Jan Kusber - Katharina die Große

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Katharina II. herrschte mehr als 34 Jahre über das Russische Imperium. Als Sophie Friederike Auguste von Anhalt-Zerbst in Stettin geboren, bestieg sie 1762 den Thron Russlands an der Seite Peters III. Sie stürzte ihn keine sechs Monate später, um ohne jeden dynastischen Anspruch und unter Ausschluss ihres Sohnes Russland zu regieren. Ihre Zeit als Kaiserin ist eine Periode staatlicher Reform und außenpolitischer Expansion, die Russlands Weg zu imperialer Größe und seinen Aufstieg zur Weltmacht ermöglichten. Legitimation durch eine aufgeklärte und gute Regierung sowie durch eine Vergrößerung des Reiches waren die Leitlinien von Katharinas Herrschaftsverständnis.
Auf dieser Grundlage bietet Jan Kusber eine politische Biographie der Kaiserin von ihrer Kindheit bis zum Tod und gibt gleichzeitig einen Einblick in die Geschichte Russlands zur Zeit Katharinas.

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Schließlich wurde den Untertanen des Russischen Reiches folgendes Manifest vom 28. Juni 1762 zunächst in den Kirchen und öffentlichen Plätzen der Hauptstadt St. Petersburgs bekanntgegeben:

»Wir von Gottes Gnaden Katharina die Zweite, Kaiserin und Selbstherrscherin aller Reußen etc. Allen wahren Söhnen Rußlands hat die große Gefahr in die Augen geleuchtet, womit das Russische Reich bedroht worden. Zuerst ist der Grund unserer orthodoxen Griechischen Religion erschüttert worden, und ihre Satzungen sind in einem gänzlichen Umsturze nahe gewesen, so daß man auf das äußerste hat befürchten müssen, den von alters her in Rußland herrschenden echten Glauben verändert und eine fremde Religion eingeführt zu sehen. Zweitens ist die Staatsehre von Rußland, die mit dem Verlust so vielen Blutes durch seine Siege zur höchsten Stufe gebracht worden war, durch einen neuerlich geschlossenen Frieden mit unserem ärgsten Feinde schon wirklich unter die Füße getreten und zugleich die innere Verfassung, auf welche das Wohl und die Grundfeste unseres Vaterlandes beruhet, völlig über den Haufen geworfen worden. Durch diese alle unsere getreuen Untertanen vorgestandene Gefahr sind wir endlich durchdrungen worden, zu Gott und zu seiner Gerechtigkeit Unsere Zuflucht zu nehmen, und da wir das offenbare und ungeheuchelte Verlangen aller Unserer getreuen Untertanen wahrgenommen, so haben wir unseren souveränen Kaiserlichen Thron bestiegen und darüber von allen Unseren getreuen Untertanen die Eidesleistung empfangen.« 24

Dieses länger vorbereitete Manifest, das Katharina mutmaßlich zusammen mit dem späteren Sekretär Grigorij Teplov verfasst hatte, 25spielte geschickt mit all jenen Vorwürfen, die Peter III. gemacht wurden, und zeigte als einzigen Ausweg die Herrschaftsergreifung der Kaiserin Katharina. Weitere Manifeste, die diesen Grundtenor variieren sollten, folgten und zielten darauf ab, Katharinas Vorgehen im Inneren Russlands, aber auch vor den europäischen Mächten zu begründen.

In dieser Situation der Palastrevolution erstaunt die Reaktion Peters III. Er war offenbar nicht bereit, um seinen Thron zu kämpfen. Auf Anraten seiner wenigen verbliebenen Unterstützer, etwa des aus der Verbannung zurückgekehrten Münnich, ließ er nach Kronstadt, der Inselfestung und Marinebasis vor den Toren St. Petersburgs, Schiffe schicken, in einem letzten Versuch, die Flotte auf seine Seite zu bringen und vor der Neva-Mündung aufziehen zu lassen. Die Flotte in Kronstadt war aber ebenfalls bereits zu Katharina übergelaufen und Peter III. ließ sich ohne weitere Gegenmaßnahmen von Aleksej Orlov gefangen nehmen. In Briefen bat er seine Frau, ihn nach Holstein ausreisen zu lassen. Dies verweigerte sie ihm, da sie fürchten musste, Peter III. würde als abgedankter Kaiser und Herzog von Holstein schon als Person die Illegitimität ihres Handelns verkörpern. Peter entsagte offensichtlich ohne größeren Widerstand dem Thron in einem Manifest, das Katharina schnell verbreiten ließ:

»Während meiner kurzen Herrschaft in Russland hat mich die Erfahrung gelehrt, dass meine Fähigkeiten der Aufgabe nicht entsprachen. Dass ich nicht geeignet war, als Autokrat zu regieren, auch von jeder anderen Position hätte ich den russischen Staat nicht regieren können. Und so wurde mir sogar bewusst, dass Veränderungen, die ich vorgenommen hatte, den Staat in den kompletten Ruin und ewige Verdammnis hätten führen können.« 26

