Hans-Joachim Rech - Der Güldene Baum

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"Was wäre die Welt doch ohne Träume, ohne Märchen. Wie arm wäre unser Leben, gäbe es nicht unsere Träume und Wünsche, Sehnsüchte und die Hoffnung. So möge es denn sein, dass es immer Träume gibt, Träume so schön und bunt, aus denen dann die Märchen und Geschichten werden, die uns unsere Großmütter und Großväter an den langen Winterabenden erzählen – unsere Wintermärchen. Und was im Winter gut ist, wird im Sommer ebenso schön und bunt sein, denn die Träume sind die Wünsche der Herzen – bei den Kleinen wie den Großen."

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“Und dann---?” flüsterte Max.

“Und dann -- ihr wollt wissen was dann geschah? - Nun gut - so will ich denn berichten. - Es krachte, splitterte und klirrte, dass einem die Ohren schier zerspringen wollten. Uralte Bäume wurden im Dutzend aus der Erde gerissen, die Felsen zerbarsten und die Erde glühte wie das Abendlicht der Sonne. Überall war nur Feuer und Rauch, und das qualvolle Geschrei der sterbenden Freunde hallte durch die Nacht. Der Regen stürzte in unvorstellbaren Strömen vom Himmel, und bald schon stieg das Wasser in den Flüssen und drang weit in den Urwald vor. Die Flammen des brennenden Waldes loderten weithin sichtbar, aber der prasselnde Regen ließ die wütende Glut erlöschen. -- Dann wurde es still im Wald, sehr still. Eine riesige Wunde klaffte im Leib der Erde, und das Licht des Mondes tauchte den Ort der Verwüstung in silbernes, gespenstisches Licht.”

Bonalibona wandte seinen Kopf und schaute aus dem Fenster hinaus in eine weite ferne Welt. Schwer lastete die Erinnerung an jene Tage auf seinen Gedanken. Der Atem des Zauberers klang wie das wehmütige Klagen eines Kindes, das sein liebstes Spielzeug verlor. Dann murmelte er einige Worte, die Miriam, Luna und Max aber nicht verstanden. Noch bevor die drei Freunde irgend etwas sagen konnten, fuhr Bonalibona in seiner Erzählung fort.

“Nachdem alles zur Ruhe gekommen war, das Wasser der Flüsse zurückging und das Licht des hellen Tages über die Welt floss, zeigte sich das ganze Ausmaß der Vernichtung. Kein Baum, kein Strauch, keine Blume und kein Tier fanden sich an jenem Ort, wo Tage zuvor noch blühendes Leben herrschte. Es war ein trostloser Anblick - meine Freunde, ein sehr trostloser Anblick. -- Mutlosigkeit breitete sich aus, denn so etwas hatten wir, die Bewohner des Waldes, noch niemals zuvor erlebt. Was sollte geschehen? - Niemand wusste darauf eine Antwort. So ging die Zeit ins Land, und wir hatten uns alle damit abgefunden, dass diese grässliche Narbe uns für den Rest unseres Lebens begleiten würde. Aber dann - wie durch Zauberhand, hihihi - jawohl meine Freunde, so könnte man es auch sehen, begann hier und da neues Leben zu sprießen. Erst langsam und zaghaft, dann schneller und mutiger, und plötzlich, wie über Nacht, war alles wieder grün. Es war wie ein Wunder - meine Lieben, einfach unbegreiflich. Die fürchterliche Wunde, die Blitz und Sturm der Welt schlugen, verschwand unter einem weichen Teppich aus duftenden Blumen und Gräsern. Denn eines müsst ihr euch stets bewusst machen - das Leben überall auf dieser Welt und an allen Orten im unendlichen Universum findet stets seinen Weg. Und dann - -”

“Ja - was dann” flüsterten die drei Freunde voller Spannung,

“was war dann?”

Bonalibona erhob sich aus seinem Sessel, der sich knarrend und knackend vom Gewicht des Fuchses befreit sah, schritt bedächtig zu einem Wandschrank, nahm eine silberne Dose heraus, und ging zu seinem Sessel zurück. Ohne ein Wort zu sagen klopfte er seine Pfeife aus, nahm behutsam den duftenden Tabak in seine Finger und stopfte ihn vorsichtig in den Pfeifenkopf. Er entzündete ein Streichholz, und paffend blies der Zauberer die ersten Wolken in den Raum. Genüsslich legte er sich in den Sessel zurück, schloss die Augen und ließ sich vom duftenden Tabakrauch umhüllen.

“Welch eine Freude - Kinder, ich sage euch, die Tabakpfeife ist eines der schönsten Geschenke der Welt an die Menschen. Aber nur die wenigsten wissen mit dieser Gabe würdig umzugehen. Wie mit den meisten anderen Dingen. So ist das, leider. - Ja - ja, die Welt könnte so schön sein, das Leben friedlich und alle glücklich und zufrieden. - Könnte - meine Freunde - könnte. -- Aber sie ist es nicht” fauchte der Zauberer laut, dass Miriam, Luna und Max fürchterlich erschraken.

“Was - was - was ist denn - wa - wa - warum bist du denn so...”

