Herbert Wolf - Insekten sterben, Menschen auch!

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"Insekten sterben, Menschen auch" – das könnte fast eine Binsenweisheit sein, wenn Herbert Wolf sie in seinen Kurzgeschichten nicht auf fatale Weise wenden würde. Eine Babywunsch-Klinik in einer mittleren Stadt in Tschechien. Die letzte Hoffnung für Frauen, bei denen nichts mehr geht. Und auch hier geschieht, was Medien oft genug kolportiert haben: Zwei Babys werden vertauscht. Und damit beginnt ein gewaltiges und gewalttätiges Drama, das nicht enden will. Nur ganz nebenbei für alle Neugierigen: Die Insekten sind auch da …

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„Hört der sich immer so gern reden?“, flüsterte Beatrix Rosa ins Ohr, wohl ahnend, dass das klar war.

„Muss wohl so sein“, gab die ebenfalls leise zurück, weil sie den gleichen Eindruck hatte. „Seine Frau scheint das gewohnt zu sein.“

„Na, dann wissen wir das jetzt auch noch, danke, Klaus“, sagte schließlich Paul etwas ironisch lächelnd.

Sein Arbeitskollege hatte den leicht spöttischen Ton, die möglichen kritischen Gefühle und die schon aufkommende Distanz bei einigen Zuhörern nicht wahrgenommen. Und seine Frau schien solche Reden ihres Mannes klaglos hinzunehmen. Auf dem Nachhauseweg hatte Petra bemerkt, wie nett sie alle fände und meinte, dass die Tour ihnen Spaß machen würde.

„Wir haben uns ganz gut präsentiert, denke ich. Und konditionell müssen wir uns sicher nicht verstecken“, fügte ein recht zufriedener Klaus an.

***

Paul mochte sich an dieses Treffen jetzt erinnern, als er sich mit seinem Rad zwischen die Benders schob. Bis zur nächsten Ortschaft war es nicht mehr weit.

„Es ist für uns besser, wenn wir nicht nur in Kleingrüppchen fahren“, versuchte er vor Klaus seine Mahnung vom Morgen in anderen Worten zu wiederholen, da er nicht überzeugt war, dass der ihn richtig verstanden hatte. „Wir haben schließlich genügend Zeit für die Etappe. Und so können wir uns auch unterhalten.“

„Wir werden uns an das übliche Tempo halten!“, mischte sich Petra lachend ein. „Sorry, wenn wir euch vorhin verärgert haben sollten.“

„Verärgert ist keiner“, gab Paul zurück, der nicht sie, sondern ihren Mann gemeint hatte.

Etwas später saßen sie eng gedrängt in einer zu einem Café erweiterten Bäckerei des kleinen, kaum dreihundert Seelen zählenden Ortes. Die meisten verdrückten ein Stück Kuchen und tranken dazu Kaffee oder Tee. Leider fing es jetzt zu regnen an.

„Na, das wird heute sicher nicht unser schönster Tag!“, rief jemand, der sich dicht an der matt verglasten Eingangstür postiert hatte.

„Morgen wird es sicher wieder schöner“, suchte Carmen die Stimmung aufzuhellen.

Keiner hatte es bemerkt, bis Klaus plötzlich mit einem Tablett an den drei runden Café-Tischen erschien. Er platzierte acht Schnapsgläser und eine Flasche Mirabellen-Schnaps direkt vor seine erstaunt blickenden Freunde.

„Also die haben hier nur eine beschränkte Anzahl an solchen Gläsern, und die Mirabelle ist das Einzige, was es hier an stärkeren Getränken gibt“, entschuldigte er sich. „Wir müssen uns halt damit begnügen.“

Dann füllte er die Gläser, was durchaus bei den Freunden hörbar Beifall fand. Kaum gefüllt, griff schon der Erste nach seinem Schnapsglas.

„Die Flasche reicht aber gerade mal für eine Runde!“, spottete Benno nicht ganz ernst.

„Aber leider, Leute, Nachschub werden wir hier nicht bekommen. Dann aber zum Wohl, auf die Tour!“, rief Klaus sichtlich stolz auf seine Idee.

Petra, seine Frau, begann sofort, die geleerten Gläser nochmals neu zu füllen, sodass am Ende jeder mindestens eine Mirabelle erhielt. Nur für sie selbst und Klaus blieb so nichts mehr übrig, die Flasche war ja beim Kauf schon angebrochen gewesen.

„Ich wollte noch etwas sagen“, ließ sich Klaus vernehmen. „Wir müssen bei dem Regen ja noch eine Weile hier im Laden abwarten.“ Er schaute in die Runde.

„Also, wir sind das erste Mal dabei, haben bis auf Paul und Carmen keinen von euch gekannt. Und da ist für uns besonders spannend, mit euch mitzufahren. Ich sage noch mal: Vielen Dank an euch, dass ihr alle uns so offen aufnehmt, und ich wünsche uns allen eine gelungene Radtour.“ Und weil er so in Fahrt war, rief er einer spontanen Eingebung folgend laut in die Runde: „Mit Plattfuß geht’s nimmer, ohne immer!“, was alle gleich darauf wiederholten.

