Sportpädagogik

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Dieses Grundlagenwerk versteht sich als «State of the Art» der Sportpädagogik, indem es vielfältige und auch widersprüchliche Perspektiven aufzeigt, um ein möglichst differenziertes und tragfähiges Bild der Sportpädagogik zu liefern. In den fünf großen Themenfeldern Ausgangspunkte, Grundlagen, Orientierungen, Forschung und Anwendungsbezüge wird in insgesamt 16 Beiträgen dargestellt, was Sportpädagogik ist und tut, was sie weiß und diskutiert. Neben der Erörterung ihres Selbstverständnisses werden vielfältige Herausforderungen aufgezeigt, die den kritischen Diskurs weiter anregen sollen.
Mit dieser Intention richtet sich das Buch an sportpädagogisch interessierte Studierende und Lehrende an Hochschulen sowie an die Akteurinnen und Akteure in den zahlreichen sportpädagogisch relevanten Tätigkeitsfeldern – von der Schule über den Sportverein bis zu informellen und kommerziellen Sportsettings.

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2.3 Turnen als Mittel der Volks- und Nationalerziehung

Dieses theoretisch breit angelegte und auf das ganze Volk anzuwendende Erziehungskonzept wurde jedoch erst im Laufe des 19. Jahrhunderts verwirklicht. In Deutschland geschah dies letztlich durch eine nationale Wendung oder Transformation philanthropischer Erziehungsgrundsätze. GutsMuths’ wegweisendes Buch Gymnastik für die Jugend erschien im Jahr 1793. Sein Konzept einer allgemeinen Menschenerziehung durch und über Gymnastik wurde unter Friedrich Ludwig Jahn (1778–1852) und seinen Nachfolgern zum Turnen als einer Form der Nationalerziehung. Turnen sei eine Volkssache, wie Jahn in seinen beiden Hauptwerken Das Deutsche Volksthum (1810) und Die Deutsche Turnkunst (1816) ausbreitete und die Turner und Turnlehrer des 19. Jahrhunderts – getreu ihrem Turnvater – weiterverbreiteten. Körperliche Erziehung, Gymnastik und Turnen wurden nach und nach als reguläres Unterrichtsfach an den Schulen aufgenommen. Zunächst nur für Jungen an Gymnasien in den Städten, auf freiwilliger Basis und mit Zustimmung der Eltern; dann aber auch an Mädchenschulen, an Realschulen und schließlich an Volksschulen und in den Dörfern auf dem Land. Mit der Einführung der allgemeinen Schulpflicht wurde nach und nach auch ein Unterrichtsfach an den Schulen verankert; nicht in allen Ländern und Regionen in Deutschland gleichermaßen und zur selben Zeit, aber die Weichen für den Aufbau dieser für die Leibeserziehung und Sportpädagogik grundlegenden Struktur wurden bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts gestellt.

Zwei Entwicklungsprozesse gingen dabei ineinander über: Erstens die Erarbeitung einer didaktischen Theorie des Schulturnens, und zweitens der Prozess der Nationsbildung in Deutschland, in deren Verlauf Turnen zum typisch deutschen Körpererziehungsmodell in Schule und Verein gestaltet wurde (Krüger, 1996). Das Schulturnmodell von Adolf Spieß kann als struktur- und stilbildend für die Entwicklung des Schulturnens in Deutschland in Theorie und Praxis angesehen werden. Es entstand bereits in den 1840er Jahren und fand praktisch an allen Schulen Verbreitung. Zahlreiche Turnsystematiker des 19. Jahrhunderts bewegten sich in den Bahnen, die Spieß gelegt hatte, angefangen von Karl Wassmannsdorff und Carl Euler bis hin zu Konrad Koch aus Braunschweig, der das Fußballspiel in den Schulen etablierte, und Alfred Maul aus Karlsruhe, der als letzter der großen Turnsystematiker des 19. Jahrhunderts angesehen wird und der vor allem einen wesentlichen Beitrag zur Systematisierung und Verbesserung des Mädchenturnens leistete. Den Turnsystematikern kommt das Verdienst zu, das Turnen schul- und unterrichtsfähig gemacht zu haben. Dafür wurden eigens Turnlehrer in Turnlehrerbildungsanstalten ausgebildet.

Die Legitimation für Theorie und Praxis des Turnens an den Schulen lieferte jedoch die sich außerhalb der Schulen und damit staatlicher Verantwortung entwickelnde Turnbewegung, die in Vereinen organisiert war und deren Dachverband die Deutsche Turnerschaft (DT) bildete. Die DT wurde 1860 bzw. formell 1868 gegründet und war im 19. Jahrhundert die größte Organisation für Leibesübungen. Ihre Vertreter setzten sich seit den 1860er Jahren erfolgreich dafür ein, Turnen in den Schulen als reguläres Unterrichtsfach zu verankern.

Die umfangreiche Literatur, die im 19. Jahrhundert in den Turnzeitungen und dann auch in den Fachzeitschriften der Turnlehrer sowie in Form zahlreicher Bücher zur Pädagogik, Didaktik und Methodik des Schulturnens erschien, bildet den Grundstock für die Sportpädagogik in der Gegenwart. Sie wird bis heute als eine Disziplin angesehen, in der es in besonderer Weise um Theorie und Praxis der körperlichen Bildung und Erziehung an Schulen geht. Eine explizite Theorie des – systematischen – Schulturnens bildete sich schließlich in Auseinandersetzung mit anderen Körpererziehungsmodellen heraus. Dies waren in der Mitte des 19. Jahrhunderts die schwedische Gymnastik und gegen dessen Ende der englische Sport.