“Oh - oh - meine lieben Freunde, bitte habt Nachsicht mit einem alten vertrottelten Zauberer. Entschuldigt meinen Zorn, meine Unbeherrschtheit. Sie sind eines Zauberers meines Standes gänzlich unwürdig. Das ist etwas für die unteren Gehilfen, nicht aber für einen Meister. - Es ist nur, zuweilen ärgere ich mich über die Unvollkommenheit, ja - das ist es - die Unvollkommenheit die uns allen - ich meine den meisten - zu eigen ist - leider. Und ich - der große Bonalibona fühle mich verpflichtet - jawohl verpflichtet - den arroganten, besser wissenden, überheblichen und undankbaren Menschen jenen Weg aufzuzeigen, der auf den Pfad der Tugend führt. - Na ja - viel Hoffnung habe ich nicht, aber unsereins hat schließlich seinen Stolz - nicht wahr. - Bei euch - denke ich, könnte es noch ... wir werden sehen, wir werden sehen. - - Wo war ich stehen geblieben?”

“Wo du was warst?”

“Ooohhh - ist das nervig. Könnt ihr euch denn nicht einmal merken was ich zuletzt gesagt habe? Alles muss man selber machen. Es ist aber auch zum auswachsen!”

“Das ist aber nicht fair - jetzt bist du überheblich - damit du es weißt. Warum sollen wir uns merken was du zuletzt gesagt hast? Schließlich hast du uns in dein Haus geholt um uns zu erzählen, was damals hier im Wald geschah - oder?”

“Das ist - das ist doch - ja da hört sich doch alles auf. Ich - der große Bonalibona und überheblich? Ja - also - das hat mir noch niemand gesagt. Stolz bin ich - wie es mir zusteht. Erhaben - das ist meine Natur, weise und gerecht - so sind meine Worte. Aber überheblich. Ich hätte nicht übel Lust euch in Kröten oder Kellerasseln zu verwandeln für eure Frechheiten. -- Dass ich es nicht tue verdankt ihr einzig und allein der Tatsache, dass ihr Kinder seid und ich euch mag. Und jetzt spitzt eure Ohren und hört genau zu was ich euch sagen werde über den Wald, diesen Ort und was hier vor vielen, vielen Jahren geschah.”

Bonalibona knurrte nach Fuchsart etwas in seinen Schnurrbart, nahm in seinem Sessel Platz, legte den blauen Mantel mit den goldenen Sternen über seine Beine, paffte ein paar dicke Wolken in die Luft und lehne seinen Kopf zurück an das weiche Polster.

“Zuerst haben wir es nur gehört. Ganz leicht, wie das Säuseln des Windes. Aber mit jedem Herzschlag wurde dieser Ton kräftiger, intensiver, ausdauernder. Es tönte mit einem Male wie Trompetenklang. Und dieser Klang kam genau auf uns zu. Meine Freunde und ich, wir hatten uns auf jener Lichtung versammelt, von der ich euch eben erzählte. So konnten wir am Tage den blauen Himmel sehen und in der Nacht die Sterne bewundern. Nun überkam uns eine schreckliche Angst, denn solch einen Ton hatten wir nie zuvor vernommen. Immer lauter und wilder scholl es durch die Lüfte, auf und ab, als gäbe es auf dieser Erde nur noch diesen einen Ton. Wir verstanden unser eigenes Wort nicht mehr und duckten uns in das hohe Gras. Plötzlich bedeckten riesige Schatten unsere grüne Insel inmitten des tiefen Waldes. Wir wagten nicht unsere Augen zu erheben, geschweige denn uns zu bewegen.”

Bonalibona atmete tief aus und wischte sich mit der Hand über das Gesicht. Dann nahm er ein paar kräftige Züge aus der Pfeife. Miriam, Luna und Max sagten kein Wort und kuschelten sich ganz eng aneinander unter eine Decke auf das dicke Sofa. Mit großen Augen sahen sie auf den Zauberer, der in seinen blauen Mantel gehüllt, wie ein König in seinem Sessel thronte.

“Ihr fürchtet euch doch nicht - oder? Ich kann euch ja kaum noch sehen. - Hihihihi - ja - ja, so ist das mit den alten Geschichten. Keiner nimmt sie ernst oder glaubt daran, doch wenn man sie erzählt, zittern alle vor Angst. - Schnick - schnack - es gibt keinen Grund Angst zu haben, jedenfalls nicht jetzt. Damals jedoch - ich meine - als meine Freunde und ich das erste Mal diese großen Schatten sahen und diese Töne vernahmen, da war das schon etwas anderes. Ich war ja fast noch ein Kind - ein Zauberlehrling - und hatte keine Ahnung von den Dingen in der Welt. - Aber heute - es ist langweilig geworden - es gibt nichts mehr zu zaubern - alles machen diese blöden Computer. Weil die Menschen träge wurden, sie wollen nicht mehr träumen - haben keine Fantasie mehr. Und das Ende vom Lied - die Märchen sterben aus - und mit ihnen die Zauberer, Elfen, Feen, Trolle, Gnome und Riesen. Es ist ein Verhängnis - jawohl - ein richtiges Verhängnis. Aber Gott sei Dank gibt es ja noch mich, den großen Bonalibona, den Meister aller Zauberer und Magier. - Wo war ich noch stehen geblieben? - Richtig - bei den großen Schatten. - Nun alles klärte sich im Nu auf, denn die Schatten waren nichts anderes als Kraniche, die auf der Lichtung landeten. Und mit den Trompetenrufen begrüßten sie sich und den nahenden Frühling. Das ist alles. He - was ist los? Hat es euch die Sprache verschlagen? Na los ihr Hasenfüße, kommt heraus unter eurer Decke - hahahaha!”

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