Es war kaum aufgefallen, dass Rosa sich zurückgehalten hatte. Die hatte möglicherweise ihren Wortwechsel auf der Fahrt nicht weggesteckt, und immer noch stand ihr Schnapsglas gefüllt vor ihr. Ihr Gesicht zeigte sich unbeteiligt und verriet nicht, was sie beschäftigte. Sie mied auch den Blickkontakt zu ihren Mitfahrern.

„Das war hoffentlich aber nur euer Einstieg in den Einstand“, witzelte Paul, der die leere Mirabellenflasche in die Luft hielt. „Da sollte doch noch etwas folgen!“

Einige trommelten mit der flachen Hand auf die Tischplatten, und Petra erklärte lachend, dass sie das nicht anders verstanden habe.

Dass sie der Regen länger in diesem Café festhielt als geplant, schien niemanden zu stören. Im Gegenteil, es stellte sich inzwischen eine entspannte Stimmung ein, weil sogar diese kleine Menge Alkohol einigen die Zunge gelöst hatte. Dabei half dann, dass es in dieser Café-Bäckerei gemütlich war, trotz der Beengtheit – oder gerade deshalb.

Der Regen würde sich heute nicht mehr verziehen, stellte Paul nach fast einer Stunde fest, und schon ließ die Bäckersfrau erkennen, dass sie darauf hoffte, ihre Gäste endlich weiterziehen zu sehen. Dabei hatte sie sicher einiges eingenommen, weil die Gruppe nicht nur Kuchen gegessen hatte.

„Leute, lasst uns losfahren“, mahnte schließlich Paul zum Aufbruch. „Wir haben noch ein gutes Stück vor uns, und der Regen wird uns erhalten bleiben.“

„Geht es dir nicht gut, Rosa?“, fragte Klaus beim Hinausgehen, dem ihre Teilnahmslosigkeit aufgefallen war. Warum die sich bei den lockeren Gesprächen so zurückgehalten hatte, erschloss sich ihm nicht, er vermutete durchaus zutreffend den Grund in ihrem kurzen Zusammenprall auf der Fahrt.

„Wieso willst du das jetzt wissen?“, antwortete Rosa auf seine Frage, was eher missgelaunt rüberkam.

„Ach, nur so. Du warst die ganze Zeit im Café so schweigsam, und das habe ich bemerkt.“

„Ich habe zugehört. Das reicht manchmal auch!“, erwiderte Rosa spitz und wollte sich an ihm vorbei zu ihrem Rad durchzwängen. „Mal eine gute Idee, nicht wahr?“

„Ich dachte, dass ich das von vorhin geradebiegen kann“, versuchte es Klaus nochmals, da schwang sie sich aber schon auf ihr Rad.

„Lass sie doch!“, zischte ihm Petra leise zu, was niemand sonst mitbekam. „Die braucht wohl noch etwas Zeit, um sich an uns in der Gruppe zu gewöhnen. Zeigen wir uns also auch mit Geduld.“

„Deshalb versuche ich ja mit der ins Gespräch zu kommen. Vielleicht …“

Petra sah das anders. „Lass sie einfach in Frieden und warte, bis sie von selbst kommt!“

Ohne zumindest Rosa auf ihr abweisendes Verhalten angesprochen zu haben, wollte Klaus aber nicht aufgeben. Daher drängte er sich jetzt neben sie, die sich an die Spitze der Radgruppe gesetzt hatte.

„Ein blödes Wetter“, versuchte er es mit einem neutralen Thema. Dann wartete er einen Moment, ob sie etwas erwidern würde, und redete, weil von ihr nichts kam, einfach weiter.

„Der Wetterbericht prophezeit Gott sei Dank für die nächsten Tage recht passables Wetter. Morgen gibt es demnach keinen Regen.“

Rosa reagiert immer noch nicht, ließ ihn regelrecht auflaufen. Ziemlich ratlos suchte er jetzt in der für ihn peinlichen Gesprächspause nach einem Thema, um sie aus der Reserve zu locken. Ihm fiel noch mal seine anstrengende Radtour mit seinen Tennisfreunden ein.

„Wenn ich an das teilweise scheußliche Wetter in Skandinavien bei unserer Tour denke, dann ist der Regen jetzt ganz gut zu ertragen“, versuchte er sie so zu erreichen. „Kalt war es auch häufig gewesen, manchmal haben wir sogar gefroren.“

„Toll!“, rief Rosa ohne Interesse. „Frage mich, warum du dich auf so eine Challenge eingelassen hast, wenn es doch so wenig Spaß gemacht hat?“ Dabei dehnte sie übertrieben das Wort Challenge.

„Ja, für mich war es eine Herausforderung. Darauf kam es mir ja an!“, entgegnete er ernsthaft, weil er ihren spöttischen Unterton gar nicht bemerkt hatte.

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