Jan Kusber - Katharina die Große

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Katharina II. herrschte mehr als 34 Jahre über das Russische Imperium. Als Sophie Friederike Auguste von Anhalt-Zerbst in Stettin geboren, bestieg sie 1762 den Thron Russlands an der Seite Peters III. Sie stürzte ihn keine sechs Monate später, um ohne jeden dynastischen Anspruch und unter Ausschluss ihres Sohnes Russland zu regieren. Ihre Zeit als Kaiserin ist eine Periode staatlicher Reform und außenpolitischer Expansion, die Russlands Weg zu imperialer Größe und seinen Aufstieg zur Weltmacht ermöglichten. Legitimation durch eine aufgeklärte und gute Regierung sowie durch eine Vergrößerung des Reiches waren die Leitlinien von Katharinas Herrschaftsverständnis.
Auf dieser Grundlage bietet Jan Kusber eine politische Biographie der Kaiserin von ihrer Kindheit bis zum Tod und gibt gleichzeitig einen Einblick in die Geschichte Russlands zur Zeit Katharinas.

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Die vierwöchige Reise fiel just in jene Zeit, in der es zum tragischen Tod Ivans VI. in der Festung Schlüsselburg kam. 36Ivan VI. war im November 1741 als Kleinkind von Elisabeth vom Thron gestoßen worden. Sicherlich war der Häftling keine große Gefahr mehr für Katharina; aber er mochte doch als Projektionsfläche einer Opposition dienen, die nicht in die nun regierenden Netzwerke mit eingebunden war. Seine Familie, die sogenannten Braunschweiger, waren von ihm getrennt in Cholmogory interniert worden. Ivan VI. wurde 1756 nach Schlüsselburg verbracht, isoliert und stark bewacht. Konnte der entthronte Zar daher immer noch als Personifizierung alternativer Projektionen der Gegner Katharinas (und Pauls) betrachtet werden? Dieser Ivan VI., der seine Familie nie wiedersehen sollte, 37wurde am Ort seiner Gefangenschaft bei einem angeblichen Fluchtversuch ermordet, und es war sicher nicht ungünstig, dass sich Katharina in relativ großer Entfernung von ihm befand. Katharina ließ dem Mörder einen Prozess machen, der zu dessen Hinrichtung führte. Damit war nach ihrem Mann nicht nur ein zweiter potenzieller Rivale um den Thron umgekommen, sondern auch derjenige, der Wissen um die Ereignisse in Schlüsselburg hatte. Katharina hatte mit der Praxis der Kaiserin Elisabeth, keine Todesurteile zu exekutieren, gebrochen. 38

Ivans Geschwister wurden zusammen mit ihren Eltern gefangen gehalten, denn nach der Thronfolgeregelung Anna Ivanovnas galten auch sie als mögliche Thronanwärter und deshalb als potenzielle Gefährdung der jeweils regierenden Zaren und Zarinnen, wenn auch in der Öffentlichkeit nichts über ihre Existenz bekannt gewesen sein dürfte. Sie wuchsen unter ständiger Bewachung auf. Erst 1780 entließ Katharina II. die Geschwister zu ihrer Tante, der Königinwitwe von Dänemark, Juliane Marie von Braunschweig, wo sie in Jütland zurückgezogen lebten.

1764 war Katharina vom Ort des Mordes weit weg und damit beschäftigt, ihre Herrschaft zu inszenieren. Herrscherreisen, wie die in die baltischen Provinzen, als Mittel politischer Repräsentation und Zurschaustellung der Macht gegenüber den eigenen Untertanen, aber auch einer europäischen Öffentlichkeit, nutzte Katharina intensiv.

Weitere sollten folgen, etwa 1767 ins Wolga-Gebiet nach Kazan, das gesellschaftlich und religiös-konfessionell einen Gegenentwurf zu den baltischen Provinzen darstellte und wo sie eine Medresse und Moschee stiftete, die im Stil des Klassizismus errichtet wurden. 39

Alle russischen Herrscher begaben sich zur Krönung nach Moskau und verließen zu Wallfahrten die Hauptstädte – dass man aber das Reich so ausgedehnt bereiste, war ungewöhnlich. Höhepunkt der Reisetätigkeit Katharinas war sicher ihre berühmte Taurische Reise 1787 auf die Krim. Diese Reisen folgten jeweils einer strengen Inszenierung. Die Reise in die baltischen Provinzen ist bereits im 19. Jahrhundert von Julius von Eckardt beschrieben worden. 40Zu ihr gehörte, dass Katharina von 56 Equipagen begleitet wurde und auf den Landgütern wie auch in den Städten jeweils von den lokalen Adligen sowie Abgeordneten der Bauern begrüßt wurde. In ihrem Gefolge reisten Grigorij und Alexej Orlov, die Fürsten Naryškin und Buturlin und weitere hochrangige Höflinge. Auf Reisen wurde weiter regiert und Politik gestaltet. Im Baltikum wurde sie von Generalgouverneur George Browne empfangen. Kurz vor Riga kam ihr Peter Biron, der Erbprinz von Kurland entgegengereist. Im Rigaer Schloss selbst machte ihr der 77-jährige Herzog Ernst Johann Biron von Kurland mit seiner Gemahlin seine Aufwartung. Die Kaiserin hatte dafür gesorgt, dass er wieder in seine Herzogsrechte eingesetzt worden war, und hatte mit diesem Schritt deutlich gemacht, dass sie Kurland als ihr ureigenstes Einflussgebiet ansah, obwohl die formale Lehensabhängigkeit zu Polen noch bestand.

