[243]
Vgl. etwa Walter S. 4.
[244]
Der Einschätzung von Schultze/Pautke/Wagener Art. 4 Rn. 595, wonach praktisch kein Risiko eines Aufgreifens durch die Kommission bestehen soll, wenn sich ein Unternehmen innerhalb des Gestaltungsrahmens der in Vertikal-LL Rn. 225 genannten Fallbeispiele bewege, kann jedenfalls in dieser Pauschalität nicht zugestimmt werden. So ist regelmäßig schon fraglich, ob man sich – nach Einschätzung der Kommission – tatsächlich innerhalb des Gestaltungsrahmens der Fallbeispiele bewegt.
[245]
Vgl. auch Walter S. 304.
[246]
Kurth WuW 2003, 28, 29 f.; Wiedemann/ Seeliger § 11 Rn. 161.
[247]
Eingehend zur Terminologie etwa Kurth WuW 2003, 28; Walter ZWeR 2015, 157.
[248]
Dabei werden die beiden Begriffe uneinheitlich verwendet: Während etwa das BKartA zwischen Bestpreis- (HRS) und Preisparitätsklauseln unterscheidet, bezeichnet die Kommission „Bestpreisklauseln“ im Abschlussbericht E-Commerce (dort Rn. 611 ff.) als „Price Parity Clauses“ , vgl. auch Schultze/Pautke/Wagener Art. 4 Rn. 665 Fn. 266.
[249]
Vgl. Monopolkommission SG 68 (2015) Rn. 409; weiterhin auch Walter S. 308.
[250]
BKartA Fallbericht 9.12.2013 – B6-46/12 – Amazon S. 2. Im November 2018 hat das BKartA ein weiteres Missbrauchsverfahren (B2 – 88/18) gegen Amazon eingeleitet, vgl. Pressemitteilung v. 29.11.2018. Nachdem Amazon die beanstandeten Händler-Klauseln geändert hatte, wurde das Verfahren eingestellt, vgl. BKartA Fallbericht 17.7.2019 – B2 – 88/18.
[251]
Vgl. auch Monopolkommission HG XX (2014) Rn. 891.
[252]
So hatte das BKartA im Rahmen seiner Untersuchung von Energie-Vergleichsportalen Ermittlungen gegen Verivox eingeleitet. Nachdem Verivox sämtliche Bestpreisklauseln aus Verträgen mit Energieversorgungsunternehmen entfernt hat, wurden dieses eingestellt, vgl. BKartA Pressemitteilung v. 3.6.2015 – Verivox.
[253]
So hat die britische Wettbewerbsbehörde (CMA) 2012 wegen Bestpreisklauseln gegen Online-Vergleichsportale für Kfz-Versicherungsprodukte ermittelt. Das Verfahren wurde 2014 gegen Verpflichtungszusagen eingestellt, wonach die Portale Bestpreisklauseln zu streichen hatten, vgl. CMA Final Report v. 24.9.2014 – „Private motor insurance market investigation“.
[254]
Vgl. etwa Augenhofer/Schwarzkopf NZKart 2017, 446, 447; Tamke WuW 2015, 594, 597.
[255]
So auch Augenhofer/Schwarzkopf NZKart 2017, 446, 447.
[256]
Vgl. Augenhofer/Schwarzkopf NZKart 2017, 446, 447; Galle/Nauck WuW 2014, 587.
[257]
Vgl. etwa BKartA Sektoruntersuchung Vergleichsportale (2019), Az. V-21/17 S. 61; generell erfreuen sich Vergleichsportale im Reisegeschäft großer Beliebtheit (a.a.O., S. 30).
[258]
Wie die legislatorischen Bestrebungen in den Mitgliedstaaten belegen, sind Bestpreisklauseln auch außerhalb des Kartellrechts ein Thema: Während sich der österreichische Gesetzgeber für eine Qualifizierung als unlautere Geschäftspraktik entschieden hat, gelten Bestpreisklauseln in Frankreich nun als unzulässig, zum Ganzen Auge nhofer/Schwarzkopf NZKart 2017, 446, 449.
[259]
Vgl. etwa Wolf-Posch NZKart 2019, 209, 210; weiterhin auch Walter S. 318-320.
[260]
So auch Monopolkommission SG 68 (2015), Rn. 417; Wolf-Posch NZKart 2019, 209, 210 f.
[261]
Der bereits eingeleitete Überarbeitungsprozess ist hierfür eine gute Gelegenheit, vgl. auch Wolf-Posch NZKart 2019, 209, 210.
[262]
In diese Richtung auch Monopolkommission SG 68 (2015), Rn. 414.
[263]
BKartA 20.12.2013 – B 9-66/10 – HRS; BKartA 23.12.2015 – B 9-121/13 – Booking.com.
[264]
Dabei agierten die drei Behörden in enger Abstimmung, wie das gemeinsame Statement der drei Behördenpräsidenten zum Ausdruck bringt, vgl. konkurrensverket Pressemitteilung v. 21.4.2015; weiterhin auch Schlimpert ZWeR 2015 135, 137.
