gymnastik, Athletik, Spiel, Leibesübungen, körperliche Erziehung oder Körpererziehung, Leibeserziehung, Bewegungserziehung. Heute ist in vielen Ländern auf der Welt der aus Deutschland und Österreich stammende Begriff der Leibeserziehung – als physical education – verbreitet, auch als Übersetzung in viele Sprachen, aber ebenso – bezogen auf den angelsächsischen Sprachraum – physical recreation and exercise, kinesiology, health education, human movement sciences, movement education. Immer ging und geht es dabei um die Frage, ob und wie Menschen in ihrer Entwicklung durch sportlich-körperliche Betätigungen und Spiele auf mehr oder weniger geplante, aber auch eher unbeabsichtigte, informelle Weise beeinflusst, gefördert oder behindert werden; und zwar sowohl in praktischer als auch theoretischer Hinsicht (
Kap. 1).
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