Katharina empfing Abordnungen der Stände, sie nahm Huldigungsreden und Huldigungsgedichte entgegen; Ansprachen und das Überreichen von Geschenken wollten kein Ende nehmen. Sie ließ sich von den adligen Ritterschaften und der städtischen Elite Bälle und Abendgesellschaften ausrichten, sprach aber auch in kleinerem Kreis mit Vertretern der Bürgerschaft und ausgewählten Personen, von denen sie sich bei ihren Reformen Rat und Hilfe versprach. Dabei machte sie deutlich, dass die ständische Verfassung und vor allem die ritterschaftliche Selbstbestimmung ein ›Verfassungsrelikt‹ sei. 41In Reval hatte sie für Aufsehen gesorgt, als sie eine Rede des deutschbaltischen Adels in russischer Sprache beantwortete und damit symbolisch verdeutlichte, dass sie das Baltikum als eine Region wie jede andere im Russischen Reich zu betrachten gedachte. In diesen Kontext gehört auch der Besuch orthodoxer Gottesdienste auf ihrer Reise, um den ansässigen Untertanen zu zeigen, dass sich die Kaiserin selbst als orthodoxe Herrscherin begriff und auch in einer protestantischen Umgebung hiervon nicht abzuweichen gedachte. 42

Katharinas Reise war in ihrer politischen Inszenierung nicht erfolglos. Sie hatte ihren Untertanen vor Augen geführt, dass sie das Baltikum in das Russische Reich zu integrieren trachtete, sollte doch aus der monarchia mixta ein Territorialstaat werden. Sie hatte zugleich die wichtigsten Akteure, auf deren Zusammenarbeit sie setzte, von ihrer Politik zu überzeugen versucht. Gleichzeitig hatte sie mit ihren Reden gegenüber den baltischen Untertanen etwas von jenem Programm preisgegeben, das sie in der Folgezeit im Baltikum wie im ganzen Reich zur Diskussion zu stellen, freilich auch durchzusetzen gedachte.

Katharina hatte schon vor ihrer Reise die Überzeugung gewonnen, dass man diese Provinzen mit sanften Mitteln dazu bringen müsse, russisch zu werden. 43Ihre Reise bildete hierzu den Auftakt. Die Kaiserin machte sich mit Energie daran, diesem Ziel näherzukommen, und nahm dabei auch langfristige Planungen in den Blick. Politische Autonomie konnte in einem autokratischen Staat kaum geduldet werden, das Baltikum wurde hier von Katharina nicht anders betrachtet als beispielsweise die Ukraine oder Territorien, die durch die Teilungen Polens bzw. die Südexpansion des Reiches erst noch gewonnen werden sollten.

Im Ostseeraum ging es ihr darum, die von den Ritterschaften korporativ ausgeübten Machtbefugnisse auch vor dem Hintergrund der Rezeption der Aufklärung zu brechen. Aufgeklärte Strömungen aus der protestantischen Geistlichkeit und dem städtischen Bürgertum sekundierten ihr dahingehend, dass auch sie die Privilegien der Ritterschaft für überkommen erklärten. 44Aber auch innerhalb der Ritterschaft fanden sich unterstützende Stimmen für ihre Reformvorhaben. Insofern konnte Katharina auch hier auf eine gewisse Unterstützung hoffen. 45Die Selbstverwaltung der Städte mit ihren partizipativen Möglichkeiten der Untertanenschaft betrachtete sie hingegen mit einem gewissen Interesse im Hinblick auf eigene Reformvorhaben im Bereich des Städtewesens.

Katharina hatte 1764 auch das formal unabhängige Kurland besucht. Die Herzogsfamilie hatte ihr in Riga ihre Aufwartung gemacht, und sie selbst reiste für einen kurzen Gegenbesuch nach Mitau. Faktisch war dieses Kurland, das durch die Säkularisierung des Ordenszweiges durch den letzten Ordensmeister Gotthard Kettler 1561 entstanden war und eine glanzvolle Geschichte durchlebt hatte, im 18. Jahrhundert abhängig von der russischen Politik. Und Katharina sollte es im Fahrwasser der russischen Politik halten, auch wenn formal der König von Polen der Lehnsherr der kurländischen Herzöge war. 46Ihre Rückreise über Mitau mochte den kurländischen Herzögen verdeutlicht haben, dass die Tage dieses kleinen Staates gezählt waren, auch wenn es bis zur formalen Inkorporation noch etwa drei Jahrzehnte dauern sollte.

Erste Reformen und außenpolitische Schritte

Symbolische Kommunikation durch Reisen ging einher mit sofortigem, intensivem Regierungshandeln. Es scheint, als habe Katharina all das, was sie sich an theoretischen Grundlagen erarbeitet hatte, nun auch in Gesetzgebung umsetzen wollen. Sie war der Kaiserin Elisabeth, aber auch Maria Theresia in ihrer Belesenheit und ihrem Wissen um Recht, Ökonomie und gute Regierung um Längen voraus. Sie regierte nicht nur in den ersten Jahren mit einer eisernen Disziplin. Dies unterschied sie von ihren Vorgängerinnen, die mit fortschreitender Herrschaft Staatspapiere immer länger Staatspapiere sein ließen.

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