[265]
Report on the monitoring exercise carried out in the online hotel booking sector by EU competition authorities in 2016, S. 4; s. auch Manca Revista Italiana di Antitrust 2018, 71; mit einer vergleichenden Gegenüberstellung Schlimpert ZWeR 2015, 135.
[266]
Vgl. Pressemitteilung v. 5.5.2016; hierzu auch Augenhofer/Schwarzkopf NZKart 2017, 446.
[267]
Monopolkommission HG XXI (2016), Rn. 985: „Die Bewertung der Wettbewerbsbeschränkung durch das Bundeskartellamt lässt Fragen offen. Eine Beschränkung des Wettbewerbs zwischen Portalbetreibern war aufgrund der Umstellung auf „enge“ Bestpreisklauseln eher nicht mehr zu befürchten.“
[268]
Vgl. Augenhofer/Schwarzkopf NZKart 2017, 446, 447.
[269]
OLG Düsseldorf 9.1.2015 – VI-Kart 1/14 (V) Rn. 2 ff., juris.
[270]
Auf diese Weise werden Hotelbetreiber daran gehindert, die vereinbarte Bestpreisklausel durch eine nur eingeschränkte Verfügbarkeit bestimmter Zimmerkategorien faktisch zu unterlaufen, vgl. Augenhofer/Schwarzkopf NZKart 2017, 446, 447.
[271]
OLG Düsseldorf 9.1.2015 – VI-Kart 1/14 (V) Rn. 8, juris.
[272]
OLG Düsseldorf 4.5.2016 – VI-Kart 1/16 (V) Rn. 72, juris; zum Ganzen auch Augenhofer/Schwarzkopf NZKart 2017, 446, 447; Alfter/Hunold WuW 2016, 525.
[273]
OLG Düsseldorf 4.5.2016 – VI-Kart 1/16 (V) Rn. 71, juris.
[274]
Vgl. nur OLG Düsseldorf 4.6.2019 – VI-Kart 2/16 (V) S. 6 mit Verweis auf die bisherige Rechtsprechung.
[275]
OLG Düsseldorf 9.1.2015 – VI-Kart 1/14 (V) Rn. 62, juris; 4.5.2016 – VI-Kart 1/16 (V) Rn. 69, juris.
[276]
BKartA 20.12.2013 – B 9-66/10, Rn. 152 f.: „Die Einschränkung wettbewerblicher Handlungsfreiheiten ist bezweckt, wenn sie objektiv dazu geeignet und unmittelbar Gegenstand von Vertragspflichten der Parteien ist und die Erfüllung der Vertragspflichten auch durchgesetzt wird. [. . .] Die Bestpreisklauseln der HRS sind objektiv geeignet, die Preissetzungsfreiheit der HRS-Hotelpartner auf den anderen Vertriebskanälen unmittelbar einzuschränken.“ [Hervorh. durch den Verf.]. Zumindest missverständlich erscheint vor diesem Hintergrund die Aussage von Schultze/Pautke/Wagener Art. 4 Rn. 672, das BKartA habe für Bestpreisklauseln gerade keine bezweckte Wettbewerbsbeschränkung angenommen.
[277]
Vgl. OLG Düsseldorf 4.6.2019 – VI-Kart 2/16 (V) S. 9 ff.
[278]
OLG Düsseldorf 4.6.2019 – VI-Kart 2/16 (V) S. 14.
[279]
OLG Düsseldorf 4.6.2019 – VI-Kart 2/16 (V) S. 14.
[280]
Vgl. etwa OLG Düsseldorf 4.5.2016 – VI-Kart 1/16 (V) Rn. 98, juris mit Nachweisen zum Streitstand.
[281]
OLG Düsseldorf 4.12.2017 – VI-U (Kart) 5/17 = NZKart 2018, 54; WuW 2018, 88; Vorinstanz: LG Köln 16.2.2017 – 88 O (Kart) 17/16 – Expedia.
[282]
OLG Düsseldorf 9.1.2015 – VI-Kart 1/14 (V); hierzu auch Galle/Hauck WuW 2014, 587; eine wettbewerbsökonomische Analyse nehmen Hamelmann/Haucap/Wey ZweR 2015, 245, 251 ff. sowie Hamelmann S. 59 ff. vor.
[283]
OLG Düsseldorf 4.5.2016 – VI-Kart 1/16 (V) = NZKart 2016, 291; WuW 2016, 378 – „Enge Bestpreisklausel“.
[284]
OLG Düsseldorf 4.12.2017 – VI-U (Kart) 5/17 Rn. 28 ff.; Lohse S. 58 ff; a.A. etwa dos Santos Goncalves GWR 2015, 425, 428.
[285]
OLG Düsseldorf 4.5.2016 – VI-Kart 1/16 (V) Rn. 97, juris.
Читать дальше