Die Theoretiker des Turnens, die Turnphilologen, stritten sich nicht minder heftig über diesen Gegenstandsbereich, wie es Sportwissenschaftler*innen heute tun. In diesen Diskursen ging es stets um die richtigen Wege und Methoden, um das geeignete Wissen über und für die Praxis zu erwerben. Die Turnexperten und Turntheoretiker des 19. Jahrhunderts bemühten sich auch um eine Gesamtsicht des neuen Fachgebiets sowie um theoretische, geistig-ideelle, pädagogische, politisch-gesellschaftliche, kulturelle sowie nicht zuletzt ethisch-moralische Begründungen der Leibesübungen. Das Turnen und die Turnpädagogik im 19. Jahrhundert stellten so gesehen einen qualitativen Sprung in der Verwissenschaftlichung des Gegenstandsbereichs dar.

Die zahlreichen didaktisch-methodischen Schriften und Anleitungen zum Turnen in Schule und Verein konnten nur geschrieben werden, weil auch ein öffentlicher Bedarf an Wissen und Information vorhanden war und weil sich eine Bürgerbewegung in Form der Turnvereine und der Deutschen Turnerschaft für die Verbreitung und Vertiefung dieses Wissens und seine politische Verwertung einsetzte. Unter den Schriften ist August Ravensteins Volksturnbuch (1863) besonders hervorzuheben. Es handelt sich um eine Didaktik des Vereinsturnens, wie sie später nie mehr erreicht wurde.

Gesundheit war seit jeher ein zentrales Motiv von Leibesübungen, Turnen und Gymnastik. Die Medizin, einschließlich der – medizinisch fundierten – Trainings- und Bewegungslehre, wurde später neben der Pädagogik zur zweiten Säule der modernen Sportpädagogik und Sportwissenschaft. Es ist deshalb kein Wunder, dass seit dem 19. Jahrhundert Ärzte und Mediziner neben den Pädagogen und Turnlehrern zu den wichtigsten Förderern und Repräsentanten der Turn- und Sportbewegung, der Sportpädagogik und Sportwissenschaft gehörten. Den Anfang machten so berühmte Persönlichkeiten wie Rudolf Virchow und Emile du Bois-Reymond, dann Eduard Angerstein und Ferdinand August Schmidt, Ferdinand Hueppe sowie August Bier, Chirurg und Rektor der Hochschule für Leibesübungen 1920 in Berlin.

Der Zusammenhang zwischen einer wissenschaftlichen Turnlehre oder Turnpädagogik und der Ausbildung qualifizierter, gebildeter Lehrkräfte wurde auch von den Experten für körperliche Erziehung in anderen Ländern gesehen, die sich für einen verpflichtenden Unterricht in Leibesübungen an den Schulen einsetzten. »Nun weiß jedermann, daß die Turnerei eine Wissenschaft ist, die studiert werden muß, wie jede andere Wissenschaft auch«, heißt es in einem Bericht von der Turnlehrerversammlung in Cincinnati/Ohio (USA) (Stecher, 1887, S. 17). Deshalb forderte die vor allem aus emigrierten deutschen Turnern bestehende Versammlung auch eine wissenschaftliche Ausbildung der Turnlehrkräfte an den amerikanischen Schulen. Deutsches Turnen spielte deshalb auch eine nicht unwesentliche Rolle beim Aufbau von Instituten zur Ausbildung von Turn- und Sportlehrern in den USA.

2.4 Die Reform der Turnpädagogik durch Gymnastik, Leibeserziehung, Spiel und Sport

Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zogen alternative Modelle der Leibesübungen, insbesondere Spiel und Sport, in die Schul- und Vereinsturnhallen ein. Die historische Niederlage des Turnens gegenüber Spiel und Sport bahnte sich bereits mit den ersten Olympischen Spielen 1896 in Athen an, wo der englische Sport das präferierte Mittel olympischer Erziehung darstellte, aber nicht die systematischen Körperübungen des deutschen Turnens oder der schwedischen Gymnastik.

Der aus England stammende Sport wurde zunächst keineswegs als Erziehungsmittel verstanden und genutzt. Als Sport wurden die auf mittelalterliche, regionale Spiele und Feste zurückgehenden Vergnügungen, Wettkämpfe, Spiele und Übungen der englischen Gentleman-Klasse bezeichnet, von Ball-Games oder frühen Formen des Crickets bis hin zu verschiedenen Box-, Ring- und Prügelspielen, Wettläufen und Wettkämpfen oder auch Tierspielen und Tierjagden wie der bis heute veranstalteten Fuchsjagd. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts fanden einige Sports and Games Eingang in die Erziehung an den Public Schools. Von diesen aus verbreitete sich der Sport in alle Kreise und Schichten der Bevölkerung Großbritanniens und des ganzen Commonwealth. Sport wurde zu einem Bestandteil des britischen Lebensstils und gehörte zu einem selbstverständlichen, unentbehrlichen Element der Erziehung. Kritiker des Sports sprachen sogar von einem cult of athleticism, der an den englischen Schulen, besonders den Public Schools, betrieben worden sei. Die national orientierten und argumentierenden englischen Pädagogen und Politiker behaupteten dagegen, dass im Sport die Tugenden gelernt würden, die nötig seien, um ein Weltreich zu regieren (Holt, 1993).

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