Der entthronte Kaiser wurde in Ropscha, einem kleineren Landsitz in der Nähe von Peterhof interniert und von Aleksej Orlov bewacht. Von dort aus erreichten Katharina, die wohl plante, ihn wie Ivan VI. in der Festung Schlüsselburg zu inhaftieren, am 6. Juli drei Briefe von Aleksej Orlov. In ihnen schilderte dieser zerknirscht, dass es zu einem Handgemenge gekommen sei, in dem Peter III. getötet worden sei. Er und seine Mitstreiter würden die Bestrafung der Kaiserin erwarten. In jüngster Zeit ist einmal mehr der Inhalt und überhaupt die Echtheit jenes Briefes, in dem dieses Handgemenge explizit geschildert wird, bestritten worden. In der Tat liegt er nur in einer Kopie Fedor Rostopčins vom Beginn des 19. Jahrhunderts vor. Die Gerüchte um einen natürlichen Tod durch eine Herzinsuffizienz infolge eines maßlosen Lebenswandels konkurrieren somit bis heute mit der Annahme eines unabsichtlichen Totschlags oder Mordes. 27

Katharina selbst konnte zwar kaum mit einem Mord in Verbindung gebracht werden wollen, der Tod ihres Gatten kam ihr aber gelegen und sie bestrafte Aleksej Orlov nicht. Im Gegenteil, sie zeigte sich gegenüber ihren Parteigängern großzügig. Die Brüder Orlov, aber auch Nikita Panin und Ekaterina Daškova, die sich rühmte, den Umsturz organisiert zu haben, erhielten üppige Geldgeschenke und Pensionen. Weitere Offiziere der Garden wurden ebenfalls beschenkt, unter ihnen der junge Leutnant Grigorij Potemkin, der später im Leben der Kaiserin eine bedeutende Rolle spielen sollte. 28

Hatte Katharina den Mord an ihrem Gatten selbst befohlen? Der Verdacht wurde erst nach ihrem Tod öffentlich geäußert, und bis heute ist die Frage ungeklärt. Gegenüber Stanisław August Poniatowski jedenfalls zeigte sich Katharina überrascht von Peters Tod, und als sie selbst starb, hatte sie den Brief Aleksej Orlovs so aufbewahrt, dass er von ihrem Sohn Paul unschwer gefunden werden konnte. Peter III. wurde im Aleksandr-Nevskij-Kloster in St. Petersburg beigesetzt, einem Kloster von herausragender Bedeutung, aber nicht in der Peter-und-Paul-Kathedrale in der Peter-und-Paul-Festung, in der alle Kaiser und Kaiserinnen seit Peter I. ruhten. Katharina blieb der Beisetzung fern.

Zeitgenössisch wurden eher Mutmaßungen darüber angestellt, ob Katharina eine Marionette von Favoriten und Hofparteien werden würde. Die neue Kaiserin zeigte jedoch sofort an, dass sie selbst regieren wollte und ihre Herrschaft weder durch einen institutionalisierten Rat noch den Senat begrenzen lassen wollte. Einer Regentschaftsregierung für ihren Sohn Paul, wie von seinem Erzieher Nikita Panin und anderen favorisiert, hatte sie ohnehin schon zuvor eine Absage erteilt. 29

Für Katharina war, nachdem sie ihren Ehemann Peter III. vom Thron gestoßen hatte, eine zügige Krönung für ihre Machtposition von besonderer Bedeutung. Peter hatte noch nicht einmal mit den Planungen begonnen, obwohl sein Vorbild Friedrich II. dringend dazu geraten hatte, um seine Position zu festigen. Katharina war sich des symbolischen Wertes dieser Zeremonie sehr wohl bewusst und wählte einen Mittelweg zwischen Prachtentfaltung und Bescheidenheitsgestus. Einerseits sollten die geplanten Feierlichkeiten bei Weitem nicht so aufwendig gestaltet werden, wie die Krönung der Kaiserin Elisabeth, die alles bis zu diesem Zeitpunkt in Russland Gekannte in den Schatten gestellt hatte. 30Anderseits dachte Katharina auch in den Kategorien von Geltung und Prestige. Ihre Legitimität sollte den Untertanen und den vertretenen europäischen Höfen über das Zeremoniell kommuniziert werden. So wurden 50.000 Goldrubel für die Herstellung der Krone bereitgestellt. Aus einem Pfund Gold, 20 Pfund Silber, vier Hermelinfellen und purpurnen Stoffen wurde der Krönungsmantel gefertigt. In den Schatzkammern forschte man nach dem Reichsapfel; vergeblich, er musste neu gefertigt werden. Schließlich wies Katharina II. aus ihrer eigenen Schatulle 600.000 Rubel an, die während der Krönungsfeierlichkeiten altem Brauch folgend in die Menge geworfen werden sollten. Zwar sollte, so die Kaiserin, die Krönung nicht nur in Moskau, sondern in ganz Russland für Aufsehen sorgen, anderseits wollte sie den Eindruck der Prunksucht vermeiden, um die Erwartung einer Regierung zum Wohl des Volkes zu verstärken. Dies entsprach vor allem Katharinas prekärer Situation als Usurpatorin. Ihr ging es darum, Prachtentfaltung mit der Symbolik der Aufklärung und der Tradition zusammenzuführen, wie sie vor allem der Krönungsort symbolisierte. 31

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